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Galaterbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von R.L.

Prüfet Alles und das Gute behaltet:

Galaterbrief - Abriss und Gliederung zur Bibel von Robert Lee.

SCHLÜSSELVERS: Kapitel 3,2.
BOTSCHAFT: Christus, der Befreier, führt von dem Gesetz und blosser Äusserlichkeit zu Seiner herrlichen Freiheit.
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BOTSCHAFT:
Der Brief enthält viele glühende und prächtige bildliche Vergleiche (Kap. 2, 15; 3, 3. 18; 4, 7; 5, 20 usw.) und überaus vielsagende Feststellungen für Prediger des Wortes. Aber der besondere Nachdruck liegt auf den beiden Worten «Trost» und «Dienst», denen wir am häufigsten begegnen.

Die Beschäftigung mit diesen beiden Worten führt zu nützlichem Bibelstudium, abgesehen davon, dass sie den Hauptinhalt des Briefes bezeichnen:

Trost: Quelle: Kap. 1,3.
Zweck: Kap. 1,4.
Ausgleich: Kap. 1,5.
Christliche Pflicht: Kap. 2,7.
Wie Gott mitunter tröstet: Kap. 7,6. 7.13.
Gebieterischer Befehl: Kap. 13,11.
Dienst: Satans Diener: Kap. 11,15.
Gottes Diener: Kap. 6,4.
Wesensart: Kap. 1,19; 2,12; 4,5.

Ein geistlicher Dienst, (Kap. 3,6) und ein herrlicher Dienst (Kap. 3,8) führt zu Sinnesänderung (Kap. 3,3); hilft uns, um nicht zu ermatten (Kap. 4,1); ist ein Dienst der Versöhnung (Kap. 5,18); erfordert Sorgfalt (Kap. 6,3). In allen Teilen ist in diesem Briefe mehr als sonst wo in den Briefen Pauli die Rede davon, wie der Dienst Christi einen Weg der Leiden und Verwerfung bedeutet.



BESONDERE PUNKTE:
Dieser Brief ist in mancher Hinsicht bemerkenswert. Im Alten Testament wird von Gott oft als dem Alunächtigen gesprochen, aber im Neuen Testament nur zehnmal, davon neunmal in der Offenbarung und einmal in diesem Brief (Kap. 6,18). Sehr bemerkenswert ist der letzte Vers des Briefes (Kap. 13,13), der die heute allgemein gebräuchliche Form des «Segens» enthält, mit dem vielfach die Zusammenkünfte der Gläubigen beendet werden.



GALATIEN:

Galatien, ein breiter Landstreifen in Kleinasien, war von einem Mischvolk bewohnt, in dem die Gallier vorherrschten. Diese Gallier verliessen ihr Heimatland, das heutige Frankreich, etwa 300 Jahre vor Chr., siedelten sich nach einem erfolgreichen Kriegszug hier an, und gaben dem Land ihren Namen. Sogar heute noch haben Reisende «das helle Haar und die blauen Augen» angetroffen, die die Verwandtschaft zwischen den Hirtenstämmen Galatiens und dem
Landvolk Westfrankreichs kennzeichnen.



GEMEINDE:

Hier predigte Paulus «in Schwachheit des Fleisches» (Kap. 4,13) während seiner zweiten Missionsreise das Evangelium (Apostg. 16,6). Der Kern seiner Ansprachen war: «Christus als gekreuzigt» (Kap. 3,1); er wurde wie ein Himmelsbote aufgenommen (Kap. 4,14); durch ihn entstanden dort mehrere Gemeinden (Kap. l, 6); er wurde mit Liebe überschüttet (Kap. 4,15).




ZWECK:

1. Das keltische Element ist sehr unbeständig, es liebt das Neue und die Abwechslung; als die judaisierenden Lehrer jenes Weges kamen, welche die Errettung aus Werken und die Notwendigkeit der Beschneidung usw. lehrten, nahmen sie in unüberlegter, ungestümer Eile deren Ansichten an.

2. Paulus hörte von diesem geistlichen Rückgang, und so dringlich erschien ihm die Sache, dass er, da wohl kein Schreiber zur Verfügung stand, den ganzen Brief selber schrieb, was sonst nicht seine Gewohnheit war.




EIGENTÜMLICHKEITEN:

1. Beachte: a) Ein ungewöhnlich ernster Ton liegt über diesem Brief. b) Paulus beginnt ohne ein Wort des Lobes und des Dankes, was wieder ganz ungewöhnlich bei ihm ist. c) Es kommt kein Verlangen nach Fürbitte zum Ausdruck in diesem Brief - wie konnten sie für andere beten, da sie doch Abtrünnige waren;

2. Dieser Brief hat mehr als jedes andere Buch des Neuen Testaments für die Befreiung des Christentums vom Judentum getan. Römische Lehre, Ritualismus und jede andere äussere Form, die von jeher die Freiheit und geistige Natur des Evangeliums bedroht haben, sind hier blossgelegt. 3. Er war Luthers Lieblingsbrief; als solcher spielte er eine sehr wichtige Rolle in der Reformation. 4. Der Galaterbrief führt als Kampfesschrift aus, was im Römerbrief systematisch enthalten ist, und zeigt den Herrn Jesus als den Befreier von der Knechtschaft des Gesetzes. 5. Die Lehre von der Rechtfertigung aus Glauben wird hier ausdrücklicher dargestellt als in irgend einer anderen Schrift von Paulus. Beachte den Nachdruck, den Paulus auf die innere und geistliche Natur des christlichen Glaubens legt, im Gegensatz zu der blossen Äusserlichkeit anderer Lehren. (Siehe Kap. l, 16; 2,20; 4,6 und 19.)



Gliederung:

Dieser Brief zerfällt in vier Abschnitte, die wie folgt in elf Unterteile gegliedert sind:

A. Einleitung
  • 1. Pauli kahler Cruss (Kap. 1,1—5)
    • Mit dem einfachsten Gruss führt er das Sühnopfer ein, eine Wahrheit, die ihnen einst teuer war, aber jetzt praktisch von ihnen ver worfen wurde.
  • 2. Pauli schwerer Vorwurf (Kap. 1,6—9)
    • Er bringt seine grosse Verwunderung zum Ausdruck darüber, dass sie so schnell ein anderes Evangelium annehmen konnten, das über haupt kein Evangelium mehr war.

B. Des Paulas’ apostolische Autorität
  • 3. Pauli Evangelium vom Herrn empfangen durch direkte Offenbarung (Kap. 1,10—24)
    • Hier beweist er, dass er sein Evangelium unmittelbar vom Herrn empfangen habe, und zwar (nach Vers 17) in den Einöden Arabiens.
  • 4. Grosser Kampf mit Petrus und andern (Kap.2,1—15)
    • Paulus zeigt hier, wie er immer den judaisierenden Lehrern wider standen habe, wobei er sogar soweit ging, dass er Petrus öffentlich zurechtwies.

C. Verteidigung und Erklärung der Erlösung und Heiligung allein durch Glauben
  • 5. Rechtfertigung aus Glauben allein (Kap. 2,16—19)
    • Die Juden hatten die Ohnmacht des Gesetzes, jemanden zu erretten, erfahren müssen. Was aber das Gesetz nicht vermochte, das hat die Gnade getan. Rechfertigung erfolgt aus Glauben, und aus Glauben allein.
  • 6. Göttliche Vereinigung mit Christum aus Glauben (Kap. 2,20—21)
    • Der Glaube führt uns nicht nur zur Rechtfertigung, sondern auch zur Gleichförmigkeit mit Christo in Seinem Tod und Seiner Auferstehung.
  • 7. Empfang des Heiligen Geistes ans Glauben (Kap. 3,23 bis 4,31)
    • Aber wir sind nicht nur gerechtfertigt, sondern auch geheiligt aus Glauben. Hier führt der Zustand der Rechtfertigung zu einem Zustand der Heiligung, und auch das aus Glauben.
  • 8. Sohnschaft durch Glauben (Kap. 3,1—22)
    • Nicht nur sind wir gerechtfertigt aus Glauben, sondern wir werden auch Kinder Gottes durch Glauben und sind befähigt, unsere Sohnschaft durch den innewohnenden Heiligen Geist zu ver wirklichen.
  • 9. Freiheit durch Glauben (Kap. 5)
    • Christus führt uns in herrliche Freiheit — eine Freiheit, die wir um jeden Preis bewahren müssen. Aber Freiheit bedeutet nicht Zügellosigkeit.

D. Schluss
  • 10. Dienst in Mitleid und Glauben (Kap. 6,1—10)
    • Wir müssen erbarmungsvoll und mitfühlend handeln gegen einander, besonders gegen die Irrenden.
  • 11. Schlusswort (Kap.6,11—18)
  1. Was für ein prächtiger Schluss ist dies!


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Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S