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Alfred P. Gibbs


155.Die Heilung des Kranken am Teich Bethesda​ - Johannes 5,1-16

Prüfet Alles und das Gute behaltet:

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Die Heilung des Kranken am Teich Bethesda​ - Johannes 5,1-16
Leitvers: Matthäus 9,12
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Matthäus 9,12
 Als aber Jesus es hörte, sprach er: Die Starken bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken.​


Bethesda heisst zu deutsch „Haus der Barmherzigkeit“,
und was sich hier zu gewissen Zeiten ereignete, war eine Demonstration der göttlichen Barmherzigkeit.​

I. Der Kranke V 5.7
Er leidet seit fast vier Jahrzehnten an einer schweren, chronischen Krankheit und illustriert damit den trost­losen Zustand eines unerretteten Sünders.
Jes. 1,6; Hiob 33,19-22.
1. Er ist ein Mensch, der es viele Male erfahren hat, daaa alle Bemühungen, aus eigener Kraft die Heilung herbeizuführen, d. h. seine „eigene Gerechtigkeit aufzurichten“, zum Scheitern verurteilt sind. V 7 b;
 
Röm. 7,18.22-24; 10,2-3.

2. Er ist ein Mensch, der seit 38 Jahren erfährt, daß es keinen Menschen auf dieser Erde gibt, der ihm aus diesem Zustand heraushilft. V 7a; Hes. 22,30; Hebr. 10,11. 
Selbst wenn sie sich einsetzen wollten
wie Mose, 
2. Mose 32,32 
und Paulus, 
Röm. 9,1-3,
so können sie es doch nicht, weil sie selbst sündige​ Menschen sind. 
Ps. 49,8; Luk. 10,31-32.


3. Die Barmherzigkeit Gottes, nach der er sich seitlangem sehnt, von der er weiß, 
2. Mose 34,6; Ps. 103,8
 
und die anderen vor seinen Augen wider fährt, V 7 b, ist für ihn unerreichbar.
 Ohne einen Mittler gibt es für ihn keine Hilfe. Das ist die Erkenntnis, zu der er gelangt ist.



II. Der Mittler V 1.6-9.14; Hiob 33,23 Menge und Schlachter; 1. Tim. 2,5-6
1. Er ist fähig zu helfe n, denn er ist ein „Gesunder“, d. h. er ist gerecht und ohne Sünde.
Auch mit diesem Gang nach Jerusalem erfüllt er das Gesetz. V 1; 
2. Mose 23,14.17; Matth. 5,17; Joh. 8,46; 1. Joh. 2,1.

2. Er geht nach Bethesda.
In der vom hellenistischen und römischen Heidentum verderbten Stadt (sieh, wie ganz Jerusalem einst auf die Kunde von der Geburt des Christus mit Schrecken reagierte: 
Matth. 2,3-4) weiß er sich in das Haus der Barm­herzigkeit seines Vaters geführt. V 6; Matth. 11,28-30.

3. Unter all den vielen Kranken, die sich dort be­finden, sieht er nur den erbarmungswürdigen Einen, der an sich selbst und anderen restlos zuschanden geworden ist. Zu ihm, der vor ihm liegt in seinem Leid und seiner Hoffnungslosigkeit, neigtsich der Gottessohn innerlich bewegt hinab, denn er weiß alles um ihn. V 6; Ps. 139,1-12; Matth. 20,34; Luk. 7,13; 10,33; 15,20.

4. Durch seine Frage führt ihn der Herr zu einem offenen, demütigen Bekenntnis seiner eigenen Unzulänglichkeit. Matth. 5,34.
Der Mensch spricht im Hochmut seines Herzens: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.“
 Diese Geschichte straft ihn Lügen.
Unerreichbar für die Hoffart des Menschen ist der Weg des Lebens und zu Gott, 
Joh. 14,6, der nur über das Bekenntnis zu Jesu Füßen gefun­den wird:
„Herr, ohne dich bin ich verloren; du, Herr, bist meine einzige Hoffnung und Rettung!“

5. Was in 38 Jahren weder der Kranke noch sonst jemand vermochte, dazu genügt bei dem Herrn Jesus Christus ein Wort, Matth. 8,8, und der Kranke ist alsbald gesund. V 8-9. Petrus faßt seine diesbezüglichen Erlebnisse in einem groß­artigen Satz zusammen: Apg. 10,38.
Beachte auch, wie dieses charakteristische Wort „alsbald“ die Wirksamkeit unseres Herrn begleitete (beson­ders auffallend im Markus-Evangelium).
Eine treffende Beschreibung der Erfahrung dieses Mannes finden wir 
Hiob 33,19-28.
Ist es auch unsere persönliche Erfahrung?​


6. „Sündige hinfort nicht mehr!“ V 14 Er ist durch die enge Pforte, Joh. 14,6, ins Leben eingetreten.
Nun ruft ihn der Herr in seine Nach­folge auf dem schmalen Weg. 
Jes. 38,15; Matth. 10,38; Gal. 5,24-25; Hebr. 12,14.
Beachte, wie wichtig dem Herrn diese Ermahnung ist: die Neugierde des drängenden Volkes hatte eine Fort­setzung des Gespräches am Teiche Bethesda verhindert, V 13; Jes. 42,1-2
, der Herr aber geht ihm nach, bis er ihn gefunden hat, um ihm diesen Satz noch zu sagen.
Es ist ihm nicht genug, uns zu er­ lösen, er will uns auch heiligen. 
Joh. 17,19; 1. Thess. 5,23-24.
(Daß er ihn im Tempel findet, ist gewiß 'ein gutes Zeichen. Daß der Geheilte den Juden Jesu Namen angab, wird verhängnisvolle Folgen haben, doch heißt es nicht, daß er den Namen verriet, sondern, daß er ihn den Juden verkündete.)


7. „Auf daß dir nichts Ärgeres widerfahre“
Hier zeigt uns der Herr Jesus die ungeheure Verantwortung, die wir für unser eigenes Leben tragen.
Ärger als die schwerste Strafe, die uns in diesem Leben treffen kann, ist die ewige Strafe des höllischen Feuers.
Niemand hat immer wieder so davor gewarnt, wie unser Herr, denn er allein kann es beurteilen. 
Mark. 9,43-48; Matth. 25,41.



III. „Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen." V. 16; Jes. 53,4.
„Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist“Luk. 19,10, dies tat er für den Preis seines eigenen Lebens.
Die Folge dieser Errettung eines verlorenen Menschen war für ihn das Kreuz von Golgatha.
Die Heilung war an einem Sabbath geschehen, und der Geheilte 
„ging hin und ver­kündete den Juden, daß es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe.
Und darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbath tat“
. V 15-16.
Und das war nicht nur ihre vorübergehende Absicht; 
der Haß der Juden entzündete sich an dieser Tat, dauerte fort und steigerte sich durch sein weiteres Wirken und Lehren bis zu seiner schließlichen Kreuzigung. Joh. 7,1.14.19-32; 8,59; 10,3940; 11,47-57; 18,12; 19,16.
„Doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Missetaten willen zer­schlagen.
Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns ein jeder auf seinen Weg; und der HERR hat ihn treffen lassen unser aller Unge­rechtigkeit“. 
Jes. 53,5-6.​
Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S