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197.Maria salbt Jesu Füße ​​​​​- Johannes 12,1-11; Matthäus 26,6-13

Prüfet alles und das Gute behaltet:
Maria salbt Jesu Füße ​​​​- Johannes 12,1-11; Matthäus 26,6-13
Leitvers: 2.Thessalonicher 1,12
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2.Thessalonicher 1,12 damit der Name unseres Herrn Jesus [Christus ] verherrlicht werde in euch, und ihr in ihm, nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.​



Johannes 12,1-11
1Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus, der Gestorbene, war, welchen Jesus aus den Toten auferweckt hatte. 2Sie machten ihm nun daselbst ein Abendessen, und Martha diente; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische lagen. 3Da nahm Maria ein Pfund Salbe von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch der Salbe erfüllt. 4Es sagt nun einer von seinen Jüngern, Judas, Simons Sohn, der Iskariot, der ihn überliefern sollte: 5Warum ist diese Salbe nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben worden? 6Er sagte dies aber, nicht weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und trug, was eingelegt wurde. 7Da sprach Jesus : Erlaube ihr, es auf den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt zu haben; 8denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 9Eine große Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, daß er daselbst sei; und sie kamen, nicht um Jesu willen allein, sondern damit sie auch den Lazarus sähen, welchen er aus den Toten auferweckt hatte. 10Die Hohenpriester aber ratschlagten, auf daß sie auch den Lazarus töteten, 11weil viele von den Juden um seinetwillen hingingen und an Jesum glaubten.​

Matthäus 26,6-13
6Als aber Jesus in Bethanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen, 7kam ein Weib zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarer Salbe hatte, und goß es aus auf sein Haupt, als er zu Tische lag. 8Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen : Wozu diese Verschwendung? 9denn dieses hätte um vieles verkauft und den Armen gegeben werden können. 10Als aber Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen : Was machet ihr dem Weibe Mühe? denn sie hat ein gutes Werk an mir getan; 11denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 12Denn indem sie diese Salbe über meinen Leib geschüttet hat, hat sie es zu meinem Begräbnis getan. 13Wahrlich, ich sage euch: Wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis.​




I. Bethanien. V. 1

1. So wie Kapernaum in Galiläa war auch Bethanien in Judäa ein Ort besonderer Geschehnisse und Segnungen im Leben des Herrn Jesus Christus, es war ein Ort
a) des Dienstes und der Unterweisung, Luk. 10,38-42,
b) des Todes und der Auferstehung, Joh. 11,1-44,
c) der Gemeinschaft und Anbetung, Joh. 12,1-8,
d) des Segens und der Erhöhung. Luk. 24,50-51.



2. Wir wissen von anderen Orten und Häusern, die ihn aufnahmen und kennenlernten
a) als den, der umkehrwilligen Sündern vergibt, Luk. 7,36-50,
b) als den, der die Verlorenen sucht und errettet, Luk. 19,5-10,
c) als den Arzt der Kranken, Mark. 1,30-31,
d) als den, der vom Tode erweckt, Luk. 8,49-56,
e) als den, der dem Mangel abhilft, Joh. 2,1-11,
f) als den Gastgeber der Seinen, Luk. 22,7-12,
g) als den Freund, Luk. 10,38-42,
h) als den, der die Schriften erklärt, Luk. 24,29-32,
i) als den Auferstandenen. Joh. 20,26-29.



3. Noch heute steht er vor den Herzenstüren der Menschen, wo er auf vielerlei Weise anklopft und auf Einlaß wartet.
Offb. 3,20; Apg. 2,40; 16,14; 17,30; 26,17-18; Röm. 1,14; 2,4; 15,18-19; 2. Kor. 5,11.​

II. Das Abendessen. V. 2

1. Es fand im Hause Simons des Aussätzigen (eines von ihm Geheilten?) in Bethanien statt und wurde ihm zu Ehren bereitet; ein schönes Bild für das Mahl, zu dem sich die Gläubigen in seinem Namen versammeln, um seiner zu gedenken und ihn anzu­beten. Luk. 22,19-20; 1. Kor. 11,23-26.
Er war in Bethanien der Erste und der Geehrte, und sie hatten allen Grund, ihn zu lieben.



2. Die Gäste.
Sie, die seine Freunde waren, lagen mit ihm zu Tisch; Lazarus war einer von ihnen, Martha diente.
Welch begehrenswertes Ziel, Glied dieser Festgemeinde zu sein, vor ihm zu erscheinen und mit ihm Tischgemeinschaft haben zu dürfen, ihn ansehen und hören, mit ihm reden, ihn ehren und ihm dienen zu dürfen, in seiner Gegenwart, bei ihm zu sein.
2. Mose 24,9-11; 5. Mose 12,5-7; Zeph. 3,17; Matth. 18,20; Offb. 19,7-9; 21,2-7; 22,3-5!​

III. Die Salbung des Herrn. V. 3

1. Maria liebt den Herrn Jesus.
5. Mose 6,4-5; Richter 5,31; Ps. 18,2; Spr. 8,17; Hohel. 1,7; Joh. 14,21; 1. Kor, 8,3; 16,22; 1. Petr. 1,8; 1. Joh. 4,19.



2. Sie bringt ihm ihren kostbarsten Besitz.
Liebe wird am Opfer gemessen:
a) Gott liebte die Welt und gab seinen einge­borenen, geliebten Sohn. Matth. 3,17; Joh. 3,16; Röm. 5,8; 1. Joh. 4,9.10;
b) Christus hat die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben. Eph. 5,25; Gal. 2,20;
c) Woran wird das Opfer meiner Liebe zu ihm meßbar? Röm. 12,1; 1. Joh. 3,16-18; 4,11.20-21.



3. Sie legt ihm ihre Ehre zu Füßen, indem sie seine Füße mit ihren Haaren trocknet. 1. Kor. 11,15.

4. Sie erfüllt das Haus mit dem Duft der Salbe, ein Bild für die von Herzen kommende Anbetung.
2. Mose 30,1.7-9.34-37; Ps. 141,1-2; Luk. 1,8-10; Apg. 3,1; Offb. 5,8; 8,3.



5. Sie versteht seine Worte, die ihr Tun deuten. Matth. 26,12; Joh. 12,7, denn sie hat von ihm gelernt. Luk. 10,39; Matth. 11,29.
(Matthäus und Markus berichten, daß sie sein Hauptsalbte. Dies war eine Ehre, die jedem geladenen Gast zustand, Ps. 23,5, ihre Unterlassung bedeutete eine Kränkung. Luk. 7,46. Johannes führt an, daß sie darüber hinaus auch noch seine Füße salbte. - Die in Luk. 7,37-50 berichtete Fußsalbung geschah in Galiläa und zu einem früheren Zeitpunkt.)​

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Narde:

Eine aromatische Flüssigkeit aus Wurzel und Stengel
eines Baldriangewächses, das im Himalaja in 3.500-5.000 m
Höhe gefunden wird. Als Handelsartikel aus Indien war sie
schon zur Zeit Salomos in Israel bekannt. 
Hohel. 1,12; 4,13-14.

Vermischt mit anderen Substanzen wurde sie als Wasser, Oel
oder Salbe in Alabasterflaschen gehandelt.

Der hohe Preis war durch den weiten Handelsweg bedingt.
Ein Denar entsprach dem Tagelohn eines Arbeiters.

Ein Pfund (römisches Pfund = 327 g).

Alabaster:

Weißer, feinkörniger Gips, der sich leicht bearbeiten
und polieren läßt. Er wurde u. a. zu henkellosen Salben­
gefäßen verarbeitet, deren durch Ton oder Wachs verschlos­
senen Hals man beim Verbrauch der Salbe abbrach.​​
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IV. Der Unwille. V. 4
Fleischliche Gesinnungkann den Wert wahren Gottesdienstes nicht würdigen.



1. Pharao, ein Bild Satans, sagt: „Ihr seid träge“2. Mose 5,1-9.17.

2. Der natürliche Mensch sagt: „Wozu diese Ver­schwendung?“ Matth. 26,8.

3. Der Mensch unter Gesetz nennt es Sektiererei.Apg. 24,5.14.
Und doch ist es die höchste Berufung aller Knechte Gottes. Offb. 22,3-4.
Allerdings müssen wir versehen, daß die Schrift unter Gottesdienst nicht nur die Zusammenkünfte der Gemeinde zu Anbetung und Wortverkündigung meint, 1. Kor. 14,26; Jak. 2,2, sondern das ganze Leben des Gläubigen.

Gottes­dienst ist auch das, was mit 
„christlicher Ethik“ bezeichnet wird; s. Röm. 12,1: und anschließend wird der „vernünftige Gottesdienst“ von Röm. 12,2 bis Röm. 15,13 dargestellt; so wie sich auch in den übrigen Apostelbriefen an den Lehrteil die prak­tischen Ermahnungen anschließen, die unser Leben als Christen, d. i. unseren Gottesdienst ausmachen.

Weitere Schriftstellen, die durch unterschiedliche Ausdrucksweise den Begriff „Gottesdienst“ erläutern:
Phil. 1,27-2,17: der Gottesdienst des Glaubens,
Phil. 3,3-16: der Gottesdienst im Geist,
Phil. 4,18: die Gabe, ein Gott wohlgefälliges Opfer, Luk. 8,3,
Jak. 1,27: der reine und unbefleckte Gottesdienst, Matth. 25,40,
1. Petr. 2,5.9-10: die geistlichen Schlachtopfer werden von 2,11 bis zum Ende des Briefes beschrieben.​

V. Die Würdigung. V. 7-9;Matth. 26,10-13

1. Die Bewertung: „Sie hat getan, was sie konnte.“
Gott wertet unseren Dienst und unsere Gaben nicht nach ihrer Größe und Höhe, sondern
a) prozentual nach unserem Vermögen, Mark. 14,8; 12,41-44,
b) nach unserer Herzenseinstellung, Matth. 25,23.26:gut oder böse;2. Kor. 8,1-5; 9,7„einen fröhlichen Geber liebt Gott“.
c) nach Treue und Fleiß, Matth. 25,23.26 „Böser und fauler Knecht!“
Es liegt in unserer Hand, ob uns dieser Vorwurf erspart bleibt. 1. Kor. 3,14-15; 2. Kor. 5,10; 1. Kor. 9,24-27; 2. Tim. 4,7-8.



2. Die Ehrung.
Er verewigt ihren Ruhm, indem er ihre Tat an die Verkündigung seines Evangeliums knüpft. Matth. 26,13.
„Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren“Joh. 12,26.​



Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S