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215.Der sterbende Übeltäter - Lukas 23,27-43

Prüfet alles und das Gute behaltet:
Der sterbende ÜbeltäterLukas 23,27-43
Leitvers: Epheser 2,8-9
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Epheser 2,8-9 Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt.​




Während der sechs Stunden, in denen unser Herr Jesus Christus am Kreuz im Gericht Gottes stand und seinen Zorn um unserer Sünden willen ertrug, fuhren seine Feinde fort, ihn mit ihrem unstillbaren Haß zu peinigen.

Die Vorübergehenden und das dabeistehende Volk, die Obersten, die Soldaten und die mit ihm gekreuzigten Räuber, sie alle lästerten, verspotteten und schmäh­ten ihn. und mit dem ständig wiederholten Ruf: 
„Rette dich selbst!“ machten sie sich zu Werkzeugen der satanischen Verführung.

..Der Hohn hat mein Herz gebrochen. 
Ps 69,21. Diese prophe­tische Klage des Psalmisten läßt uns etwas von der Tiefe und Vielfalt der Leiden des Herrn Jesus in diesen Stunden ahnen; sowohl sein Körper, als auch seine Seele und sein Geist wurden davon erfaßt.

Aber es waren nicht die Nägel, die ihn am Kreuz hielten, sondern der Gehorsam seinem Vater gegenüber und die Liebe zu uns.
Ps. 22.7-9.14-19: Mark. 15.29-32; Luk. 23.35-36.

Zu der Grausamkeit seiner Feinde kam die Furcht seiner Freunde hinzu, sie ,,standen von fern“.
Ps. 38.12; 69.9; Luk. 23.49.

Und doch lesen wir in den Berichten der Evangelisten von zwei Ausnahmen, die wie ein Lichtblick in der Finsternis aufscheinen:

1. Johannes, der Jünger, den der Herr liebte, und einige Frauen, darunter seine Mutter und Maria Magdalena, haben sich her­zugewagt und 
„standen bei dem Kreuz Jesu“ (ob für längere oder kürzere Zeit wissen wir nicht).

Sie dürfen die Liebe ihres Herrn auch in diesem Augenblick noch erleben. Joh. 19.25-27.

2. Einer der beiden mit ihm gekreuzigten Räuber wendet sich an ihn und er, der bisher nur die Herrschaft der Sünde zum Tod kennengelernt hat. erfährt nun die Herrschaft der Gnade, die ihn durch die Gerechtigkeit Jesu Christi vom Kreuz zum ewigen Leben führt. 
Röm. 5,21.​

I. Die Person des Übeltäters.

Nach dem Verständnis des natürlichen Menschen wäre er der Letzte gewesen, der Gnade verdiente.

1. Er hatte sein Leben als Verbrecher vertan.
Als Knecht der Sünde war ihr alles, was er besaß, Gesundheit, Kraft, Geld und Zeit zum Opfer ge­fallen.
Röm. 3,10-19.23.

2. Er hatte auf Kosten der Güte Gottes gelebt, hatte weder nach seinem Schöpfer und Erhalter gefragt, noch ihm Dank gewußt für seine guten Gaben.
Dan. 5,23 letzter Halbsatz; Apg. 14,15-17.

3. Er hatte Gott, seine Mitmenschen und sich selbst bestohlen, war ein geächteter Räuber und Übel­täter.
Mal. 3,8; Mark. 8,37; Luk. 10,27.

4. Auch den Sohn Gottes hatte er verworfen und geschmäht.Matth. 27,44.​
II. Sein gegenwärtiger Zustand.

1. Er erlitt die Strafe für seine eigenen Sünden, erntete, was er gesät hatte. V. 41a; Spr. 13,15; Hos. 8,7; Gal. 6,7.

2. Als aufrührerischer Sünder verdiente er kein Erbarmen. Röm. 8,5-8; Eph. 2,1-3.12.​

3. Es lag außerhalb seiner Möglichkeiten, sich in irgendeiner Art und Weise selbst zu retten:
a) er war unfähig, Werke zu verrichten, Gal. 2,16; Eph. 2,9,
b) er war unfähig, zum Gebet auf seine Knie zufallen,
c) er war unfähig, sich das Heil zu erkaufen, erbesaß nichts mehr,
d) er war unfähig, Bußübungen oder religiöse Zeremonien durchzuführen.

Von alledem konnte er Gott nichts mehr bieten.

Wollte er gerettet werden, so war er bedingungs­los auf die freie, volle und wirksame Gnade Gottes angewiesen.
Und sie ist es, die an ihm zu wirken beginnt. Der Sünder, der eben noch in die Schmä­hungen, die rings um den Sohn Gottes ertönen, miteingestimmt hat, verstummt.

Gott erweckt ihn und öffnet ihm die Äugen für die Ewigkeit.​

III. Sein Bekenntnis. V. 40-41

1. Der Grund hierfür ist die Furcht Gottes. V 40.
Die Ewigkeit und der Schrecken des kom­menden Gerichtes stehen greifbar vor ihm.
Pred. 12,13-14; Matth. 12,36-37; Hebr. 9,27.

2. Sein Inhalt. V.41:
a) Er bekennt die Todeswürdigkeit seiner Taten. Luk. 15,18; 18,13.
b) Er bekennt die Rechtmäßigkeit der erhaltenen Strafe: „mit Recht“Ps. 51,6.
c) Er bezeugt die Sündlosigkeit Christi: „nichts Ungeziemendes“Hebr. 7,26; 1. Petr. 2,22.​

IV. Seine Bitte. V. 42

Gottes Gnade führt ihn vom Bekenntnis seiner Verdammungswürdigkeit zur Erkenntnis seines Erlösers:

1. Im Glauben kann er in dem von Menschen ver­achteten und verlassenen
„Mann der Schmerzen“
„das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt weg­ nimmt“ erkennen.

Denn wenn er nichts Unge­ziemendes getan hat, dann ist ja auch sein Wort wahr, dann ist er also der Sohn Gottes, der Messias Israels, der sein Volk von seiner Sünde errettet und ihm Erlösung schafft - jetzt und hier auf dem Hügel Golgatha, Jes. 53,3; Joh. 1,29; Matth. 1,21; Luk. 1,68 und der in Zukunft sein Reich aufrichten wird.

2. Im Glauben kann er darum bitten: „Gedenke meiner!“
Hebr. 11,6; Joh. 6,37.​

V. Die Verheißung. V. 43

Und auch dem sterbenden Übeltäter geschieht, wie er geglaubt hat.

Er darf noch das volle Heil erfahren:

1. Das machtvolle Wirken der Gnade Gottes hat ihn innerhalb weniger Stunden überführen können von seiner Sünde, von seiner Verlorenheit und der Notwendigkeit eines Retters und Stellver­treters. 1. Petr. 3,18.

2. Er darf das ihm von dem sterbenden Erlöser zu­ gesprochene Heil und ewige Leben noch im Glauben erfassen:
„Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

3. Und als Siegel der vollendeten Erlösung, die nun auch ihn einschließt, darf er noch das Sieges­ wort seines Königs hören:
„Es ist vollbracht!“
Joh. 19,30.​



Im HERRN JESUS CHRISTUS, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
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Antonino.S