Lied 112

1. Ja, fürwahr, uns führt mit treuer Hand
ein Hirt durchs fremde Land
der dunkeln Erde,
uns, seine kleine Herde.
Bewahren wird
uns stets der Hirt.

2. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab;
sein sanfter Hirtenstab,
er bringt uns Friede.
Der Hüter wird nicht müde,
hat auf uns acht
bei Tag und Nacht.

3. Wenn sein Häuflein auch im Dunkeln geht,
der gute Hirte wacht
und lässt den Seinen
sein freundlich Licht noch scheinen.
Der Morgenstern
ist nicht mehr fern.

4. Ja, fürwahr, er ist getreu und gut!
Wie sicher es sich ruht
in seinen Armen,
durch sein so gross Erbarmen!
Lobpreis dem Herrn!
Lobpreis dem Herrn!