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Das Reich der Himmel – Teil 3

 

Von Karl-Heinz Weber  Abschrift von Bernd Steinhagen der MP- 3 ex:   https://www.bbkr.ch/forum/forum.php/Bibelkreisforum/viewtopic.php?p=651#651

 

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                                                                                Das Reich der Himmel – Teil 3

v. Karl-Heinz Weber

 

Wir wollen die Betrachtung über das erste Gleichnis vom Reich der Himmel in Mathäus 13 fortsetzen. Mathäus 13, ab Vers 30.

Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte. Und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern  sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen. Den Weizen, aber, sammelt in meine Scheune.

Ein anderes Gleichnis legte Er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinem Acker säte. Das zwar kleiner ist, alle Samenkörner. Aber, wenn es gewachsen ist, ist es grösser als die Kräuter und wird ein Baum. So, dass die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen.

Ein anderes Gleichnis redete Er u ihnen: Das Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig, dass eine Frau nahm und  unter 3 Mass Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.

Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen und ohne Gleichnis redete Er nicht zu ihnen. Damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht: Ich werde Meinen Mund auftun in Gleichnissen. Ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war. Dann entliess Er die Volksmengen und kam in das Haus und Seine Jünger traten zu Ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut im Acker.

Vers 39 in der Mitte: Die Ernte, aber, ist die Vollendung des Zeitalters.. Die Schnitter, aber, sind Engel. Wie, nun, das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. Der Sohn des Menschen wird Seine Engel aussenden und sie werden aus Seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, welche die Gesetzlosigkeit tun. Und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten, wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

 

Wir haben gestern Abend, gegen Ende der Stunde gesehen, dass es einen grossen Unterschied gibt zwischen dem Reich der Himmel und der Versammlung. Im Reich der Himmel wird das Unkraut und der Weizen zusammen wachsen gelassen. Wir haben erklärt, was das Reich der Himmel ist: der Bereich auf der Erde, wo man sich zu Christus bekennt. Ob das Bekenntnis echt oder unecht ist, wahr oder falsch. Es ist die bekennende Christenheit. Dort wird das Böse nicht ausgerauft, damit der Weizen geschont bleibt. In der Versammlung, dagegen, wird das offenbar gewordene Böse nicht wachsen gelassen. Wir haben uns der verschiedenen Formen der Zucht erinnert in der Versammlung. Und die Zucht, die eventuell angewandt wird, wenn nicht alle vorangegangenen Bemühungen zum Erfolg geführt haben. Heute abends, zunächst, beschäftigen wir uns mit der Ernte. Oder, besser gesagt, mit der Zeit der Ernte und dann noch mit der Ernte selbst. Und mit der Vollendung des Zeitalters. Jetzt müssen wir gut aufpassen, dass wir den Unterschied erkennen zwischen dem eigentlichen Gleichnis, von Vers 27 bis 30 und der Erklärung des Gleichnisses. Von Vers 36 bis 43. In der Erklärung geht der Herr Jesus weit über das eigentliche  Gleichnis hinaus. In der Erklärung beschäftigt sich der Herr nur noch mit dem Unkraut. Und es ist kein Wort mehr von dem Weizen die Rede. In dem eigentlichem Gleichnis geht es nur bis zum Sammeln des Weizen in die Scheune. Damit endet das. In der Erklärung, dagegen, spricht der Herr Jesus über eine Zeit die   n a c h    dem Sammeln des Weizens in die Scheune sich abspielt. Das Gleichnis, selbst, und die Erklärung haben nicht die Entrückung zum Gegenstand der Belehrung. Denn die Wahrheit über die Entrückung der Gläubigen ist noch nicht offenbart. Aber, das Gleichnis lässt doch Raum für die Entrückung. Ausserdem beschäftigt sich das Gleichnis nicht direkt mit dem Weizen, den es noch    n a c h     der Entrückung geben wird. Und doch lässt es Raum für vorhandenen Weizen nach der Entrückung. Wenn es sich in Vers 30 um die Zeit der Ernte geht, dann ist das eine Epoche. Dann wird uns ein Prozess gezeigt. Ein Reifungsprozess. Beides reift heran: Unkraut und Weizen! Aber die Ernte wird abhängig gemacht, von Vers 3O, von der Reife des Weizens. Und nicht von der Reife des Unkrauts. Nun wollen wir uns diese Entwicklung, diesen Prozess, etwas näher zuwenden. Zur Zeit der Ernte wird den Schnittern gesagt, dass sie im Blick auf das Unkraut, 2 Dinge tun sollen. Sie sollen es zusammenlesen und sie sollen es bündeln. Verbrannt wird es noch nicht. Es wird zusammengelesen und es wird gebündelt,   u m    es zu verbrennen. Also, der Verbrennungsakt wird erst in der Zukunft geschehen. Mit dem Ziel, es zu verbrennen,  wird es gebündelt. Aber es    w i r d    noch nicht verbrannt. Das müssen wir deutlich sehen und das ist die Zeit, in der wir leben. In der jetzigen Zeit wird das Unkraut zusammengelesen und gebündelt. Das heisst, es „formiert“ sich. Es wird in Zusammenschlüssen kund. Es gibt Vereinigungen des Bösen. Denken wir an manche grosse Fusionen des Bösen. Denken wir an die Entstehung antichristlicher Gruppierungen und Religionsgemeinschaften. – Das Böse formiert sich. In dieser Zeit leben wir. Es sind vorbereitende Massnahmen für den späteren, eigentlichen Akt des Verbrennens. In dieser Zeit, in der sich das Böse formiert, wird der Weizen in die Scheune gesammelt. Das ist damit gemeint! Das ist ein versteckter Hinweis auf die Entrückung der Gläubigen, die unmittelbar bevor steht. Der jetzige Weizen auf der Erde, das sind die Söhne des Reiches. Das sind die wahren Gläubigen im Reich. Sie werden in Kürze, durch den Akt der Entrückung in die himmlische Scheune gesammelt. Das ist der erste Akt der Ernte. Damit endet das Gleichnis. Ketzt kommen wir zu der Erklärung in Vers 39. Da ist die Rede von der Vollendung des Zeitalters. Jetzt wird eine Zeit beschrieben,  die vor der Aufrichtung des Tausendjährigen Reiches ihrem Ende entgegen geht. In der Vollendung dieses Zeitalters werden die Schnitter wieder aufgefordert, das Unkraut zusammen zu lesen, um es im Feuer zu verbrennen. Ich möchte einen Gedanken dazwischen schieben, den ich, bisher, noch nicht gesagt habe. Niemals werden Gläubige, - das ist ein Grundsatz in der Schrift, - Neues Testament, - die Werkzeuge zur Ausführung des Gerichts sein. Das können wir uns auch noch merken. Die Gläubigen der Gnadenzeit werden nie von dem Herrn benutzt, um im Gericht tätig zu werden. Jedenfalls nie in einem ausführenden Gericht. Sie werden wohl Beisitzer sein, bei den „Sitzungsgerichten“. Wenn wir an das Gericht der Nationen denken, Mathäus 25, werden die entrückten Gläubigen Beisitzer sein in dieser Gerichtsverhandlung. Das sagt Paulus im Korinther-Brief:

Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden und Engel richten werden?

Und wir werden auch, während des Tausendjährigen Reiches, Offenbarung 20, Vers 4, mit Ihm auf Thronen sitzen und während dieser tausendjährigen Periode mit dem Herrn Jesus herrschen und richten über die Vorgänge auf dieser Erde. Aber niemals werden wir im kriegerischen Gericht tätig werden. Die Werkzeuge der Gnade werden das nicht tun! Dazu benutzt der Herr Engel. Wie Er es ausdrücklich sagt. Und wenn die Zeit zuende geht, vor der Aufrichtung des Reiches, dann werden, eben, diese Engel tätig. Sie werden wieder Unkraut zusammenlesen. Dann heisst es nicht mehr,     u m     es zu verbrennen, sondern,     w i r d     es verbrannt werden. Dann werden sie wirklich dem Gericht übergeben werden.

In dieser Zeit, Vers 41, wird der Sohn des Menschen Seine Engel aussenden und sie werden aus dem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen. Welche die Gesetzlosigkeit tun und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Ich muss etwas ausholen, um klarzumachen,  dass es auch in dieser Zeit wieder Weizen geben wird. Ich möchte einen Unterschied aufzeigen: zu diesem Unkraut, haben wir gesehen, gibt es einen Unterschied zwischen dem „Bündeln“, in der jetzigen Zeit und dem wirklichen Verbrennen in der zukünftigen Zeit. Zum Weizen gibt es auch einen Unterschied. Der Weizen wird nicht gebündelt. Der wird direkt in den Himmel geholt. Also, das Sammeln in die himmlische Scheune, im Gleichnis ist es nicht dasselbe, wie das Leuchten der Gerechten, Vers 43, im Reiche des Vaters. Sowohl im Blick auf das Unkraut werden Unterschiede erwähnt, als auch im Blick auf den Weizen. Nun, etwas zu dem Weizen in der Zeit nach der Entrückung. Wenn schon der Weizen, bei der Entrückung in die himmlische Scheune geholt wird, - wieso gibt es nach der Entrückung Weizen? Das muss man erklären! Ihr Lieben, wenn der Herr heute käme, was wir hoffen und wünschen, gibt es im nächsten Augenblick auf der Erde keinen einzigen Gläubigen mehr! Sie sind alle im Himmel. Übrigens, werden die alttestamentlich Gläubigen mit auferweckt. Das sage ich mal der Vollständigkeit halber. Am ende von Hebräer 11, letzten Vers, heisst es, dass sie, „nicht ohne uns vollkommen gemacht werden“. Das heisst: sie und wir bekommen einen Herrlichkeitsleib, der passend für den Himmel ist. Aber wieso gibt es noch Weizen   n a c h     der Entrückung? Nun, wir müssen Mathäus 24 und 25 zu Rate ziehen. In Mathäus 24 steht, dass in dieser Zeit das Evangelium des Reiches verkündigt wird, „allen Nationen zu einem Zeugnis“. Der Herr Jesus spricht in Mathäus 25 von „Seinen“ Brüdern, die ausgehen in die ganze Welt und das Evangelium des Reiches all den Menschen verkündigen, die das Evangelium der Gnade nicht gehört haben. Ihr Lieben, das ist schon ein Wunder für sich. In den, jetzt, 2000 Jahren Gnadenzeit  das Evangelium der gnade noch immer nicht zu allen Menschen auf der Erde gekommen. Noch nicht! Überall hin! Wenn in der jetzigen Zeit Juden das Evangelium der Gnade hören und ablehnen,  - sind sie verloren. Keine Chance mehr. Aber während der 7 Jahre gehen die jüdischen Brüder aus und dann werden sie in diesen 7 Jahren in die ganze Welt gehen, - das ist ein Wunder, - und all den Menschen, die das Evangelium der Gnade nicht gehört haben, die Botschaft bringen. Ein Messias kommt! Beugt euch dann nicht vor den ankommenden Antichristen, der in Erscheinung treten wird. Beugt euch nicht vor dem zukünftigen römischen Machthaber, dessen Bildnis in dem Tempel aufgestellt wird. Kannst Du nachlesen  in Offenbarung 13. Es wird dann Juden geben und es wird viele Menschen aus den Nationen geben, die diese Botschaft annehmen. Und von ihnen ist in Offenbarung 7 die Rede, von diesen beiden Gruppen, das schlage einmal auf um klarzumachen, was der Weizen ist in der kommenden Zeit. In Offenbarung 7 ist zuerst die Rede von 144 000 Versiegelten, ab Vers 4, - aus jedem Stamm, aus den 12 Stämmen Israels. Und diese 144 000 Versiegelte gehen dann durch diese grosse Drangsal hindurch, Sie werden nicht beschädigt und hat Sein Eigentumssiegel auf sie gedrückt. Sie gehen in das Reich ein. Sie zählen zu dem Weizen der zukünftigen Tage. Und daneben gibt es in Offenbarung 7, Vers 9, eine grosse Volksmenge aus jeder Nation Sie sind bekleidet mit weissen Kleidern. Im Vers 13 wird die Erklärung gegeben, das sind die Menschen, die aus den Nationen zum Glauben an den Messias kommen. Die gehören auch zu dem Weizen. Also, sowohl Weizen aus Israel, den Juden und Weizen aus den Nationen. Das Reich der Himmel endet nicht mit der Entrückung. Das Reich der Himmel endet mit einem wiederkommenden Herrn! Zur Aufrichtung des Reiches! Das Reich ist jetzt gekennzeichnet durch einen abwesenden Herrn. Und Er kommt wieder zur Aufrichtung des Reiches. Aber die Belehrungen der Gleichnisse über das Reich der Himmel gehen über die Entrückung hinaus. In diese zukünftige Zeit bis zur Aufrichtung des Reiches. Dann gibt es immer noch Unkraut. Denken wir an die Entwicklung des Bösen in ungeahnte  Form in dieser Periode Auftreten des Antichristus, Auftreten des zuküftigen römischen Machthabers. Das ist christlich. Der grosse Führer Babylons, das ist christliche Religion zukünftiger Tage. Natürlich ohne Christus! Aber das Reich der Himmel auf der Erde, es ist Unkraut. Und es wird „zusammengelesen“! Ich möchte noch 2 Stellen anführen. Eine aus Lukas 17, Vers 34:

In jener Nacht werden 2 auf einem Bett sein. Der eine wird genommen, der andere gelassen. 2 Frauen werden an einem Mühlstein mahlen. Die eine wird genommen, die andere gelassen.

Haben wir verstanden, was gemeint ist? Um diese Zeit geht es jetzt. Die Engel gehen jetzt aus und lesen das Unkraut zusammen. Und wisst ihr, dass diejenigen, die dort „genommen“ werden, - sind Unkraut! Ist das klar? Und die, die „gelassen“ werden, - sind Weizen! Jetzt ist es genau umgekehrt. In Vers 30 wird der Weizen „genommen“. In die himmlische Scheune. Das Unkraut bleibt hier, bei der Entrückung. Das wird gelassen, Aber dann ist es anders! Dann werden die Gläubigen gelassen. Der Weizen bleibt. Und das Unkraut wird „genommen“. Um verbrannt zu werden. Dann wird das Unkraut durch den Tod „ausgerauft“. Das ist gemeint. Es wird, letztlich, noch nicht der Hölle übergeben, aber es wird durch den Tod weggenommen. Das eigentliche Verbrennen im Feuerseee findet erst statt nach dem grossen weissen Thron in Offenbarung 20.Aber, es wird „ausgerauft“. Und der Weizen, der dann auf der Erde befindliche Weizen, wird in welche Scheune genommen? Er wird in die irdische Scheune des Tausendjährigen Reiches eingehen. Die, während der 7 Jahre am Leben bleibenden Gläubigen. Das ist der Weizen der kommenden Tage. Wird lebend in die Segnungen des Tausendjährigen Reiches eingehen. Und, die in dieser Zeit, den Märtyrertod sterbenden Gläubigen, werden, Offenbarung 20, den Abschluss der ersten Auferstehung bilden. Um zu herrschen mit den Christus tausend Jahre.

Eine zweite Stelle aus Mathäus 3.

Die machen deutlich, was jetzt gemeint ist in unserem Abschnitt. In Mathäus 3, Vers 12, ist vom Herrn Jesus die Rede, der mit „Feuer taufen wird“. Dessen Worfschaufel in Seiner Hand ist und Er wird Seine Tenne durch und durch reinigen. Jetzt aufpassen! Seinen Weizen wird Er in die Scheune sammeln. Die Spreu, aber, wird Er verbrennen, in unauslöschlichem Feuer. In unserem Gleichnis, in der Erklärung,  beschäftigt sich der Herr aber nur mit der Spreu. Die verbrannt wird. Aber der Weizen, wird, wie gesagt, in die irdische Scheune des Tausendjährigen Reiches eingehen. Der Sohn des Menschen, wohlgemerkt, der sich ein Anrecht erworben hat durch Seinen Kreuzestod auf dieses Gericht, wird die Tenne durch und durch, reinigen. Und für sie wird das Weinen und Zähneknirschen sein. Sie werden als Ungläubige weggenommen um, später, vor dem grossen, weissen Thron zu erscheinen und ihr endgültiges Gericht empfangen. Mir kommt ein evangelistischer Gedanke. Ihr Lieben, alle, die heute abend hier sind, befinden sich im Reich der Himmel. Lass mich das mal einfliessen lassen. Hatte ich, eigentlich, nicht so vor zu sagen. Es kommt mir gerade. Ich frage: seid ihr alle Söhne des Reiches? Oder sind noch welche hier, die ein christliches Bekenntnis haben, - aber Christus nicht haben! Wenn der Herr Jesus heute kommt, dann bleibst Du als Unkraut zurück! Das ist schrecklich! Dann gibt es für Dich keine Chance mehr. Dann wirst Du „verbrannt“ werden! Dann wirst du, ewig, den Qualen der Hölle ausgesetzt sein. Komme heute noch zu dem Heiland! Damit du ein „Sohn des Reiches“ wirst. Bevor ich jetzt Vers 43 erkläre, gestattet mir noch einen Hinweis auf 3. Mose 23. Da werden wir eine herrliche Übereinstimmung finden, um die Belehrungen des Herrn in diesem Gleichnis. Wir haben in 3. Mose 23 sieben Feste Jehovas. Die ersten vier Feste, bis einschliesslich des Pfingstfestes, befassen sich mit christlichen Wahrheiten. Prophetisch deuten sie christliche Wahrheiten an. Das letzte ist das Pfingstfest In Vers 23 haben wir das 5. Fest. Das ist ein Hinweis auf die nationale Wiederherstellung des Volkes Israel. Die ist noch nicht geschehen. Wir leben noch in der Epoche des Pfingstfestes. Die Versammlung auf der Erde. Aber, wenn sie denn entrückt ist, dann beginnt die lange, festlose Zeit zwischen Pfingsten und der Wiederherstellung des nationalen Volkes der Juden. Und in dieser Zwischenzeit, steht in Mose 23, in Vers 22, - dieser Vers steht zwischen diesen beiden Festen. Was steht dort?

Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, - setzt mal in Klammern „Entrückung“ dazu, - dann siehst du die Ernte geerntet. Dann sollt ihr den Rand des Feldes nicht gänzlich abernten. Und sollst keine Nachlese deiner Ernte halten. Für den Armen und den Fremdling sollst du sie lassen.

Und, wisst ihr, worauf dies Ausdrücke hinweisen? Die „Armen“ weisen hin auf Juden, die in der Zeit zwischen Entrückung und Auferstehung des Reiches zum errettenden Glauben an den Messias kommen. Und die Fremdlinge? Nicht schwer. Sie weisen hin auf die Gläubigen, die aus den Nationen in dieser Zeit zu dem errettenden Glauben an den Messias kommen. Dann begin das Reich. Jetzt kommen wir zu Vers 43 in unserem Abschnitt. Ich muss etwas sagen über die zwei Bereiche des Reiches. Das Tausendjährige Reich kennt 2 Bereiche. Es kennt den Bereich des „Sohnes des Menschen“, das ist der göttliche  Bereich des Reiches. In diesem Bereich gehen nur Gläubige ein. Mathäus 25. Nachdem der Herr Jesus beim Gericht der Lebendigen die Schafe und die Böcke getrennt hat, stellt  Er die Schafe zu Seiner  Rechten und sagt:

Gesegnete Meines Vaters, ererbt das Reich.

Das ist das Reich des Sohnes des Menschen auf der Erde. Und dann gibt es einen „himmlischen“ Bereich des Reiches. Und den himmlischen Bereich des Reiches haben wir hier, in Vers 43, beschrieben. Übrigens, Vers 41, es ist die Rede von dem Reich des Sohnes des Menschen und Vers 43 wird der himmlische Bereich des Reiches beschrieben. Das ist nicht das Vaterhaus. Nein, das ist die himmlische „Metropole“ des Reiches. Und das nennt der Herr das „Reich ihres Vaters“. In diesem himmlischen  Bereich werden die Gerechten leuchten wie die Sonne! Das ist der Bereich, in welchem sich alle befinden, die zur ersten Auferstehung gehören. Sowohl, die Gläubigen des Alten Testamentes, als auch die Gläubigen der Gnadenzeit, die zusammen bei der Entrückung in den Himmel gehen. Als auch noch  die Märtyrer in den 7 Jahren, zwischen Entrückung und Aufrichtung des Reiches. Ich möchte Offenbarung 20 aufschlagen. Ich habe es oft erwähnt und ich möchte die Stelle als Beweis vorlesen. In den ersten Versen. Vers 4 – 5. Hier sehen wir auf Thronen sitzen, das sind ale die, die bei der Entrückung i den Himmel geholt werden. Die 24 Ältesten. Die sind es. Die Gericht halten und die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu enthauptet worden waren. Das sind die Märtyrer der ersten 3 ½ Jahre und die, die das Tier nicht angebetet haben und sein Bild. Das sind die Märtyrer der zweiten 3 ½ Jahre, Drangsalzeit und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Sie gehören dazu. Zu den Gerechten, die da leuchten im Reiche ihres Vaters. Im übrigen, Geschwister, ist das die himmlische Stadt, das himmlische Jerusalem, das Abraham erwartete. Abraham erwartet die Stadt, dessen Baumeister und Schöpfer Gott ist. Es ist nicht das Vaterhaus. Ist nicht das neue Jerusalem von Offenbarung 21. Das neue Jerusalem, Offenbarung 21, ist die Versammlung. Im ewigen Zustand. Im Gegensatz zu all den Menschen auf der Erde. Abraham ist nie im ewigen Zustand in dem neuen Jerusalem. Er gehört nicht zu der Versammlung. Nein, er erwartete die himmlische Metropole des Reiches. Das himmlische  Jerusalem, während dem Reich, wo er mitherrschen wird. Wie du und ich. Das sind die Gerechten, die da leuchten im Hause ihres Vaters. Wir wollen es abschliessen mit dem Gedanken: Die schon Bestandteil der Verheissungen im  Alten Testament waren , Daniel 12, Vers 3:

Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelfeste. Und die, die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

Die Gerechten leuchten im Reich des Vaters. Welch ein Triumph, Geschwister. Satan, die Söhne des Bösen, das Unkraut behält nicht die Oberhand. Der Herr kommt zu Seinem Ziel. Sowohl, was den himmlischen Bereich des Himmels angeht, als auch, was den irdischen Bereich angeht. Wir wollen uns noch beschäftigen, mit den anderen gelesenen Gleichnissen im Vers 31 und 32 und 33. Wir haben schon daran gedacht,  dass Gleichnisse oft paarweise durch den Herrn vorgestellt werden. Wir haben gesehen,  wenn wir es kurz vertiefen wollen: dass sowohl das Gleichnis vom Sämann, - das erste Gleichnis in Mathäus 13, - das noch kein Gleichnis vom Himmel ist und das vom Unkraut. Sie  bilden ein Paar. Der Sämann hat den guten Samen in das Herz des einzelnen Menschen gesät. Im ersten Gleichnis vom Himmel, das vom Unkraut, gibt es die Söhne des Reiches und die Söhne des Bösen. Das hat eine persönliche, individuelle Note. In den beiden nächsten Gleichnissen, die jetzt kommen, das vom Senfkorn und das vom Sauerteig, haben wir eine gemeinsame kollektive Schau des Reiches. Wieder ein Paar. Es wird überhaupt nicht unterschieden zwischen gut und böse, zwischen Unkraut und Weizen. Es gibt überhaupt keinen Unterschied mehr in diesen beiden Gleichnissen. Es ist auch nicht die Rede vom Gericht. Das erste Gleichnis, haben wir gesehen, das Unkraut, umfasst die ganze Zeitspanne des Reiches der Himmel. Von den ersten guten Anfängen, bis hin zum Gericht, wie wir eben gehört haben. Diese Bandbreite haben wir in den nächsten Gleichnissen nicht. Für die, die zum ersten Mal hier sind, sage ich auch noch, dass die ersten drei Gleichnisse vom Reich der Himmel. Unkraut, die beiden, die jetzt noch kommen, Senfkorn und Sauerteig, die äussere, historische Entwicklung des Reiches zeigen. Das erste haben wir betrachtet in dem Kennzeichen der Vermischung von gut und böse. Das zweite, vom Senfkorn,  zeigt die äussere machtvolle Entwicklung des Reiches, bis hin zu einem grossen Baum. Und das dritte, vom Sauerteig zeigt die innere Entwicklung des Reiches. Die nächsten drei, Schatz, Perlen,  und gute Fische, zeigen uns den wahren inneren Gehalt des Reiches.

Jetzt zum Gleichnis vom Senfkorn. Es ist ein Korn, was uns die Kleinheit und Unscheinbarkeit dessen zeigen soll,  was im Anfang durch den Herrn gewirkt wurde,. Man könnte die eine oder andere Stelle aus den Evangelien hinzufügen. In Mathäus 17 sagt der Herr Jesus:

Wenn ihr Glauben hättet, wie ein Senfkorn, .....

Und in Lukas 17 ist auch die Rede von einem Senfkorn. Das sind zwei Beispiele, um zu zeigen, was das Senfkorn vorstellt. Es ist ein Bild „von Kleinheit“. Der Glaube in diesen beiden Stellen wird nicht verglichen mit dem Senfkorn. Aber es wird gezeigt, wenn ihr etwas von dieser dynamischen Kraft, des Senfkorn, hättet, dann würden durch euren Glauben, gleichsam, Erdbeben ausgelöst. Der Herr Jesus, war gegenwärtig in Seinem Volk. War gegenwärtig in Seiner Person. Aber es konnte nicht, haben wir gestern gehört, nicht  in Macht und Herrlichkeit errichtet werden, weil sie, das Volk, Ihn verworfen haben. Jetzt nimmt das Reich eine andere, geheimnisvolle, Gestalt an und es begann „klein und unscheinbar“! Das ist der Gedanke. Der Herr Jesus ist nicht aufgetreten als der Herrscher und König, sondern, in Armut und Demut. Und jetzt denken wir an die ersten Tage der Apostelgeschichte, da waren die Wenigen zusammen, 120, Kapitel 1. Der Herr Jesus hat, auch hier ist der Herr Jesus der Mensch, der das Senfkorn nahm und es steht wieder in Vers 31, auf seinen Acker säte. Identisch auch mit den anderen beiden Gleichnissen. Vor allem dem, mit dem Unkraut. Auf Seinen Acker gesät, - aber klein und unscheinbar. So begann das Reich! Aber dieses wurde zu einem grossen, gewaltigen System auf der Erde. Es ist schnell aufgeschossen. „Und es wird zu einem Baum“. Grösser, als alle Kräuter. Zu einem grossen Baum! Und dieser grosse Baum stellt jetzt das gewaltige christlich-religiöse System vor. Unter diesem Baum findet jeder Schutz, findet man Obdach und Unterschlupf. Ich möchte diesen Gedanken durch andere Schriftstellen noch erhärten, um klarzumachen, was dieser Baum wirklich symbolisiert. Und zwar im Blick auf drei Bereiche. Zunächst, Hesekiel 31. In Hesekiel 31 wird Assyrien beschrieben. Und wir lesen dort in Vers 9:

Ich hatte ihn schön gemacht. In der Menge seine Schösslinge und es beneideten ihn alle Bäume, die im Garten Gottes waren.

Eine zweite Stelle in Daniel 4 schildert ein anderes Weltreich. In Daniel 4 wird Babylon geschildert und wieder haben wir dieses Bild. Daniel 4, ab Vers 20:

Der Baum, den du gesehen hast, der gross und stark wurde und dessen Höhe an den Himmel reichte und der über die ganze Erde gesehen wurde, dessen Laub schön und zahlreich und reich an Nahrung war für alle. Unter welchem die Tiere des Feldes wohnten und in dessen Zweige sich die Vögel aufhielten.

Dann haben wir einen dritten Bereich im guten Sinn und das ist Hesekiel  17                 und da wird das Tausendjährige Reich beschrieben und wieder mit einem Baum verglichen.

Auf den hohen Berg Israels, Vers 23, werde Ich ihn pflanzen und er wird Zweige treiben, frucht tragen und zu einer herrlichen Zeder werden. Unter  ihr werden alle Vögel wohnen, alles Geflügelte im Schatten ihrer Zweige werden sie wohnen.

Man könnte Vers 24 dazu lesen. Das zeigt uns, das mit dem Baum ein grosses gewaltiges System der Macht auf der Erde gesehen wird. Zunächst noch ohne Wertung, unabhängig, ob gut oder böse. Dahin geht die Entwicklung des Reiches. Aber wir müssen jetzt  in unserer Zeit, rückblickend, auch sehen, dass es eine ungute Entwicklung war. Und wir könnten die Frage stellen, wieso ist das, was durch den Herrn gut begonnen wurde, jetzt zu einem unguten, gewaltigen System geworden! Ein grosses, menschliches, religiöses System ist entstanden mit einem weltlichen Machtfaktor. Wie konnte das geschehen? Und die Antwort ist nicht so schwer: Alles, was durch den Herrn gut begann, ist unter der Verantwortung des Menschen verdorben worden! Ob das die Schöpfung war, ob das Israel war und ob es die Versammlung ist, - unter der Verantwortung wurde immer nur verdorben. Was Gott gut begonnen hat. Das wollen wir uns näher anschauen, was gemeint ist. War es die Absicht Gottes, dass das Reich der Himmel diese Entwicklung nahm? Als der Herr dieses Reiches hier verworfen wurde, da hat Er gesagt:

Sie haben Mich verfolgt – und werden euch verfolgen.

Ist das Reich jetzt Herrschaft. Fragezeichen. Oder ist es – Leid und Verwerfung. Herrschen wir jetzt schon mit Christus? Im Reich? Nein, wir haben gesehen, dass   lk o n n t e    nicht sein! Wir teilen jetzt die Verwerfung des Herrn im Reich! Und streben nicht Herrschaft an! Das ist die negative Entwicklung. Wir haben jetzt hier in der Epoche der Kirche auf der Erde nicht mehr Smyrna, die leidende Kirche. Wir haben gestern daran gedacht, wie in Ephesus die erste Liebe verlassen wurde, wie man schläfrig wurde. Jetzt kommen wir zu Pergamus. Das ist die Entwicklung! In Pergamus haben wir, unter Konstantin, die Kirche als eine Staatsreligion. Und weiter geht es zu Thyratyra, wo sie Herrschaftsansprüche stellt. Religiöse Herrschaftsansprüche – über die Welt! Das ist die Entwicklung, die hier gezeigt wird. Und die ist völlig konträr zu dem Gedanken Gottes über das Reich in der jetzigen Zeit. Es zeigt uns, also, die historische Entwicklung im Reich, wo alle möglichen Elemente Unterschlupf finden. Es wird zu einem Reich, wo selbst irdische Könige abgesetzt werden und eingesetzt werden, wie es in der Zeit Thyratyras immer wieder geschehen ist. Das ist der Kern der Belehrung in diesem Abschnitt. Ich darf an einige Stellen erinnern, die die eigentliche Stellung derer vorstellen, die im Reich sind.

Johannes 17:

Sie sind nicht von der Welt, gleich, wie Ich nicht von der Welt bin.

Johannes 15:

In der Welt habt ihr Drangsal. Sie haben Mich verfolgt, sie werden euch verfolgen.

1. Johannes 3, zu Beginn:

Wie heisst es dort?

Deshalb kennt die Welt sie nicht, weil sie nicht von der Welt sind.

Galater 1:

Herausgenommen aus dem gegenwärtigen, bösen Zeitlauf...........

Fremdlinge auf dieser Erde...............

Der Auskehricht der Welt sind wir geworden..............

D a s     ist die Stellung derer, die im Reich sind. Wie gegensätzlich ist die Entwicklung, die uns in diesem Gleichnis vorgestellt wird. Jetzt ist die Stellung des Gläubigen, der Söhne des Reiches, Ausharren, Leiden, nicht Herrschaft.

Wenn wir mitleiden, Römer 8, damit wir auch verherrlicht werden!

Wir haben jetzt geistliche Segnungen. Epheser 1, Und nicht irdische, weltliche Herrschaftsansprüche. Wir haben nicht ein    w e l t l i c h e s     Haupt mit einem irdischen König. Sondern, wir haben ein himmlisches Haupt. Christus! Merken wir? Wie die Entwicklung im Gleichnis vom Senfkorn der eigentlichen Stellung der Söhne im Reich völlig entgegen steht. Und wenn wir jetzt, 2 000 Jahre nach dieser Zeit, das Gleichnis etwas betrachten dürfen, dann meine ich auch sagen zu können, dass sich  unter den Vögeln des Himmels, die sich  in diesem Baum niedergelassen haben, auch wirklich dämonische Einflüsse und Lehren befinden.  Im Nachhinein sehen wir, dass sich in diesen grossen, religiösen weltlichem System, in dieser Religion,  auch dämonische Mächte niedergelassen haben. Das wird auch bestätigt durch Offenbarung 18, wo, im Blick auf Babylon gesagt wird in Vers 2:

Eine Behausung von Dämonen ist sie geworden und ein Gewahrsam jeden unreinen Geistes und ein Gewahrsam jedes unreinen und gehassten Vogels.

Und, ihr Lieben, was ist, angesichts dieser Entwicklung, zu tun? Natürlich können wir nicht aus dem Reich hinaus gehen. Das ist nicht möglich. Wir gehören zur Christenheit. Es sei denn, wir wären Buddhist oder Mohamedaner oder Jude. Aber, solange wir in diesem Bereich des Christentums bleiben, können wir nicht hinaus gehen. Auch nicht ausraufen. Aber, wir können uns doch trennen. Moralisch trennen. Von den Bösen im Reich. Gleichsam das jetzige Lager verlassen. Hebräer 13.

Und dann wollen wir noch etwas über das letzte Gleichnis hören. Der ersten Dreiergruppe. Jetzt haben wir nicht die äussere Entwicklung des Reiches, sondern, wir haben jetzt innere Vorgänge in diesem Reich. Und dieser innere Vorgang wird beschrieben von dem Herrn mit einem ganz alltäglichem Vorgang. Es fällt einfach auf, dass es nicht mehr der Herr ist, der etwas sät und tut. Sondern, eine Frau nimmt Sauerteig und mengt es unter 3 Mass Feinmehl. Natürlich ist es ein alltäglicher Vorgang, eine Frau backt gesäuertes Brot. Das ist, zunächst, die Ausgangssituation. Und die benutzt der Herr Jesus, um eine geistliche Belehrung zu geben. Es ist einfach ein beschriebener Vorgang. Und doch, es ist nicht der Herr, der hier etwas tut. Das ist schon ein Unterschied zu den vorangegangenen Gleichnissen. Eine Frau nimmt diesen Sauerteig. Zunächst, etwas, über diesen Sauerteig. In der Christenheit wird dieses Gleichnis, durchweg, kannst du hinschauen, wo du willst,  - wenn du ein christliches Buch kaufst, wofür ich dir raten möchte, - dann wirst du, im Blick auf dieses Gleichnis immer lesen: der Sauerteig ist ein Bild vom Evangelium. Das, letztlich, in die Welt hinein gebracht wird und dann diese errettenden Auswirkungen hat. Das ist die Erklärung in der Christenheit. Aber, ihr Lieben, sie ist grundfalsch. Entschuldigt das deutliche Wort. Ich kann es nicht anders sagen. Es ist so einfach zu erklären. Hier wird die ganze Masse, die ganze Masse wird, wodurch?, - durch den Sauerteig gesäuert. Jetzt frage ich: wird alle Welt durch das Evangelium errettet? Werden alle Menschen errettet? Eindeutig: Nein!

Wir merken, dass das absolut nicht stimmen kann. Eine ganz einfache Antwort. Ausserdem, ist in der Schrift der Sauerteig nie ein Bild vom Guten. In 3. Mose 2 wird das Mehl, im Blick auf das Speisopfer, das auf den Herrn Jesus hinweist, vorgestellt und es durfte kein Sauerteig verwandt werden. Der Herr Jesus, der vollkommen Reine, war absolut getrennt von dem Bösen. Nein, hier ist der Sauerteig nicht ein Bild von etwas Gutem. Aber, es ist ein Bild von einem Bekenntnis in der Christenheit. Ich werde es noch vertiefen. Und dieses Bekenntnis, diese Lehre, kann man auch sagen,  wird in einem bestimmten Bereich verbreitet. In einem begrenztem Bereich. Und zwar, „unter drei Mass Mehl“! Diese drei Mass Mehl  zeigen nicht die ganze Welt. Nicht die ganze Erde. Sondern, es ist der Bereich, auf der Erde, wo man sich zu Christus bekennt. Diese drei Mass zeigen den begrenzten Bereich der Christenheit auf der Erde. Und diese Christenheit ist komplett durch dieses Bekenntnis, durch diese Lehre durchsäuert. Also, komplett davon geprägt. Das ist der Gedanke. Es ist hier noch nicht unbedingt ein Bild von Irrlehre. Ich will noch nicht so weit gehen in dem Gleichnis. Im Nachhinein können wir es. Ich werde es noch tun. Es ist einfach der Gedanke, dass ein gewisses Bekenntnis, eine gewisse Lehre, die ganze Christenheit prägt. Es ist eine zusammen gefasste Bedeutung. Es ist ein Bild, das vorgestellt wird in diesem Sauerteig. Es werden keine Unterschiede aufgezeigt, wie auch nicht bei dem Senfkorn. Es gibt ein allgemeines christliches Bekenntnis. Ich denke an die Stelle, ich glaube, das passt. In 2. Timotheus steht es, Kapitel 3, wo die Menschen beschrieben werden:

Sie haben eine Form der Gottseligkeit und sie verleugnen ihre Kraft.

Es wird, also, nicht Leben vorausgesetzt, es wird kein Glauben vorausgesetzt. Es ist eine Lehre, wo man Gott nicht mehr nötig hat. Wo nicht Busse verkündigt werden muss. Wo ein soziales Evangelium gepredigt wird mit karitativen Nützlichkeiten. Es ist ein Bekenntnis, wo nicht das ewige Verderben vorgestellt wird. Wo nicht die alleinige Errettung durch Christus gepredigt wird. Es ist, ein der Form nach, christliches Bekenntnis, wo man Gott und die Wahrheit nicht mehr ertragen kann. Davon ist die Christenheit, innerlich, durchsetzt. Ich will im Nachhinein, rückblickend, auf diese Entwicklung schauen. Dann können wir auch noch sagen, dass auch Sauerteig in Form von Irrlehren in der Christenheit, doch zumindest, Fuss gefasst hat. Ich möchte nicht sagen, dass sie komplett davon geprägt ist. Dann würde ich zu weit gehen. Aber das Christentum ist zu einer Religion geworden mit einem Bekenntnis, in dem man ohne Christus Christ sein kann. Und das scheint gemeint zu sein. Welch eine traurige Entwicklung, bei dem, was so gut durch den Herrn Jesus begonnen wurde. Wir haben in diesen drei ersten Gleichnissen  vom Reich der Himmel, gesehen, welch eine äussere Entwicklung dieses Reich genommen hat. Aber, ich bin doch dankbar, dass wir auch am Ende der all dieser traurigen Entwicklung , das wir am Ende des ersten Gleichnisses vom Unkraut im Acker gefunden haben. Wie bei aller Tätigkeit des Feindes, letztlich nicht der Sieger sein wird. Und diese herrliche Aussicht, dann möchte ich schliessen, - dass der Herr Jesus zu Seinem Ziel kommt, darf uns jetzt Kraft und Motivation geben, die Gedanken Gottes über Sein Reich, als Söhne des Reiches, zu verwirklichen. Dann werden wir glücklich bleiben und dann werden wir die Frucht für Gott im Reich sein, die Er an den Söhnen des Reiches suchte. Ich glaube, wir können dem Herrn dieses Reiches, der jetzt abwesend im Himmel ist, ehren und Ihm unsere Liebe beweisen durch ein einziges Wort: