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10 Jungfrauen


In Matthäus 24,4-26
behandelte er die sieben Jahre der Drangsalszeit,


auch die Zeit der Bedrängnis für Jakob (Jer 30,7) genannt.

Als Nächstes beschrieb er sein zweites Kommen auf die Erde (V. 27-30),

gefolgt von der erneuten Sammlung des Volkes Israel im Land.

Wir finden sodann einen Einschub (Paranthese)
in der Reihenfolge der Ereignisse, indem Jesus durch Gleichnisse zu Wachsamkeit,
Bereitschaft und Treue ermahnte (V. 32-51).

Dann beschrieb er in zwei Gleichnissen
das nächste eschatologische Ereignis für Israel,

I. das auf das zweite Kommen folgt: das Gericht über die dann lebende Generation, um die Erretteten von den Unerretteten zu trennen (25,1-30).

Die Formulierung »Dann« (V. 1) muss mit Kapitel 24,31 aufeinanderfolgend verbunden werden.

Das Problem in dem unmittelbar vorausgehenden Abschnitt (Mt 24,50-51) hat der Herr Jesus von einem Gericht gesprochen, das die unvorbereiteten Israeliten aus dem messianischen Reich ausschließen würde.

Danach kam eine Frage über dieses Gericht auf:
Auf welcher Grundlage würde das Volk gerichtet werden?
Die Lösung: →
Zunächst gibt der Herr Jesus die Antwort im:
Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Mt 25,1-13).

Zu Beginn muss der Kontext beachtet werden.
Der Herr Jesus beschäftigte sich an dieser Steile mit dem Gericht für das Volk Israel.

Die Gemeinde ist nirgendwo in dieser Darlegung von Matthäus 24-25 im Blick.

Vielmehr entfaltete Jesus hier die Eschatologie

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[ɛsça-] (aus altgriechisch τὰ ἔσχατα ta és-chata ‚die äußersten Dinge',
 ‚die letzten Dinge' und λόγος lógos ‚Lehre') ist ein theologischer Begriff, 
der die prophetische Lehre von den Hoffnungen auf Vollendung 
des Einzelnen (individuelle Eschatologie) und der gesamten 
Schöpfung (universale Eschatologie) ...
des Volkes Israel.

Symbolik:

Symbolik Im zehnten Königreich der Himmel -Gleichnis finden wir zehn Jungfrauen.
Zehn ist die Zahl der menschlichen Verantwortung, oder auf das Ganze bezogen: Erdenfülle.





Obwohl Paulus von der Gemeinde als einer »reinen Jungfrau« sprach,
beweist dieser Gebrauch des Bildes keineswegs,dass die Gemeinde in diesem Gleichnis im Blick ist.

Erneut gebraucht der Herr Jesus das vertraute Bild der orientalischen Hochzeit.

Eine zweite Einladung wurde denen zugesandt, die zuvor eingeladen waren.
Ihnen wurde mitgeteilt, dass das Hochzeitsmahl vorbereitet war und ihre Teilnahme erwartet wurde. Der Bräutigam hatte das Haus seines Vaters verlassen, um zum Haus seiner Verlobten zu gehen und sie als Braut zu sich zu holen.
Dem Brauch gemäß bereitete der Brautvater ein Festessen für seine Tochter vor und lud ihre Freundinnen ein,
damit sie die bevorstehende Hochzeit mit ihnen feiern konnte.

Es ist nicht bekannt, wie lange das Festessen im Haus der Braut dauerte.
Als die eingeladenen Gäste sich zum Hochzeitsmahl im Haus des Bräutigams versammelten, wussten sie, dass sie eine unbestimmte Zeit warten mussten, bis der Bräutigam mit seiner Braut zum Festmahl kam.

Die zehn Jungfrauen
hatten sich an dem Ort versammelt, an dem das Hochzeitsmahl stattfinden sollte, und sie erwarteten ebenfalls das Erscheinen des Bräutigams mit seiner Braut.
Die zehn Jungfrauen waren von zweierlei Charakter:
die einen töricht, die anderen klug.

Die Törichten hatten keine Vorsorge für eine längere Verspätung des Bräutigams getroffen.
Da die Lampen nur eine kleine Menge Öl fassen konnten, war es üblich,
zusätzliches Öl in einem Krug mitzunehmen, um nachfüllen zu können.
Die Klugen hatten zusätzliches Öl in Krügen mitgebracht, da sie um die Möglichkeit einer Verspätung wussten.

Als es dann wirklich später wurde, konnten sie das Öl ihrer Lampen auffüllen und so dafür sorgen, dass ihre Lampen weiter brannten.
Als es Nacht wurde, merkten die Wartenden, dass es wohl Morgen würde, bis der Bräutigam kam. Doch entgegen dem Brauch hatte der Bräutigam das Haus der Braut verlassen und reiste nach Einbruch der Dunkelheit.

Er kam gegen Mitternacht in seinem Heimatdorf an.
Da die Gäste den Bräutigam nicht mehr erwartet hatten, waren sie alle schlafen gegangen.

Als der Bräutigam sich dem Dorf näherte, sandte er die Nachricht von seiner Ankunft voraus, sodass die Festgäste ihm entgegengehen konnten, um ihn und seine Braut zum Hochzeitssaal zu geleiten.

Es war bereits dunkel, daher brauchte man Lampen, um hinauszugehen und den Bräutigam zu empfangen.
Dieser Umstand machte besonders den Unterschied zwischen den beiden Gruppen von Jungfrauen deutlich:
die Klugen konnten ihre Lampen auffüllen und dem Bräutigam entgegengehen;
die Törichten hatten kein Öl und konnten den Bräutigam nicht willkommen heißen.

So waren einige auf die Verspätung vorbereitet, andere nicht. Auch die Unvorbereiteten wollten den Bräutigam und seine Braut treffen, um das Hochzeitsfest zu feiern
Sie versuchten, noch Öl zubekommen.

Da es unmöglich war, zu dieser späten Stunde auf dem Markt Öl zu kaufen, wollten sie etwas von den klugen Jungfrauen leihen.

Doch diese weigerten sich, ihr Öl mit ihnen zu teilen. Die klugen Jungfrauen waren nicht selbstsüchtig, sondern vielmehr dem Bräutigam treu.

Sie wollten gehen und ihn treffen, und sie brauchten ihr Öl, um sich dem Festzug zum Hochzeitssaal anschließen zu können.

Das Gleichnis stellt heraus, dass diejenigen, »die bereit waren, ... mit ihm hinein [gingen]
zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen« (Mt 25,10).

Die törichten Jungfrauen hatten keine andere Wahl, als bis Tagesanbruch zu warten und dann Öl auf dem Markt zu kaufen.Nachdem sie sich Nachschub besorgt hatten, kamen sie zum Hochzeitssaal und baten darum, eingelassen zu werden. Doch der Gastgeber weigerte sich, die Tür zu öffnen.

Obgleich Israel während der Drangsalszeit eindrückliche Zeichen gegeben werden (Mt 24,14), werden manche unvorbereitet sein, wenn der König kommt, um sein Tausendjähriges Reich aufzurichten. Die Vorbereiteten gehen in das Reich ein, um sich an seinen Gaben zu erfreuen, doch die Unvorbereiteten werden ausgeschlossen. Daher lehrt dieses Gleichnis, dass es ein Gericht der dann lebenden Israeliten geben wird, um zu beurteilen, wer vorbereitet ist und wer nicht. Das ist eine Erweiterung der vorherigen Aussage Jesu:
"Deshalb seid auch ihr bereit" (Mt 24,44).

n. JDP