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Die Schrift

In Verbindung mit V. 15 →→

2. Tim 3,15: καὶ ὅτι ἀπὸ βρέφους ἱερὰ γράμματα οἶδας, τὰ δυνάμενά σε σοφίσαι εἰς σωτηρίαν διὰ πίστεως τῆς ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ·â€‹
2. Tim 3,15: und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die vermögend sind, dich weise zu machen zur Seligkeit durch den Glauben, der in Christo Jesu ist.

2. Tim 3,16: πᾶσα γραφὴ θεόπνευστος καὶ ὠφέλιμος πρὸς διδασκαλίαν, πρὸς ἐλεγμόν, πρὸς ἐπανόρθωσιν, πρὸς παιδείαν τὴν ἐν δικαιοσύνῃ,
2. Tim 3,16: Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
bezieht der Ausdruck sich auf den Tenach >> (-*1) , wie in anderen Stellen.

Siehe:Luk. 24,27: „und anfangend von Mose und von allen den Propheten, legte Erihnen in allen den Schriften die Ihn betreffenden [Dinge] aus.“

Luk. 24,25: „um die Schriften zu verstehen.“

Joh. 7,38: „gleichwie die Schrift gesagt hat.“

Joh. 10,35: „die Schrift kann nicht aufgehoben werden.“

Röm. 4,3: „denn was sagt die Schrift?“

Röm. 10,11: „denn es sagt die Schrift.“

Jak. 4,5: „meinet ihr, daß die Schrift vergeblich rede?“

1. Petr. 2,6: „denn es ist enthalten in [dem, was] Schrift [ist].“

2. Petr. 1,20: „daß alle Schrift-Weissagung nicht eigener Auslegung ist.“

2. Petr. 3,16: „wie auch die übrigen Schriften.“

Luk. 24,46: „daß also geschrieben [ist].“

Joh. 6,45: „es ist geschrieben in den Propheten.“

Joh. 5,47: „Wenn ihr aber den Buchstaben (= Schriften) jenes (= Moses) nicht glaubet, wie werdet ihr Meinen Worten glauben?“

2. Tim. 3,15: „und weil du von Kind auf [das, was] heilige Buchstaben (=Schriften) [sind,] weisst.“

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Vorstehendes genügt aber, um zu sagen:„Schrift“ ist, was als Wort Gottes schriftlich festgelegt,
also unveränderlich und unantastbar ist.
Das erkennt selbst der Teufel als gegeben in dem Zweikampf auf geistlichem Boden an,
den er mit dem Sohne Gottes ausficht:

Matth. 4. Vers. 4 sag tder HERR: „geschrieben ist.“
V. 6 der Teufel: „geschrieben [ist].“
V.7 der HERR:„Wiederum [ist] geschrieben.“
V. 10 nochmals der HERR: „geschrieben [ist].“

Dass der auferstandene HERR in Luk. 24,27 und 44-46 die damals vorliegende und unter dem dreifachen Titel:
„das Gesetz, die Propheten und Psalmen“ bekannte Sammlung der heiligen Schriften anerkannte, ist Garantie genug, daß wir uns darauf als auf gotteingegebene „Schrift“Nummerierung der Psalmen war damals schon vorhanden.

Siehe Apg 13,33: dass Gott diese uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte, wie auch in dem zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“



Fürs Neue Testament ist es nicht anders, wie 2. Petr. 3,15.16 zeigt.

Was zur Zeit des 2. Timotheus Briefes vorlag (und das umfasste alles, was wir im Neuen Testament haben mit Ausnahme der Schriften des Johannes), war ebensogut „Schrift“

wie das Alte Testament.
„Schrift“ ist also im Wortlaut selbst „Gottes Wort“.

„Wir aber haben nicht und Klagel. Jerem. den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; welche wir auch reden, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist ...“

Nicht kann es so sein, wie die liberale Theologie uns weismachen will:
das Wort Gottes sei in der Schrift enthalten.

Wenn die Schrift nach Paulus in Worten gegeben ist, die auf eine Weise gelehrt sind, dass sie des Geistes eigene Worte sind (so griechisch in dieser Korinther Stelle) oder daß sie „gottgehaucht“ ist (so griechisch in 2. Tim. 3,16 θεόπνευστος dann ist sie eben im buchstäblichen Sinne das, was sie zu sein beansprucht:

das Wort Gottes.

Das meint ja nicht, daß sie mechanisch diktiert oder daß die Persönlichkeit des Schreibers ausgeschaltet sei,
sondern dass der Geist je nach dem Gegenstand dessen, was niedergeschrieben werden sollte,
immer die Person zum Niederschreiben gebrauchte, die ihrer persönlichen Eigenart und Fähigkeit nach gerade dazu passend war, und dieses erwählte Werkzeug bei der Niederschrift wohl völlig leitete, aber doch so, daß das Geschriebene der persönlichen Eigenart des Schreibers entsprach.

Es gibt Sprachen, unter den alten gehören Griechisch und Lateinisch dazu, die geradezu „Buchstaben“ sagen,
wenn das, was schriftlich fixiert ist, gemeint sein soll.
„Die Buchstaben“ sind gleichbedeutend mit „Schrift“, γράμμα (gramma) : Schrift
„die Schriften“.
Und die Worte bildenden Buchstaben sind nicht etwas Totes, sondern etwas durchaus Lebendiges.
Als „Schrift“ sagen, reden sie: „die Schrift sagt, redet.“ λαλέω (laleo) : sprechen
Der HERR setzt in Joh. 5,47 die Buchstaben, d. i. die Schriften, Moses und Seine Worte aufeine Linie, legt den Schriften Moses soviel Autorität bei wie Seinen eigenen Worten.

Und von Seinen Worten sagt ER Joh. 6,63:
Joh 6,63: τὸ πνεῦμά ἐστιν τὸ ζῳοποιοῦν, ἡ σὰρξ οὐκ ὠφελεῖ οὐδέν· τὰ ῥήματα ἃ ἐγὼ ⸀λελάληκα ὑμῖν πνεῦμά ἐστιν καὶ ζωή ἐστιν.
Joh 6,63: Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, welche ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;


„Das Wort Gottes ist ein lebendiges [Wort] und wirksam ...“, Hebr. 4,12.
„Ihr seid ... wiedergeboren ... durch das lebendige und bleibende Wort Gottes“, 1. Petr. 1,23.
Das Wort, die Schriften, die Buchstaben sind derart etwas Lebendiges, daß ihr Lebendig sein sich in einem von ihnen ergriffenen Menschen mit dessen innersten Bewusstsein vermählt, so daß von ihm gesagt werden kann:

„Du weisst >>die heiligen Buchstaben“ (Timotheus).
Es beginnt freilich mit dem äußerlichen Kennenlernen und kann leider darin steckenbleiben, geht aber, wenn die Gnade Gottes es will, über in ein innerlich fortschreitendes Erfassen und davon Erfasst werden.

Der Respekt der Juden vor den heiligen Schriften war ein solcher,daß sie daran tatsächlich als bis auf den Buchstaben von Gott eingegeben festhielten.

Überkommt nicht uns eine heilige Ehrfurcht, wenn wir gesammelter Sinne und betenden Herzens die Schrift lesen, so daß wir inne werden: Es ist buchstäblich Gottes Wort?
Wenn es das dem Wortlaut nach nicht ist, dann ist das Wort selbst ein unwahrhaftiger Zeuge, und wir sind betrogen. Dass Abschreibefehler vorgekommen sind, ist eine Frage für sich und hat nichts mit dem Grundsatz der wörtlichen Inspiration zu tun.
Sie hat auch längst schon ihre befriedigende Lösung gefunden, wie die einschlägige Literatur beweist.

Es ist mir unerfindlich, wie selbst gläubig-sein-wollende Männer sagen können, die Schriftlehre nicht, daß sie wörtlich inspiriert sei.

(-*1)