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Epheser 4. 5 - 6

Eph 4,5: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
Eph 4,6: ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in uns allen.



In den Versen 4-6 wird von einer lehrmäßigen siebenfachen Einheit gesprochen, die es im Bemühen um die Einheit des Geistes zu wahren gilt.
Diese lässt sich den drei Personen der Gottheit wie folgt zuordnen:

Der »eine Geist« in V. 4 steht in Beziehung zum einen Leib und zur einen Hoffnung.
Hier wird sein erneuerndes Werk im Leben des Gläubigen vorausgesetzt;

in V. 5 steht der »eine Herr« in Beziehung zum einen Glauben, zur einen Taufe und weitet den Kreis der Betroffenen auf den Bereich des christlichen Bekenntnisses aus; und

in V. 6 endlich umfasst »ein Gott und Vater« die ganze Menschheit, ist doch Er der Gott aller und für alle.
»Ein Leib« (V. 4) ist der einzigartige Charakter der Gemeinde, deren Einheit aus bekehrten Juden und bekehrten Heiden besteht.

In »einem Geist« sind sowohl Juden als Heiden zu einem Leib zusammengefügt, und dieses Geistes Gegenwart und Kraft ist sowohl notwendig als auch dem Glaubenden zugänglich.

Zu »einer Hoffnung eurer Berufung« wurden Juden und Heiden bei ihrer Bekehrung berufen.

Der Jude hatte eine irdische Hoffnung, der Heide war ohne Hoffnung (2,12);
jetzt haben beide eine Hoffnung ihrer Berufung – nicht eine irdische Hoffnung für den bekehrten Juden und eine himmlische für den bekehrten Heiden, sondern »eine Hoffnung«.

5_Da ist »ein Herr«, den Jude und Heide bekennen müssen, »ein Glaube«, der christliche Glaube (Jud 1,3), den Jude und Heide anerkennen müssen, und »eine Taufe«,
in der Jude und Heide sich zur Herrschaft Jesu Christi stellen, und in der sie den christlichen Glauben öffentlich anerkennen müssen.

6_Da ist »ein Gott und Vater aller« in dem Sinn, dass Er allen, sei es Jude oder Heide, offen ist, nicht etwa ausschließlich dem Juden, noch hat Er etwas mit den vielen Gottheiten der Heiden zu tun (1Kor 8,5.6).

»... der da ist über allen«, der alles und alle übersteigende, über allen stehende Gott »... und durch alle« in den Belangen der Souveränität, der Vorsehung und Regierung, »...

und in uns allen«, wohnt Er doch in allen Glaubenden und steht Er doch zu allen in Beziehung, seien sie ehemals Juden oder Heiden.
Nachdem der Apostel zum gegenwärtigen Bewahren der Einheit des Geistes gedrängt hat, denkt er an »die Einheit des Glaubens« (V. 13),
zu der alle am Ende gelangen werden.

Das veranlasst ihn, von der Gewissheit göttlicher Vorkehrungen (Verse 7-11) und vom göttlichen Wunsch (Verse 12-16) zu schreiben.
In den Versen 7-11 (göttliche Vorkehrungen) beachte man folgende drei Ausdrücke:
V. 7 »jedem einzelnen« (hekastos) ; V. 8 »Menschen«; V. 11 »die einen«. In den Versen 12-16 (göttlicher Wunsch) beachte man folgende Präpositionen:
V. 12 »zu« (pros), V. 12 »für« (eis) und V. 14 »auf dass« (hina) .

wdbl