Home    Bibelkreis.ch  Frage 70

Sali Hans Peter,
Hier wieder mal ne Frage ans Forum;
Es wurde debattiert wegen Scheidung von Christen ob ja oder nein.

Frage: Darf ein Ehepaar wo beide Partner wiedergeboren sind, Scheiden, egal weswegen?

Der Herr kommt bald,
Kurt


Antwortversuch A)        Antwort B

Ich habe zunächst mal nur Gegenfragen:

1. Sind die Fragesteller wirklich wiedergeboren, oder haben sie nur eine "Schnellbleiche" mit vorgängiger "Kleinkinderzwangsbeträufelung" hinter sich gebracht?

2. Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

3. Haben die Fragesteller in der Bibel die entsprechenden Stellen über Sünde und die ewige Strafe über die Sünde noch nicht gefunden, wenn ja, ich werde sie Euch senden. Mail genügt!

4. Kennen die lieben Fragesteller einen Christen (*) oder eine Christin (*), die sich, als sie sich scheiden liessen dies noch mit einer Bibelstelle rechtfertigten?

5. NB.: Welche Sünde dürfen wir eigentlich, tun und es ist erst noch egal????

6. Natürlich kenne ich Fälle, wo Christen sich Scheiden liessen, aber es war immer eine grosse Katastrophe , vorher und während und meist auch nach der Scheidung. Nachträgliche Busse ist immer möglich, es sei denn dass jemand stirbt, aber Vorsicht, wenn man vorher schon damit schon spekuliert...

Der HERR lässt Seiner nicht spotten, auch wenn jemand der wirklich Wiedergeboren ist, dies für die Ewigkeit auch bleibt, so muss er oft durch die Zucht des Herrn gehen, auf dass die "Übrigen" Furcht haben. Aber gerade in dieser Frage kann man häufig schon sehen, ob jemand überhaupt zu den "Übrigen" gehört!

 

( *)     D.h. bei der Scheidung schon wiedergeboren waren?

Mit herzlichen Grüssen

Hans Peter

 

Betreff:
Antwort zu Gegenfragen>>>
Datum:
Fri, 17 Mar 2000 21:48:38 +1000
Von:
"Kurt Joss" <joss@cyberwizards.com.au>
An:
"Hans Peter " <>

 

 

 

Sali Hans Peter,
Danke für die Gegenfragen.

1. Ja die Fragesteller sagen und bezeugen wieder geborene
Christen zu sein. Beide sind getauft nachdem
sie errettet wurden .

2. Ja die Frage ist ernst gemeint.

3. Die Fragesteller kennen die entsprechende Stellen in der
Bibel, und wir haben es Ihnen noch einmal gezeigt.

4. Sie kennen viele Christen, doch SIE sind noch nicht
geschieden. Kennen aber einige "Geschiedene"
Paare, und die Bibel stellen welche sie erwähnen sind:
Matthäus 19 / 9

5. Keine !!!

6. Es ist noch nicht soweit doch der Gedanke ist da und
der Teufel sitzt auch nicht still. Nein es wird nicht
spekuliert bei Ihnen.

7. Nein ER lässt sich nicht spotten das sind sich die
Leute bewusst, doch da es um Ehebruch geht sind
die Emotionen stark und nun wird gedacht das
Scheidung biblisch gesehen gerecht erscheint.

Unsere Erklärung: Wir teilten Ihnen mit das wir es so
sehen: Matt. 5/ 27- 32 und Matt. 19/ 3-12 es geht um die
Heiratstradition Israels.

Wobei in Markus 10/ 2-12 , Lukas 16/18 , Römer 7/2-3
1Korinther 7/10 - 11 und 1 Korinther 7/ 39 wird von den
Heiden (Gentiles) geredet.
Ungläubige ohne den heiligen Geist tun und lassen
mehr oder weniger was wollen.
Gläubige, wiedergeboren mit dem Heiligen Geist können
und dürfen nicht scheiden weder wegen Ehebruchs noch
sonstwas  (egal was) .
Markus 10/ 9 sagt: WAS NUN GOTT ZUSAMMEN
GEFUEGT HAT, SOLL DER MENSCH NICHT SCHEIDEN.

Ich hoffe das da noch jemand eine Meinung hat??     

Wunderbar frei durch SEINE Gnade,
Kurt


Kurt & Iris Joss
Corn Cob Motel
2-4 Kennedy Highway
Tolga, Queensland 4882
Austrlalia
Phone 61) 7 40954130
h.p.wepf_______bibelkreis.ch 61) 7 40954563
Mobile 0407 161992
Jesus is Lord of Lords & King of Kings

Message: The Lord is coming soon !! Are you ready to meet HIM ?

28.05.2001

Lieber Kurt

da mal noch ein Nachtrag aus aktuellem Anlass:

Liebe M liebe M  & M

durch einige Bemerkungen heute Morgen von P, bin ich zum Schluss gekommen,  Euch ohne wenn und aber die gleichen Mails die ich E  diese Wo zukommen liess, zu übermitteln.

Einige Vorgedanken.
1. Ich habe  die Gesprächsserie mit W nicht gesucht, dies dürfte Euch klar sein!

2. Ich habe (ih) Ihn gebeten, wenn Er in den H H 18 kommt, sich nicht weiter  Vorzudrängen. (er hat dies nun versprochen)

3. (ih) Ihm gesagt, dass es Geschwister gibt, die wegen Ihm nicht mehr in den Hausbibelkreis kommen.

4. (ih) Ihm gesagt, dass ich Ihn  als Bruder in Christo vorbehaltlos liebe.

5. Im weiteren habe ich Ihm vorgestellt, dass er Seine Frau und Kinder total vernachlässigt hat und seine Kraft in den bekannten (Hobbys) verschleudert hat.

6. - Er sein kein rechter Vater gewesen, rechthaberisch, sich in den Vordergrund stellend usw.
Mit anderen Worten, ich habe an Ihm kein gutes Haar gelassen.  Auch erwähnte ich Ihm, dass ich niemand kenne, der ihm wohlgesinnt sei, aber dass viele sein rechthaberisches Maul fürchten und deswegen keinen Mut mehr fanden, ihm zu widerstehen. (Ich sehe das aber etwas anders. Als ich Ihm mal abstellte in der damaligen Schlossbergversammlung, da hat mir Markus Wilhelm schriftlich gedankt, andere haben einmal mehr hinten herum geredet) was aber in Fragen Familie nn der Standard geworden ist.

7. Er hat mir gesagt, dass er vor Seiner Frau und allen seinen Kindern Busse getan habe, und um Vergebung gebet habe.  
8. Es ist in dieser prekären Situation, in der es menschlich gesehen seit Jahren keine Hoffnung gab, für die Familienmitglieder kaum  mehr möglich, nur geistlich zu sein im Umgang mit dem Vater. Ich selber habe mich oftmals "zutode" geschämt wegen meinem Vater. Und doch habe ich Ihn geschätzt, weil er meistens in Seinen Beurteilung recht hatte. Heute darf ich sowieso nur noch "das Gute" in an Ihm sehen. Mit den fleischlichen Bezügen die ich geerbt habe, darf/ muss ich zum Kreuz gehen.
Bei allem Verständnis, bitte beachtet die Worte Gottes in Bezug auf Euer Verhältnis zu Euren Vater, denn nur so liegt ein Segen auf Euch.

Ich mache also bei Walter keine Seelsorge, die macht er  schon selber an sich... Ich stellte ihm nur die Gedanken Gottes bezüglich Scheidung und Trennung vor.
(Es gibt keine Scheidung von christlichen Ehen, ausser bei Hurerei und es gibt keine Trennung von der Frau, ausser die Frau ist nicht Wiedergeboren. Ich stellte Ihm vor, dass eine christliche Versammlung immer gegen Scheidung und Trennung auftreten wird, ansonsten das Zeugnis selbst gerichtet wird.
Auch sprach ich davon, dass Christen nicht zu menschlichen Gerichte gehen. usw. usw.

Ich bete, dass mir der Herr Jesus weiter die Kraft gibt auch in diesen Fragen nicht nach meinem Gefühl und nach  dem der Geschwistern zu reden, schreiben u. handeln, sondern nur  nach seinem Wort. Nur so kann Er mich noch hier ein wenig gebrauchen. Es wäre auch für mich angenehm, wenn ich "beliebt" wäre, ab die scheint nicht der Wille des Herrn für meinen Weg zu sein. Er macht es Richtig!

In Ihm, der sich für mich hingeben  hat.
Hans Peter


-.-.-.-.-.-.-.-.-..-.-..-.-.-.-.-.-
So nun zum Eigentlichen:
 
1. Brief an E
Frauenfeld,  22.05.2001

Liebe T
Du hast Dich entschlossen, Dich von Deinem Mann R zu trennen. Du  hast vielleicht 1000 Gründe. Du wirst juristische, psychiatrische und medizinische Unterstützung bekommen. Es werden Dir Geschwister recht geben. Sie werden Dich unterstützen. Deine Kinder werden Dir vielleicht recht geben. Eventuell wird Dir schon Dein Gewissen recht geben? Die Umstände sprechen sws. dafür. Die Ehejahre mit Walter mögen Dir das Recht dazu geben.
Doch bedenke dieses:  Gott wird Dir entgegen stehen. Satan wird Dir  versuchen zu helfen. Jedesmal wo es einen Schritt positiv Richtung Trennung geht, hat der Feind sein trügerisches Spiel mit Dir einen Zug  weiter getrieben. Nur der Menschenmörder von Anfang treibt dem Menschen in den Tot. Und was ist eine Trennung anders, als lebendig tot sein!

Gott wird Dir entgegenstehen. In einem Alter, wo Du  fähig sein solltest, junge Schwestern anzuleiten, Ihre Männer zu lieben, was nicht immer leicht sein dürfte,  treibt der Satan ein übles Spiel mit Dir.  Nun wirst Du zum Mittelpunkt. Alles wird sich um Dich drehen! Du drehst Dich sowieso nur noch um Dich und Deine Interessen.
DEIN Mann, Eure Familie, die Kinder, das Zeugnis an der Thurstrasse ist Dir, das ist Dir sicher noch gar nicht aufgefallen, unwichtig. Du bist Dir allein wichtig.  
Die Geschwister werden eventuell  Mitleid mit der armen Elisabeth haben. Es werden Schwestern und Brüder auf Deiner Seite auftreten. Sie haben aber Gott nicht um Rat gebeten.
Wenn Du Busse tust über Deine eigensinnigen Wege, dann wird sich Gott über Dich erbarmen. Dann darfst DU ein Wunder der Wiederherstellung erleben, das weder mit Psychopharmaka noch durch  irgendwelche sonstiger, menschlicher Hilfe erreicht werden kann.
Noch ein letztes Wort. Ich nehme nicht menschlich Partei für Walter.  Ich möchte Dir nur die Gedanken Gottes aus Seinem geschrieben Worte sagen, so wie Er es mir aufs Herz gelegt hat. Du hast kein Grund für eine Trennung. Es gibt kein Grund für eine Trennung, Es gibt kein Recht für eine Trennung. Wenn Du Dich trennst, trennst Du dich auch von dem Kreis der Geschwister, die für Eure Ehe beten. Oder was noch tragischer wäre, das Du der Grund einer Trennung der Geschwister würdest?

Liebe E, oh ich kann Dich so gut verstehen, aber ich bitte Dich,  l i e b e  DEINEN Mann R, zeige Ihm Deine Liebe! er braucht Dich, Du bist Seine Hilfe! In guten wie ich schlechten Tagen. Welchen Grund hatte der Herr Jesus Christus, Dein und mein Heiland uns zu lieben?

Im Gebet für EUCH

.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,,.,.,,.,.,.,,,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,,.,.,.,.,.,.,.
Brief von R
Lieber Hans Peter,
danke für die Mail an T.
Bei mir hat sie auch wieder einiges bewegt und das ist gut so. So klärt sich bei auch mir dadurch wieder Einiges.

Wenn du Freimüdigkeit hast, sende diesen Brief an Elisabeth. Ich werde für die beten.
Liebe Grüße und des Herrn Segen,
In Verbundenheit in IHM
Rainer

Liebe E,
ich heiße Rainer, habe 3 erwachsene Kinder, bin 7-facher Großvater und ein Eigentum des Herrn Jesus.

Von Hans Peter habe ich den Brief erhalten, den er dir sicherlich zugesandt hat, - mit der Bitte um Gebetsunterstützung.

Ich selbst bin seit ca. 14 Jahren geschieden, habe Erfahrung machen müssen mit Suchtverhalten, andere Partner/in, Faulheit, Depression, sogenannter Selbstverwirklichung und meinen Schuldgefühlen gegenüber den Menschen, mit denen ich damals Kontakt hatte und nicht zu vergessen und zu unterschätzen, gegenüber Gott.

Ich hatte mich zwar von Gott losgesagt, aber so ohne weiteres läßt Er uns nicht los.

Nun, meine Frau und ich waren in Sucht verstrickt, hatten beide wenig "Selbsterkenntnis" und "Selbstbewußtsein" (in Anführungsstriche, weil dies alles relativ ist). Wir hatten uns durch die dauernden Verletzungen und wenig Nähe zum Herrn "auseinandergelebt". Dazu kamen dann die Verletzungen der Kindheit, die sich durch die Erlebnisse noch summierten und verstärkten.

Nach dem Weglassen der Suchtmittel stellte sich ein enormes Bedürfnis nach Geliebtwerden, Angenommenwerden, OK-seinwollen und -dürfen, ein. Wir "verstanden" uns auch nicht mehr in unserer Sprache. Dazu kam dann, dass wir beide uns von anderen Menschen angezogen und verstanden fühlten. Wir verliebten uns beide in andere Partner.

Ich war der Überzeugung: "Mein Problem war meine Frau, die Mutter meiner Kinder!" Mit dieser Frau war es für mich einfach nicht mehr auszuhalten. Die war an meinem Unglück schuld. Wäre sie anders gewesen und hätte anders gehandelt, so wäre ich glücklich. Ich liebte sie ja, aber - dieses Aber hat mich fast umgebracht.

(Was meine Frau getan hat, möchte ich hier nicht weiter darlegen, da es für mich HEUTE nicht mehr relevant ist. MEIN Tun ist heute wichtig. Ich mußte MEINE Inventur machen (nachsehen was MEINE Anteile am Scheitern unserer EHE sind. Nicht die Anteile meiner Frau.) Erst dadurch habe ich erkannt, was ICH getan, oder unterlassen habe, dass unsere Ehe kaputt ging.)

Wie gesagt ich verliebte mich in eine andere Frau, wir hatten beide den "Himmel auf Erden"!  

Wir wurden sogar von Therapeuten und anderen Mittherapierten als "Musterpaar" empfohlen und beneidet.

Als wir nach etwa 2 Jahren zusammenzogen und die Probleme des Alltags sich einstellten, kamen die Schwierigkeiten. Und was soll ich sagen: "Es waren die gleichen Probleme" die ich bei meiner Frau hatte. Ich hatte nur die Menschen ausgewechselt jedoch nicht mich und mein Verhalten, meine Einstellungen etc. Ich habe mich in die neue Beziehung mit hineingenommen.
Was ich dann mit meiner neuen Partnerin erlebt habe, war schlichtweg die Hölle auf Erden. Wir haben uns nur noch gestritten. Das ging soweit, dass die Zimmertüren zerstört wurden, dass wir uns nicht mehr berühren konnten und nachts für perfektes Theater für die Nachbarn sorgten. Es war wesendlich schlimmer als bei meiner geschiedenen Frau.

Wir wollten uns nicht schon wieder trennen und haben uns bei einem fähigen Familientherapeuten Hilfe geholt. Wir haben beide an uns selbst und dann an unserer Beziehung gearbeitet. Das war sehr hart und anstrengend. Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Wir gehen heute wieder sehr liebevoll miteinander um.

Das geschah aber nicht allein durch die Therapie. NEIN, erst nachdem wir beide, ich wieder und meine Partnerin neu, mit dem Herrn Jesus Kontakt bekamen, wurde es ruhig und wieder liebevoll in unserer Beziehung.

Mein heutige Devise ist: "Trenne dich von DEINEN Problemen und NICHT von deinen Partner!"

Ich kenne mehrere Frauen und Männer, die nicht direkt in neue Beziehungen gegangen sind, die aber auch nicht mit sich zurechtgekommen sind.
Einige hatten gedacht, wenn sie einige Zeit allein gelebt haben, dass sie dann mit neuen Partner/innen besser leben konnten. Das hat sich aber bei vielen als Trugschluss herausgestellt. Sie mussten IHRE Schwierigkeiten aufarbeiten. Viele sind aber auch gescheitert und vegetieren heute als menschliche Fracks herum. (Ich gehe in eine Selbsthilfegruppe).

Jetzt aber, wo ich der Meinung war, dass alles in Ordnung ist, da tritt der Herr mir in den Weg und fordert von mir eine Klärung meiner Ehe.

Ich habe in all den Jahren viel Schmerz, Angst und oft auch Panik, oder auch Depressionen erlebt, in denen mich auch meine Schuldgefühle geplagt haben.

Ich bin heute überzeugt, dass ich mir viele Unannehmlichkeiten hätte ersparen können, wenn ich damals mein Vertrauen auf den Herrn Jesus gesetzt hätte und bei meiner Frau und meiner Familie geblieben wäre. Ich wollte von Ihm nichts wissen und dachte durch ein Lossagen wären alles erledigt, - NEIN das ist es nicht.

ICH MUSSTE UND MUSS MEINE LEKTIONEN LERNEN!!

Ich weis heute, dass ALLES was ich erlebe Erziehungswege Gottes sind. Ich musste lernen mein Vertrauen auf IHN zu setzen.

Eigenmächtigkeit zerstört mein Leben.
Glaube mir, ich weis wovon ich spreche. Das sind keine Hirngespinste, ich habe es erlebt und durchleben müssen. Habe ich heute Unannehmlichkeiten, weis ich, dass der Herr mir etwas zu sagen hat. ICH muss etwas lernen. Etwas, das mich nur noch näher zu IHM bringt.

HEUTE stehe ich vor dem Scheiterhaufen meines Lebens!

Ich habe ZWEI Ehen zerstört, habe meinen Kindern das Elternhaus und die Geborgenheit eines Elterhauses genommen.
Meine Kinder (alle über 30) sagen mir heute oft noch, dass sie sich ein Elternhaus wünschten, wo sie Vater und Mutter antreffen würden. Als Zuflucht und Ruheinsel, als Rat-Geber.
Ich habe meinen Enkelkindern das Großelternhaus genommen.

Was aber viel schlimmer ist, ich habe meinen Kindern das Beispiel für ein "Aushalten in Schwierigkeiten", ein Abhängigsein vom Herrn, genommen.
Zwei meiner Kinder sind von ihren Familien und Kindern ebenfalls getrennt. Mein Sohn geschieden, meine Tochter steht vor der Scheidung. Die Enkelkinder ver- und gestört. Sie sind zwar sehr "vernünftig" vor lauter Angst und Liebe zu ihren Eltern, aber ich sehe heute tiefer. Ich sehe ihre Angst und ihre Panik, sehe ihre Schuldgefühle. Sie werden krank und ihre Zuversicht ist zerstört. Sie werden genau so Fälle für die Psychiater wie ihre Eltern und ihr Großvater. Das nur, weil ICH mich getrennt von meiner Frau und den Kindern habe. (Übrigens, der Jüngste war damals gerade 15, nach Psychologen in der Lage das zu verkraften. - Schmarrn! Meine mittlere Tochter, damals 16, hat das heute noch nicht verkraftet.)

Dazu kommt dann noch, dass ich den Herrn Jesus aufs Höchste verunehrt habe.

Willst DU das liebe Schwester?

Ich glaube und hoffe nicht. Ich mag dir den Rat geben, suche dir Hilfe. Zuerst bei dem Herrn!
Schreie deine Not heraus, flehe zum Herrn. Suche dir Menschen die den Herrn kennen und ähnliche Probleme wie du haben und sie evtl. schon durchlebt haben. Es gibt keine Christen, die keine Schwierigkeiten oder Probleme haben. Das hat uns der Herr nie versprochen. Wir haben aber einen Herrn und einen Vater, denen wir alles bringen dürfen. Ich glaube Er wünscht sich, dass wir uns an IHN wenden, damit wir SEINE Liebe zu uns immer mehr erfahren und erleben!!

Es kommt auf uns an, wie wir damit umgehen. Wir sind da nicht "hilf - los"!

Glaube nicht, dass die Trennung dir deinen Weg leichter macht, DU MUSST DEINE Lektion lernen. Es wird höchstens noch schmerzhafter!!

(Auch das ist eine Erfahrung - Ich lernte und lerne leider nur durch Schmerz. Je störrichter ich bin um so schmerzhafter müssen die Mittel sein, die er Herr anwenden muss um mich dahin zubringen wo ER mich hin haben will.)

Eine ältere weise Frau hat mir immer gesagt: "Die Einstellung ist wichtiger als die Tatsache!"

Loslassen Gott überlassen! (Das heisst, lass das was dich stört, was dir das Leben schwer macht los und übergib es dem Herrn.)

Ich mußte auch die Erfahrung machen, dass mich das Verhalten anderer immer dann stört, wenn dieses Verhalten mich an mein eigenes Fehlverhalten oder Unvermögen erinnert, dass ich an mir nicht leiden kann oder dass ich gerne tun möchte.
Weiterhin stört mich das Verhalten des anderen, wenn ich allzugroße Erwartungshaltungen an ihn oder sie habe und diese mir nicht erfüllt werden. (Meine Sicherheit ist angeblich gestört, meine Bedürfnisse werden nicht erfüllt, etc. - Einstellung ändern!)
Und der dritte Punkt, wenn ich für mich, meine Gefühle, mein Erleben, mein Tun, keine Verantwortung übernehmen will. (Der andere soll für mein Wohlergehen verantwortlich sein.)
Bei Allem musste ICH MICH erkennen und lernen für mich und meine Tun und meine Bedürfnisse die Verantwortung zu übernehmen. Und siehe da, als ich das auch nur Ansatzweise gelernt hatte, kam der Segen des Herrn.

Liebe E, egal was passiert, ich bekomme es aus der Hand des Herrn - zu meiner Erbauung, damit ich mich näher beim Herrn aufhalte, zu meiner Befreiung, zu meiner Zurechtweisung oder besser, dass ich lerne besser mit mir und meiner Umwelt umzugehen.


Meine Freunde haben mich früher oft gefragt: "Wie hältst du das mit dieser Frau nur aus?"  Der Herr hat mir Kraft gegeben auszuharren.
Ich wußte, ICH muss mich und meine Einstellungen ändern. Sehr hilfreich war mir dazu 1.Korinther 13, die Liebe.
Vielleicht ist dein Mann krank und braucht deine Hilfe. Die Liebe macht alles möglich!

Ich habe gestern erst wieder von einer Schwester im Herrn erfahren, sie ist Leiterin eines Altenheimes gewesen und hat eine geistig verwirrte Frau privat gepflegt. Durch die Liebe der Schwester ist die Frau gesünder geworden und konnte später sogar kleinere Arbeiten erledigen. Dazu brauchte sie sehr oft die Gnade, Kraft, Liebe und die Vergebung des Herrn. Sie selbst ist heut, mit über 70 Jahren immer noch eine sehr lebendige und fröhliche Frau und Christin.

Ein dienender Bruder hat mir einmal von seiner Frau erzählt, die ihm immer, wenn er zu Hausbesuchen ging, sagte: "Vergiss nicht, schenke Liebe, aber erwarte sie nicht!"

Diese Erfahrung habe ich immer bei meinen schwer erziehbaren Jugendlichen gemacht. Ich habe sie geliebt und so angenommen wie sie waren und nichts von ihnen erwartet. Sie haben mich geliebt, weil ich sie zuerst geliebt habe.
Ist dir das nicht vom Herrn bekannt?

Er hat uns zuerst geliebt.

Liebe Schwester, liebe Elisabeth, wenn du magst, Hans Peter hat meine Adresse, ich bin gerne bereit weiterhin mit dir in Kontakt zu bleiben.
Mich mit dir zuunterhalten und mit des Herrn Hilfe dir zu helfen.

Scheidung ist letztendlich auch eine Scheidung - Trennung von sich selbst.
Die Schmerzen die ich einen anderen damit zufüge, kommen zu mir selbst zurück.

Ich wünsche dir von Herzen Weisheit, Mut und Kraft von IHM

In der Verbundenheit durch den Herrn Jesus
Dein Bruder Rainer

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Brief  von  K
Lieber Hanspeter

Vielen Dank für die Übermittlung des Wortlauts dieses Briefes. Ja, ich will
im Gebet für r und h einstehen. Offen gestanden wusste ich nicht
mehr, was man zu den beiden sagen soll. So war ich denn auch froh, dass ich
gestern Montag E nur flüchtig im Migros, in Passage gesehen habe und
es nur bei einem Grusswort blieb. Der Ort war für weitere Worte auch nicht
geeignet und ob ich dazu überhaupt die richtige Person gewesen wäre, ist mir
fraglich. Ich bin froh, dass Du nun diesen Brief geschrieben hast. Auf Grund
der Schrift musste er geschrieben werden. Andererseits wissen wir ja alle,
dass Walter sich abwenden muss von seinem Hobby um Zeit zu haben für seine
Frau und Familie, sowie für sein Haus, das ein schönes Anwesen sein könnte.
Ohne dem kommt es kaum gut. Vielleicht würde es ihm helfen, wenn er die
Abkehr radikal vornähme, sonst fällt er immer wieder zurück. Ich kann mir
vorstellen, dass die Räumung für ihn ein Schrecken und sicher eine grosse
Demütigung wäre, doch nachher glaube ich, wäre es für ihn wie eine
Befreiung. Aber er muss dazu erst auch bereit sein, müsste Busse tun und
endgültig hinter seinem Händler- und Sammlerhobby den Schluss-Strich ziehen..
Es müssten aber beide Seiten ihren eigenen, und nur diesen Teil in Ordnung
bringen und darüber Busse tun und nicht immer schauen ober der andere sofort
gleichzieht, also nicht: Ich scho aber du z'erscht au.

Verzeih mir bitte, wenn ich Dich gestern bei dieser dringenden und wichtigen
Angelegenheit mit zugegebenermassen unwichtigen E-Mails versäumt habe.

Herzlich

K
.-.-.-.-.-.-..-.-.-.-.-
Brief von K

Lieber Hans Peter, wenn du es für richtig hältst dann kannst du der
Schwester folgende Zeilen übermitteln:

Liebe Schwester,
diese Zeilen schreibe ich mit schwerem Herzen und einigen Tränen über   E U
E R   B E I D E R  Leid.
Zu meiner Person:
Ich habe den HErrn JEsus lieb weil ER mir dazu Gnade gegeben hat  IHM zu
glauben und an IHN zu glauben.
Ich bin 54 Jahre alt und 1995 nach  20 Jahren geschieden worden: gegen
meinen Willen und ich nahm keinen Anwalt.
Ich bin ehemaliger evangelischer Prediger.
Zum Zeitpunkt meiner Scheidung (ich war Geschäftsführer) stand auch bei mir
folgende Diagnose fest: unheilbare hirnorganische Erkrankung und zusätzlich
zwei bisher gutartige Tumore.
Ich leide heute noch unter der Scheidung   U N D  unter aller meinem
Versagen gegenüber meiner Frau.
Sie hat mich nicht aus Liebe geheiratet - und mehr möchte ich dazu nicht
sagen.
Vor wenigen Tagen hat meine Frau noch einmal ausdrücklich am Telefon erklärt
(ein Bruder konnte es auch hören!) daß sie mich nicht mehr haben will.


Meine Eltern waren 49 Jahre verheiratet und es wurde "die Hölle auf Erden"
(wie man in der Welt sagt).
Meine Mutter wurde geschlagen, getreten, mißhandelt, verflucht, verwünscht,
beschimpft.
Ich hörte sie vor Schmerzen schreien, weinen, sie mußte oft flüchten.
Polizei mußte bei uns einschreiten.
Selbst auf der Straße schlug Vater sie nieder.

Eines Tages (1974) schlug mein Vatzer sie fast zu Tode und Mutter schluckte
Schlaftabletten und lag im Sterben !!!

Ich war damals junger Prediger in Berlin!
Ich bezeuge hiermit vor Gottes Ohren: als ich die "Todesnachricht" bekam
ging ich weinend auf die Knie und betete:
HERR JESUS, WENN MUTT STIRBT DANN VERGEBE ICH DENNOCH PAPA UND DANN KANNST
DU ES AUCH......

Liebe, liebe Schwester! Lese bitte genau und halte inne  - ich übertreibe
nicht!

Mutti starb nicht. Mit Flugzeug und Bahn eilte ich nach Essen - zuerst zu
meinem Vater!

" MEIN JUNGE HILF MIR.......!" Schrie Vater und flehte mich mit betenden
Händen an!

N I E M A L S   werde ich diese Szene vergessen.
Ich ahnte: Vater mußte entweder besessen oder hirnorganisch erkrankt sein.
Er war nämlich sonst ein herzensguter Mensch ......!

Dann: 1981 starb Vater völlig unerwartet!

Nun lies weiter:

am Sarg streichelte Mutti seine Wange mit den Worten: Erich, ich vergebe Dir
alles!


Ich könnte ein Buch schreiben mit dem Titel: "Klagelieder 3,26"


Ich flehe Sie herzlich an: lassen sie sich nicht scheiden. Meine eigene
Mutter hat uns vorgelebt den Vater noch heute, nach nun fast 20 Jahren Tod,
den Vater dennoch liebzuhaben, zu verzeihen - und zu verstehen.


Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich gerne unverzüglich zu Ihnen eilen
um mit Ihnen und dem Mann vielleicht mehr zu weinen als zu reden  .


Ich schreibe frei vom Herzen weg. Nehmen Sie mir aber bitte ab: ich weiß was
E H E N O T  ist und ich weiß, daß eine Scheidung bei Christen die schwerste
Katastrophe bedeutet.

Der HErr JEsus läßt sich doch auch nicht von uns scheiden  - zumal er Grund
dazu hatte!

In herzlicher  "Anteilnahme". K


.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,


Brief von St


Lieber Hans Peter,

ein sehr schwieriger Fall, mit dem du es da zu tun hast. Auf der einen Seite kommt in deinen wenigen Zeilen die ganze Not der Schwester zum Ausdruck und auf der anderen Seite, das ganze Versagen derselben. Nach 1.Kor. 7,15 hat nur der Ungläubige Teil das Recht sich zu trennen und der Gläubige Teil hat die einzigartige Gelegenheit (nicht minder schwierige!) den anderen zur Einsicht (wenn er bekehrt ist) oder zur Bekehrung (wenn er ungläubig ist) zu bringen.

Meine Frau erzählte mir gerade gestern einen Fall, wo eine Frau (aus der "Versammlung") alles ertragen hat, was der Mann machte, sie ertrug sogar den Ehebruch wovon sie wußte. Sie hat alles über sich ergehen lassen ohne zu Murren, nach vielen Jahren nun kommt der Mann langsam zur Einsicht und fängt wieder an eine Beziehung zur eigenen Frau aufzubauen - es ist noch nicht alles Gold was glänzt aber der Anfang ist gemacht. Diese Frau vertraute wahrscheinlich auf die Verse in 1.Kor.7,16 wo es heißt: "Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann erretten wirst?" (oder zur Einsicht bringen wirst!)

Sicherlich kenne ich nicht die Einzelheiten, aber ich empfinde es als sehr wichtig, der Schwester in der Deutlichkeit, in der du es getan hast, die Maßstäbe Gottes vorzustellen, wie schwer auch die Situation für sie sein mag. Alles andere wären weltliche oder rein humanistische Maßstäbe, die für das Fleisch zwar anziehend, aber vor Gott sicher kein Bestand haben.

Es ist die Gnade Gottes, wenn es in der eigenen Ehe stimmt und wir dürfen dem Herrn danken, daß wir nicht in solch einer mißlichen Situation sind - wir sind ja auch nicht besser...

Im Gebet für dich und eurer Situation
dein Bruder St

Hier noch ein Auszug aus einem Buch:

"Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Rom: »Soweit es an euch liegt, tut alles, um mit jedermann in Frieden zu leben« (Rom 12,18). »Tut alles« impliziert eine Beharrlichkeit, die nicht aufgibt, nur weil der Prozess der Wiederherstellung oder des Wachstums schwierig, anstrengend oder gar mit scheinbar unüberwindlichen Hindernissen gesäumt ist; es beinhaltet den Willen, am letzten Fetzchen Hoffnung festzuhalten und in ihrem Namen weiter zu machen.
»Soweit es an euch liegt« besagt, dass wir die Reaktion des Anderen auf unsere Friedensbemühungen nicht kontrollieren können. Manchmal sind auch unsere ernsthaftesten Bemühungen nutzlos, weil der Andere nicht mitmacht. Obwohl das extrem frustrierend sein kann, entbindet es uns nicht von unserer Verantwortung. Die Frage bleibt: »Habe ich alles versucht, was möglich war? Bin ich so weit gegangen, wie ich konnte?«
Vor einigen Jahren durchlebte einer meiner Freunde eine sehr schwierige Phase in seiner Ehe. Schließlich wurde er es müde, an der Beziehung zu arbeiten und er ließ sich von seiner Frau scheiden. Im vergangenen Sommer machte ich einen langen Spaziergang mit ihm. Ich wünschte, ich hätte eine Tonbandaufnahme von unserem Gespräch. »Ich habe die wichtigste Beziehung meines Lebens einfach aus Bequemlichkeit aufgegeben«, sagte er. »Das war der einzige Grund. Wenn ich könnte, würde ich die Uhr zurückdrehen und noch einmal von vorne anfangen. Und diesmal würde ich nicht aufhören, mich zu bemühen.«
Ein anderer Mann schrieb mir in einem Brief: »Allein im Leben zu stehen, getrennt von meinen Kindern, hat eine Verletzung in meinem Inneren verursacht, die einfach nicht heilen will. Mit dem Schmerz dieses Verlustes zu leben ist viel härter, als alle Arbeit an der Beziehung zu meiner Frau je war. Ich wünschte, ich hätte nicht so schnell aufgegeben!«
Wenn diese Worte Sie dazu angeregt haben, in Ihren Beziehungen häufiger die Initiative zu ergreifen und größere Ausdauer an den Tag zu legen, dann tun Sie es bitte! Die Ansprüche sind hoch und der Schmerz des Verlustes ist groß. Ja, vielleicht werden Ihre Versöhnungsversuche abgelehnt; aber meistens werden sie dankbar begrüßt und mit einem herzlichen: »Ja, ich will es auch versuchen« beantwortet."