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Frage: 563

Sehr geehrter Herr

Schade für Ihre Energie, die Sie hier nicht zu Ehren Gottes auf mehr als 15 A4 Seiten verpuffen. Ich habe im Namen Jesus dem Widersacher geboten, dass  dieses Papier keinen Einfluss haben wird.

Zur Sache:

Sogar Paulus hat seinen Mitstreitern im Namen des HERRN geraten, Lehrer und unwesentliche Abweichungen von der Wahrheit nicht zu bekämpfen, wenn die  Hauptsache, Jesus, den Gesalbten als Erlöser anzuerkennen, erreicht worden  war.  Die Alpha- Erfinder sagen es selbst: Es ist nur der Anfang. Wer anders, als  der Teufel kann ein Interesse daran haben, dass die Gute Nachricht nicht an die Menschen gelangt. Sie ermutigen auch, die Unterlagen nach Bedarf,  Erkenntnis und Wunsch abzuändern, und sie dann halt nicht Alpha-Kurs zu  nennen, was auch nicht wichtig ist.

Auf Ihre Argumentationen möchte ich nicht im Detail eingehen, das jeder Christ und auch Sie auf dem Weg der Wahrheit ist, und Ihre diversen Gründe  für einen Babychristen unwichtig sind. Sie, sehr geehrter Herr , bekunden eine kurzsichtige und missgünstige  Haltung und ich rate Ihnen sehr, Busse zu tun.

R.Pf.


Liebe Familie R. Pf.

Ich bin Ihnen aufrichtig dankbar für die Kritik!  Bitte glauben Sie mir aber auch , dass ich nicht glaube, dass durch das befolgen der Alphakurs Leitlinien ein Mensch errettet wird, sondern durch Busse,  Glauben,  Reue, Umkehr  an den Herrn Jesus. Ich glaube übrigens an keine Methode sondern an das Eingreifen Gottes

Wenn alles stimmen würde was im evangelikalen Lager an Erfolgsmeldungen in die Welt gesetzt wird, dann könnte ich  wirklich die kritischen Beiträge auf schliessen.  Leider ist es aber so, das im evangelikalen Lager mindestens so stark gelogen wird, weil die meisten!!  Satan auf den Leim gekrochen sind, der immer noch mit seine 3 Ursünden die Menschen verführt, die mehr dem Teufel glauben als dem geschrieben Worte Gottes.
Ich bin mir nicht ganz klar darüber, welche Paulusaussage sie genau meinen.

Liebe Grüsse

Hans Peter

(Eventuell können sie doch noch konkret schreiben, was an dem Artikel nicht richtig ist?

Eventuell ist folgender Link für Sie noch hilfreich: vor der Wiederkunft Christi

Übrigens ist das was sie gemacht haben reines, pfingstlerisches Schamanentum.

 

 


16.05.02 
Sali miteinander

Ja habe solch ein "Paulus sagt es ja auch" auch schon gehört!  Finde aber jetzt die Stelle dazu nicht.

Der Vers geht irgendwie so: Paulus sagt:" Die Hauptsache ist, dass Jesus verkündigt wird. Sei es auch aus Eigennutz oder sonst etwas  schändlichem, Hauptsache Jesus wird verkündigt."  Was ist aber problematisch daran? Auch in der kath. Kirche wird Jesus  verkündigt, auch bei den Mormonen!!!

Wenn wir also argumentieren, jede Organisation und Gruppe welche Jesus  verkündigt (was das auch immer heissen mag), die sollen wir  unterstützten und ja nichts gegen sie sagen... wo landen wir dann? Die  Ökumene lässt grüssen...

Verkündigen wir SELBST dann noch Jesus, und zwar jesusgemäss und der  schriftgemäss???

Gruss Michael


Lieber Michael

Ich glaube, du meinst die Stelle in Phil. 1, 15-18. Stellen in den Evangelien, in denen der Herr ähnliche Aussagen macht, sind Mark. 9, 38-41 und Luk. 9, 49-50. Aber es ist schon so, wie du sagst. Wir müssen ja alle Zusammenhänge in der Schrift berücksichtigen, und die Stellen, an denen solche Aussagen gemacht werden, genau untersuchen, sonst machen wir vielleicht eine pauschale Lehraussage, die der Situation, in der diese bestimmten Worte geredet worden, nicht gerecht werden.

Der Herr sagt ja in den beiden erwähnten Stellen aus den Evangelien, dass es um Menschen geht, die "für uns" sind, und aus diesem Grund nicht bald schlecht über Ihn reden werden. Auch bei Paulus ist es klar, dass man diese eine Stelle nicht einfach pauschal so auslegen kann, dass man nichts mehr gegen Irrlehren sagen darf, wenn das nötig ist. Sonst würde sich ja Paulus durch sein eigenes Beispiel in der Apg und durch die Briefe selbst disqualifizieren. Auch der Herr hat z.B. die Schriftgelehrten und Pharisäer, sowie hartherzige Menschen, die Ihm nicht glauben wollten, scharf zurecht gewiesen.

Ich glaube aber, dass wir bei unserer Kritik sehr vorsichtig sein sollten und uns genau überlegen müssen, wann wir etwas kritisieren dürfen. In der Bibel wird uns ja anhand vieler Beispiele gezeigt, bei welchen Problemen wir ansetzen müssen. Ich sehe diesbezüglich vor allem zwei Situationen, bei denen konkreter Handlungsbedarf besteht.

Auf der einen Seite geht es um Lehren oder Verhalten, bei denen Menschen zu konkreten Sünden verführt oder zum Sündigen aufgefordert werden. In einem solchen Fall sind wir dazu verpflichtet, einzugreifen. Das andere Problem liegt darin, dass Menschen durch eine Lehre davon abgehalten werden, zum echten Glauben durchzudringen (siehe Luk. 11, 52) bzw. Ihnen die Hoffnung oder die Heilsgewissheit genommen wird. Weil z.B. die Auferstehung in einem ganz starken Zusammenhang zu unserer ewigen Hoffnung steht, musste Paulus immer wieder so klar auf die Auferstehung hinweisen und falsche Lehren diesbezüglich korrigieren (siehe dazu 1. Kor. 15 oder 2. Tim. 2, 18).

Ein weiteres Problem liegt dort, wo Menschen durch ihr Verhalten oder ihre Aussagen den Herrn eigentlich verleugnen (Tit. 1, 16) und Sein Name deshalb unter den Menschen verlästert wird (2. Sam. 12,14; Röm. 2, 24; 2. Petr. 2, 2). Auch in diesem Fall sind wir dazu aufgefordert, klar Stellung zu beziehen und die Sache zu korrigieren.

Ich glaube aber, dass die "Aufklärung" über vermeintlich unbiblische Strömungen in unserer Zeit manchmal ein Ausmass annimmt, das nicht mehr gerechtfertigt ist. Der Feind kann uns auch in dieser Hinsicht verführen, so dass wir die Fehler nur noch bei den Anderen sehen, aber gegenüber unseren eigenen Verfehlungen sind wir verblendet und können sie gar nicht mehr objektiv und nüchtern beurteilen.

Mit diesen ermahnenden Worten möchte ich diesen Beitrag schliessen.

Ganz liebe Grüsse

P.K.