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Frage  526       zu Frage 74 Kann ein Kind Gottes wiederverloren gehen?

Hallo, Bruder ,
 
ich habe vor kurzem eine kleine Schrift bearbeitet (in einem Verlag), die genau die entgegensetzte Meinung vertritt. Es scheint mir, dass diese Frage immer wieder hochgekocht wird und dass immer wieder die gleichen Argumente gebracht werden, ohne dass man weiterkommt.
 
Dabei sind es doch die zwei Tatsachen, die sich zu widersprechen scheinen, aber die im NT ausdrücklich betont werden:
 
- Man darf sich der Errettung durch unseren Herrn Jesus Christus ganz gewiss sein
 
und
 
- Sünde wird im Himmel keinen Eingang finden - und Menschen, die an der Sünde festhalten, ebenfalls nicht.
 
Ist es dann unsere Aufgabe, herauszufinden, ob ein Erretteter wieder verloren gehen kann?
... Wenn er dann verloren ginge, wird gesagt, dass er gar nicht errettet war ... usw.
 
Es ist doch vielmehr unsere Pflicht, die wankenden Knie zu stärken, dass sie fest stehen und andererseits die Sünder zu warnen und zu Gott zu rufen, denn wer sündigt, der gefällt Gott mit Sicherheit nicht.
Wenn Gott uns aber nicht die ganzen Hintergründe Seiner Erlösung gezeigt hat, wenn wir nicht alle Fäden sehen, an denen Gott die Welt hält - warum sollten wir dann so viel Energie dahinein stecken, wenn Gott es doch nicht als nötig erachtet hat, es uns zu sagen?

Mit freundlichem Gruß

Dietrich T.


Lieber Dietrich
Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön für Deine Gedanken!

Ich habe noch einige Links zum Thema:

Hilfreiche Unterscheidungen beim Bibellesen    Sicherheit   Können Gläubige verloren gehen?   Und wie ist es mit der Sünde?  Wie kannst du wissen, ob du errettet bist ?


Ganz allgemein noch gesagt: Die Schrift lehrt nichts unlogisches. Der Herr kennt die Sein sind. Wir Menschen können nur das Äussere beurteilen. Wer wiedergeboren ist, wiedergeboren. Aber nicht alle, die im Reiche der Himmel sind,  sind Wiedergeboren.  Wer auf bösem Wege geht, dem dürfen wir nie sagen: Es ist alles ok mit Dir, Du hast Dich ja mal bekehrt! Das wäre doch schwachsinnig.  Nein wir müssen Ihm sagen,  dass er Busse tun muss. Viele haben nur Jesus ins "Herz aufgenommen", was etwas ist,  das es so gar nicht gibt und die Schrift auch nicht lehrt. Darum sind etliche, die sich auf sogenannten Evangelisationen "übergeben" haben,  oder auch durch sogenannte  "Kinderbekehrungen", nie wiedergeboren worden. Die Wiedergeburt ist der Akt der Rettung Gottes,  welcher begleitet wird durch die Busse und die Umkehr des Sünders.  Oft muss man, nach Jahren die betrüblichsten Dinge bei sogenannt Bekehrten sehen. Ich würde nie jemandem einfach Heilsgewissheit einreden. Aber die "Lehre",  dass ein Wiedergeborener verloren gehen könnte, ist unsinnig wie sonst was und kommt häufig von Leuten,  die weder den Hyper-Calvinismus noch den Arminianismus mit ihren katastrophalen Folgen kennen

In IHM 
Hans Peter