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Frage 1015

 

Lieber Hans Peter!

 

Ich habe nun die beiden Artikel und Zuschriften zum Thema Allversöhnung, Ewiger Tod oder Totale Vernichtung gelesen und finde die ganze Argumentation nicht so ganz hilfreich.

Nach meinem Denken wird hier etwas zu viel philosophiert und spekuliert. Ich finde es auch nicht gut, auf ein paar Bibelstellen, meist noch aus dem Kontext gerissen, solche Fragen klären zu wollen und eine gewagte Lehre zu installieren.

Grundsätzlich gilt für mich persönlich, dass wir nicht für alle Fragen die sich der Mensch ausdenken kann, eine erschöpfende Auskunft in der Bibel finden. Die Bibel ist für mich in erster Linie ein Buch, durch das Gott zu uns redet, in dem er Seinen Willen kundtut. Hier zeigt ER uns der Weg zum ewigen Heil und dies ohne große Verschnörkelungen und Spitzfindigkeiten, seien sie nun scheinbar biblischer oder auch intellektueller Art. Der Weg zum ewigen  Heil ist klar und einfach beschrieben, so dass dies auch schon Kinder erfassen können. (Joh.3) Über die Liebe und Gerechtigkeit Gottes mit unserer menschlichen Begrenztheit zu reflektieren, ist für mich im Grunde genommen nicht möglich.

Dass Gott absolut gerecht ist, daran besteht doch sicher bei niemandem irgendeine Spur von Zweifel. Und wenn uns das Wort Gottes auch  nicht alles bis ins kleinste denkbare Detail aufschließt, ändert das doch absolut nichts an Seiner souveränen Gerechtigkeit. Unser menschliches, meist schon vom Humanismus infiziertes und geprägtes Denken, malt sich häufig ein Bild nach den eigenen Vorstellungen aus. So oder so muss Gottes Gerechtigkeit nach meiner/unserer Vorstellung sein.

Der Maßstab aber darf dabei nicht mein eigenes Denken, meine eigene Erkenntnis sein. Es sollte umgekehrt sein. Mein Denken soll an Gottes Gerechtigkeit orientiert sein.

Schon immer versuchte der Mensch hinter die Kulissen zu schauen. Dieser Weg jedoch führte die ganze Schöpfung in den Abgrund. Es begann mit dem Sündenfall. Adam und Eva wollten sein wie Gott, sie wollten endlich wissen was gut und böse, „was Sache“ ist. Das war zwar ein Drang nach Erkenntnis, aber auf die falsche Art und Weise. Dies hat sich verständlicherweise bis heute nicht geändert.

Wer sind wir denn eigentlich mit unserer Weisheit, was maßen wir uns denn eigentlich an? Gott spricht in Seinem Wort:

 

Jes 55,8    Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und  eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,

Jes 55,9    sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

 

Ganz klar gilt auch noch immer, dass wir uns kein Bild von Gott machen sollen. Dies betrifft nicht nur ein materielles, vielmehr auch ein geistiges, visualisiertes, verinnerlichtes Bild, das wir uns vielleicht von Gott machen.

 

In sollte Gott gesagt haben?“ habe ich ja versucht, den Ursprung dieser Lehren aufzuzeigen. Ich möchte dies einfach nochmals auch dem Bruder Sunier zum nachlesen empfehlen. Ich möchte nicht abermals zu den vielen Publikationen zu diesem Thema eine neue hinzufügen. Der Argumente sind schon zu viele ausgetauscht worden.

 

 Noch eine Anmerkung zur Aussage von Bruder Sunier:

 

Leben in dem Christus für alle, aber nicht für alle zugleich!
 

"... und es ist sonst kein Gott außer mir; ein gerechter und rettender Gott ist keiner außer mir! ... Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist ein Wort in Gerechtigkeit hervorgegangen, und es wird nicht rückgängig werden, dass jedes Knie sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören wird. Nur in Jahwe, wird man von mir sagen, ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu Ihm wird man kommen, und es werden beschämt werden alle, die wider Ihn entbrannt waren." [Jes.45:22-25]

 

Diese von Bruder Sunier angeführte Bibelstelle klingt zwar recht gut für die Verfechter der Allversöhnungslehre, ist aber näher betrachtet nicht stichhaltig.

 

  1. Dies ist eine einzelne Bibelstelle. Wo finden sich die ergänzenden Stellen, welche die Aussage untermauern? (aus zweier oder dreier Zeugen Mund)
  2. Dass sich hier jedes Knie vor IHM beugen wird, heißt ja noch lange nicht, dass sie alle dies aus Liebe zu Jesus Christus und dem Vater tun.

 

In der Geschichte der Menschheit gab es sicher schon viele Ereignisse, wo einem neuen Machthaber gehuldigt werden musste. Dies oft unter Tränen, Schmerz und Demütigung. Aber geliebt haben sie ihn deshalb mit Bestimmtheit nicht. Daraus abzuleiten, dass sie nun mit dem neuen Herrscher  einig und in Harmonie sind, kann man m.E. so nicht sagen.

 

Jak 2,19    Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern.

 

Dieser Vers belegt auch eine erschütternde Tatsache. Die Dämonen glauben und wissen um Jesus, um Gott den Schöpfer und Vater. Aber sie sind IHM trotz ihres Glaubens nicht gehorsam.

 

Nun lieber Hans Peter, das wäre mal mein Kommentar zur Sache.

 

Ganz herzlich grüßt Dich

Baldur

 


10.06.03

 Lieber .....

Das mit Erasmus stört mich auch gewaltig, aber Gott hat  ja in einem gewissen Sinne auch ein Luther gebraucht. Wo Luther im Glauben wirklich stand, das zu beurteilen steht mir nicht zu. Heutzutage würde er auf jeden Fall eingesperrt,  wie ein Calvin auch.

Ich denke Baldur hat gemeint, dass Du, wenn Du einen Bibelstelle für irgend eine theologische Beweisführung heranziehst, das Du diese mit anderen Belegstellen richtig einordnen müsstest.  Es geht nicht um die Bibelstelle an sich, sondern um die Einordnung,  2. Tim 2,15b) Da ist ja ein gewisser Schwachpunkt, den es noch zu klären gibt. Nehmen wir gerade Jesaja 45.22 -25:

Geht es nicht einfach darum, dass Gott sich seines Volkes Israel wieder annehmen wird (Rö 11) und dass er auch den Nationen die Rettung im  1000JR anbietet. Dies einfach aus dem allgemeinen Kontext von Jesaja 45.

Und zu:  Römer 11.32: Erbarmen oder Gnade erweisen, heisst doch nicht etwa auch rechtfertigen?  Es geht hier darum, dass Juden wie Heiden im Ungehorsam lebten, und nicht selbst herauskommen, Darum hat Gott das Mittel der Begnadigung eingeführt und damit  bei den Heiden begonnen, aber Israel nicht ausgeschlossen. Aber es geht nicht um die Errettung von Einzelpersonen, schon gar nicht hat es etwas mit einer Erlösung aus dem ewigen Gericht des  ewigen Feuers zu tun.

Zu 1. Joh 4.10.  Mit "uns" meint die Schrift ja nicht alle Menschen sondern im 1. Johannes Brief die Wiedergeborenen. Siehe auch dazu:

1Jo 3,15 Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Menschenmörder, und ihr wisset, daß kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend {O. wohnend} hat.

 

Zu Deiner Beweiskette zu Jak 2.19:   1.Kor.12:3
Die Dämonen die in die Schweine führen, mussten sagen "Jesus, Sohn Gottes des Höchsten".  Die Korinther waren in einem sehr desolaten Zustand. Bevorrechtigt mit Gnadengaben, aber der Satan hat auch mitgespielt. Deswegen warnte sie der Apostel,  dass niemand in der Kraft des Geistes sagen kann,  "Fluch über Jesum" und dass man nur in der Kraft des Geistes sagen kann "Her Jesus"  Ich würde diese Sache  dalassen,  wo sie hingehört und nicht das nicht vorhanden Wort  "Herr" in Jakobus 2,19 damit erklären.  Dann gibt es ja noch die Sorte von Leute, die "Herr  Herr" sagen,  trotzdem "kennt"  der Herr Jesus sie nicht sondern sagt:
 

Mt 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
Mt 7,22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
Mt 7,23 und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!

Ihr Teil wird sein:

Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln;

Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Liebe Grüsse

Hans Peter


 Lieber ....

Tatsächlich meint das Wort "Ewig" im alten Testament  soviel ich sehe, kaum jemals ewig, sondern meint häufig "Solange die Erde besteht" Ich denke auch, dass in Gottes Wort die Wörter so gewählt sind, dass man sie im Zusammenhang verstehen kann.  In diesem Zusammenhang noch die Frage an Dich: weshalb schreibst Du über die Ewigkeit jeweils griechisch, wo sich der normale Mitleser ja kaum etwas vorstellen kann? Hast Du dies schon gelesen?  " ewig"

Im neuen Testament wird es für den gläubigen Leser ganz einfach.
Im Himmel sind die erlösten, bekehrten, auserwählten, gläubigen Mensch auf ewig bei IHM
.

In der Hölle sind die verworfenen, ungläubigen Menschen und die abgefallenen Engel auf ewig im Feuersee.

Hier hat das Wort "ewig" nichts mehr mit der Schöpfung zu tut wie im AT, sondern das Vaterhaus und der Feuersee sind ausserhalb der Schöpfung, ausserhalb von Raum und Zeit. Kann man mit nichts erklären, dafür haben aber die Gläubigen eben den Glauben empfangen. Durch Glauben verstehen wir, sofern wir wiedergeboren sind, Gottes Wort und nicht durch menschliche Philosophie und Spekulation oder eingebildete Weisheit.

ZU 1. Kor 15, 20-28

In diesem Kapitel werden die Gläubigen angeredet, als solche, die das Evangelium angenommen haben, dadurch wurden sie errettet. Der Apostel zeigt ihnen, dass der Christus für Ihre , (unsere) Sünden, - also nicht für alle - ,  gestorben ist, so wie es im AT steht. Der Auferstandene erschien zum Zeugnis etlichen Heiligen. u.a. dem Nationen Apostel Paulus. Dies war ein Akt reiner Gnade, Paulus hat das nicht verdient.
Im christliche Zeugnis war ganz zu Beginn eine dramatische, gnostische Irrlehre verbreitet worden, "es gibt keine Auferstehung". Wenn es keine Auferweckung gibt, dann wäre folglich auch Christus nicht auferstanden.  Dann wäre alle nichts. Dann wären auch die "in Christo verstorbenen " verloren. Wenn dem so wäre, dann wäre alles zeitlich, vergänglich, wie die Schöpfung.

Stopp: Christus ist auferstanden. (Vers 20)

Durch einen Menschen  kam der Tod in die Menschen, so auch durch einen Menschen die Auferstehung. Christus ist der Erstling der Entschlafenen. Christus ist also aus den Toten auferstanden. Er ist allein auferstanden.
V 22: 2 Familien oder Häupter werden dargestellt: Adam, (der Mann der Eva)  von dem stammen alle Menschen ab. Diese sterben alle. Die "in Christo sind" , werden alle lebendig gemacht. Mit anderen Worten, alle die an Jesus Christus während ihres Lebens geglaubt haben und dann den irdischen Tod erlitten haben, (Abgeschieden und bei Christo-)  werden aus den Toten auferweckt. Das ist nicht die Auferstehung der Toten- die kommt später.

V 23: Die Ordnung, der "in Christo" auferstehen, also die erste Auferstehung, 
A)  DER Erstling, Christo, (meint nicht der erste,  sondern DER ERSTE, Christo!
B) Alle die im Glauben gestorben sind, gehören zu der ersten Auferstehung, es sei den sie sind bei der Entrückung dabei.
V 24: Dann das Ende, die Auferweckung der unerretteten Menschen. dies ist die 2. Auferstehung oder auch die Letzte.  Zeitpunkt:
 nach dem 1000JR. Dann wird Er das Reich in die Hand Gottes des Vaters übergeben und  alle satanische Regierungsformen, Macht  + Gewalt Herrschaft hinwegtun.
V 25) Seine Herrschaft besteht solange,  bis alles Böse besiegt ist.
V 26) Dann wird niemand mehr sterben, weil der Tod selber weggetan werden wird. Der Tot wird dann im  zweiten Tod, dem Feuersee sein, zusammen mit denen, die gerichtet werden nach ihren eigene Werken.
V 27) Gott hat alles seinem Christus unterworfen.
V 28) Christus wird dann die Herrschaft, die Er als Mensch ausgeübt hat, Gott zurückgeben, aber Er bleibt in Ewigkeit Mensch, den nur in IHM dem Menschen Jesus Christus, können wir vor Gott ein. Es braucht dann Keine Herrschaft mehr, das das Böse und die Bösen eingeschlossen sind und wir die wir dann im Himmel / Vaterhaus sind, werden uns nie mehr an Sünde erinnern.

 

Liebe Grüsse

Hans Peter


17.06.03

Liebe ....  wenn Du mal Zeit hast ein Link


. “Allversöhnung”
 - ein trügerisches Heilsversprechen?
 
Da hat es einige sehr guten Gründe weshalb es keine Allaussöhnung gibt.

Liebe Grüsse

Hans Peter


Lieber,,,,

Ich kenne übrigens keinen Christen, der "Ewig" immer mit unaufhörbar gleichsetzt. Aber aufgepasst, durch die dummdreiste Umbesetzung von Baader, Ströter und Konsorten, haben sich nichtwiedergeborene ein Schlupfloch gesucht, wo sie meinen,  Gott ein Schnippchen schlagen zu können und meinen, Er  hole sie dann ohne Busse und Bekehrung aus der Hölle.  Allversöhnung oder Allaussöhnung ist  nichts anderes,  als eine satanische Lehre von Dämonen. Ich glaube nicht, dass ein wirklich wiedergeborener Christ länger als 5 Minuten bis maximal 6 Monate so unter dem Einfluss Satans sein kann um so Gott und Sein Wort mit Pseudointelligenz anzugreifen. Aber falsche Lehrer hat es zu Hauf innerhalb der Christenheit, nicht aber in der Gemeinde Jesu. Sie werden alle erkannt und blossgestellt siehe Dalliard.  Das Verderben naht! 2. P. 2,1ff

Liebe Grüsse
Hans Peter

 

08,07,03

Ich wurde angeschrieben, dass Signal und IABC nun auch eingesehen haben, dass Herr Dalliard ein Irrlehrer sei. Damit kann ich nun alle Hinweise auf Signal und IABC entfernen.


 

22,06,3

Lieber ,,,,,

am Anfang habe ich gedacht, man kann von:


Geyer, Heller, Schumacher, Böhmerle, Mössinger, Rettung, Adolf Heller, Karl Geyer,
Manfred Mössinger, E.F. Ströter, Heinz Schumacher, A.E. Knoch, , Heinrich Schaedel,  Köberle,
Martin Schacke, Prof. Ernst Staehelin,  Walter Künneth, Adolf Köberle, Sönnichsen, G. Dalliard Wilhelm Prolingheuer, Gerhard Salomon, Arthur Muhl, Daniel Muhl, Jürgen Krafzik

irgend etwas,  das sie erarbeitet oder einander abgeschrieben haben,  gebrauchen. Aber erstens  muss man bei einigen nicht gerade vom anderen Ufer sein,  aber es würde sws. schon etwas helfen, so geschwollen verstecken sie ihr Unkenntnis von Gottes Wort.  Ich habe einige 100 Stunden vergeudet, aber bei keinem habe ich je etwas gefunden was wahr ist und in Verbindung mit Gottes Wort und seinem Geist steht. Ich könnte auch etwas katholischen oder adventistische oder von den Neuapostolen lesen, nicht wahres habe ich je gefunden.

Liebe Grüsse
Hans Peter