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Frage 1113

Lieber Hans-Peter,
 
in der ganzen Diskussion über diverse Themen ist mir aufgefallen, dass folgende Trennung vorgenommen wird:
Evangelien bis Mitte Apostelgeschichte für Israel
Briefe usw. für Gemeinde
 
Diese Trennung wird bei der Diskussion des Aussendungsbefehls als auch bei der Frage der Entrückung als Argument eingebracht. Ich würde mich freuen, wenn diese Trennung einmal sauber aus der Bibel hergeleitet und belegt wird, damit ich und auch andere sich damit auseinandersetzen können.
 
Liebe Grüße

Martin H. (Bayern)

Lieber Martin

Als erstes empfehle ich, dass wir uns zusammen über die Bündnisse  und die Haushaltungen unterhalten.

Zu der ersten Trennung, die Du anführst, ( Evangelien bis Mitte Apostelgeschichte,  einige Hinweise: Schon wenn wir das Matthäusevangelium durchlesen, fällt auf, wie oft wir einen Szenenwechsel haben. Aber schon die Ausländerin in Mt 15, Vers 21ff hat begriffen dass der Herr Jesus, wenn sie, als Nichtjüdin, Ihn als Herr, Sohn Davids ansprach, ER ihr nicht helfen konnte. In dem Moment wo sie IHN aber als Herr,  "Kyrios" ansprach, er ihr sofort helfen konnte.  Als Sohn Davids war er logischerweise nur für das Volk Israel da. Als Sohn des Menschen  oder als Herr,  ist  für alle da. Darum ist es wichtig, zu unterscheiden, als was Er zum wem sprach.

Beispiele:
 1.) Als was redet der Herr Jesus in Johannes 17? Die meisten sagen hier, als Hoherpriester. Ich glaube dies nicht, denn auf Erden war er nicht Hoherprieser, (Jude nicht Levit, siehe Hebr 7)  denn er war Jude und der Hohepriester spricht sowieso nicht mit dem Vater,  sondern zu Gott.
So sehen  wie also,  dass der Herr Jesus in Johannes 17 als Sohn zum Vater spricht, und zwar alternierend als ewiger Sohn (Schöpfergott) und als Mensch,  --> Sohn des Menschen.

2. Diesen wunderbaren Wechsel, zu Gross und zu Tief um zu verstehen, allein um anzubeten, sehen wir IHN in Johannes 1? -->     als den Ewigen,  der das Wort ist,  der das ewige Leben ist,  der Fleisch angenommen hat.  Am Ende von Johannes 1,  sehen wir ihn in Vers 49 als Sohn Gottes  (Aber als Mensch) -- er ist in 2 - facher Hinsicht Sohn Gottes. Als Mensch und als Gott,

3. Wenn es um die Gabe des Heiligen Geistes geht, dann wir in Lukas Evangelium, (11,13)  gebeten, dass der Heilige Geist  kommen soll, da Er so,  wie wir Ihn nach der Himmelfahrt des Herrn und der darauf folgenden Ausgiessung an Pfingsten in den Heiligen innewohnend finden, noch nicht im AT haben.

4. Der Heilige Geist hat nach der Verheissung des Herrn in Joh 14,26 den auserwählten Schreibern die Evangelien, nach 15,26 die Apostelgeschichte und 16,33 die Apostelgeschichte und die Offenbarung diktiert.

5. Matthäus  16.19 Und ich werde Dir...  -> Zukunft.

6. In den Evangelien gibt es noch keine Christen. Wenn nun in den Evangelien ein sogenannter " Aussendungsbefehl"  gegeben wurde, dann war das eine prophetische Aufforderung des Herrn. Lesen wir Mt 28,18-20, ich nehme an, dass Du Dich darauf beziehst?.  Diese "Aussendung"  ist komplett verschieden von der Aussendung in Apostelgeschichte 1 ab Vers 8.

Mt 28,18 Und Jesus trat herzu und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.

Erklärung: Der Herr Jesus hat sie an einen Berg in Galiläa gerufen. Wer sie ? die Elfe. Warum nach Galiläa und nicht nach  irgend einem Berg in USA oder Europa? weil es hier  um Juden und um die Mission von Juden handelt. (Jesaja Kein Wort von uns oder an uns!. Sowieso nie im Matthäusevangelium. Wer waren die elfe ? Seine Brüder, Vers 10, also nicht wir, sondern seine irdischen Genossen. Hier weisst Der Herr auf Seine  Gewalt hin (Königscharakter)  die wärend  der Drangsalszeit die Seinen unterstützt.  Haben wir heute nicht . Und in  Vers 19 sehen wie,  dass sie  "Nationen" zu Jüngern machen sollten. Und sie sollten sie nicht in die christliche Lehre, (Lehrbriefe) sondern das,  was der Herr Ihnen geboten hat, ( Evangelien)  lehren. Das heisst,,   sie sollten  predigten das Evangelium vom Reich und die Grundsätze der Bergpredigt , ( 5 -7) usw. die ja nicht christlich sind im eigentlichen Sinne des Wortes. Der Herr Hat hier prophetisch gesprochen und zwar zu den 11 nicht im eigentlichen Sinne als Apostel sondern als "Brüder" Genossen"  "Jünger"
Aus dem besprochene Zusammenhang sehen wir auch den Herrn nicht in den Himmel fahren bei Matthäus. Das sieht  man sowieso nur bei Lukas und  zwar 2 mal.

Dann die wunderbare Verheissung an sie,  dass er bei Ihnen sei bis zur Vollendung des Zeitalters. Nichts,  was der Herr Jesus den Jüngern direkt als Auftrag gab, können wir  1: 1  ausführen es sei den wir zählen uns zu den  Neu  Apostolen. Er hat es nicht uns gesagt.

Dann kommen wir zu Apostelgeschichte  1.