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Frage 1145

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Lieber Freund
Ich weiss tatsächlich nicht so recht, was ich darauf antworten soll. Ich habe allerdings den Verdacht, dass einzelne Bücher von Wachman Nee nicht so gut sind wie es immer heisst. . Auch ich hatte vor einiger Zeit in einem Büchlein von Nee Schematas und Erklärungen gefunden, die nicht ganz mit dem Worte Gottes übereinstimmen dürften. Im Augenblick kann ich die fragliche Stelle nicht zitieren. Ich glaube auch, dass es falsch ist, wenn ein wiedergeborener Gläubiger meint, sein Herz sei teilweise, grossflächig von finsteren Mächten besetzt, das würde ja bedeuten, dass er besessen ist und das sind Gläubige nie.
 Aber es gilt zu beachten: Was ich anschaue, weil ich es gerne sehen möchte, was ich lese, was ich höre, weil es mich reizt, das hat schon Einfluss auf mich und beschäftigt danach meine Gedanken sehr stark und kann verhindern, dass ich das Wort aufnehmen kann. Diese Dinge rauben mit die kostbare Zeit, dann wenn mein Geist aufnahmefähig ist. Danach bleibt von solchen Dingen meist ein schales Gefühl zurück, eine Unzufriedenheit, weil wieder die wichtigen Dinge liegen geblieben sind. Dies bedrückt dann mich und das kann mit der Zeit krank machen.

 

Gegen die Passivität hilft vielleicht auch, dass wir uns nicht zuviel auf einmal vornehmen sollten, denn so bleiben wir fast immer hinter den Vorgaben zurück. Eine Aufgabe in einzelne gut zu bewältigende Teilaufgaben unterteilen, so hat man immer ein kleines Erfolgserlebnis und das spornt an und hilft gegen die Passivität. Nicht verharren in der Passivität. Wenigstens anfangen, dann kommt auch die Ermunterung. Der HErr hat ja selber gesagt, wir sollten sich nicht sorgen um den morgigen Tag, weil es genug für uns ist, dass jeder Tag seine eigene Sorge hat.

 

Ich würde Dir  empfehlen, eher ein anderes Buch als die Bücher von Watchman Nee im  zu lesen. (Früher halle ich alles von Nee gelesen, heute habe ich alles seine Bücher aus meinem öffentlich zugänglichen Büchergestell verbannt.)   Ob hier nicht ein Buch wie "Aus dem ABC des Christen" von  Walter Gschwind, (Beröa - Zürich)  oder jene Sammlung von Briefen an junge Christen (waren sie von Dönges?? oder HLH) nicht hilfreicher wären. Manchmal ist es auch für schon ältere Geschwister gut, Bücher zum persönlichen Nutzen zu lesen, die an etwas jüngere Geschwister gerichtet sind. Der einfachere Schreibstil war mir öfters schon sehr hilfreich.

 

Es werden im Mail noch Bücher von Jessie Penn-Lewis, einer Frau, erwähnt. Darüber kann ich gar nichts sagen. Ich habe den Eindruck, in vielen Büchern wird uns heute Angst gemacht. Wir werden dringend aufgefordert, etwas zu tun. Was sollen wir aber?: Sich zu Christus halten, sich mit IHm beschäftigen. Das andere wird dann nachfolgen. Ruhen in Ihm, was nicht heisst, dass wir untätig sein müssten. Die Aufgaben werden uns dann schon gezeigt werden, Schritt für Schritt.

 

Aber die Bücher sollen nicht das Wort Gottes von der ersten Stelle verdrängen. Schauen, was die Schrift selbst sagt. Und wenn ich etwas zur Zeit nicht verstehe: Es einfach stehen lassen als wahr und Gottes Wort, im Vertrauen, dass zur der vom Herrn richtig befundenen Zeit es mir offenbart werden wird.

 

So, das wär's was mir dazu in den Sinn gekommen ist.

 

Herzlich gegrüsst in Ihm

Hans Peter

 

NB Ich habe ein Gratis CD – Vertrieb mit lehrmässigem Inhalt  Falls Du Interesse hast, kann ich Dir gerne etwas davon zustellen.

 

Nachtrag 1 12,10,03

Ich habe soeben eine Rezension  über dass Buch; "der Bedrohte Christ"  gelesen.

https://www.literaturwolff.de/menu.php?seite=db3&sdb=show&nr=2&PHPSESSID=39cf1baec41b86ba566cdd0ec4dee292

Ich würde ja nie ein christliches Lehrbuch lesen, welches eine Frau geschrieben hat, und das ist auch gleich klar warum. Eine Schwester,  die in der Lehre klar steht, würde nie einen öffentlichen Dienst, wider das Wort Gottes, ausüben. (Das gilt auch für eine Frau Dr. Wasserzug...)

Wepf


Lieber Hans Peter!
 
Vielen Dank für dein Schreiben.
Ich bin mit dir einverstanden, daß es wichtig ist, was ich anschaue, wofür ich meine Zeit und
Energie investiere.
Schwer fällt mir das anzunehmen, was du bezüglich W. Nee sagst: für mich gehört er zu den Klassikern. Das Buch von ihm "Das normale Christenleben" finde ich gut; hier erklärt er einfach die 
kompliziertesten Sachen:

"In IHM sein" und
 "In Adam",
 unser Gestorben-Sein mit Christus usw.

Recht hast du, wenn du mich darauf hinweist, daß dem Wort Gottes die erste Stelle eingeräumt werden soll.
 

Eine Frage in diesem Zusammenhang: kannst di mir, Hans-Peter einen Tipp geben: 
wie betreibe ich selbständig Bibelstudium? Welche Hilfsmittel gibt es dazu? Was ist hier  gut und was nicht so gut. Ich mag z.B. keine Losungen lesen, auch mit dem Bibellesezettel von
Aidlinger Schwester habe ich nicht so gute Erfahrungen: viele Bibelstellenangaben, selten ein zusammenhängender Text.
 
Es würde mich freuen, wenn du mir die CD mit lehrmäßigem Inhalt zusenden würdest.
Meine Adresse:
 
Nochmals herzlichen Dank für deine Hilfe
 
--->
 Lieber -->
 

ich möchte mich etwas präzisieren. Wenn ich jemandem ein Buch von W. Nee ausleihen würde, dann würde ich ihm einige "träfe" Bemerkungen auf den Weg geben, dass er nicht in den selben mechanischen Glauben von Nee verfällt.  Nee wollte immer die hervorragenden Lehre der englischen Brüderbewegung nach machen, ist  ihm aber einfach nicht "gegeben gewesen".

Bibelstudium:

Ich habe in jungen Jahren "Abriss und Gliederung" Von Robert Lee abgeschrieben und die Stellen nachgeschlagen. Fasst alles,  was  ich "habe",  habe ich von anderen. Aber ich habe immer das Gefühl, dass wenn ich etwas abschreibe,  dass ich es denn irgendwie selbst habe. Dann habe ich alle Stellen,  auf die Grant in seiner Numerical Bible verweist, (Leider ist sie nicht komplett-)  komplett in eine  meiner Bibeln  von Hand übertragen und nachgelesen. Das dauert aber etwas... Und auch mit der Anmerkung von Scofield habe ich es gleich gemacht. Später habe ich den "Apparat" von Scofield kopiert und eigene Gedankengänge in der Schrift verfolgbar aufgezeichnet

Dann eine andere Sache. Ich habe Gott immer gedankt und das ist eine der Gewohnheiten die mir geblieben sind, für das, was Er mir aus Seinem Wort geschenkt hat. Und ganz wichtig, ich halte nie das Maul, wenn ich etwas gehen habe, halte ich mein Maul nicht sondern sage es dem erst Besten der mir über den Weg läuft weiter und habe so schon manche wunderbare Unterhaltung gehabt. Meistens ist mein Schwager das Opfer und ich seines.

Was mir auch geholfen hat ist das Abschreiben von Inhaltsverzeichnissen zB.  von "Die Bibel verstehen" Ryrie, oder Bibel und Zukunft  (Pentecost)  usw.

Und dann noch etwas wichtiges. Ich gehe kaum an Vorträge von einstudierten Predigten sonder höre einfach sehr intensiv in der Versammlung meinen Brüdern zu. Der Geist ist da am Wirken, wenn wir Ihn wirken lassen und nicht die Predigten ablesen und um den Pult herumtanzen.

in IHM

Hans Peter