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Frage 1156        --->    "Die Potter-Bücherführen zu heidnischer Anhängerschaft",  sagt Autorin

Hallo Hans Peter,
würdest du das bitte zu dem Tread:   - Die Potterbücher führen zur Heidnischen Anhängerschaft, sagt die Autorin veröffentlichen ?

MfG 

Gerhard Herre


Lieber Gerhard

Ja,  das kann ich machen, nur nicht als Anhang sondern eben hier, separat im Forum mit einem Link zu dem von Dir erwähnten Artikel. Ich selber lese solche Bücher nicht. Wann sollte ich auch die Zeit dafür nehmen?

Die Bücher von Frau Rowling fallen sowieso durch mein grobmaschigstes Sieb, und das heisst, es ist nicht einmal ein Buch davon in meinem Hause.  (Mit meinem Wissen....)  Ich werde mich an einer Allfälligen Forumsdiskussion über solche Bücher kaum beteiligen können.
Das grobmaschige Sieb heisst bei mir: ich lese kein Buch das eine Frau geschrieben hat...., Mit guten Grund wie Beispiel zeigt.  Ich singe aber in der Gemeinde auch kräftig mit, wenn ein Bruder ein Lied von einer Schwester komponiert, vorschlägt. (Ich singe halt gerne, und ich kann sogar das Denken dabei abstellen, was man aber auch bei vielen Texten, welche Brüder verfasst haben, mit Vorteil  tut.) 

Mein  2tes grobmaschige Sieb" -->  sind die Bücher, die ich lesen muss aber weil die Verfasser Böse sind, oder Irrlehren verbreiten, nicht empfehlen kann und bei mir im Giftschrank lieben.  (Luther,  Calvin, Allversöhner, Pfingstler-  Literatur,  Koran,  C.S. Lewis- Bücher,  Tolkien, Mormon, Veden usw usf..

Hans Peter

 

Ich will mal was zu HP leisten, um der ganzen Dämonisierung entgegen zu wirken !!!


- Einige Wahrheiten zu Harry Potter Teil 1

Ist Frau Rowling eine Satanistin?
Der schwerwiegendste Vorwurf, der gegen die Harry-Potter-Bücher gemacht wird, ist m.E. der, daß die Autorin Joanne K. Rowling sich offen zum Satanismus bekennt. Wenn das stimmt, sollten Christen, und zwar jedweden Alters, in der Tat die Finger von den Büchern lassen. Nur - stimmt es wirklich?

Als Beleg wird ein Zitat aus einem Interview mit Frau Rowling angegeben, das am 17.7.2000 in der "London Times" erschienen ist. Das ist eine präzise Angabe, mit der man im Prinzip schon etwas anfangen kann. Bei der Recherche ergeben sich allerdings folgende Resultate:

Die Zeitung, die jeder mit der erwähnten "London Times" assoziiert, nämlich die britische Tageszeitung, heißt in Wirklichkeit schlicht "The Times". Sie ist unter
http://www.thetimes.co.uk im WWW einsehbar.
Wichtiger noch als der Name der Zeitung ist aber folgendes: Am 17.7.2000 wurde in der "Times" überhaupt kein Interview mit Frau Rowling veröffentlicht.
Im Online-Archiv lassen sich zwischen dem 10. und 25. Juli 2000 zwar einige Artikel über Harry Potter oder Frau Rowling finden, aber kein einziges Interview.
Am 17.7. selbst gibt es keinen einzigen Artikel in der gesamten "Times", der den Namen 'Rowling' enthält - was man bei einem Interview ja erwarten sollte. Ebenso gibt es keinen Artikel, der den Namen 'Harry Potter' enthält. Erst, wenn man wahlweise nach 'Harry' oder nach 'Potter' sucht, wird man fündig - 4 von 8 Beiträgen befassen sich mit Sport, die anderen mit Politik, den Royals, Geschichte und Geschäftlichem.
Auch in der gedruckten Ausgabe der "Times" vom 17.7.2000 findet sich nichts. Die christliche Jugendzeitschrift "dran" hat in der Ausgabe 1/2001 eine ausführliche Stellungnahme der Redaktion veröffentlicht und sich dafür eigens ein gedrucktes Exemplar beschafft.
Eine Nachfrage per E-Mail beim Herausgeber (online.editor@the-times.co.uk) lieferte folgende Antwort (meine Übersetzung):
» Danke für Ihre E-Mail wegen des angeblichen Zitats aus der "London Times", das in einem Artikel in "The Onion" (
http://www.theonion.com/onion3625/harry_potter.html) auftaucht.
Wir überprüfen die Angelegenheit, da sie anscheinend bei einigen Lesern für Verwirrung gesorgt hat, was uns natürlich nicht gleichgültig ist.
In der Zwischenzeit möchte ich Sie daran erinnern, daß "The Onion" als amüsante und witzige Website bekannt ist, wo frei erfundene Artikel veröffentlicht werden - die man nicht ernstnehmen darf. Das Zitat, das dort Frau Rowling und der "Times " zugeschrieben wird, ist - selbstverständlich - kein echtes Zitat.
Noch einmal herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Sie können diese Antwort gerne an Freunde und Kollegen weiterleiten [...]«

Also eine totale Fehlanzeige. Woher kommt also dieses Zitat?

Auf der Suche nach einer Quelle für das Zitat, das mittlerweile in vielen verschiedenen Varianten in Umlauf ist, wird man nur an einer einzigen Stelle fündig: in dem von der Redaktion der "Times" erwähnten amerikanischen Magazin "The Onion" (Die Zwiebel). Hier findet sich ein Artikel, in dem von Kindern berichtet wird, die nach der Lektüre von Harry Potter scharenweise die Sonntagschulen verlassen, um Satanisten zu werden, hier findet sich auch, ganz am Ende, das angebliche Interview-Zitat wieder. Auffällig ist, daß das Zitat hier noch einen Satz enthält, der in jeder der mir bekannten anderen Versionen fehlt. Und das mit Grund: es handelt sich um eine äußerst vulgäre sexuelle Anspielung. Dieser Satz, vor allem aber die Aufmachung dieses Artikels wie auch des gesamten Magazins, reichen eigentlich aus, um den Leser auf die richtige Spur zu bringen: "The Onion" ist ein Satiremagazin, die Inhalte sind Fiktion. In der Rubrik Copyright wird dies explizit klargestellt, die Redaktion hat es auf Anfrage noch einmal bestätigt: » Wie Sie scharfsinnig gefolgert haben, ist "The Onion" eine satirische Veröffentlichung. Daher sind sämtliche Artikel in unserer Comedy-Abteilung, inklusive desjenigen ueber Harry Potter, auf den Sie sich beziehen, genau das: humoristische sozio-politische Fiktion, nicht auf Tatsachen begruendet.«


Alle Vorwürfe, Joanne K. Rowling sei eine Satanistin, alle Geschichten über Massenabwanderungen von Kindern aus christlichen Gemeinden, lassen sich auf diesen Artikel zurückführen - und sind damit gegenstandslos. Kein anderes echtes Interview mit der Autorin gibt den geringsten Hinweis auf mögliche okkulte Bindungen ihrerseits. Eher im Gegenteil - in dem einen mir bekannten Interview (das übrigens im Juli 2000 stattfand), in dem sie überhaupt etwas über ihren Glauben sagt (CBC, Newsworld Online), sagt sie offen, daß an Gott glaubt, zur Kirche geht, auch wenn sie ein paar Probleme mit der konventionellen organisierten Religion hat. Auf die Frage, ob sie an Magie glaubt, sagt sie: » Magie in dem Sinne, wie sie in meinen Büchern vorkommt? Nein, daran glaube ich nicht.« Diese Aussage findet sich ebenso vielen anderen Interviews.
Eine andere ihr zugeschriebene Äußerung, nach der sie deshalb so wenig über ihren christlichen Glauben spricht, damit niemand daraus Rückschlüsse auf die Handlung der noch ausstehenden drei Bände ziehen kann, fand ich zwar interessant, konnte ich aber nicht verifizieren.

Was die zum Satanismus überlaufenden Kinder angeht, sagt Frau Rowling in einem Gespräch mit dem CNN vom Oktober 1999: »Ich habe nun tausende Kinder getroffen, und nicht eins davon ist zu mir gekommen und hat gesagt, "Frau Rowling, ich bin so froh, daß ich diese Bücher gelesen habe, denn jetzt will ich eine Hexe oder ein ´ Zauberer werden." Sie sehen das so, wie es ist; es ist eine Fantasiewelt, und das verstehen sie auch vollkommen.«

Zusammenfassend möchte ich sagen: Was auch immer man von den Harry-Potter-Büchern halten mag, Frau Rowling ist jedenfalls keine Satanistin. Durch die Verbreitung des erfundenen Zitats aus dem "Onion"-Artikel ist ihr von vielen Christen Unrecht getan worden.


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Meine Eindrücke
Was habe ich nun gefunden? Amüsante, gut geschriebene Geschichten, die ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Bücher sind gut und einfallsreich erzählt, bieten viel Stoff zum Lachen (wenn etwa das neueste Rennbesen-Modell angeschwärmt wird), sie haben eine Spannungskurve und ein oft überraschendes Finale, bei dem sich die Ereignisse überschlagen. Daß sie ohne Sex und ohne Fäkalsprache auskommen, ist ein weiterer Pluspunkt.

Die Namen der Lehrer sind mit viel Phantasie gewählt: Die kluge und strenge, aber gerechte stellvertretende Schulleiterin heißt Minerva - nach der römischen Göttin. Der Fiesling unter den Lehrern heißt Severus Snape - das lateinische 'severus' bedeutet 'streng, grob, mürrisch, boshaft' und dergleichen; das englische 'to severe' kann 'verletzten' oder gar 'enthaupten' bedeuten; englisch 'to snap' bedeutet 'schnappen/beißen', auch 'anschnauzen'; 'snap' als Substantiv meint 'Biß, barsche Äußerung' und ähnliches. Alles richtig passend. Kräuterkunde wird unterrichtet von Professor Sprout - 'Sproß, Trieb', der Werwolf heißt Remus (der Zwillingsbruder von Romulus, beide wurden von einer Wölfin gesäugt) Lupin (von lat. 'lupus', Wolf). Wer mehr wissen will: im Harry Potter Palace sind weitere Namen erklärt.

Mit anderen Worten, die Harry-Potter-Bücher sind aus meiner Sicht gute Jugendbücher. Ob es auch gute Kinderbücher sind, darüber läßt sich allerdings streiten. Ab dem dritten Band, spätestens im vierten, wird der Ton erheblich düsterer; hier würde ich die Altersgrenze zwei bis drei Jahre höher setzen als bei den ersten beiden Bänden (für Band 4 auch noch ein bis zwei Jahre höher).

Kinder und Lehrer finde ich überzeugend dargestellt. So ist auch Harry nicht der fehlerlose Held, der nie etwas Falsches tut. Er hat, genau wie alle anderen, seine Fehler und Schwächen. Mir gefällt es sehr, daß Harry nicht einfach gut ist, sondern sich immer wieder dafür entscheiden muß, es zu sein, und daß er dabei auch Fehler macht; daß er durchaus anfällig für die dunkle Seite ist, ihr aber nicht verfällt. Das verleiht ihm Glaubwürdigkeit und macht ihn sympathisch - wer mag schon einen immer perfekten und fehlerlosen Helden?
Ebenso gelungen und faszinierend finde ich den fiesen, parteiischen und so richtig unangenehmen Snape, der trotz seiner Gemeinheit nicht zu den Bösen gehört, oder den Wildhüter Hagrid, der von der Schule verwiesen wurde und durch seine Gestalt, seine Redeweise und seine anscheinende Naivität oder gar Dummheit ein Außenseiter ist.
Ansonsten gibt es, wie an jeder Schule, nette und weniger nette Schüler und Lehrer, interessante und uninteressante Fächer. Harry findet Freunde, darunter auch solche, die er eine ganze Weile nicht leiden mochte.

Die Bücher propagieren Werte wie Freundschaft, Treue und Loyalität, Aufopferungsfähigkeit, Logik und Überlegung auch angesichts von Schwierigkeiten und Gefahren. Sie richten sich gegen Vorurteile; Harry und Ron erleben, wie aus der Streberin Hermione eine sehr gute Freundin wird, deren Wissen ihnen allen gute Dienste leistet. Die drei müssen dann lernen, daß der fiese Lehrer oder der unangenehme Mitschüler nicht zwangsweise die Bösewichte sind. Umgekehrt ist auch liebenswürdige Hilflosigkeit nicht immer echt.
Rassismus ist ein breit angelegtes Thema. Voldemort kämpft nicht nur um seine Macht, sondern auch um die Reinhaltung der Zaubererschaft. Er ist zutiefst überzeugt von der Überlegenheit der reinblütigen Zauberer über die, die ganz oder teilweise von nichtzaubernden Menschen abstammen. Parallelen zu Hitler, auch was Voldemorts eigene Abstammung angeht, sind nicht zu übersehen - und durchaus beabsichtigt (so die Autorin in einem BBC-Interview). Dabei hat die Autorin bei aller Ablehnung von Rassismus doch darauf geachtet, nicht jeden Zauberer, der seine Kollegen aus gemischten Familien skeptisch beäugt, auch zu einem Anhänger Voldemorts zu machen - sehr gut, da Vorurteile einen noch nicht zum Schurken machen.
Insgesamt, würde ich sagen, ist nichts dabei, wogegen man als Christ etwas einwenden müßte.

Soweit mein eigener Eindruck von den Harry-Potter-Büchern, die ich bisher gelesen habe. In den folgenden Kapiteln möchte ich auf einige der Vorwürfe und Einwände eingehen, die von manchen Christen erhoben werden.


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- Harry Potter eine Anleitung zur Magie?

Ein weiterer häufiger Vorwurf ist der, daß die Bücher eine Anleitung zur Magie/Zauberei oder heidnischen Praktiken bilden. Auch das ist m.E. nicht der Fall, zumindest habe ich nichts gefunden, was ich als Anleitung oder dergleichen bezeichnen würde. Nun bin ich keine Fachfrau für heidnische Praktiken, aber in diesem Artikel aus "Citizen Online-Newfound Area Bureau" vertreten hochrangige Wicca-Anhäger dieselbe Meinung: » Ich muß sagen, daß diese Bücher nicht mehr für Hexerei werben als "Anne of Green Gables" dafür wirbt, nach Nova Scotia zu ziehen. ... Der allgemeine Konsens (unter Wicca-Anhängern) ist, daß es sich um Fiktion handelt und in keiner Weise unserem wahren Glauben ähnelt.«

Ja, die Kinder haben Fächer wie "Zaubertränke", "Besenfliegen", "Zaubersprüche" und dergleichen. Was in diesen Fächern vermittelt wird, ist jedoch nicht, wie jemand, der nicht zaubern kann, diese Fähigkeit erwirbt, sondern wie jemand, der eine bestimmte Fähigkeit schon hat, diese richtig nutzt. Leute wie Du und ich, die die Fähigkeit nicht haben, würden sie auf Hogwarts auch nicht erlernen. Mit den - eher spärlichen Hinweisen in den Büchern, wie z.B. ein Besen in die Luft zu kriegen oder ein bestimmter Spruch anzuwenden ist, ist gleich garnichts anzufangen.

Die Magie der Harry-Potter-Bücher wirkt ähnlich wie eine uns unbekannte, aber funktionierende und im Prinzip sogar nachvollziehbare technische oder natürliche Vorgänge. Seien wir mal ehrlich - wer weiß schon ganz exakt, was z.B. passiert, wenn wir ein Foto machen oder entwickeln, was in einem fahrenden Auto so alles vor sich geht, wie und warum ein eingepflanztes Samenkorn anfängt zu wachsen? Es ist eine Magie, die eben nicht durch Einwirken übernatürlicher Mächte oder einen Pakt mit dem Bösen zustandekommt. Wohl gibt es Mittel und Wege, seine Macht auszuweiten, aber diese werden von der Zauebrerbevölkerung abgelehnt. Diejenigen, die diese Möglichkeiten dennoch nutzen, werden ausnahmslos korrumpiert und selbst böse.
Dan'l Danehy-Oakes, Christ und Autor, hat das noch etwas detaillierter ausgeführt. Er hat mir erlaubt, seinen Text hier zu verwenden und zu übersetzen; der Originaltext ist hier abgelegt, meine Übersetzung hier.

Aus diesem Grund denke ich auch nicht, daß die Harry-Potter-Bücher Magie (im Sinne eines Pakts mit übernatürlichen Mächten oder heidnischer Praktiken) verherrlichen. Hier sei noch einmal an den eingangs erwähnten "Citizen Online"-Artikel erinnert, der ähnliche Aussagen enthält.
Außerdem werden die Schulstunden, insbesondere Wahrsagerei, mit so viel Augenzwinkern und Pannen beschrieben, daß auch daran erkennbar ist, daß Frau Rowling nicht selbst an Magie glaubt, sondern ein Märchen schreibt. Zauberei ist auch nicht das Allheilmittel oder die Lösung aller Probleme; gerade im ersten Band kommt es vielmehr auf "ganz normale" Dinge wie Klugheit, Freundschaft, Vertrauen, Opferbereitschaft, und Mut an

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-Harry Potter als "Einstiegsdroge" zum Okkultismus?

Schließlich fürchten einige, daß die Bücher, obwohl selbst 'sauber', Magie/Zauberei und Okkultismus verharmlosen und gewissermaßen als Einstiegsdroge fungieren. Daß Kinder Fiktion und Wirklichkeit nicht auseinanderhalten können und so auf falsche Wege geraten. Nunja, da diese Vorwürfe nicht so selten von Leute kommen, die auf die Satireseite von "The Onion" hereingefallen sind...
Die Kinder sehen offenbar klarer; ich zitiere noch einmal aus dem Gespräch mit dem CNN, dort sagt Frau Rowling: »Ich habe nun tausende Kinder getroffen, und nicht eins davon ist zu mir gekommen und hat gesagt, "Frau Rowling, ich bin so froh, daß ich diese Bücher gelesen habe, denn jetzt will ich eine Hexe oder ein Zauberer werden." Sie sehen das so, wie es ist; es ist eine Fantasiewelt, und das verstehen sie auch vollkommen.«

Aber lassen wir die Polemik beiseite. Die Zauberei oder Magie, wie sie in den Harry-Potter-Büchern vorkommt, ist nach meinem Dafürhalten mit genug Humor und Augenzwinkern erzählt, um Mißverständnisse auszuschließen. Wie bereits erwähnt, kommt auch nichts vor, was ernsthaft als Anleitung zum Zaubern dienen könnte.

Meiner Meinung nach sind also diese Bücher nicht mehr 'Einstiegsdroge' als C.S. Lewis' Narnia-Märchen (die Frau Rowling übrigens sehr schätzt und die Harry Potter auch beeinflußt haben, s. Das ABC rund um Harry Potter) oder Tolkiens "Herr der Ringe".

Mir ist aber klar, daß andere Menschen das anders erleben und anders reagieren. Ich möchte hier auch niemanden überreden, gegen sein Gewissen zu handeln, ich möchte nur ein paar (leider) weitverbreitete Irrtümer und Vorurteile klarstellen.

( Molthagen )


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Freie evangelische Gemeinde Bonn
Buchvorstellung :



John Houghton:
"Was bringt Harry Potter unseren Kindern?"

Nicht schon wieder Harry Potter, oder endlich mal eine Abrechnung mit Harry Potter werden Sie vielleicht jetzt denken. Wenn Sie aber an einem differenzierten ausgewogenen Buch zum Phänomen Harry Potter interessiert sind, ist dieses Buch genau richtig für Sie.

Objektiv beschreibt der Autor die positiven und kritisch zu sehenden Seiten des Kultbuches. Ohne zu verteufeln oder zu verharmlosen mutet er dem Leser zu, sich selber eine Meinung zu bilden. Durch weiterführende Themen wie Umgang mit Mythen, Hexengeschichten, Magie, Phantasie, Verhalten der Christen Trends gegenüber wird dieses Buch auch zu einer Anleitung für einen mündigen Umgang mit Literatur für Kinder- und Jugendliche.
In seiner Auseinandersetzung beschäftigt sich der Autor über Harry Potter hinaus mit dem Zeitgeistphänomen des "Neuheidentum", der sich in unserer Gesellschaft und auch in Harry Potter widerspiegelt. Insbesondere ist dieser Trend gekennzeichnet durch den Gedanken der Selbsterlösung und der Vermischung von Mythen, Religion, dargestellt in esoterischen Praktiken, die den Menschen letztendlich auf sich selber zurückwirft und so kein Raum für Hoffnung außerhalb vom Menschen selbst gibt.
In den letzten Kapiteln geht der Autor darauf ein, dass Christen eine "bessere" frohmachende, wahre Geschichte ohne Überheblichkeit zu erzählen haben und der christliche Glaube eine tragfähige Grundlage für Hoffnung ist.


Faszinierend, wie der Autor das mutmachende, heilende und kraftvolle Evangelium in frischen und lebendigen Bilder heraushebt und zur Weitergabe ohne Gesetzlichkeit herausfordert.
Harry Potter, eine superspannende Lektüre, kein Buch, das mich okkult belastet, wird so zu einer Chance, von unserer Hoffnung Zeugnis zu geben. Aber auch die Nebenwirkungen des Trends, den auch Harry Potter, deren Lektüre nicht vor 11 Jahren geeignet ist und mit jeder Folge steigt, werden aufgezeigt. Gewarnt wird vor den Folgen und der Verharmlosung oder Negierung von Magie, den Gebrauch von, Flüchen, den Selbsterlösungsgedanken und einigen Internetseiten zu Harry Potter über die wir mit unseren Kindern sprechen sollten.
Ob Harry Potter geeignet ist oder nicht für unsere Kinder, muss jedes Elternteil selbst entscheiden, so ein Fazit von Hougthon. Die Alternative einer vorgeschriebenen Lektürenliste würde uns allzu leicht unserer Verantwortung entbinden, selbst nachzudenken. So gibt dieses rundherum sehr empfehlenswerte Buch auch konkrete Hilfestellungen, seine Kinder zu ermutigen, kulturell versiert, selbstbewusst, urteilsfähig und an Gott orientiert eine Meinung zu bilden.

Elke Janßen

Paperback
123 Seiten
Brunnen-Verlag
Preis: 7,90 €





so ich hoffe nun, mit diesen Artikeln etwas helfen zu können, da einfach soviel Unwissen bzgl. Harry Potter vorhanden ist ! Man übernimmt eher angstmachende Texte u.Lügen anstatt mal wirklich zu prüfen. Christen sind einfach nur peinlich, wenn sie anfangen, die HP Bücher zu verbrennen ( wie vor einiger Zeit geschehen, einfach nur noch peinlich )

Es gibt soviele Christen, die meinen hinter jedem Busch einen Dämon zu sehen ! Und so auch bei Harry Potter. Und da steckt einfach viel Unwissenheit drin u. viel Lügen ! Und es gibt leider immer noch viele Christen, die meinen alles Dämonisieren zu müssen, als ob sie einen starken Teufel bräuchten,

 

 

Chick beweist mal wieder in aller deutlichkeit, dass Sie keine Ahnung haben von dieser Materie !!!

Chick ist dafür bekannt alles zu verteufeln, was nicht in deren Theologischen Weltbild passt !

Man weiß auch inzwischen das Chick nicht immer mit lauteren Methoden arbeitet, wenn nicht sogar mit Lügen, um Christen Angst einzujagen !

 

Chick hat von der Frohen Botschaft nichts verstanden, sie verbreiten eher eine DROHBOTSCHAFT !!!

 

 

MfG

 

Gerhard Herre


Die Harry-Potter-Manie

Harmlose Fantasie oder gefährliche Magie ?

(von Prof. Dr. Reinhard Franzke, Hannover)

Die weltweit organisierte Harry-Potter-Manie hat längst auch Deutschland erfasst. Millionen Kinder lesen "Harry Potter". Sie feiern "Harry-Potter-Parties", tragen Zauberumhänge, kaufen Zauberstäbe und andere Zauberutensilien. Eine ehemals arbeitslose Lehrerin revolutioniert die zivilisierte westliche Welt mit Romanen um einen Internatsschüler namens Harry Potter und einer weltweiten Auflage von etlichen Millionen Exemplaren. Das

Besondere: Das Internat ist eine Zauberschule und Harry ist ein Zauberlehrling, der in die magischen und dunklen Künste eingeweiht wird.

Wie die Kinder sind auch die Medien "begeistert": Die Harry-Potter-Romane seien wunderschöne Märchen, sie würden die Fantasie wecken, sie seien (angeblich) spannend und lehrreich, sie würden zum Lesen animieren und das Selbstbewusstsein der Kinder fördern, die Kinder würden lernen, auf die eigenen Kräfte zu vertrauen und sich trotz widriger Umstände zu behaupten. Wissenschaftler und Pädagogen empfehlen die Harry-Potter-Lektüre, und die Autorin - inzwischen Mehrfachmillionärin - erhielt den Ehrendoktor für Literaturwissenschaften.

Nach einer Pressemitteilung hat der saarländische Kultusminister (CDU) angeordnet, dass die Harry-Potter-Romane im Englisch-Unterricht gelesen werden sollen. Das heißt, nun sollen unsere Kinder auch im Unterricht öffentlicher Pflichtschulen in die Welt des Harry Potter eingeführt werden. Was aber ist die Welt des Harry Potter, in die unsere Kinder eingeführt werden sollen ? Welche Fantasien und Gedanken sollen unsere Kinder beherrschen ?

 

Die Welt des Harry Potter

a) Die Welt der Magie und der übernatürlichen Phänomene

Die Welt des Harry Potter ist die Welt der Magie, Hexerei und Zauberei. Es gibt magische Gestalten, magische Gegenstände und Hilfsmittel, magische Rituale und magische Schulfächer. Die Welt des Harry Potter ist die Welt der magischen und übernatürlichen Phänomene: Dinge werden unsichtbar, Gegenstände und Personen können schweben, Personen verwandeln sich in andere Menschen oder Tiere und umgekehrt, Gegenstände können sprechen, Wände und Türen öffnen sich, Menschen sprechen mit Tieren bzw. Schlangen.

In der Welt des Harry Potter gibt es den Schwebe-, den Gedächtnis-, den Verwandlungs-, Entwaffnungs-, Erstarrungs- und den Heilungszauber. Zu den Zauberkünsten gehören das Aufblasen von Menschen (!), das Bannen und Verfluchen, die Einleitung der Trance, das Löschen von Erinnerungen (!), das Unsichtbarmachen, die körperliche Verwandlung, die Wahrsagerei, das Anfertigen von Zaubertränken, das Töten mit Hilfe nichtnachweisbarer Gifte, die "schwarze Magie", die "Verteidigung gegen die dunklen Künste" und schließlich "die Entfesselung des Schreckens" (2. Band/158).

 

b) Die Welt der Ekeltiere und Horrorwesen

Gottes Schöpfung umfasst schöne und niedliche Tiere sowie Ekeltiere, sinnlich wahrnehmbare und unsichtbare Wesen. Die Welt des Harry Potter, in die unsere Kinder eingeführt werden sollen, ist die Welt der Ekeltiere und

Horrorwesen: Zu

den natürli-chen Ekeltieren gehören Schlangen, Ratten, Fleder-mäuse, Blutegel, Kröten, Schnecken, Flubber-würmer usw. Zu den Horrorwesen gehören

- Feen, Elfen, Gnome, Trolle, Kobolde, Zwerge, Wichtel

- Vampire und Werwölfe

- Geister, durchscheinende Geister, Wassergeister, Poltergeister

- Drachen und Riesen-Monster

- einbeinige Hinkepanke, Kappas, schuppige Affen, dreiköpfige Hunde, Riesenspinnen und Riesenschlangen

- "monströse Geschöpfe" (2/258), "kleine Biester" (2/106), "hässliche Scheusale" (3. Band/125), "schreckliche Dementoren", die die Seelen aussaugen und Menschen in Zombies verwandeln (3/91,193,196), "übelgrüne Kreaturen" (3/161), "widerwärtige Geschöpfe" (2//82), "Horrorgestalten" ( 3/212).

Die Welt des Harry Potter ist eine Welt der permanenten Angst vor Angriffen von Zauberern und Horrorwesen, und das Leben ist ein ständiger Abwehrkampf.

 

c) Die Welt des Schreckens, des Horrors, des Ekels und der Angst

Die Welt des Harry Potter ist die Welt des Horrors, des Schreckens, des Grauens und der Angst. In dieser Welt gibt es u.a. folgende Erlebnisse und

"Vergnügungen":

- Schnecken werden erbrochen

- Froschgehirne werden verspritzt

- Ekel erregender Gestank

- Innereien mit Maden

- Katzen, die am Schwanz aufgenagelt sind

- Eingeweide, die außen sind

- das Zerstampfen von Blutegeln

- Augen groß wie Teller

- Nasen groß wie Melonen

- Hexen mit vielen Armen, die aus den Kopf wachsen

- Zaubertränke mit Schlamm, Rattenschwänzen, Haaren, Spinnen

- getrocknete Kakerlaken usw .

 

d) Die Welt der Geisteskrankheit und des Wahnsinns

Die Welt des Harry Potter ist die Welt der Geisteskrankheit und des Wahnsinns. Die Erlebnisse des Harry Potter gleichen den Schilderungen von Psychiatriepatienten, die von Psychiatern als bloße "Halluzinationen" abgetan werden. Aus schamanischer (und biblischer) Sicht gibt es diese Welt der Horrorwesen tatsächlich. Schamanische Reisen in die Unterwelt sind fast immer Begegnungen mit Horrorwesen (vgl. Harner, Montal, Oertli, Castaneda, Eliade, Franzke). Wie die Schamanen und viele Psychiatriepatienten hört Harry Potter Stimmen von unsichtbaren Wesen, die ihn ängstigen und nachdrücklich zum Töten (vgl. 2/126, 143, 150, 152, 218, 356) auffordern. Genau dies hört man immer wieder von Amokläufern, Triebtätern und Geisteskranken.

 

Wesen und Gefahren der Harry-Potter-Pädagogik

1. Die verordnete Harry-Potter-Pädagogik ist eine erste Einführung in die real existierenden religiösen Wahnvorstellungen der Magie und des Satanismus, in deren Grundideen und Grundbegriffe, in deren Lehren und Praktiken. Sie will wissenschaftlich-rationales Denken durch magisches Denken ersetzen und den Kindern erste magische Fähigkeiten und Techniken vermitteln. Die Literatur der Hexen, Magier und Satanisten sowie die Berichte von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen machen deutlich: Magie und Hexerei sind nicht bloße Fantasie; Magie und Hexerei sind ein real existie-rendes religiöses Wahnsystem, das funktioniert und unendlich viel Leid verursachen kann, vor allem deshalb, weil immer auch Blut- oder gar Menschenopfer dargebracht werden müssen und weil Magie und Hexerei äußerst gefährlich, unter Umständen sogar lebensgefährlich sind und früher oder später körperlich und geistig schwer krank machen können (vgl. u.a.

Butler; Ulrich; Parker/Parker; Budapest; Malanowsky/Köhle; Das Hexenbuch; Graichen).

In weiten Teilen Schwarzafrikas haben deshalb Millionen von Menschen panische Angst, dass sich Familienangehörige in Magie und Hexerei verstricken, weil sie aus leidvoller Erfahrung wissen, dass Hexen, Medizinmänner sowie deren Patienten

Blut- oder gar Menschenopfer als Gegenleistung für Heilungs- oder Schadenszauber bringen müssen. Außerdem wird (mir) immer wieder berichtet, dass in Schwarzafrika die meisten Familien Angehörige durch Zauberei und Hexerei verloren haben. Vor allem schöne Frauen sind dort ein gern gesehenes Opfer der Hexenzirkel.

Das Horror- und Ekeltraining der Harry-Potter- Pädagogik ist fester Bestandteil des Satanismus, zu dem auch der rituelle Missbrauch und der rituelle Mord von Kindern und Frauen gehört (vgl. u.a. Grandt/Grandt; Warnke; Hauskeller). Es ist zu befürchten, dass in weiteren Folgebänden unseren Kindern auch die Bedeutung des Blutopfers nahegebracht wird.

 

2. Die Harry-Potter-Pädagogik hat antichristlichen und okkulten Charakter. Sie verstößt gegen den christlichen Glauben und das Wort Gottes. Die Harry-Potter-Pädagogik soll das innere oder geistige Auge öffnen, so z.B. durch Konfrontation mit den Bildern und Fantasien von Horrorwesen sowie mit Hilfe von Entspannung und der Abschaltung des Denkens (3/110, 309 f). Aus biblischer Sicht öffnet sich die Tür zum Reich der Finsternis.

Aus biblischer Sicht operieren und kooperieren Hexen und Magier mit den unsichtbaren Mächten der Finsternis, mit den bösen Geistern und Dämonen, die jede mögliche Gestalt annehmen und sich selbst als "Engel des Lichts" tarnen können. Das Wort Gottes verbietet Magie: Im Alten Testament heißt es: "...Niemand soll wahrsagen, zaubern, Geister beschwören oder Magie treiben. Keiner darf mit Beschwörungen Unheil abwenden, Totengeister befragen, die Zukunft vorhersagen oder mit Verstorbenen Verbindung suchen. Wer so etwas tut, ist dem Herrn zuwider." (5 Mose 18, 9ff). Und im Neuen Testament steht

geschrieben: "Furchtbar aber wird es denen ergehen, die... okkulte Praktiken ausüben..... sie alle werden in den See aus Feuer und Schwefel geworfen. Das ist der zweite Tod, der für immer von Gott trennt" (Offb 21,8; 22,15).

 

3. Die Harry-Potter-Pädagogik ist eine verwerfliche Form religiöser Indoktrination. Die Harry-Potter-Pädagogik verherrlicht die religiösen Lehren und Praktiken der Magie, die Magier und die Welt der Magie (vgl. 3/15). Gleichzeitig diskriminiert sie die Nicht-Magiegläubigen, die sog. Muggel: Ablehnung der Magie und Hexerei wird als "mittelalterliche Auffassung" diskreditiert (vgl. 3/5 f), was den Weg für eine Verfolgung der ablehnenden Christenheit bereiten kann. Die Welt des Harry Potter ist die Welt der Magie und der Magier; die Welt der Nichtmagier ist die fremde, unbekannte Welt. Die Nichtmagiegläubigen sind - vertreten durch Onkel und Tante - "abgrundtief böse Menschen" (vgl. 2/7 ff). Die große Vision der Harry-Potter-Pädagogik ist die "Harmonie" zwischen Magiern und Nichtmagiern (2/105), d.h. die weltweite Verbreitung und Akzeptanz der Magie und Hexerei, die Umkehrung der mittelalterlichen Verhältnisse.

Die Harry-Potter-Pädagogik soll Deutschland in vorchristliche Zeiten bzw.

zurück ins Mittelalter führen, in der Hexerei und Zauberei eine bedeutende Rolle gespielt haben - jedoch mit gravierenden Unterschieden: Im Mittelalter wurden Magie und Hexerei verurteilt; im "Neuen Zeitalter" (New Age) sollen Magie, Hexerei und Zauberei (auch bei den christlichen Kirchen) gesellschaftlich anerkannt sein. Im Mittelalter sowie in anderen Kulturen haben sich immer nur einige wenige geächtete Außenseiter der Gesellschaft mit Magie und Hexerei befasst, in Deutschland sollen nunmehr alle Kinder und Jugendlichen in die Geheimnisse der Magie und der Hexerei eingeführt werden. Zu dieser neuen Pädagogik gehören auch das beliebte Hexen-, Grusel- und Ekeltraining, die sog. Stilleübungen und Fantasierreisen sowie viele andere esoterische und okkulte Praktiken in den Grundschulen.

Schlimmer noch: Das angebrochene Zeitalter ist das Zeitalter der Magie. Im Zeitalter der Magie müssen alle Menschen in die Lehren und Praktiken der Magie eingeführt und eingeweiht werden, niemand darf sich der neuen Pädagogik entziehen. Da verstehen Lehrer und Behörden keinen Spaß, da endet jede Toleranz. Kinder, die die Lektüre von Harry Potter oder von "Krabat" von O. Preußler (ebenfalls eine Einführung in Magie und satanistische Praktiken) aus

Glaubens-

und Gewissensgründen verweigern, werden von den "modernen Lehrern" für seelisch krank und therapiebedürftig erklärt - und damit übel diskriminiert.

Kinder, die aus Ländern und Kulturen kommen, die die Magie konsequent ablehnen und in den letzten Jahrzehnten gerade erst durch das Wirken vieler Hundert christlicher Missionare und Evangelisten von der Magie zum Christentum bekehrt wurden, werden nunmehr im Unterricht deutscher Pflichtschulen gezwungen, sich mit den Lehren und Praktiken der Magie und Hexerei zu befassen. In den meisten Ländern Schwarzafrikas würden Lehrer, die den Kindern Magie beibringen, von den Eltern aus den Schulen gejagt und/oder von den Behörden umgehend entlassen. In Deutschland werden dagegen die Kritiker dieser unheilvollen Entwicklung angegriffen und unter Druck gesetzt.

 

4. Die Harry-Potter-Pädagogik ist verfassungswidrig. Sie verstößt gegen die Pflicht des Staates zur weltanschaulich-religiösen Neutralität. Wenn schon der bloße Anblick des Kruzifixes und/oder des Kopftuches (einer Muslimin) gegen das Grundgesetz verstößt, dann erst Recht das intensive Studium magischer Lektüre im Unterricht staatlicher Pflichtschulen.

 

5. Die Harry-Potter-Pädagogik ist eine Einführung in die Psychologie des Bösen. Die Psychologie des Schreckens, des Grauens, des Ekels und der Angst ist die Psychologie des Teufels und der Teufelsanbeter. Das Ekeltraining sowie Schrecken und Grauen sind fester Bestandteil diverser magischer und okkulter Systeme, so z.B. des Satanismus (vgl. u.a. Grandt/Grandt; Warnke; Hauskeller; Lukas), des Nationalsozialismus und Neonazismus, des Kommunismus, Stalinismus und Maoismus, des tibetischen Tantrismus (vgl. Trimondi/Trimondi) sowie vieler anderer magischer und geheimer Kulte.

Gott hatte dem Menschen ein Paradies geschaffen, eine Welt ohne Leid, Krankheit, Alter, Not und Tod, eine Welt ohne Angst und Schrecken. Gottes Widersacher will das gerade Gegenteil: Er kommt nur, um zu stehlen, zu zerstören und zu töten (Joh. 10,10) - den (inneren) Frieden, die Gesundheit, die Freude, die Liebe usw. Die Welt des göttlichen Widersachers ist die Welt des Horrors und der Horrorwesen, deren bloßer Anblick fürchterliche Ängste und Qualen bereitet.

Die Konfrontation mit Ekeltieren, Horrorwesen und Horrorszenen ist eine brutale Misshandlung kindlicher Seelen. Die zahlreichen Horrorszenen verletzen und vergewaltigen die Seelen unserer Kinder; die Bilder des Schreckens, des Grauens und des Ekels quälen und ängstigen die normale mensch-liche Seele. Sie werden sensible Kinder seelisch krank machen und geistig verwirren, sie werden Depressionen und Alpträume verursachen und die Lern- und Leistungsfähigkeit unserer Schüler beeinträchtigen, und sie werden dazu beitragen, menschliche Regungen wie Mitleid und Mitgefühl und das menschliche Gewissen abzutöten und die Bereitschaft zu sadistischen Gewalttaten zu fördern.

Während die Politik Hass und Gewalt gegen Ausländer und Dunkelhäutige durch demonstrative Massenaufmärsche entgegentreten möchte, bewirkt die Harry-Potter-Lektüre das gerade Gegenteil: Sie ist geeignet, die kindliche Seele an das Böse, Ekelhafte und Grauenhafte zu gewöhnen und die Gewaltbereitschaft und den Hass zu fördern.

Die normale menschliche Reaktion auf Schrecken, Grauen und Ekel ist Ablehnung oder Flucht. Die Tatsache, dass Millionen von Kindern nach den Harry-Potter-Romanen geradezu süchtig sind, zeigt, wie weit verbreitet der Geist der Magie und Hexerei ist. Wenn die Medien, die Meinungsführer, die Wissenschaftler und die Pädagogen von "hübschen Märchen", "herrlichen Fantasien", "Hokuspokus" und harmlosen "Lachnummern" sprechen und die Kinder von der Lektüre "begeistert" sind, dann zeigt sich, wie kalt und wie abgestumpft die Seelen unserer Mitmenschen und Kinder bereits sind. Ich selbst musste mich bei der Lektüre mehrmals heftig erbrechen. Deshalb weigere ich mich, weitere Bände zu lesen, weitere Details zur Kenntnis zu nehmen oder wiederzugeben!

Von Bedeutung ist ohnehin nur noch die Frage, wieweit die Einführung in satanistische Praktiken getrieben wird und wie die "deutsche Kultur" und Pädagogik auf die Verbreitung und Verherrlichung der Magie und des Satanismus reagiert.

Die Harry-Potter-Romane werden in der Tat die Fantasie der Kinder anregen; sie werden den Kin-dern die Grundvorstellungen magischen Denkens sowie erste magische Fähigkeiten und Praktiken vermitteln. Die Harry-Potter-Manie wird Deutschland grundlegend verändern: Sie wird dazu bei-tragen, die letzten Reste und Werte des christlich geprägten Abendlandes - die Ablehnung der Magie - zu beseitigen und - in Verbindung mit vielen ande-ren Entwicklungen (so z.B. der Ausbreitung der Esoterik und des New Age) - das Zeitalter der Magie einzuleiten. In diesem Zeitalter wird es keine Toleranz für "Muggel" geben: "Muggel", die die Ma-gie ablehnen, sind "böse" und die Feinde der (herrschenden) Hexen und Magier.

Die Folgen für Deutschland werden verheerend sein: Christen, die die Magie ablehnen und vor ihrer Ausbreitung warnen, werden diskriminiert und verfolgt werden. Immer mehr Menschen werden seelisch krank und geistig verwirrt, die Zahl der Einweisungen in die Psychiatrie explodiert, die Beiträge zu den Krankenversicherungen werden weiter drastisch steigen müssen, die Zahl der "unerklärlichen" Morde, Selbstmorde und Amokläufe wird zunehmen. Die Liebe in den Herzen wird erkalten, und der Hass und die Gewaltbereitschaft werden wachsen. Die Abwendung vom biblisch bezeugten Gott und die gleichzeitige Hinwendung zur Magie und zur Hexerei wird auf Deutschland einen göttlichen Fluch legen und Deutschland (und die Länder, die das gleiche tun) gerichtsreif

machen;

die Verbreitung magischer Praktiken wird den Wohlstand und das soziale Zusammenleben rui-nieren (vgl. u.a. 5 Mose 28 ff).

Echte Christen müssen die Lektüre der Harry-Potter-Romane sowie aller vergleichbaren Bücher (wie z.B. die Romane eines O. Preußler) aus Glaubens- und Gewissensgründen entschieden ablehnen. Die verpflichtende Lektüre im Unterricht öffentlicher Schulen ist eine verwerfliche und grundgesetzwidrige Form der religiösen Indoktrination in die Lehren und Praktiken der Magie und der Hexerei. Magie und Hexerei sind nicht bloß Fantasie im Sinne von Einbildung, sondern ein real existierendes religiöses System (vgl. hierzu die einschlägige Hexenliteratur des deutschen und des englischen Sprachraumes). Magie und Hexerei verstoßen nicht nur gegen den christlichen Glauben und das Wort Gottes; sie sind auch äußerst schädlich für das körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden. Im schlimmsten Fall kann die Verstrickung in Magie und Hexerei besessen machen und in den vorzeitigen Tod führen.

 

6. Die Medien (leider zum Teil auch "christliche" Medien) sind (wie immer) "begeistert" - über den Genre-Mix der Harry-Potter-Romane, ohne sich zu fragen wo, wann und wie die Autorin diese Fähigkeiten erworben hat. Ebenso wenig fragen sie danach, wie man in so kurzer Zeit so viele umfangreiche Romane schreiben und veröffentlichen kann. Unbeachtet bleibt auch der Hinweis, dass die Grundidee zu Harry Potter auf eine blitzartige Vision der Autorin während einer Bahnfahrt zurückgeht (vgl. Reader` s Digest, Oktober 2000). In der Esoterik finden sich Hunderte von Büchern, die Lesern zeigen, wie sie im Wege der Intuition bildhafte Visionen und gedankliche Inspirationen von Geistwesen und Geistführern empfangen können. Verschwiegen wird auch, dass es sich bei den Harry-Potter-Romanen um äußerst schlechte und langweilige Literatur handelt, die ihren Erfolg einzig und allein dem weit verbreiteten "Geist der Magie" verdankt.

 

7. Die Ausbreitung von Magie, Hexerei und Zauberei ist kein Grund, Hexen, Magier und Zauberer zu verfolgen oder gar zu töten, wie dies im Mittelalter geschah. Zudem ist die Kirche des Mittelalters weit über das Ziel hinausgeschossen, indem Hunderttausende unschuldiger Frauen leichtfertig der Hexerei bezichtigt und auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Das alttestamentarische Tötungsgebot von Hexen (2. Mose 22,17) gilt nicht für die Zeit des Neuen Testaments (vgl. Bergpredigt). Die Verfolgerung, Folterung und Verbrennung von (bekennenden) Hexen verstößt eindeutig gegen den christlichen Glauben und das Wort Gottes. Auf der anderen Seite verstößt aber auch das Einüben okkulter und magischer Praktiken eindeutig gegen den Willen Gottes (5 Mose 18,9 ff; Offb 21,8; 22,15).

Im übrigen haben echte Gläubige, die wahren Kinder Gottes, magische Angriffe von dritter Seite nicht zu fürchten, weil sie unter dem Schutz Gottes stehen, während Ungläubige, die Zielscheibe magischer Angriffe sind, immer häufiger damit rechnen müssen, dass ihnen schlimmer Schaden zugefügt wird. Ihnen drohen "unerklärliche" Unglücke, Unfälle, Schicksalsschläge, Krankheiten und Todesfälle

- das lehrt nicht nur die Harry-Potter-Lektüre! Ebenso schlimm ist der durch die Harry-Potter-Pädagogik geschürte Hass gegen Nichtmagier und die zu erwartende Diskriminierung und Verfolgung der gläubigen Christen.

 

8. Die Autorin, die in Interviews gewisse Sympathien für Magie und Satanismus andeutet, warnt davor, ihre Bücher Erst- oder Zweitklässlern zu geben, weil sie die dunklen Seiten der Zauberwelt noch nicht verkraften könnten. Deutsche Mütter sind dagegen weniger um ihre Kinder besorgt. Sie kaufen ihren Kindern die teuren Harry-Potter-Bücher und lesen sie ihnen auch noch vor, anstatt vor dieser Lektüre eindringlich zu warnen - aus christlich-biblischer Sicht ein krasser Verstoß gegen die Gebote Gottes, und zwar sowohl gegen das Gebot der Gottesliebe als auch gegen das Gebot der Nächstenliebe. Mütter, die ihre Kinder "liebevoll" in die Welt der Magie einführen, tun ihren Kindern nichts Gutes, sie fügen ihnen einen unkalkulierbaren Schaden zu. Christen aber sind aufgefordert, ihre Kinder zu lieben und vor Schaden zu bewahren!

Überflüssig zu erwähnen, dass Harry-Potter-und andere vergleichbare Bücher in keinen christlichen Haushalt und in keine christliche Buchhandlung gehören.

Gottes Wort warnt uns: "Seid nüchtern und wachsam; denn euer Gegenspieler, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht, indem ihr fest im Glauben an Jesus Christus gegründet seid!" (nach 1. Petrus 5,8).

Literaturverzeichnis

zum Beitrag von Prof. Dr. Reinhard Franzke

Budapest, Z.E.: Herrin der Dunkelheit - Königin des Lichts. Freiburg i. Breisgau 1991 Butler, E.W.: Das ist Magie. Freiburg i. Breisgau 1994 Das Hexenbuch. München 1987 Franzke, R.: Was ist Schamanismus? Lage 1998

Grandt/Grandt: Schwarzbuch Satanismus. Innenansicht eines religiösen Wahnsystems. München 1995 Graichen, G.: Die neuen Hexen. Hamburg 1986 Harner, M.: Der Weg des Schamanen. Reinbek b. Hamburg 1996 Hauskeller, J.: Im Namen des Satans. Wuppertal, Zürich 1995

Lukas: Vier Jahre Hölle und zurück. Bergisch-Gladbach 1995

Malanowsky/Köhle: Hexenkraft. München 1996

Oertli, J.: Das schamanische Praxisbuch. München 1996

Parker/Parker: Die Kraft der Magie. Stuttgart 1993

Trimondi/Trimondi: Der Schatten des Dalai Lama. Düsseldorf 1999 Warnke, M.: Der Agent des Satans. Erzhausen 1992

Quellenhinweis: Dr. Lothar Gassmann: Esoterik als Lebenshilfe? Die Wahrheit über Astrologie, Spiritismus, Magie und Zauberei. Mit einem Beitrag von Prof. Dr. Reinhard Franzke über "Harry Potter", Verlag für Reformatorische Erneuerung, Wuppertal, 96 Seiten, ISBN 3-87857-306-5 (EURO 5,- DM). - Abdruck nur mit Quellenhinweis erlaubt. Erhältlich unter Tel. 07231-66529, h.p.wepf@bibelkreis.ch 07231-4244067,