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18.12.03

Frage 1230

Hallo, habe vor kurzem Hebr. 10, 26 + 27 gelesen. Wie soll ich das verstehen? Wenn ich also willentlich gesündigt habe, gibt es für mich keine Vergebung mehr? Oder versteh ich das falsch?
 
Grüße von Claudine

20.12.03

Hallo Claudine,

 ich möchte es mir einfach machen und den Bibelausleger H. Smith zitieren, der folgendes über diese Bibelstelle schrieb:

 „Der Apostel hat die Gefahr beschrieben, die Hoffnung aufzuge­ben, die Gefahr, daß wir uns gegenseitig kränken und unser Zusam­menkommen versäumen. Nun warnt er uns vor der weitaus größe­ren Gefahr des Abfalls, die das christliche Zeugnis angreift. Mit Willen zu sündigen, bedeutet, vom christlichen Glauben abzufallen. Der Apostel spricht hier nicht von solchen, die in die Welt zu­rückgehen mögen wie Demas, von dem wir in einem anderen Brief lesen. So jemand kann wiederhergestellt werden. Der Abgefallene gibt nicht nur das Christentum auf, sondern nimmt irgendeine menschliche Religion an, nachdem er sich zum Christentum be­kannt hatte. Er sagt eigentlich: »Ich habe es mit dem Christentum versucht, aber ich finde das Judentum oder den Buddhismus oder irgendeine andere Religion besser.« Für solche bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses furcht­volles Erwarten des Gerichts. So jemand behandelt den Sohn Got­tes geringschätzig, er verachtet das Opfer Christi und schmäht den Geist der Gnade.

Der Abgefallene muß Gott überlassen werden. Es ist nicht unsere Sache, Vergeltung zu üben. Gott kann uns nicht mit der Vergeltung beauftragen. Uns wird ganz eindeutig gesagt: »Mein ist die Rache, ich will vergelten«, spricht der Herr. Der Abgefallene wird erfah­ren, daß es furchtbar ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fal­len.“

 Herzliche Grüße

Stephan Isenberg

www.soundwords.de


20.12.03

Lieber Stefan

Ich danke Dir für die klare Antwort. Es ist, so wie ich es zu beurteilen vermag eines der am weitesten verbreiten Übel, dass zwischen Wiedergeborenen  und blossen Bekennern nicht unterschieden wird. Aber  gerade solch unklarjhe9iten waren für mich persönlich segensreich, damit ich dazukam, in der Schrift zu zulesen,  was wirklich in ihr steht und nicht hineinzulesen, was wirklich nicht drin steht.

Unterscheidungen
Sicherheit

Herzliche Grüsse

Hans Peter