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20.12.03

Frage 1237

... Vor kurzem bei einem Bibelabend kam ein Gebetsanliegen zustande, bei dem für eine verstorbene Verwandte
einer Teilnehmerin gebetet werden sollte. Ich meinte : Man soll doch für keine Verstorbenen beten, denn es steht
geschrieben, es ist dem Menschen gesetzt zu sterben danach aber das Gericht, beten bringt dann nichts mehr.
 
Daraufhin ein Mitbruder : Aber Gott steht doch ausserhalb der Zeit, man kann doch beten, dass Gott in der Vergangenheit
in das Leben des Verstorbenen und damals noch Lebenden eingreift und ihn rettet.
 
Was haltet Sie von derart abstrusen Gebetskonstruktionen ?

Christian

21.12.03

Beten für Tode macht keinen Sinn. Entweder der Tode war bekehrt und dann ist er ja gerettet - also Gebet wäre unsinnig. War der Tote nicht für Jesus entschieden - dann wird er in die Hölle kommen. Auch da macht es keinen Sinn mehr, dafür zu beten. Die Tatsache, dass jemand verloren in den Tode geht, ist dann eben Fakt. Und man kann die verlorene Zeit nicht mehr zurück beten. Das würde ja bedeuten, wir beten nun, dass das Attentat auf Hitler erfolgreich gewesen wären, und hätte unser Gebet Erfolg, müßte dann zu einem gewissen Zeitpunkt die gesamte Weltgeschichte sich bis auf den heutigen Tag verändern. Ich denke, dass gibt es nur in Filmen aus Hollywood - und hat mit einem nüchternen Bibelverständnis nichts zu tun. Gott ist gerecht und jeder Mensch wird gerecht gerichtet werden.

Ich kenne das Beten für Tode nur aus der katholischen "Kirche" und die hat mit der Bibel nichts zu tun.

Gruß

Michael/de