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Was lehrt Ulf Diebel?

Die Lehre von Ulf Diebel und Ephraim Frank:

Zusammenfassung:

Die zehn verlorenen Stämme („Ephraim“ = Nordreich Israel) werden seit Pfingsten gesammelt. Die Juden sind zurückgekehrt aus Babel – sie sind das Israel zur Zt des NT. Aber Juda ist so lange verstockt, bis Ephraim vollkommen in seine Erstgeborenen-Position hineingekommen ist.

Wer ist Ephraim? – Ephraim sind alle Menschen, die sich bekehren!! Sie alle stammen fleischlich von Abraham ab, denn alle Gläubigen sind „Kinder Abrahams“. Nur Gott weiß, wer von Abraham abstammt. Und Gott erwählt nur solche, die von Abraham abstammen, dass sie sich bekehren können.

Und weil alle (nichtjüdischen) Christen Kinder Israels sind, gilt auch für sie die Thora. Und sie haben den Auftrag, eines Tages ins Land Israel zurückzukehren.

 (zT aus seiner Homepage: thora.de)

Seine Worte (aus dem Internet)  sind blau und kursiv dargestellt (Betonungen sind von mir, TJ)

Kommentare von mir (TJ) in Schwarz.

Nur Juden und Ephraimiten sind erwählt

Sein Missverständnis vom Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen: Mt 13:

In Bezug auf unser Gleichnis müssen wir erkennen, dass die Söhne des Reiches, also wir Gläubige aus den Nationen, von vornherein auserwählt waren, um durch unser Wachstum Frucht zu bringen und dann in das Reich unseres Herrn einzugehen. Wir wurden nicht im Laufe unseres Lebens zu Söhnen des Reiches, sondern wir waren es schon immer, da der Same, den wir darstellen, dies so festlegte. Es ist erst zum Zeitpunkt unserer „Bekehrung“ sichtbar, dass wir vom guten Samen waren.

Er meint, man könne nicht glauben, wenn man nicht Abrahams Same ist.

Jeder Gläubige in dieser Welt ist also nicht „zufällig“ zu Gott gekommen, sondern aufgrund seiner Eigenschaft als „Same“. Dieser Same trägt etwas in sich, was einzigartig ist. Es ist die Fähigkeit zu glauben, wie unser Vater Abraham glaubte. Denn was sagt die Schrift? Abraham aber glaubte Gott und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet (Römer 4:3). Denn wir sagen, dass der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist. (Vers 9b).

Es handelte sich nicht etwa um irgendeinen ominösen Glauben, den man nicht greifen konnte, sondern es was DER Glaube, der ausschließlich in Abraham vorhanden war. Diese Fähigkeit zu glauben ist in jeden Samen Abrahams hineingelegt worden.

TJ: d.h. Wenn Gott die Menschen auffordert zu glauben, sei das nur, damit festgestellt werden kann, ob derjenige ein Same Abrahams ist.

ABER: Die göttliche Aufforderung, zu glauben und Buße zu tun, ergeht (seit Pfingsten) an jeden Menschen: Ag 17,31.

TJ Schlussfolgerung nach Diebel:

Wenn nur die fleischlichen Nachkommen Abrahams glauben können und gerettet werden können, so ist heute – im Zeitalter der Gemeinde – das Heil nicht für jeden Menschen gedacht!

Dagegen (TJ): 1T 2,4-5 HEUTE will Gott, dass jeder gerettet werde, (nicht erst im Millennium ist es so). Man muss VOR Christi Wiederkunft gerettet werden!

Die Heiden-Christen sind Ephraim

Er meint, die „Nationen“ in Rm 11, die eingepfropft werden, sind Ephraim.

In dem Moment, wo jemand Jesus nachfolgt und ihn als Herrn anerkennt, ist er in das Königreich Israel eingepfropft. (Siehe besonders Römer 11) Jeder Gläubige IST damit Teil Israels. Die Gläubigen haben aber nicht etwa die Juden ersetzt, sondern sind neben den Juden dazugestoßen. Die Frage der ersten Jünger war ja nicht in erste Linie, was machen wir mit den „Heiden“, sondern vielmehr, was machen wir mit denen, die aus den Nationen herausgekommen sind und müssen diese neben ihrer Bekehrung zu Jesus auch noch Juden werden, also Teil des Hauses Juda.

Er meint, dass Ephraim die „Vollzahl der Nationen“ (d.i. der Bekehrten, derer aus den Nationen) ist:

Ephraim wird als Erstgeborener vor Manasse eingesetzt und somit Erbe des Namens Israel. Wir werden später sehen, das Ephraim vielfach das Synonym für das gesamte Haus Israel ist, da Ephraim zur ersten Kraft im Nordreich Israel heranwächst. Weiter wird Ephraim verheißen, das er eine „Fülle von Nationen“ sein wird. Allerdings heißt es im Hebräischen nicht „mela le goim“, was bedeuten würde „von“ oder „aus den Nationen“, sondern „mela ha goim“, was bedeutet, das Ephraim „die Fülle der Nationen“ oder die „Vollzahl der Nationen“ sein wird.

 

TJ: Rm 11 lehrt, dass die Heiden in den Baum eingepfropft wurden, nicht in Israel.

Frage: Was ist der Baum, die Wurzel (mit Stamm)?

Der Heilsbaum! Es geht um Ein- und Ausgepfropftwerden aus dem Heil (11,26), nicht aus Israel, sondern (im AT) aus dem treuen Überrest Israels und (im NT) aus den messiasgläubigen Israeliten zusammen mit den aus den Völkern eingepfropften (Heiden-) Christen! D.h. wer eingepfropft ist, ist gerettet, wer nicht, ist verloren! )

V. 16: Baum ist nicht Israel!

Baum ist das Heil, der gläubige Überrest Israels (zusammen mit den alttestamentlichen Gläubigen aus den Völkern) Denn es geht um das Heil (V. 26; V. 25 „eingehen“ = ins Heil kommen)

 

Dazu Herbert Jantzen (zu Rm 11):

„Es geht in diesem Kapitel zur Hauptsache um das Volk Israel, aber das heißt nicht, dass die Wurzel bzw der Stamm speziell jüdisch sein müsste. Es fällt nämlich auf, dass Paulus diesen Teil des Ölbaums nie genau identifiziert. Die Glaubensgemeinde des AT beschränkt sich keineswegs auf Israeliten. Sie beginnt auch nicht mit Abraham, sondern in der allerersten Familie und schließt Persönlichkeiten wie Noah, Melchisedek, Jetro, Ruth, Uria, Rahab, Ittai, Naeman und Nebukadnezar ein.

    Im Hintergrund dieses Bildes ist allerdings Christus. Er ist „Saft und Fettigkeit“ des Ölbaums, er ist die Verheißung, die Abraham gegeben wurde: „der Same“ und „der Segen“, der zu allen Völkern kommen sollte; Jesus Christus ist „die Wurzel aus dürrem Erdboden“ (Jes 53,2). Diese saftige Wurzel bringt Zweige hervor – in Form von Gemeinde (alttestamentliche und neutestamentliche, TJ). Die Zweige waren an Christus gläubig gewordene Juden. Aber es gibt auch Zweige, die aus fremden Ölbäumen geholt und auf diesen gepfropft werden. So gehören sie jetzt zum Ölbaum Gemeinde Jesu, des verheißenen Gesalbten. Sie dürfen sich aber nicht überheben; sonst werden sie wieder entfernt. Leben sie vom Saft des Stammes, in Abhängigkeit von Christus, so werden sie bleiben und Frucht bringen.“

 

Er belegt dass die heutigen Heidenchristen Abrahams fleischlicher Same sind mit: Rm 4,16; Gal 3,29;

Seine Auslegung von Gal 3,29:

Daher redet der Galaterbrief in Kapitel 3 Vers 29 davon, dass wir – wenn wir in Christus sind – zu Abrahams Samen zählen. Wenn wir zu Christus gehören, wurde quasi der Beweis erbracht, dass wir seit jeher Same Abrahams waren, der nun aufgegangen ist. Und im Hinblick auf das Gleichnis des Sämanns, der auf die verschiedenen Böden sät, ist es eine Gnade, dass wir als Same „aufgingen“ und nicht auf den Wegesrand fielen, um von den „Vögeln aufgefressen zu werden.“

Er meint, die aus den Völkern Bekehrten sind gar nicht Heiden, sondern Israel (= Ephraim):

Das bedeutet letztendlich: die Gläubigen aus den Nationen sehen so aus wie Nationen, haben Sprachen aus den Nationen, benehmen sich wie die Nationen, leben in den Nationen, aber es sind letztendlich Israeliten, der übriggelassene Same Gottes und das zerstreute Haus Israel.

Als Bestätigung zitiert er 1P 23,9f; Rm 9,24ff und Jk 1,1 (D.h. Er anerkennt nicht, dass der Jk auch an die (zwölf-stämmigen! vgl. Ag 26,7) Judenchristen geschrieben wurde, die sich ja noch in Synagogen versammelten vgl. Jk 2,2.)

 

TJ: Anm zu 1P 2,9f:

Die Heidenchristen sind deshalb Priester und Könige und Fremdlinge in der Zerstreuung, weil sie in Christus Miterben mit Israel (Eph 3,5-6) geworden sind, und daher der geistlichen Güter Israels teilhaftig geworden sind: Sie sind im geistlichen Bereich, was Gottes Volk im irdischen war: Priester, Könige und Fremde unter den Völkern. Daher auch die Mitteilung, dass sie alle sich noch in „Babylon“ (d.h. in der Ferne, Fremde) befinden. 1P 5,10ff

 

Diebel sagt: 1T 2,4-5: Dieser Vers gilt nicht für heute. Vorher muss sich Ephraim bekehren. Er meint, der Vers gilt erst für das Millennium. Erst dann will Gott das erfüllen: er will dann, dass alle gerettet werden. (d.h. Heute will Gott noch nicht, dass alle Menschen gerettet werden, sondern nur Ephraim.)

TJ: Gal z.B. belegt klar, dass die Völker, auf die der Segen Abrahams kommt, nicht Ephraim sind, sondern die Heidenvölker.

 

Frank sagt: parepidemois bedeute ein Volk “living alongside the heathen“.

TJ: Das ist falsch!

Parepidemos: parepi,dhmoj, on (s. prec. entry; Polyb. 32, 6, 4; Athen. 5, 196a; OGI 383, 150; PPetr I, 19, 22 [225 BC]; III, 7, 15; LXX; Just., A I, 67, 6.-Dssm., B 146f [BS 149]) pert. to staying for a while in a strange or foreign place, sojourning, residing temporarily in our lit. subst. o` parepi,dhmoj stranger, sojourner, resident alien, of Christians, who are not at home in this world evklektoi. p. chosen sojourners 1 Pt 1:1. (W. pa,roikoi [cp. Gen 23:4; Ps 38:13]) 

Frank meint schlussfolgernd: Ein Volk, das untern den Nationen Fremdling sei, könne nur Israel (Ephraim) sein.

TJ: Das ist falsch.

Frank meint, die 2 Söhne (Lk 15) seien Juda und Ephraim.

TJ: Das ist nicht, was in Lk 15 steht. Der verloren Sohn waren nicht Ephraim, sondern die offensichtlich in Sünde lebenden Juden: die Sünder und Zöllner! Lk 15,2

Wer ist die große Nachkommenschaft Abrahams?

Rm 4

Was die vielen Nachkommen Abrahams (durch sowohl Juda wie Ephraim) betrifft, gibt Rm 4 sehr deutlich Antwort:

Rom 4:16 Deswegen ist es aus Glauben, damit es nach Gnade sei, damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem vom Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist Rom 4:17 (so, wie geschrieben ist: „Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht” {1.Mos. 17,5}) vor dem, dem er glaubte: Gott, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft wie Seiendes; Rom 4:18 – der über Hoffnung hinaus auf Hoffnung glaubte, um ein Vater vieler zu werden, gemäß dem, das gesagt ist: „So wird dein Same sein.” {1.Mos. 15,5} Rom 4:19 Und nicht schwach im Glauben, achtete er nicht auf den eigenen schon erstorbenen Leib – er war etwa hundertjährig – noch [[auf]] das Absterben des Mutterleibes der Sara. Rom 4:20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde [[innerlich]] kräftig im Glauben, gab Gott die Ehre, Rom 4:21 und er hatte volle Gewissheit: Was er[1] verheißt, ist er auch imstande zu tun.

Rom 4:22 Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.

Rom 4:23 Es wurde aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm angerechnet wurde, Rom 4:24 sondern auch unseretwegen, denen es angerechnet werden soll, denen, die auf den vertrauen[2], der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckte, Rom 4:25 der wegen unserer Übertretungen dahingegeben und wegen unserer Rechtfertigung auferweckt wurde.

Gal 3

Gal 3 zeigt, dass die aus den Völkern nicht Ephraim sind

Gal 3,8: Gott wollte die Heidenvölker aus Glauben rechtfertigen. Es geht also nicht um Israel (Ephraim)

Gal 3,8-9: Die Segnung aller Heidenvölker – geschieht nicht erst im Millennium, sondern bereits in der Gemeindezeit. So sagt Paulus hier. (V. 9 ist Gegenwart!)

Gal 3,14: In Christus kommt (jetzt schon, in der Gemeindezeit) der Segen Abrahams zu den Heiden, nicht erst im Millennium.

Gal 3,16: Die Nachkommenschaft Abrahams besteht letztlich aus nur einem einzigen: Jesus Christus! ER ist der Segen und Verheißungsträger. IHM gilt die Verheißung von 1M 12. Gal 3,19.

Wer kommt unter den Genuss dieser Verheißung? Gal 3,22: Die Glaubenden. Warum? – einfach deshalb, weil sie fleischliche Nachfahren Ephraim sind? Was sagt Gal 3: Weil sie durch den Glauben IN Christus sind! Waren sie EHE sie in Christus kamen bereits Kinder Abrahams? Nein! Gal 3,22 „gegeben werde“. Sie waren vorher keine Verheißungsträger. Erst IN Christus wurden sie es.

Wie wird man ein Sohn Gottes? Durch den Glauben. Gal 3,26Nicht umgekehrt: Man sei vorher Sohn Gottes und erkennt es, weil man (von Gott) bekehrt wurde.

Ebenso: Wie wird ein Heide Sohn Abrahams? – Durch sein Versetztwerden in DEN Samen/Nachkommen Abrahams: Jesus Christus. Wie kommt man da rein? – durch den Glauben! Wie wird also ein Heide Sohn Abrahams? – Durch den Glauben. NICHT umgekehrt: Man sei vorher schon Sohn Abrahams und erkenne es, weil man (von Gott) bekehrt wurde

Von wem man fleischlich abstammt, ist belanglos! V. 3,28! Denn IN Christus sind sie beide, die fleischlichen Kinder Abrahams und die Heiden EINER: nämlich Christus und des Christus – und SO sind sie DADURCH Abrahams Nachkommen!

D.h. also Israel und die Völker (die „Griechen“) werden IN Christus zu (geistlichen!!) Nachkommen Abrahams.

[Nb: Diebel selbst sagt, dass die „Griechen“ nicht Israel sind:  Der Begriff Nationen… ist  weniger erklärungsbedürftig, da damit ja alle gemeint sind, die Nicht-Israel sind. Paulus bezeichnet diese Personen als „Griechen“, an anderen Stellen wird von den Heiden gesprochen. Grundsätzlich sind die „Nationen“ all die Völker, die nicht in einer verwandtschaftlichen Beziehung zu den Stammvätern Abraham, Isaak und Jakob stehen und einen Weg ohne den Gott Israels gegangen sind.]

Sind die Christen Ephraim?

Wie werden die Heiden gerechtfertigt?

Durch Glauben: Rm 3

Wie kommt ein Heide ins Heil?

Rm 1,5 indem er gehorsam wird Rm 16,26

Dazu muss man vorher hören und glauben: Rm 10. Rm 1,15-17; 3,22.26-30

 

Nicht nur „Israel“ Gottes Volk: Mt 21,41.43

 

Gal 3,7-9.14: zuerst waren sie Heiden, nicht Abrahams Same.

Dann kamen sie zum Glauben. Dadurch kamen sie in Christus. SO wurden sie Abrahams Same, gesegnet in Abraham, weil sie in Christus kamen. V. 14

Gal 3,16.19: Jesus Christus ist der Same. Alles muss durch IHN hindurch – sowohl Israel wie die Heidenvölker.

SO kommt die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus auf alle, die glauben.

Gal 3,26-28. So wird man SOHN (Abrahams und Gottes)

 

Wie kommt man in Christus?

Eph 2,1-10: V. 8 durch Glauben; 3,12 durch Glauben; vgl. 3,17 auch Christus kommt in uns hinein durch Glauben und wohnt durch Glauben in uns

Wie kam der Geist in uns? Gal 3,2 Durch Glauben; Vgl. Ag 19,2; Eph 1,13

 

Zu Rm 11:

2 Gruppen:

a) Israel V. 1. 14

b) Heidenvölker V. 11-13. Welt V. 15.

Vgl. V. 28-32: Ihr – die Heiden. Sie – die mit den Vätern (Abraham, Isaak, Jakob) in Verbindung stehen, = die Nachkommen Abrahams

 

Rm 4: Abraham ist auch der Vater der unbeschnittenen Glaubenden

Heiden nicht gleich Ephraim: V. 13: Welt

Wie wird man Abrahams Same: Aus Glauben: V. 16 (beachte: Ephraim gehört zu der „Abrahamnachkommenschaft nach dem Gesetz“)

 

1Kr 1,24: Juden und Griechen. Griechen nicht gleich Ephraim.

 

Eph 2,11ff Heiden, nicht Ephraim

3,1.6: Heiden, nicht Ephraim

Gal 6,15

Gottes Israel steht den bekehrten Heidenchristen gegenüber. (nicht Gegenüberstellung: Ephraim – Juda)

Stellen, die zeigen, dass das nach der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrte Juda „Israel“ ist:

Bei der Rückführung kehrt nicht nur Juda heim, sondern auch Israel.

Esr 2,70; 8,25.35 (deshalb 12!); 9,1; 10,2.10

Neh 7,72; 8,1; 9,1; 11,18-20; 12,47

Im Lande befinden sich dann auch solche aus anderen Stämmen

Lk 2: Hanna aus dem Stamme Asser

Ag 26,7: Das jüdische Volk von damals war das Zwölfstämmevolk!

NB: Viele aus Ephraim waren zu Juda übergelaufen: 2Ch 15,9; 11,16; 30,11.18;

1Ch 9,3

Bei der endzeitlichen Rückführung geschieht die Sammlung Ephraims und Judas parallel.

 Juda und Ephraim gleichzeitig, nicht zuerst Ephraim und dann erst Juda, wie Diebel nach Rm 11 lehrt.

Rm 11:

Nach Diebel seien die wilden Ölbzweige die Ephraimiten. Paulus aber spricht in Rm 11 vom Gegensatz: Israel und die Nationen (vgl. auch Gal 3 und Rm 11,28-32, um festzustellen, wer mit Nationen/Völker gemeit ist). Vor allem ist zu beachten: Rm 11,11-15 und V. 25 (die Fülle der Völker!) Rm 11,28-32 stellt sie ebenfalls gegenüber: Die Auswahl (= Israel: Juda UND Ephraim) einerseits, die Völker andererseits.

Eph 3: Wir werden Miterben mit Israel:

3,6: dass die, die von den Völkern sind, Miterben und ein Mitleib und Mitteilhaber seiner Verheißung seien in Christus Jesus durch die gute Botschaft

Sie sind dsaher nicht selber Israel. Man kann nicht Miterbe sein, wenn man per Natur schon ERBE ist!

Die aus den Völkern sind ein neues Volk Gottes, nicht ein altes Ephraim

Tt 2: der Herr Jesus Christus hat sich aus den Völkern ein neues Volk gemacht, nicht das alte Ephraim einfach gesammelt.

der sich selbst für uns gab, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufe und sich selbst ein erlesenes Volk reinige, eifrig in edlen Werken

Ag 15,14 Symeon erzählte, wie Gott erstmals darauf sah, um aus den Völkern ein Volk für seinen Namen zu nehmen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, so, wie geschrieben ist: ‚Nach diesem werde ich zurückkehren und das Zelt Davids, das gefallen ist, wieder bauen. Und seine Trümmer werde ich wieder bauen, und ich werde es wieder aufrichten, damit die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn <mit Fleiß> suchen und alle, die von den Völkern sind, sie, auf die[3] mein Name gerufen worden ist, sagt der Herr, der dieses alles tut.

Übrigens: Hier ist das Fragen der Übrigen der Menschen nicht das Fragen im Millennium, sondern bereits das Fragen in der Gemeindezeit. Gal 3 zeigt, dass in der Gemeindezeit die Völker nicht Ephraim sind.

Stelle die zeigt, dass Abraham geistliche Nachfahren hat und dass die Verheißung des Segens an sie geht.

    Gal 4:21 Sagt mir – ihr, die ihr unter dem Gesetz sein wollt – hört ihr nicht das Gesetz? Gal 4:22 – denn es ist geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der leibeigenen Magd und einen von der Freien. Gal 4:23 Jedoch ist der, der von der leibeigenen Magd war, nach dem Fleisch <gezeugt und> geboren, aber der, der von der Freien war, durch die Verheißung, Gal 4:24 welches als Bild dient, denn diese sind die zwei Bündnisse. Der eine Bund ist der, der vom Berge Sinai ist, der Versklavung erzeugt, welcher Hagar ist, Gal 4:25 denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien. Er entspricht dem gegenwärtigen Jerusalem: Sie ist mit ihren Kindern in Versklavung. Gal 4:26 Aber das obige Jerusalem ist frei, welches unser aller Mutter ist, Gal 4:27 denn es ist geschrieben: „Sei fröhlich, Unfruchtbare, die du nicht gebierst. Brich [in Jubel] aus und rufe, die du keine Geburtswehen hast, weil die Kinder der Einsamen viele sind, mehr als die Kinder derer, die den Mann hat.” {Jes 54,1}

    Gal 4:28 Aber wir, Brüder, sind Kinder der Verheißung, nach [der Art] Isaaks. Gal 4:29 Jedoch gleichwie damals der, der nach dem Fleisch <gezeugt und> geboren war, den verfolgte, der es nach dem Geist war, so ist es auch nun. Gal 4:30 Jedoch was sagt die Schrift? „Tue hinaus die leibeigene Magd und ihren Sohn, denn auf keinen Fall darf der Sohn der leibeigenen Magd mit dem Sohn der Freien erben!” {1.M 21,10}

    Gal 4:31 Dann sind wir, Brüder, nicht Kinder einer leibeigenen Magd, sondern der Freien.

        Gal 5:1 In der Freiheit, mit der Christus uns frei machte, steht also fest und lasst euch nicht wieder in einem Joch der Versklavung festhalten.

Geld nach Israel

Diebel meint, Christen (weil sie Ephraim sind) sollten sich für Israel – dem Bruder –einsetzen:

Ich glaube, dass es unverzichtbar ist dem anderen Teil der Familie beizustehen. Jeder einzelne von uns ist berufen unseren Bruder zur Eifersucht zu reizen. Dies kann durch Gebet geschehen. Beginnen sie Israel zu segnen und für die Errettung des ganzen Hauses Israel. Beten sie für den Frieden Jerusalems.

Es kann aber auch durch Ihre Person geschehen, indem sie nach Israel gehen und Jesus vorleben. Predigen können sie ihn nur selten, da er durch die Taten der sogenannten Christen gehaßt wird. Aber sie können ihn vorleben und andere mit der Liebe Gottes lieben, die durch den Heiligen Geist in ihnen ist. Oder sie können an diejenigen geben, die eines von beidem tun. Wie z.B. die Christliche Botschaft in Jerusalem

 Diebel meint, man solle seinen Zehnten nach Jerusalem bringen:

Ein Möglichkeit der Beantwortung wäre der Aufforderung nachzufolgen, die besagt, dass wir den Zehnten persönlich nach Jerusalem bringen sollen (5.Mose 26:2). …Wer nun nicht nach Jerusalem kommen kann, um seinen Zehnten persönlich abzugeben, kann dies so tun, wie auch schon Paulus den Gemeinden geraten hat. Man gibt es jemandem mit, der nach Jerusalem geht. Eine weitere Möglichkeit ist uns durch die moderne Technik gegeben, die uns erlaubt Überweisungen, Schecks, oder Kreditkartenzahlungen nach Jerusalem zu schicken.

Der Zehnte wird vom Gesamteinkommen (brutto) berechnet und ist der Teil, den Gott für sich direkt fordert. Nach Gottes Willem soll der Zehnte an den Ort gebracht werden, an dem er seinen Namen wohnen lässt für ewig (siehe auch Kommentar der letzten Woche), das ist Jerusalem.

Diebel empfiehlt pfingstliche Gemeinden, die man in Israel unterstützen solle.

Es gibt eine Reihe von guten Organisationen und Gemeinden, die in Jerusalem Jesus Christus groß machen. Dazu gehören lebendige Gemeinden wie die „King of Kings Assembly“, die „Christ Church“ Gemeinde, die „Sukkat David“ und andere. Auch gemeindeübergreifende Organisationen wie die „Internationale Christliche Botschaft“, die „Christian Friends of Israel“, oder „Bridges for Peace“ sind eine Möglichkeit seinen Zehnten nach Jerusalem zu geben.

Pfingstliche Heilungslehre

Diebel glaubt, dass wir durch Jesus Christi Tod Gesundheit für unseren Körper schon heute in uneingeschränktem Maß in Anspruch nehmen können:

Doch neben der Erlösung unseres Körpers bei der Auferstehung der Toten, haben wir schon jetzt die Zusage, das durch die Folterungen die Jesus ertragen musste unserem jetzigen Körper physische Heilung widerfahren kann: Jesaja 53:5 ® Durch das was Jesus für uns getan hat, dürfen wir Gesundheit für unseren Körper schon heute in uneingeschränktem Maß in Anspruch nehmen.

Christen sollen nach Israel

Diebel meint, die Christen müssten in der Endzeit vor Christi Wiederkunft  nach Israel ziehen und dort auf den Messias warten:

Die Samen Abrahams wurden, wie wir gesehen haben, unter die Völker gesät, und es besteht die Verheißung, dass diese Samen eines Tages wieder zurückkommen, um ihr Königreich aufzubauen. Während das Haus Juda teilweise schon wieder im Land Israel ist, fehlt weiterhin das Haus Israel, um das von Gott gegebene Land einzunehmen. … Die Wiederherstellung des Königreiches Israel findet mit der Rückkehr Jesu statt. Er kommt nicht etwa nach New York, Berlin oder Tokio zurück, sondern nach Jerusalem in Israel. Nicht in einen palästinensischen Staat mit „Ost-Jerusalem“, sondern in einen israelischen Staat, um sein Volk vor dem letzten Angriff aller anstürmenden Nationen zu befreien. Dies wird erst dann geschehen, wenn die beiden Häuser Israel und Juda auch wieder vereint sind, da erst alles geschehen muss, wovon die Propheten geredet haben, bevor Jesus wiederkommen kann.

(Seine Belegstelle: Hes 37,21: Siehe, ich nehme die Söhne Israel aus den Nationen heraus, wohin sie gezogen sind, und ich sammle sie von allen Seiten und bringe sie in ihr Land. Und ich mache sie zu <einer> Nation im Land, auf den Bergen Israels, und ein einziger König wird für sie alle zum König sein; und sie sollen nicht mehr zu zwei Nationen werden und sollen sich künftig nicht mehr in zwei Königreiche teilen.

 

Mit der Rückführung des Hauses Juda in das von Gott gegebene Land begann das Ende dieses Zeitalters, in welchem zum Schluss sowohl das Haus Juda als auch das Haus Israel Jesus als ihren König anerkennen.

Wo bleiben nun – oder vielmehr: woher kommen die „Heiden?“ (also Sie und ich)

Nur durch ein aus Ägypten herausgeholtes Israel war sichergestellt, dass es für andere zum Segen sein konnte. Nur durch ein in das verheißene Land hineingebrachtes Volk konnte die ganze Torah gehalten werden und gewährleistet werden, dass Fremde Zugang zu Gott hatten.

Die Erlösung der Welt geht nicht ohne ein im verheißenen Land lebendes Volk Israel. Die Wiederkunft Christi ist damit verbunden, dass ein erlöstes Volk Jesus zuruft „Baruch Haba“ – „Sei willkommen“ (w.: gesegnet sei der da kommt)

Die Rückkehr der Juden in das verheißene Land ist eine der Voraussetzungen, damit Jesus wiederkommt. Jesus wird nicht in ein moslemisches Palästina kommen, sondern er wird zu seinem Eigentumsvolk kommen!

Aber wir müssen auch feststellen, dass mit den Juden nur ein Teil Israels im Land ist und weder ganz Israel errettet ist, noch ganz Israel im Land wohnt. Jesus wird nicht wieder kommen, bis nicht alles geschehen ist, wovon die Propheten gesprochen haben, bzw. wenn nicht das geschehen ist, was im Gesetz, den fünf Büchern Mose, geschrieben steht.

5M 30, 1-6 Bevor nicht diese Schriftstelle erfüllt ist, wird Jesus nicht wiederkommen!

 

Endzeit: Jesus kommt in der Generation von 1948/1967

Er meint, unsere Generation von 1948/1967 wird nicht vergehen, bis Jesus Christus wiederkommt:

Ich glaube daran, dass Jesus die Generation meinte, welche die Auferstehung des israelischen Staates und die Wiedervereinigung Jerusalems mit den rechtmäßigen Eigentümern erleben würde. Diese, sprich unsere,  Generation wird also nicht vergehen, bis das alles geschehen ist.

Einen weiteren Hinweis gibt uns Jesus, indem er sagt: „wie in den Tagen Noahs“. Die Tage Noahs betrugen 100 Jahre! Denn es vergingen 100 Jahre von dem Zeitpunkt, da Noah den Auftrag erhielt, die Arche zu bauen und dem Tag, da Gott das Gericht über die Menschen brachte.

Wann diese Tage nun begannen, kann man nur vermuten. Begannen die Tage bei der Gründung des Staates 1948? Der Wiedervereinigung Jerusalems 1967? Der Abgabe der Balfour Deklaration? Dem Abzug der Ottomanen 1917? Da man nicht genau bestimmen kann, an welchem Tag diese Zeitspanne der Wiederherstellung Israels begann, ist es daher auch unmöglich zu sagen, wann diese Tage beendet sind. Dennoch sollte uns allen klar sein, dass wir uns in diesen allerletzten Tagen befinden und diese jederzeit in ihre letzte Phase treten könnten!

Sonstiges

Diebel spricht von den „Vertretern des Trinitätslehre“ als von anderen. (d.h. er glaubt selber nicht daran, dass Jesus Christus ewiger Gott ist!)

Diebel sagt: Wir müssen heute die Thora lernen. Sie sei für uns heute gültig (weil wir ja Israel sind)

Diebel sagt: Der neue Tempel Israels ist die Gemeinde. Daher kein irdischer (“dritter“) Tempel mehr! Abfall, weil sich der Antichrist in den Tempel setzt, in das Herz des Gläubigen – Darin sagt der Antichrist, er sei Gott. Daher: Pass auf deinen Tempel gut auf, dass sich da niemand reinsetzt.

Diebel sagt: In der Messiaszeit wird Jesus im Tempel sitzen – d.h. in den Gläubigen.

 

Mal 3: Er meint das Bekehren der Herzen zu den Vätern beziehe sich darauf, dass Christen sich ihrer abrahamitischen Erzväter erinnern und ihrer Abstammung von ihnen.

Dagegen TJ: Mal 3,23-24: Die Herzen der Väter zu den Kindern und der Kinder zu den Vätern:

Elia = JdT vgl. Mal 3,1; Jh 1; Mt 11; Lk 1,17

Buße des Volkes ® gesunde Familienverhältnisse beim Aufnehmen des Messias (bzw. beim Sich-Vorbereiten auf sein Kommen) 

Gegenteil: Zerwürfnis in den Familien, wenn ein Teil der Fam den Messias ablehnt: Mt 10,34-36. Das zeigt, dass es sich bei der Bekehrung von Israeliten in der Zt der Gemeinde nicht um die Erfüllung von Mal 3,23f handeln kann.

 

Diebel sagt: die Wächter (Jer 31:6 nozrim) seien die Christen…

TJDas Wort nozrim (Wächter) kommt aber gar nicht von nezer, sondern heißt bewahren, bewachen, …

Er wendet Jer 31 anstatt aufs Millennium auf die Gemeindezeit an (= auf die Sammlung Ephraims = der NT-Gläubigen).

 


 

[1] d. i. Gott

[2] o: an den glauben

[3] o: über denen