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Frage 1309

Hi Hans Peter!

Sag mal ist die Studienbibel vom Mac Arthurs nicht zu empfehlen?

Lieber GRuss

Gabriela


Liebe Gabriela   10.02.2004

Ich hab sie natürlich auch und habe sie (leider?? allen meinen 6 Kindern  geschenkt und der Frau und mir auch. Viele Anmerkungen sind natürlich gut. Aber wenn jemand Calvinismus lehrt, eine Lehre die aus Gott Satan und von Dämonen direkt inspiriert wurde  und Calvin (ein Mörder) Luther, ein Perversling + Mörder  + Antisemit und Pseudotheologe) verteidigt, dann warne ich einfach. Ich empfehle gar nichts, (mehr)  habe aber auch noch die Thompson,  (leugnet  ca. ungefähr das 1000JR) und Scofield,  nicht sooo umfangreich aber ein sicherer Wert. Hast Du BibleWorkshop?  Dann gibt es noch die Genfer Studienbibel, die haben aber bekannte von mir gleich weggeworfen...
in IHM
HP


10..02.04
 

Liebe Gabriela,
 
wenn Du Dich intensiver mit den Lehren MacArthurs beschäftigen willst, empfehle ich Dir entsprechende Abhandlungen unter folgendem Link:
https://bibelkreis.ch/Calvin/leer.htm oder das Buch "What love is this" von Dave Hunttestdatei
 
Nach langer Prüfung bin ich zu dem traurigen Ergebnis gekommen, dass MacArthur (und auch Arthur Pink) Irrlehrer ist und ich scheue mich nicht, zu behaupten, dass die von ihm vertretene Lehre vom Teufel ist - ebenso wie etwa die Lehre der Allversöhnung.
 
Seine Häresie stellt m.E. einen Zentralangriff auf das Erlösungswerk und den Heilswillen des Herrn dar. Von dieser Lehre sind alle Personen der Gottheit betroffen:
 
a) Gott dem Vater wird eine vorweltliche Selektion der Menschheit unterstellt, die - aufgrund der Ewigkeitsdimension - sogar die grausamen Willkürentscheidungen über Wohl und Wehe der SS-Ärzte an den KZ-Rampen übertrifft (Prädestionationslehre, die als "Gottes souveräne Gnadenwahl" verkauft wird).
 
b) Gott dem Sohn wird unterstellt, dass in seinem Werk von Golgatha Menschen a priori ausgeklammert seien (begrenzte Erlösung). Der dabei ausgeschlossene Teil der Menschen kann aus diesem Grund - vorgeburtlich bzw. vorweltlich definiert - nie zum Heil kommen. 
 
c) Gott der Heilige Geist würde angeblich nur an den vordefinierten Menschen unwiderstehlich die Wiedergeburt wirken - alle übrigen Menschen werden mit dem Heil "übergangen".
 
Darüber hinaus findest Du bei MacArthur  Calvinismus  Lehren wie "general call" bzw. "effectual call", d.h. eine Art "Scheinevangelisierung" durch den "allgemeinen Ruf", auf den jedoch die vorweltlich vom Zugang zum Heil Ausgeschlossenen, nicht reagieren können, da von Gott die "unwiderstehliche Gnade" (siehe Punkt c) vorenthalten wird.
 
Auf die hohe Verantwortung, die die Übersetzer, Verkäufer und Verbreiter dieser Lehre auf sich genommen haben, wurde bereits durch Br. Wepf deutlich hingewiesen.
 
Peter Streitenberger
Lieber monosaurostheostimä
 
Calvinisten wie MacArthur  Calvinismus  teilen den Ruf des einen Evangeliums nach den zwei Gruppen der Zuhörer (auserwählt und nicht-auserwählt) in zwei Teile,  nämlich den "wirksamen Ruf" und den "allgemeinen Ruf". Der allgemeine Ruf ist eigentlich nur eine Art "Scheinruf",  da Gott die Nicht-Erwählten ohnehin zur Hölle bestimmt (doppelte Prädestination) bzw. überlassen (einfache Prädestination) hat und diese Gruppe gar nicht glauben darf/kann/soll.

Für Mat 22 bedeutet diese Lehre,  dass die Nicht-Erwählten ohnehin der Einladung und dem Ruf "Kommt zur Hochzeit" nicht folgen konnten,  weil ihnen Gott die "unwiderstehliche Gnade" nicht gewährt - der König also an diese Gruppe eine Art "Scheineinladung" ausgesprochen hat.

Der tatsächliche Grund der Ablehnung ist jedoch in Vers 4 zu finden: "sie kümmerten sich nicht darum",  obwohl sie eingeladen waren.
Wenn es dann am Ende heißt "viele sind berufen (oder gerufen),  wenige sind auserwählt" meint dies m.E.,  dass von den vielen,  an die die Einladung erging,  nur wenige dieser Einladung nachgekommen sind. Diese wenigen aber sind auserwählt beim Hochzeitsmahl teilzunehmen.
Ich glaube sowohl,  dass es wirklich im Sinne des Königs war,  dass alle Geladenen tatsächlich auch kommen sollten,  als auch,  dass jeder Mensch (wenn er nicht bereits verstockt ist),  an das Evangelium glauben kann/darf und soll,  wenn er den Ruf,  zu Christus zu kommen,  hört.
Wer dem Ruf sich zu Christus zu bekehren gefolgt ist,  ist dann Teil der Gemeinde,  d.h. er ist auserwählt z.B. zur Heiligkeit und zum Himmel vorherbestimmt. Analog zum Gleichnis, ist der Gläubige durch das Festgewand tauglich gemacht worden d.h. auserwählt,  am Hochzeitmahl des Lammes teilzunehmen.

 
Viele Grüße
 
Peter Streitenberger