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Frage 134

Lieber Hans Peter

Was hältst Du von diesem Artikel aus Christianity Today?

https://www.christianitytoday.com/cpt/2001/001/6.44.html

Ich fand es sehr interessant für ein Artikel von einer Pastorin, die erst noch bei Willow Creek mitmacht. Zeigt auch, dass wir sehr vorsichtig sein müssen, wo und wie wir unser Urteil ansetzen. Was ist uns wichtiger: dass ein Mensch sämtliche Punkte der Lehre, der wir anhangen, auslebt, oder dass dieser Mensch zur Erkenntnis seiner Sünde gelangt und sich vom Herrn gemäss Seinem Bild umwandeln lässt?

En liebe Gruess

Peter


Lieber Peter
 
ich halte natürlich gar nichts von Artikel von sog. "Pastorinnen". Werde aber den Artikel lesen.

In IHM

Hans Peter


Lieber Hans Peter

Hhmmm.... Deine relativ heftige und absolute Antwort lässt mich vermuten, dass wir das Wort Pastor/Pastorin vielleicht nicht ganz gleich verstehen. Für mich heisst Pastor = Hirt. Der Hirtendienst ist aber nicht nur ein Amt, sondern auch eine Gabe. Die Schrift lässt auch hier genug Freiraum, dass eine Frau, die diese Gabe vom Herrn empfangen hat, sie auch ausüben darf. Das bedeutet praktisch, dass sie Kindern und Frauen als Hirtin dient, um ihnen dabei zu helfen, dem Herrn nachzufolgen. Ich selber habe Mühe, irgend jemanden einfach ein Amt, z.B. Pastor, zuzuteilen. Doch geschieht dies trotzdem, weil man in den Gemeinden nach Menschen sucht, welche diese Gabe haben und verwenden, um der Gemeinde zu dienen. Ich kann diese Menschen deshalb nicht verurteilen.

Du sagst, dass es eine Unmöglichkeit darstellt, dass eine Gemeinde eine Pastorin = Hirtin hat. Warum denn? Das ist für mich das gleiche, als wenn man sagen würde, es ist eine Unmöglichkeit, dass in einer Gemeinde jemals etwas falsch laufen könnte. Bzw. das nur eure Gemeinde die richtige Lehre hat und alle andere Gemeinden müssten sich an euch orientieren. Glaubst Du das wirklich? Die Bibel sagt, wir dürfen weder etwas hinzufügen, noch etwas weglassen, noch etwas verdrehen, was die Schrift sagt. Bis heute habe ich keine Gemeinde gefunden, welche diesem biblischen Prinzip völlig gerecht wird. Kennst Du eine? Würde auch bedeuten, dass man auch im Leben nichts mehr hat, was gegen die Schrift geht. Ist das auch eine Unmöglichkeit? Zudem finde ich das Wort Pastorin gar nicht so schrecklich und unbiblisch wie Du. Solange es sich nicht um eine Pastorin geht im Sinne der Ref. Kirche. Dort empfinde ich es wirklich als unbiblisch, was die Frauen machen.

Zudem gibt es Situationen, in denen einfach keine Männer verfügbar sind, welche die entsprechenden Arbeiten ausführen können oder wollen. Solche Beispiele findet man auch in der Schrift. Dann muss halt eine Frau einspringen. Manchmal ist dies dann auch ein Gericht, nämlich wenn die Männer nicht wollen. Schlimm finde ich es dann, wenn ein Mann will, aber die Frau will über ihn herrschen und lässt es nicht zu. Dann macht sich die Frau wirklich schuldig.

Vielleicht habe ich mich jetzt ein wenig unklar ausgedrückt. Kannst mir ja mal sagen, was Du verstanden hast.


Lieber Peter

stimmt, ich war heftig und absolut. Dafür werde ich auch meistens auf Anhieb verstanden und das ist mir recht so.  Als ich nun den Artikel, der ja recht lustig frustig abgefasst war, habe  ich sogar gedacht ob ich daneben liege, bis ich dann auf den Titel und "Auftrag..." von Nancy gestossen bin.
"Nancy Ortberg is a teaching pastor and co-director of assimilation in ministry services at Willow Creek Community Church in South Barrington."

Ich bin überzeugt dass eine Schwester den Lehrdienst nur unter Schwestern haben sollte. (Wenn überhaupt...!)  Frage mich nicht nach der Sonntagschule, alle Welt würde mich da nicht verstehen. Ansonsten bin ich voll mit Dir einverstanden. 

Dieses kommerzialisierte Pastorenturm (Mann oder Frau)  hat die Gemeinde tief ins AT zurückkatapultiert, selbst unter Brüderversammlungen, in denen  ich mich Bewege, ist ja eine trübe Tendenz in dieser Hinsicht feststellbar. Dass Du mich recht verstehst, ich geniesse auch den Dienst eines Spurgeon,  MacArthur und wie sie alle heissen, zeigt aber nur in welch erbärmlich faulen Zustand die Gemeinde Jesu ist.

Übrigens hat eine Gemeinde nicht die Lehre, sondern das Wort Gottes lehrt uns. Ich vertrete auch nicht "meine" Gemeinde weil es die gar nicht gibt. Die Gemeinde ist nämlich IHM. Ich versuche die Gemeinde vom Wort Gottes her zu verstehen. Und da sehe ich den Blumenstrauss eben nicht. Ich gehe in eine Brüderversammlung weil ich dies im Prinzip lehrmässig in der Schrift so finde. Wo wir (ich) aber geistlich stehe, das ist eine ganz andere Frage. Da stehe ich vor dem HErrn.

Dienst der Frau: Ohne den Schwesterndienst geht gar nichts, das ist klar,  aber nie in einer führenden Rolle. Und ein lehrenden  Dienst, wie Ihn Nancy offensichtlich tut, schon gar nicht. Eventuell tauschen wir uns ja mal aus, was der der biblische Dienst der Schwestern  ist?

Noch ein Wort zur "Wasserlaufweide" Gemeinde. Zusammenfassend zu all dem was ich gelesen habe,  sehe ich bildhaft den  Dienst Aarons, als das Volk nicht auf das Wort (Moses) mit den Gesetzestafeln warten konnte. Man macht halt irgendwas,  etwas dem Menschen gemäss ist,  befriedigt den Menschen. Und Gott? der unsere Anbetung, unseren Glauben, unseren Gehorsam sucht?


11.Februar 2001

Antwort an Frage 134:

 

Lieber Peter,
wie Hans Peter schon geschrieben hat, geht es nicht um seine Gemeinde....es geht um die Gemeinde Gottes!!  Wir sind als Christen dazu aufgerufen dem Herrn zu folgen und im Gehorsam gegenüber IHM zu leben (1. Joh). David preist in Psalm 119 die Gebote und Gesetze GOttes. Soviel als kleiner Einstieg.
Im 1. Timotheusbrief schreibt Paulus, das die Gemeinde (das Haus GOttes) der Grundpfeiler der Wahrheit ist...im zweiten Brief an Tim. spricht er schon von einem großen Haus mit goldenen und irdenen Gefäßen... bereits dort hat schon der Abfall vom Wort Gottes angefangen und es wird an den treuen Überrest in der Gemeinde Jesu geschrieben...(deshalb Brief an Tim. und nicht an die Gemeinde in....) Dort steht vom Verfall in der Endzeit und Timotheus ist aufgerufen ein ...Du aber... Mensch GOttes!!!
Wir sehen heute immer mehr den Verfall in der Gemeinde Jesu. Dies hat Jesus aber schon vorausgesagt (Mt 13...) dass Gemeindebild immer mehr geprägt wird von Namenschristen und wahren Gläubigen...In 2. Tim 3 und 4 steht, dass sie die gesunde lehre nicht mehr hören wollen... und heute sehen wir das immer deutlicher. Wahrheiten des Wortes werden immer mehr uminterpretiert! Wenn du mal genau die Bestimmungen eines Hirten, Ältesten, Diakons liest, steht da die Voraussetzung Mann einer Frau, nicht Frau eines Mannes... Wir sehen heute in vielen Gemeinden, auch Brüdergemeinden, dass das Amt der Frau immer mehr zeitgeistliche Formen annimmt. Man sieht das am deutlichsten in den großen Kirchen (ev..Landeskirchen, charism.,....),zuerst durften auf einmal Frauen predigen... dann leitende Aufgaben übernehmen....homosexuelle werden toleriert (ihr Leben in Sünde)....Für den gläubigen aber in dieser Zeit des Abfalls gilt: Du aber bleibe bei dem was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist.....denn alle Schrift ist von Gott eingegeben...2.Tim 3,16...Gott befohlen
yours
Dani