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Frage 1381

Lieber Hans Peter, liebe Forumleser und -schreiber,
 
jetzt muß ich doch noch mal eine Frage zur TR- bzw. Bibelübersetzungsdiskussion stellen:
 
Im Vorwort der unrevidierten Elberfelder (Auflage von 1905, das Zitat stammt jedoch aus einer älteren Auflage) ist zu lesen:
 
"Wir hielten uns für verpflichtet, unserer Übersetzung einen möglichst genauen Text, so wie ihn die mühevolle Arbeit der Gelehrten hergestellt hat, zu Grunde zu legen. Wie schon bemerkt, lag uns der Gedanke fern, eine kritische Ausgabe zu veranstalten; aber wir taten folgendes:...
...Da, wo die Gelehrten, nach Vergleichung der vorhandenen Manuskripte, in betreff der Lesart einstimmig waren, sind wir ihnen gefolgt; und wir dürfen zu unserer Freude sagen, daß sie, wenige Stellen ausgenommen, in allen wichtigen Fällen in der Lesart übereinstimmen. Infolge der von uns eingeschlagenen Methode mußten wir nicht selten von dem unvollkommenen, durch mancherlei Einschiebungen entstellten Texte des Textus receptus abweichen, den fast alle früheren Übersetzer in Ermangelung eines besseren ihrer Arbeit zu Grunde legten. ... Nur da, wo man in betreff der Veränderungen in der Lesart unschlüssig war, übersetzten wir nach dem Textus receptus..."
 
Kann mir das jemand in Klartext übersetzen? Bzw.: Weiß jemand, nach welchen "Gelehrten" und welchen Manuskripten die Übersetzer tatsächlich übersetzt haben?
 
Martin/GMX/e

https://home.debitel.net/user/martin.arhelger/elb/elberf.htm      Rudolf Ebertshäuser


Lieber Martin   13.04.03

Nachdem ich früher einfach ein Elberfelder Leser mit einem Hang zum Elberfelderbevorzugung war, dann aber durch die TR Debatten hinundher. (in verschieden Foren:  (Apollos; Tychikus; Bibelkreis.ch; Martin Arhelgers website)  hin und her schwankte, ist bei mir eine wohltuendes Pattsituation eingetreten. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch bei viele andern Geschwistern in den letzten 5 Jahren so gewesen sein mag. Ich lese hauptsächlich am PC und in meinem Handheld, und eigentlich zu 90 % die unr. Elberf. 1905. (Schriftbild schlecht, darum PC!  = jeder Bruder - Bruder sollte eigentlich ein PC,  noch besser einen MAC haben...)  Dann habe ich die Schlachter  2000 auch  immer mehr in der Hand.  Wenn du die  Vorrede zur 1871 resp 1991 Elberfelder liesst, (soll ich die einscannen?) dann hast Du einige, wenn auch nicht wissenschaftliche Hinweise zur Elberfelder Übersetzungsmethode. Die wird ein Historiker sicher nicht akzeptiere, aber das Resultat und die Akzeptanz der alten Elberfelder bei Schriftkennern  ist doch schon stark. 
Ansonnst mittels Suchen II    , mit Stichwort ; "textus" und Du bist dabei.  Wenn Du  genaueres wissen möchtest,  ins das Tychikus Forum zu empfehlen.

Liebe Grüsse

Hans Peter