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Frage 1394

1. Korinther 14,28
 
Warum soll er wenn in der Gemeinde kein Ausleger ist allein für sich selbst zu Gott reden
 
a) Damit er keinen Schaden verursacht, wenn er es schon nicht unter Kontrolle hat und einfach nicht lassen kann, dann wenigstens allein und nicht öffentlich ohne Ausleger
 
b) Soll es vielleicht doch eine Art Gebet sein, denn wozu sollte Paulus ihn sonst dazu auffordern
 
c) Oder soll es ein Zeugnis für Ungläubige sein, wenn er zwar für sich selbst zu Gott redet, aber zufällig ein Ungläubiger vorbeikommt und es hört draussen ausserhalb der Gemeinde ...
 

Chris


1386


02.04.04
Lieber Chris
 
"Warum soll er wenn in der Gemeinde kein Ausleger ist allein für sich selbst zu Gott reden"
 
1Kor 14,28 Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Versammlung, rede aber sich selbst und Gott.
1Kor 14,4 Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Versammlung.
 
Vers 14,4 gibt Antwort: Weil man sich dadurch selbst auferbaute. Auferbauung ist doch das Notwendige.
Man kann auch nur andere auferbauen, wenn man selbst auferbaut ist.
 
Da diese Gabe zur Auferbauung fremdsprachiger Zuhörer gedacht war, verfehlte diese Ansprache natürlich ihr
Ziel, wenn kein Zuhörer da war, der den Inhalt dieser Worte verstand.
Wenn Sprachenrede in der Versammlung, dann schon letztendlich so, daß alle diese sprachlich verstehen.
 
So ist man ja auch manchmal überfordert, so auf die Schnelle, bekannte, verständliche Texte seinem Gegenüber
(Versammlung) zu erklären, damit diese(r) auch auferbaut wird.
So machte es auch Paulus, indem er in der Gemeinde zu Korinth nicht in anderer Sprache reden wollte, als nur
in verständlicher Sprache. Er um dieses Problem wußte.
 
a) Damit er keinen Schaden verursacht, wenn er es schon nicht unter Kontrolle hat und einfach nicht lassen kann, dann wenigstens allein und nicht öffentlich ohne Ausleger
 
Den Schaden sehe ich nur darin, daß den anderen die "Zeit gestohlen" wurde und sich  bei doch
göttlicher Botschaft, welche letztendlich niemand verstand.
 
b) Soll es vielleicht doch eine Art Gebet sein, denn wozu sollte Paulus ihn sonst dazu auffordern
Er soll die Auferbauung für sich selber nutzen, wenn er schon nicht seiner Aufgabe die Versammlung zu erbauen nachkommen kann.
 
c) Oder soll es ein Zeugnis für Ungläubige sein, wenn er zwar für sich selbst zu Gott redet, aber zufällig ein Ungläubiger vorbeikommt und es hört draussen ausserhalb der Gemeinde ...
 
Lieber Chris, wie sollen es die draußen hören, wenn die drinnen sind, es nicht mal mehr hören.
1Kor 14,28 .... , so schweige er in der Versammlung, .... .
 
Wie ich es erlebt habe bei den Pfingstlern:
Eine etwas ältere Frau redete des öfteren in Zungen, ich nenne es einmal ihr "luri duri ....."  und anschließend legte sie es
aus: Großes will Gott tun ... so habe ich es noch im Ohr... und brachte dann als Übersetzung oft einen Bibelvers.
Ein anderer Ausleger klärte mich auf und meinte, daß diese Auslegung falsch sei, weil sie Bibelverse brachte.
 
 
Gruß
Kurt