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Frage: 1537

Lieber Hans-Peter,
 
du schreibst mehrfach, dass die Entrückung in den Evangelien nicht zu finden ist.
 
Wenn Jesus seinen Jüngern in Matth.24,3 die Frage beantwortet, die sie bezüglich der Zukunft und seiner Wiederkunft stellen, glaubst du ernsthaft, dass er in ihnen den Überrest Israels sieht ??
 
Glaubst du wirklich, dass dieses 24.Kapitel an den gläubigen Überrest Israels gerichtet ist ???
 
Jesus sieht in seinen Jüngern die 12 Apostel auf deren Grundlage die Versammlung Gottes, ja sogar das neue Jerusalem aufgebaut ist. Die Juden haben mit diesem Kapitel überhaupt nichts zu tun. Sie werden nur kurz in Vers 32 erwähnt "An den Feigenbaum lernt..." aber nicht angesprochen.
 
Wenn alle Verse an Israel gerichtet wären, dann müßte in Vers 32 der Feigenbaum Israels nicht besonders erwähnt werden.
 
Im Übrigen ist das neue Testament insgesamt nicht an Juden gerichtet, sondern an Menschen, die an Jesus Christus glauben, oder ihn kennen lernen wollen.  
 
Was den Zeitpunkt der Wiederkehr Jesu angeht, so wissen wir zwar Tag und Stunde nicht. Wir wissen aber welche Ereignisse seiner Wiederkehr vorausgehen. Ein Teil dieser Ereignisse wird uns in diesem Kapitel mitgeteilt.
 
Es wird aber auch gesagt, dass der Heilige Geist die Jünger und späteren Apostel in die ganze Wahrheit einführen wird. Die Jünger konnten die ganze Wahrheit hier noch nicht verstehen. Aber sie waren schon sehr neugierig, was die Zukunft und Wiederkehr Jesu anbelangte. Das geht auch aus Apostelg.1, 4-8 hervor. Jesus geht hier nicht auf ihren Wunsch ein, sondern sie erhalten stattdessen den Auftrag, der bis heute für uns gilt, das Evangelium in alle Welt zu verbreiten.
 
Der Apostel Paulus teilt später durch den Heiligen Geist den Christen ein bis dahin unbekanntes Geheimnis mit. 1.Kor.15,52 Die Wiederkunft Jesu findet zur Zeit der letzten göttlichen Posaune statt. (Hier römische Militärposaunen zu vermuten ist schon ziemlich verrückt.) 
 
Der Heilige Geist bestätigt diese Aussage viele Jahre später, als er die Offenbarung schreibt. Offb.10,5-7 u. 11,18ff. Hier finden wir auch die Aussagen Jesu aus Matth.24 in den Siegelereignissen bestätigt.
 
Den Ausdruck Siegel- und Posaunengerichte kennt die Schrift nicht. Es sind Ereignisse, die nichts mit Gerichten zu tun haben. Das 1. und das 7. Siegel haben z.B. überhaupt nichts mit Gerichten zu tun.
Die Siegel stehen in Verbindung mit einem Buch. Dieses Buch kann nur Jesus Christus öffnen. Die Kreuzestat befähigt ihn dazu. Ohne Kreuzestat müßte dieses Buch verschlossen bleiben. Deshalb steht dieses Buch in Verbindung mit den auf Golgatha erlösten Menschen, mit allen lebenden und verstorbenen Christen.
 
Die Siegel werden nacheinander geöffnet. Es geschehen Ereignisse, die die Menschen aus der Vergangenheit kennen, aber in ihrer Heftigkeit einzigartig sind. (Kriege jeder gegen jeden, Hungersnöte, Seuchen, Erdbeben, Christenverfolgung, Sonnenfinsternis, Kometen treffen die Erde)
 
Nachdem alle Siegel geöffnet sind, werden Engel ausgesandt mit hellen Posaunen. In Matth.24 werden die einzelnen Posaunenereignisse nicht mitgeteilt. Nur das wichtigste Ereignis in diesem Zusammenhang wird erwähnt. Vers 31, die Entrückung der Christen. Die Offenbarung beschreibt diese Ereignisse wesentlich detailierter Offb. 8-11.
 
Was hat es mit der großen Drangsalszeit auf sich ?? Wir finden in Daniel, Matth. und der Offb. wichtige Bibelstellen dazu.
 
In Dan. finden wir 2 Drangsalszeiten mit unterschiedlicher Dauer. 1. In Dan.8,14 Diese Dransalzeit dauert 2300 Tage entspricht etwa 6,3 Jahre. Die 2. finden wir in Daniel 12,11-12. Dort wird eine Dauer von 1290 Tagen angegeben. Das entspricht etwa 3,5 Jahre.
 
In beiden Fällen wird das tägliche Opfer abgeschafft und ein Gräuelbild aufgestellt. Beide Zeiten beziehen sich auf das Ende.
 
Die Offb. und Matth.24 geben hierfür wichtige Informationen. Die Drangsalszeit aus Matth.24,15ff findet unmittelbar vor dem 6. Siegel statt. Denn wir lesen in Vers 29:
"Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben[a], und die Sterne werden vom Himmel fallen[b], und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden."
 
Das bedeutet also eindeutig, dass die große Drangsalszeit aus Matth.24,15ff die Zeit des 5.Siegels entspricht. In Offb. 7 lesen wir dann aus himmlischer Perspektive von den getöteten Christen. Sie dauert als nach Daniel 2300 Tage, etwa 6,3 Jahre.
 
Die zweite Drangsalszeit, oder besser Stunde der Versuchung genannt finden wir in Offb.13.Dort wird in Vers 5 eine Zeit von 42 Monaten genannt. Nachdem die letzte Posaune geblasen wurde und alle Gläubigen im Himmel sind, gibt es nun nicht mehr die Kreuzesbotschaft, sondern die drei Engel verkündigen eine andere auch sehr, sehr einfache Botschaft, die aber das Leben der Glaubenden zumindest zunächst kostet. Es geht in dieser Zeit einzig um das Malzeichen. Anahme bedeutet zwar zunächst Leben, anschließend aber ewiger Tod; bei Ablehnung genau umgekehrt.
 
Eine kurze Zeit, aber voller Dramatik. Die Schalenereignisse finden in dieser Zeit statt.
 
Deshalb wird auch zu Philadelphia in Offb.3,10 gesagt: Bewahrung vor der Stunde der Versuchung (nicht vor der großen Drangsal)
 
Zwischen der großen Drangsal und der Stunde der Versuchung liegen das 6. und 7. Siegel, sowie 7 Posaunenereignisse. Also nicht wenige Tage oder Monate, sondern etliche Jahre.

Viele Grüße !
Willy N. 
 
28.06.04   Unterscheidungen   Dispensationalismus   Matthäusevangelium

Lieber Willy

Ich selber bin in einer sogenannten exklusiven Versammlung der Brüderbewegung aufgewachsen. Da hat man selbstverständlich die Haushaltungen die Gottes Wort lehrt,  gelehrt. Selber habe ich dann aber später gemerkt , dass alle Christen die Haushaltslehre haben auch wenn sie sie bekämpfen, weil die "Brüder" diese lehrten. Ich muss auch frei heraus bekennen, dass ich nirgends wo mehr treuere Bibelauslegung wie unter den "Brüdern" gefunden habe. Was sie heute damit machen, ist eine ganz andere Sache. Ich gehöre nicht mehr dieser Bewegung an.  Sie haben von Anfang an siech von Irrlehrern  wie Allversöhnern, Calvinisten usw.  getrennt
Dadurch hat Ihnen Gott auch Einsicht in Seine Gedanken geschenkt und innerhalb der Brüderbewegung war eine Anbetung Gottes zu finden,  wo andernorts die Menschen nur sich mit sich selbst rumplagten. Die Brüder haben relativ schnell gemerkt, dass es sich gar nicht lohnt,  mit sich selbst zu beschäftigen, dass dies ja sogar eine List des Teufels ist.

Eines der herausragendsden  Merkmale  war ja auch innerhalb der Brüder, dass sie der Schrift unbedingt glaubten und dadurch die Entrückung der Versammlung entdeckten, glaubten  und lehrten.

Zu Mt 24.3: 
http://www.bibelkreis.ch/forum/frage145.htm  
627 
..\Schneeberg03\wiederk.htm 
..\Schneeberg03\heilszt.htm
frage638.htm

zu:  " Die Juden haben mit diesem Kapitel überhaupt nichts zu tun"
1.) Wie verstehst Du Mt 24.15?   und haben die Christen denn auch "heilige Orte?"
2.) Warum steht in Vers 16 Judäa?
3.) Warum erwähnt der Herr den Sabbath in Vers 20?
4.) Erwarten wir Christen den Herrn Jesus als "Christus" = Messias ?
5.) V26:  Welche Wüste ist gemeint?
6.) Erwarten wir Christen den Herrn Jesus als "Sohn des Menschen?"


 
Hallo Hans-Peter,
 
in einem veröffentlichten Beitrag habe ich gelesen, dass das Volk Israel seit 1948 von Gott zurückgeführt sei und nach Mt.24,34 mit Ablauf der Generation, also ca. 2028 alles bis zum 1000jährigem Reich erfüllt  werde. So oder ähnlich habe ich es jedenfalls verstanden.
 
So etwas ähnliches habe ich bei Daniel Muhl (er und sein Großvater Arthur Muhl glauben an die  Allversöhnungslehre), dem Engelsohn von Arthur Mühl, Architekt in Zürich auch gelesen. Arthur Muhl selbst hat die Wiederkunft Jesu auf das Jahr 1990 festgelegt. Er berief sich damals auf Halljahrzeiten. Sein Enkelsohn führt das ganze in seinem Sinne fort.
 
Ich war selbst bei einigen Vorträgen von Arthur Muhl anwesend. Eine liebendswerte Person, die auch viel Anerkennung bekam. Im Rückblick bin ich allerdings fest überzeugt, dass seine Aussagen und heute auch die seines Engelsohnes Daniel der christlichen Sache nicht dienen, sondern Schaden zufügen.
 
Sie leisten mit ihren völlig unbiblischen Spekulationen den Spott der Nichtglaubenden Vorschub. 2.Petrus 3,3
 
Der 1. Irrtum, den ich immer wieder von Christen höre:
 
Israel sei seit 1948 von Gott zurückgeführt.
 
Fakt ist: 2/3 des jüdischen Volkes leben bis heute außerhalb Israels. Das Kernland Israels (Judäa und Samaria) ist immer noch von Palästinensern besetzt und bewohnt. Auch Jerusalem ist zum größten Teil von Palästinensern bewohnt.
 
Das Rückführungsereignis wird von allen Propheten des alten Testaments ganz anders beschrieben als es 1948 und in der Zeit danach geschehen ist. Das kann und darf niemand leugnen. Wir Christen müssen das endlich zur Kenntnis nehmen und begreifen.
 
Der Prophet sagt in Jer.3,18: "In jenen Tagen wird das Haus Juda zum Hause Israel gehen, und sie werden miteinander aus dem Lande des Nordens in das Land kommen, das ich ihren Vätern zum Erbteil gegeben habe."
 
Das bedeutet ganz klar keine Rückführung ohne vorherige Wiedervereinigung. Auch Hes. 37,19-22 spricht eindeutig davon. Keine Rückkehr ohne vorherige Wiedervereinigung.
 
Jes.11,11 "Zu jener Zeit wird der Herr zum zweitenmal seine Hand ausstrecken, um den Rest seines Volkes loszukaufen, der übriggeblieben ist in Assyrien, Ägypten, Patros, Äthiopien, Elam, Sinear, in Chamat und den Inseln des Meeres."
 
Das 1. Mal betraf den Auszug aus Ägypten. Beim 2. Mal wird es nach der Wiedervereinigung zurückgeführt. Denn die Rückführung wird auf ganz Israel und nicht allein auf die Juden bezogen.
 
Die Umstände der Rückführung werden z.B. auch in Jes.11 genauer beschrieben. Da heißt es z.b. in Vers 15 u. 16:
"Auch wird der HERR die Zunge des ägyptischen Meeres mit dem Bann belegen und seine Hand über den Euphrat schwingen in der Glut seines Zorns und ihn zu sieben Bächen schlagen, daß man mit Schuhen hindurchgehen kann.
16. Und es wird eine Bahn vorhanden sein für den Überrest seines Volkes, der in Assur übrigbleiben wird, wie die Israeliten eine hatten am Tage, als sie aus Ägypten zogen."
 
Hier benötigen wir keine Auslegung sondern Glauben. Die Bibel lesen und Glauben ist hier gefragt und von großer Wichtigkeit. Nicht den Bibelauslegern (wie z. B. Arthur oder Daniel Muhl oder anderen) glauben.
 
Die Entdeckung der verlorengeglaubten Stämme Israels wird bald geschehen. Danach die Wiedervereinigung und Rückführung, so wie es die Propheten beschreiben. Das bedeutet auch, das die Juden in dem Land nicht bleiben können. Sie müssen dieses Land noch einmal verlassen, so wie es in Jer.3,18 steht.
 
Viele Juden ahnen das heute schon. Lesen Sie in diesem Zusammenhang noch Hes.35 und 36. Dort wird unsere heutige Zeit und die Zeit kurz vor der Rückführung Israels beschrieben.
In Hes. 35 finden wir den Bruderstreit. Edom beansprucht das Land. Die Palästinenser sind überwiegend Edomiter. Ich durfte mit einigen Palästinensern sprechen. Sie glauben von Abraham, Ismael und Esau abzustammen. Ismael wahrscheinlich deshalb, weil Esau eine Tochter Ismaels zur Frau nahm.
 
In Kap.36 spricht der Prophet zu den Bergen, Hügeln, Bächen und Tälern Israels. Das Land ist noch leer, aber er kündigt die nahe Rückkehr des ganzen Hauses Israels an.

Der 2. Irrtum ist eigentlich damit auch schon beantwortet.
 
Der Feigenbaum Israels sei seit 1948 zu Leben erwacht.
In Hes.37 lesen wir dann von der Reihenfolge. Das Haus Israel erwacht zum Leben. Damit ist nicht irdisches Leben gemeint, auch nicht Rückführung, obwohl die Rückführung in diesem Zusammenhang steht. Es ist der göttlichen Odem, der sie zum Glauben und damit zum Leben bringt.
 
Alles Gute und herzliche Grüße
Willy
 

Lieber Hans-Peter,

 
deine Fragen sind eigentlich einfach zu beantworten. Die Prophetie des alten Testamentes musste erfüllt werden. Deshalb ging der Herr selbst und sandte auch seine Jünger zunächst zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
 
Dass diese Ihn, seine Jünger und seine Botschaft ablehnten, hatten die Propheten vorhergesagt und musste sich nun auch erfüllen. Auch später noch wurde an dieser Reihenfolge festgehalten, zuerst den Juden danach sollte den Heiden das Evangelium gepredigt werden. Auch der Apostel Paulus hielt sich daran.
 
1. Natürlich haben die Christen keinen heiligen Ort in dem Sinne wie er hier in Vers 15 gemeint ist. Das wird auch hier nicht behauptet. Es wird nur darauf hingewiesen, dass, wenn die Christen es sehen, diese Zeit der großen Drangsal beginnt.
 
2. Diese Endzeitrede des Herrn fand auf dem Ölberg und damit in Judäa, oder in der Nähe von Judäa statt, deshalb nennt er hier Judäa. Es werden sich auch in dieser Zeit in Israel Christen aufhalten. Deshalb sagt er ja in Vers 9, dass die Christen von allen Völkern (einschließlich Israel) gehasst und getötet werden, um Jesu Namens (Bekenntnisses) willen. Die Juden wurden nie um Jesu Namens willen verfolgt. Sie wurden und werden verfolgt, weil sie Juden sind. Vielleicht noch, weil die Christen ihnen den Christusmord vorwarfen. Das gilt heute nicht mehr. Die Nichtchristen verfolgen die Juden heute, weil sie Juden sind. Eine plausible Begründung gibt es dafür nicht.
 
3. Der Sabbat ist ein heiliger Tag. Wir Christen feiern zwar den Sonntag, als Auferstehungstag Jesu, so wie es auch die ersten Christen taten. Dennoch ist der Sabbat keine jüdische Erfindung, oder ausschließlich auf Israel bezogen. Lange vor Israel gab es den Sabbat. Denn Gott schuf bekanntlich die Erde in sechs Tagen, am 7. Tage ruhte er. Warum hier Winter und Sabbat angeführt werden, kann ich nicht 100 %ig beantworten. Sie werden aber als Fluchthindernisse gesehen.
 
4. Wir erwarten Jesus Christus, als Christus, als Retter, als Heiland, als Gottessohn, als Menschensohn, als HERR. Er hat viele Namen.
 
5. Weil der Herr und seine Jünger in Israel lebten, wird er die judäische Wüste gemeint haben und nicht die Sahara. Er beschreibt ihnen die Ereignisse aus Sicht der Christen die zu dieser Zeit in Israel leben. Es können, dürfen und werden auch Christen sein, mit jüdischer Abstammung, sowie es die Jünger ja auch waren.
 
6. Wir erwarten den Herrn in Verbindung mit Posaunen Wolken und Himmel, wie es in Vers 30 gesagt wird. Der Apostel Paulus bestätigt das in 1.Thess.4,17. Ob er nun Menschensohn, Gottessohn, Heiland, Retter, Christus oder Herr genannt wird, ist in diesem Zusammenhang völlig gleichgültig.
 
Soweit zunächst
Alles Gute
Willy

Lieber Willy    Geöffnete Siegel

Zunächst einige Gedanken zu dem Einschub der 6 Punkte:

Wenn wir in der Apostelgeschichte

Apg 1,6 Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?   --  lesen, welche Bedeutung misst Du dem bei?  oder wie ist Römer 9 -11 zu verstehen?
 z.B..:

Röm 11,25 Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf daß ihr nicht euch selbst klug dünket: daß Verstockung {O. Verblendung} Israel zum Teil widerfahren ist, bis die Vollzahl {O. Fülle} der Nationen eingegangen sein wird;

Hast Du da schon mal reingeschaut  HLH Zukunft    ..\Schneeberg03\wiederk.htm   (Jahreszahlen sind bewusst  mit Vorsicht angegeben.
 

Hier in der Endzeitrede spricht der Herr Jesus zu den Jüngern, sie sind  noch keine Christen!,  sondern stellen prophetisch den gläubigen Überrest aus Israel dar.

Dazu noch eine letzte  Frage für heute 30.6.04:  Was bedeutet Mt 23.39? 

Mt 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: "Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!" {Ps. 118,26}


 
Hallo Hans-Peter,
 
zu Apostelg. 1, 6: Die Jünger hatten noch nicht den Heiligen Geist und verstanden deshalb vieles noch nicht. Sie waren mit ihrem auferstandenen Herrn zusammen. Es ging um Verabschiedung. Deshalb fragen sie ihn wie es weiter geht. Hier war nicht die Zeit für prophetische Aussagen (die Apostelgesch. ist kein prophetisches Buch). Der Herr hatte ihnen ja zuvor alles gesagt. (Mt.24) Nur Tag und Stunde, also eine genaue Zeitangabe lässt der Herr offen. Außerdem war ihnen gesagt worden, dass der Heilige Geist ihnen weitere Geheimnisse mitteilen würde.  Nun bekommen sie einen Auftrag, der bis heute gilt. Das Evangelium in Israel und der ganzen Welt zu verkündigen.
 
Petrus glaubte bis zuletzt nicht an die Kreuzigung, deshalb schlug er den Kriegsknecht das Ohr ab. Die Jünger waren ohne den Heiligen Geist noch sehr unwissend, ob sie noch keine Gotteskinder waren, vermag ich nicht zu sagen. Der Herr jedenfalls sieht zu jeder Zeit in ihnen, und da habe ich absolut keinen Zweifel, die späteren Apostel auf deren Grundlage er die Versammlung (Kirche) aufbaut.
 
Zu Römer 9-11
Erfüllung göttlicher Prophetie mit Israel. Die Propheten haben den Weg Israels vorausgesagt und sagen ihn auch heute noch voraus, denn es steht noch Erfüllung offen.
 
Die Juden sollen eine Chance zur Umkehr haben. Wenige nutzen sie. Die Apostel predigen zuerst den Juden. Israel heißt übersetzt Volk Gottes. Israel ist nun nicht mehr das Volk Gottes, sondern die Christen. Deshalb wird in Römer 11 von der Verstockung Israels gesprochen.
In Offb.2 und 3 bei Smyrna und Philadelphia finden wir sie. Dort heißt es: Sie sagen sie seien Juden (das auserwählte Volk) aber sie sind es nicht, sondern lügen. Bei Smyrna in der Zeit der frühen Christenverfolgung verspotteten die Juden die Christen.
 
Zurzeit Philadelphias (ein Beweis dafür, dass diese Zeit noch vor uns liegt) erkennen sie (die Juden) an, dass Gott die Christen geliebt hat.
 
Römer 11,25 ist ein zeitlicher Hinweis, der aber nicht sehr konkret ist. Er sagt nur, dass mit der Bekehrung Israels die meisten Heiden zum Heil gelangt sind, oder die Fülle der Heiden zum Heil gelangt sind. Das ist aber noch kein konkreter Entrückungstermin. Deshalb findet die Entrückung auch nicht vor der Bekehrung Israels statt, sondern erst danach. Philadelphia zeigt uns das auch.
 
Nun zu Mt.23,39 besser 37-39 lesen. Der Herr klagt über Jerusalem und spricht diese Stadt an. In Lukas 21,20ff sagt er die Zerstörung Jerusalem und die Zerstreuung Judas voraus. Hier ist nicht die Entrückung angesprochen, sondern die Wiederkunft Christi für Israel, denn diese Aussage ist nicht an die Jünger gerichtet. Sie dient den Jüngern nur zu Information.
 
Was HLH über die Zukunft schreibt habe ich nur teilweise gelesen. Ich bin da sehr skeptisch. Es werden dort oft Thesen aufgestellt, die einer aufrichtigen Überprüfung anhand der Bibel nicht standhalten können. Sie entstammen viel mehr aus der Phantasie des Verfassers. Mögliches wird dogmatisiert und Unmögliches wird für möglich gehalten.
Viele Christen glauben aber dort die Wahrheit zu finden, weil sie sich selbst für unfähig halten, die Bibel zu verstehen. Das ist aber ein großer Irrtum.
 
Alles Gute
Willy
 
 Lieber Willy

kannst Du betreffend HLH deutlicher werden?

Liebe  Grüsse

Hans Peter

 

Lieber Willi  1.6.04

Deine Antwort zu Apg 1,6 könnte ich schon auch nachvollziehen, aber wie erklärst  Du die Antwort des Herrn darauf in  im Apg 1,7?

Dass "Israel"  (die 12 Stämme)  noch nicht in Israel ist,  ist allgemein bekannt, denn zuerst muss ja  ein Teil Judas im Unglauben zurück und dann durch die Drangsalszeit gehen bis dann die Boten die Stämme sammeln.  Siehe auch==> frage1529.htm
Was Du zu Mt 23 und Lk 21 bemerkst, sehe ich auch so, denn in den Evangelien wird die Entrückung der Versammlung nicht angesprochen weil die Versammlung da noch nicht bekannt war,  auch nicht in Mt 18.20  "d e r"   Brüderstelle, die die "Brüder"  aber plötzlich für sich gepachtet haben und den Zusammenhang nicht mehr lesen... den sie sonst so oft betonten

Fortsetzung,  je nach vermögen. Hast Du da schon mal reingeschaut: (neu)


 
Lieber Hans-Peter,
 
ich halte auch nichts von der Allversöhnungslehre. Es gibt zwar auch hier, wie für viele andere christliche Endzeitlehren, biblische Anhaltspunkte. Es müssen aber immer aufwendige Argumentationsketten gebildet werden, um das geschriebene Bibelwort ins Gegenteil zu verdrehen, oder so auszulegen, damit es zu dieser Lehre passt.
 
Meine Kritik an den Holländer HLH ist nicht von persönlicher Natur, auch nicht an ihn allein gerichtet, sondern gilt den Gründern und Führern der Brüdergemeinden, aber auch den Führern aller anderen christlichen Kirchen.
 
Ich kritisiere nicht, weil ich alles besser weis und kann. Ganz im Gegenteil. Der Prophet kritisiert und es ist für uns gut, wenn wir das erkennen und glauben können.
 
In Jes.9,15 lesen wir: "Ihre Führer sind ihre Verführer geworden..." Das gilt zwar zunächst für das Volk Israel. Wenn wir die Kirchengeschichte etwas genauer kennen, können wir dieses prophetische Wort bis heute auch auf die Christenheit übertragen.
 
In Offb.1,1 lesen wir, dass in diesem Buch geschrieben ist, was bald geschehen soll. Deshalb können auch die 7 Sendschreiben kirchengeschichtlich gesehen werden.
 
Es hat mal jemand geschrieben, dass die ersten drei Sendschreiben heute nicht mehr gelten, die übrigen 4 aber zeitlich parallel für unsere Zeit gelten.
 
Vordergründig hört sich das sogar plausibel an. In der Kath.Kirche gibt es zum Teil noch Götzendienst (Heiligenkult) Thyatira. Wer möge bestreiten, dass es Namenschristen gibt (Sardes). Natürlich wollen auch welche zu Philadephia gehören (das Wort bewahren) und von Laodizeachristen hört man in Predigten immer wieder.
 
Bei genauerer Betrachtung ist das aber ganz anders. Die Gemeinden werden in ihrem Charakter grob beschrieben, das was sie zentral ausmacht und wie Gott sie beurteilt. Auch konkrete zeitliche Hinweise werden gegeben. Deshalb gibt es nur eine Chronologie der aufeinander folgenden Gemeinden.
 
Natürlich wird es auch in Smyrna Christen gegeben haben, die die erste Liebe verlassen haben, aber es kennzeichnete die Smyrnazeit nicht. Auch zurzeit Ephesus gab es schon die ersten christlichen Irrlehren, aber es kennzeichnete die Zeit nicht. Und so könnte man fortfahren.
 
Dann gibt es tatsächlich Christen die behaupten, dass die Philadelphiazeit mit der Gründung der Brüdergemeinden begonnen habe. Dabei nehmen sie nicht zur Kenntnis, das was der Heilige Geist über diese Zeit schreibt nichts, aber auch gar nichts mit der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts bis heute zu tun hat. Die Beschreibung charakterisiert nicht im Geringsten unsere Zeit.
 
Was bleibt also übrig? Sardes bleibt für uns übrig. Seid Beginn der Neuzeit. Bürgerrechte, Demokratie,  Religionsfreiheit und Menschenrechte. Eine Erweckungsbewegung trägt das Evangelium in die ganze Welt (Kolonialzeit). Nicht immer im Sinne des christlichen Glaubens. Menschen entwickeln neue Endzeitlehren. Zeugen Jehovas, Neuapostolen, Adventisten, Allversöhner, Calvinisten und auch Brüdergemeinden.
 
Der Herr ruft ihnen auch heute noch zu Offb.3,3: "wenn du aber nicht wachen wirst, komme ich wie ein Dieb..." Sardes muss aufwachen und ein Teil von Sardes wird aufwachen. Denn in Sardes gibt es einen Teil, die ihre Kleider nicht besudelt haben. Das bedeutet neben den vielen Namenchristen gibt es Christen, die durch die Kreuzesbotschaft Jesu gerettet sind.
 
Haben diese Christen und ihre Führer das 'Wort (hier ist vor allem das prophetische Wort gemeint) bewahrt ??? Leider nein. 
 
Weil ich mir sicher bin, das wir am Ende der Sardeszeit leben, bin ich gegenüber den christlichen Führern unserer Zeit sehr skeptisch.
 
Soweit zunächst.
Alles Gute und nimm mir die klaren Worte nicht übel, aber es ist meine tiefe Überzeugung
Willy
 

Lieber Willy

zu den Sendschreiben:

http://www.bibelkreis.ch/themen/sendschr.htm

..\Schneeberg03\send.htm

frage1262.htm

frage80.htm

frage990.htm

frage1390.htm  letzten 4!

frage1401.htm   letzte 4!

..\themen\pergamus.htm

frage1365.htm


 
Lieber Hans-Peter,    5.7.04
 
danke für die Links. Habe sie mir angeschaut, aber nicht alle vollständig gelesen.
 
Über die tabellarische Einteilung der 7 Sendschreiben bin ich etwas irritiert. Dort wird gesagt, wenn ich das richtig verstehe, dass wir schon in der Laodizeazeit leben und die Philadelphiazeit schon im 19. Jahrhundert stattfand, also weit hinter uns liegt.
 
Oder das die letzten 4 Gemeinden gleichzeitig stattfinden, oder das alle gleichzeitig stattfinden, also keine Kirchengeschichte.
 
Die angegebenen Argumente scheinen mir nicht plausibel. Warum die ersten 3 kirchengeschichtlich (teilweise werden sogar konkrete Jahreszahlen angegeben) und die letzten 4 parallel, also nicht kirchengeschichtlich??
 
Die Einzelheiten, die zu Philadelphia gesagt werden, passen überhaupt nicht ins 19.Jahrhundert.
Das Wort zu bewahren, nehmen alle für sich in Anspruch (von orthodox bis charismatisch). Gottes Sicht ist allein entscheidend, die uns aber zunächst verborgen bleibt.
 
Die Aussage "du hast meinen Namen nicht verleugnet" ist bei genauerer Betrachtung sehr aussagefähig. Dort steht nicht "du hast meinen Namen freimütig bekannt", oder "du hast das Evangelium in alle Welt getragen".
 
Denken wir an Petrus. Er verleugnete den Herrn 3 Mal. Warum ? Weil er mit Verfolgung rechnete. Er hatte Angst um sein Leben. Er hatte Angst auch gekreuzigt zu werden. Deshalb verleugnete er.
 
Hinter dieser Aussage "du hast meinen Namen nicht verleugnet" verbirgt sich die endzeitliche Christenverfolgung, die auch in Matth.24,9 genannt wird. Es gibt für die Christen in dieser Zeit allen Grund den Namen Jesu zu verleugnen.
 
Im 19.Jahr. gab es bekanntlich keine Christenverfolgung. Die Zeit war geprägt durch Aufbruch, Befreiung, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und dem hinaustragen des Evangeliums in alle Welt. Manchmal sogar mit militärischen Mittel.
 
In Offb.3,9 haben wir dann einen weiteren, den eigentlich entscheidenden Beweis, dass diese Zeit noch vor uns liegen muss. Es ist die gleiche Gruppe von Menschen, die zurzeit Smyrnas die verfolgten Christen verspottet hat. Nun fallen sie vor den verfolgten Christen nieder und erkennen das Gott sie geliebt hat. Es sind hier nicht etwa die messianischen Juden gemeint, denn Christen aus dem jüdischen Volk, gab es schon immer in der Zeit der Christenheit.
 
Als drittes. kommt die Bewahrung vor der Stunde der Versuchung. Hier ist Offb.13,16-17 das Malzeichen gemeint. Am Ende Ph. findet die Entrückung statt. Zurück bleibt Laodizea.
 
Interessant ist auch der Gedanke, dass in den Gemeinden Pergamon, Thyatira und Sardes immer Christen und falsche Christen nebeneinander leben, wobei die falschen Christen, oder Irrlehrer die Führung haben.
 
Ab Konstantin wurden die Christen zu einem Machtfaktor, zu einem Tummelplatz für viele, zu einem Arbeitgeber etc. Sie sind es bis heute. Deshalb sind in vielen Gemeinden und Kirchen Christen und Scheinchristen zu finden. Das ändert sich mit Philadelphia schlagartig. Kein Namenschrist wird einer verfolgten Kirche angehören wollen. Deshalb gibt es in Philadelphia keine Vermischung mehr zwischen echten Christen und Scheinchristen. Selbst die Familien werden durch den Glauben und der massiven Christenverfolgung getrennt. Ließ dazu Lukas 21,16-18.
 
Herzliche Grüße und alles Gute
Willy

08.07.04

Lieber Willy

<< Warum die ersten 3 kirchengeschichtlich (teilweise werden sogar konkrete Jahreszahlen angegeben) und die letzten 4 parallel, also nicht kirchengeschichtlich??<<

Nun, die Frage ist, ob alles einfach nach dem gleichen Schema ablaufen soll oder muss? Warum kann es nicht sein, dass die erster drei hintereinander waren, die letzten 4 aber gemeinsam bestehen, angefangen mit der Nummer 4, zur Nummer 5, 6  und 7 (sprich dass die Nummer 4 zuerst entstand, dann die Nummer 5 und bis heute bestand haben)?
Es ist einfach so, dass man doch bemerkenswerte parallelen zwischen den Sendschreiben und der Kirchengeschichte findet!

< < Das Wort zu bewahren, nehmen alle für sich in Anspruch (von orthodox bis charismatisch). Gottes Sicht ist allein entscheidend, die uns aber zunächst verborgen bleibt.<<

Richtig! Es nehmen alle in Anspruch! Und wie du richtig schreibst, " Gottes Sicht ist allein entscheidend". Nur ist eben der Umstand "das es alle hier für sich in Anspruch nehmen" hier nicht gemeint. Es wird einfach gesagt, dass sie (Philadelphia) es machen (andere scheinbar nicht...). Es wird nicht gesagt, dass die anderen es hier für sich in Anspruch nehmen....

<< Hinter dieser Aussage "du hast meinen Namen nicht verleugnet" verbirgt sich die endzeitliche Christenverfolgung, die auch in Matth.24,9 genannt wird. <<

Das ist eine mögliche Deutung. Die andere ist aber, dass die ref. protestantischen Kirche sowie auch die kath. Kirche den HERRN Jesus verleugnet, sei es in den letzten Jahrhunderten oder aber bis Heute. Auch heute wird der Namen des HERRN verleugnet! Auch von sogenannten Kirchen. Und auch heute leben wir in einer Art "Verfolgung". Wer nicht mitmacht in der Ökumene, Charis oder bei den Pragmatikern der wird schon schief angeschaut...
Auch das kann ja noch härter werden und die anderen Gemeinden als oben könnten ja gemieden / verspottet / etc. werden. Das ist schon eine Vorstufe von Verfolgung!

<< Nun fallen sie vor den verfolgten Christen nieder und erkennen das Gott sie geliebt hat.<<

Nun, das könnte ja noch passieren, wenn eben die letzten vier Gemeinden heute alle gleichzeitig bestehen.

<<Hier ist Offb.13,16-17 das Malzeichen gemeint. Am Ende Ph. findet die Entrückung statt. Zurück bleibt Laodizea.<<

Nun ich sehe keinen solchen Beweis, dass es keine Christen mehr gibt in Laodizea. Es heisst ja, dass sie weder heiss noch kalt ist. Gäbe es keine wahren Gläubigen dort, dann wären sie wohl eher kalt als lau!
Und auch stellt für mich die Entrückung eine doch ziemlich wichtige Sache dar. Es müsste dann genauer stehen, dass dazwischen die Entrückung war... Ich sehe da keinen konkreten Hinweis darauf.

<< Das ändert sich mit Philadelphia schlagartig. Kein Namenschrist wird einer verfolgten Kirche angehören wollen. <<

Auch kein Namenschrist wie die Mehrheit der kath., der ref. prot. Kirche und weitere Kirchen will der wahren Gemeinde angehören. Das hat nichts mit "Verfolgung" zu tun, sondern mit dem, dass die Menschen erkennen, das in diesen Gemeinden der HERR das sagen hat und nicht die Welt oder die Menschen und sie selbst. Das trennt automatisch! Muss also nicht an Verfolgung liegen!

Gruss
Michael / CH