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Frage: 1553       Musik im christlichen Gottesdienst    Gute Gründe  gegen den modernen LobpreisZeittrends,  Musik und Bibel

 
Lieber Hans-Peter,  

wir (ich und meine Frau) möchten dich um einen Rat bitten bzw. wir wollen Klarheit haben  in Bezug auf unseren beabsichtigten Austritt aus unserer Gemeinde.  Es liegt uns schon seit längerem schwer auf dem Herzen und wir wissen wirklich nicht,  was wir tun sollen.  

Einige Worte zu der Gemeinde:

  Es ist eine freikirchliche Gemeinde, mehrere hundert Glieder.  Seit einigen Jahren ist es bei uns in der Gemeinde so, daß wir viel moderne Lobpreislieder singen. Oft ist das Verhältnis Predigt/Lobpreis 50 zu 50%, was die Zeit betrifft.  Das Liedgut ist quer Beet – alles halt, was in der letzten Zeit an „modernen“ Liedern gesungen wird. Es kommt auch öfters mal vor, daß jemand (Bruder/Schwester) nach vorne  geht und etwas an die Gemeinde weitergibt, das er von Gott empfangen hat:  einen Eindruck, ein Bild. Es gibt auch manchmal „Sprachengebet“ oder „Sprachengesang“.

  Die Predigten von unseren Pastoren sind sehr oft an die Gäste gerichtet – man will die Außenstehenden erreichen – was einerseits verständlich ist.
Andererseits ist es dann oft so, daß wir die „Anfänge“ hören oder nur die gute „Milch“ zu trinken bekommen. Im Laufe der Jahre hat es sich so ergeben, daß die klassische Bibelstunde entfallen ist – wir haben jetzt keine. Nur manchmal werden so eine Art Seminare angeboten, dann wieder

kommen monatelange Pausen dazwischen.  

Ich habe das Problem mit dem Lobpreis offen angesprochen. Zuerst habe ich mit dem Gemeindeältesten gesprochen und dann mit dem Haupt-Pastor und dem Lobpreisleiter,  dem ich 2 MC’s von Benedikt Peters  „Was ist Anbetung“ zum Hören gegeben habe.  Es war ein offenes und ehrliches Gespräch. Nur ist dabei leider nichts rausgekommen. 

Die Lieder werden weiter gesungen, geändert hat sich nichts!   

Meine Absicht – die Sache solle man während einer Gemeindestunde ansprechen – wurde auch nicht verwirklicht, da hatte wohl der Haupt-Pastor was dagegen. Es ist geplant in der Zukunft mal darüber in der Gemeinde zu sprechen.   

Diese Situation ist für uns unheimlich belastend. Was sollen wir tun?
Wir sind in dieser Gemeinde geboren (ich meine zum Glauben gekommen, da getauft usw.).
Und doch merken wir, daß wir viele Lieder, die bei uns gesungen werden, nicht mehr mitsingen können/wollen.

Die „Aufklärung“ über den modernen Lobpreis habe ich übrigens deiner Seite, Hans Peter,  zu verdanken uns insbesondere dem Büchlein und den MC’s über Anbetung von  Benedikt Peters

 Das ganze ist auch noch deshalb so schlimm, weil wir uns schon reichlich umgesehen haben in unserer Stadt und in vielen Gemeinden geht es so ähnlich ab.

  Herzlicher Gruß

Valentin


  12.07.04

Lieber Valentin

ich getraue mich dir eine Antwort zu schreiben, obwohl ich ein freikirchlicher Verkündiger bin. Mich erschreckt nicht so sehr die Veränderung im Liedgut, sondern die Akzeptanz von unbiblischen Praktiken (Sprachengesang, Sprachengebet, Eindruck, Bilder). Zu den Liedern ist zu sagen, dass endlose Wiederholungen, seichter Text und aufpeitschende Musik nichts in einem Gottesdienst zu suchen haben. Ich empfehle ihnen das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen und nicht locker zu lassen. Es ist wichtig, dass eine Gemeinde/Versammlung nicht nur evangelisiert, sondern auch die Gläubigen mit Nahrung versorgt.  Bilder und Eindrücke: Leider herrscht an diesem Punkt in vielen Gemeinden Verwirrung. Es entsteht derzeit in vielen Gemeinden eine Pseudoprophetie.

Dazu noch einige Fragen: Was ist die Motivation eines Wechsels? Manchmal wechseln wir eine Gemeinde, weil wir unsere ersten Glaubenserfahrungen (Liedgut, Predigtstil, Art des Gottesdienstes bei der Bekehrung) konservieren wollen. Wie sieht dies bei ihnen aus?
 
Letztlich kann ihnen die Frage eines Austrittes niemand abnehmen. Sie müssen selbst abwägen, ob sie die Entwicklung ihrer Gemeinde mittragen können - oder gegebenenfalls einen Wechsel vollziehen wollen. Bei einem allfälligen Austritt ist wichtig, dass sie bald/sofort wieder eine Gemeinde/Versammlung finden.

Stefan Reutimann


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Freie Evangelische Gemeinde
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Fürchte dich nicht!
Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir,
ein starker Heiland.
Zephania 3,16/17
(Jahreslosung der FEG Illnau-Effretikon)


Lieber Stefan

ich hatte, als ich einmal bei Euch in der Gemeinde sein durfte,  nicht den Eindruck, dass Du von Menschen angestellt bist,  sondern von unserem gemeinsamen HERRN.
Liebe Grüsse

Hans Peter    Lieber Valentin,  lies mal  den Link