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Frage: 1556      1549 Sakramentalisten     Tulip

 
Lieber HaPe,
 
M.Weremchuk, der ja gerade auch nach seiner Verwerfung des Dispensationalismus ein öffentliches Podium bei www.brüderbewegung.de zur Verfügung gestellt bekommt und sogar dort eine Schrift "Can we recover the Brethren Legacy" 2004 veröffentlicht hat, (Satz: Michael Schneider) geht hier deutliche zur Sache (das ist eigentlich besser, da man schon früher weiß, woran man ist!):
 
Weremchuks Argumentation in der o.g. Schrift ist: Die Brüderbewegung soll sich nicht gegen "andere Wahrheiten" verschließen. Er vertritt dabei einen konstruktivistischen Wahrheitsbegriff: "Variety is essential - so many different worlds" (Anm.: Den Konstruktivismus kann man mit dem Baukasten-, bzw. Steinbruchprinzip vergleichen: Überall wird ein wichtiges Stückchen Wahrheit gefunden - diese Bruchstücke müssen dann zusammengestellt bzw. dialogisch synthetisiert werden).
Für den Bereich der allgemeinen Chritstenheit heißt das: überall ist Wahrheit zu finden:"they [Anm.: die verschiedenen christlichen "groups"] all contribute valuable insights to understanding God's complete truth".
Hier könnte man festhalten: die Wahrheitsfindung im ökumenischen Dialog-Verfahren ist nun endlich auch für die Brüderbewegung angesagt !
 
Im weiteren zählt Weremchuk auf, welche "groups" hier zur Wahrheitsfindung beitragen könnnen bzw. woher man  - die der Brüderbewegung noch fehlenden Wahrheiten - holen muss:
"The Catholic Church, the Orthodox on, the Calvinists [...]" und weiter "all have something to offer - bits and pieces that add up to a whole"
 
Die Substitutionslehre ist eines der "valuable insights", die Weremchuk von "Babylon" nach "Jerusalem" importieren will. Oder in Weremchuks eigenen Worten
"You can find shades of everything, good and bad, within the Catolic Church. There are some main points that have to be adered to (many biblical)"
 
Das "Gute" u.a. aus Rom soll "slowly but surly" hineingebracht werden. (Anm: Slowly, damit man es nicht gleich merkt und surly, auf dass sich Offb 17/18 erfüllen kann).
 
An echter Einheit - im Sinne Weremchuks - ist mit aller Energie zu arbeiten: "Perfect unity ist not possible [...] but we should work towards it with all our energy"
 
Woraus diese Einheit besteht wurde ja bereits genannt: "bits and pieces that add up to a whole" - Also - nicht dass die Brüderbewegung komplett aufzugeben wäre- nein: es geht darum, sie etwas calvinistischer, orthodoxer und katholischer zu machen (Anm: dann haben wir die "Perfect Unity" aus Offb 17/18).
Es geht Weremchuk also nicht um eine formale Ökumene, sondern um eine geistlich/lehrmässige.
 
Hier schließt sich auch der Kreis zu H.W.Deppe, der ja auch gleich prompt im Betawen-Verlag das Buch "Weil ihr aber Söhne seid" von M.Weremchuk (mit dem römisch-triumphalistischen HEP-HEP-Siegesruf als Kernthese: "Hierosolyma Est Perdita - Jerusalem ist verloren"), unter Gottes Volk bringen wollte.

Zunächst wurde ja von H.W.Deppe ein Verteidigungsschreiben veröffentlicht - als der Druck/Widerstand dann doch zu groß wurde, kam das Buch Weremchuks sang- und klanglos und ohne Entschuldigung für den angerichteten Schaden wieder aus dem Programm und der gemeinsame Importversuch Deppe/Weremchuk war gescheitert (mit Jos 7 könnte man sagen, dass die Herkunft des "Mantels" doch zu offensichtlich babylonisch war und ad hoc zum "Gebannten" gezählt wurde, als dass er "unauffällig" in's Lager hätte gebracht werden können).

Die Verkehrspolizisten winken uns Brüder auf die Autobahn nach Rom - auch wenn nicht immer ein Verkehrsschild dorthin zu sehen ist !
 
 
Nachdem nun der Buchtransfer von Babylon nach Jerusalem mißglückt ist, wird nun das Volk der Christen wenigstens "herzlich" von H.W. Deppe zur Nachhilfe in Sachen Sakramente (und vieles mehr) in die lutherisch-weiß getünchte Filiale (von lat. Filia: "die Tochter") Roms nach Marburg bestellt.  Vielleicht kann man sie dann dort noch irgendwie an die Infusionsflasche bringen bzw. ihnen etwas von der "systematischen Unterweisung in den Grundlehren" vermitteln.
Dort wird man dann gleich am Eingang von den beiden Empfangschefs Luther und Calvin begrüßt. Vom einen kann man u.a. in den "Grundlehren" unterwiesen werden, wie man etwa die Täufer doch besser mit dem Tode bestrafen sollte, wie schrecklich das jüdische Volk ist und wie man durch die sog. Kindertaufe gerettet wird, vom anderen kann man "systematisch" lernen, welch' ein Monster Gott in Wirklichkeit ist und er will ja gar nicht, dass alle Menschen durch den Glauben an's Evangelium gerettet werden sollen (Prädestination) und nach welchem Motto man mit Andersdenkenden umzugehen hat: "und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag' ich Dir....". (Anm.: "die beiden Kinder haben da sehr viel von Mutter gelernt" - Offb 17,5).
 
Maranatha !
 
Peter
 
Wenn man will, kann man sich ja den ökumenischen Endzeitsgott aus Offb 13,4 heute schon in etwa zusammenbasteln: Er ist der Verursacher der Sünde (so Betawen/Pink - 2Thess 2,3 sagt: "Mensch der Sünde"), Israel hat er verworfen, er will Menschen per Beschluss in der Hölle haben (TULIP), der Weg zu ihm läuft über Sakramente etc.
 
 
12.07.04

Ich denke Gott will dass man durch Diskussion mit anderen Menschen (auch Ungläubigen) im Glauben weitergebracht wird, auch durch Konfrontation mit Irrlehren,

deshalb bin ich selbst gerne in katholischen und zeugen Jehovas foren unterwegs
 
Das bringt einen auch weiter   
Problematisch wird es nur wenn man sich z.B. manipulieren lässt
 
Aber was regst du dich auf, lass dich nicht manipulieren und dir Nichts einreden und suche dir Leute mit denen du lehrmässig einigermassen übereinstimmst   
Wie gesagt, ich stimme Herrn Wepf zu, man versammelt sich als Christ auf Jesus hin   
Für mich gibt es keine kath. Kirche, das ist nur eine Illusion, auch die evangelische Kirche existiert für mich nicht, Pfingstgemeinden sind auch nur eine Fata Morgana ebenso wie Baptisten, Brüdergemeinden oder freie evangelische, Zeugen Jehovas, .....
 
Ich kenne nur Christen innerhalb der Menschheit mit denen ich mich über die Bibel unterhalte und versuche die daraus gewonnene Erkenntnis im Leben umzusetzen und Menschen mit dem Evangelium zu kontaktieren, was interessieren mich Gemeinden, was interessiert es mich ob die kath. Kirche alle schluckt, soll sie doch, kann man eh nicht verhindern wenns so kommt.
 
Erkenntnis ist Stückwerk, und auch wenn ich z.B. atheistische Bücher lese oder  atheistische Vorträge anhöre, kann dies meine Erkenntnis und meinen Glauben
enorm stärken
 
Ich habe kein Problem
 
 Chris

Lieber Chris   12.07.04
Was Du geschrieben hast, kann vielleicht auch in einem Einzelfall als Sonderfall die Ausnahme sein. Aber wenn Christen sich mit Bösen beschäftigen, können sie Gott nicht in Anbetung nahen. Wenn ein AT  _ Priester sich mit dem Tode verunreinigt hatte, musst er er aufs neue geheiligt werden.

Ich würde nie einem Christen raten, eine Gemeinschaft aufzusuchen, die den Herrn nicht ehrt, sondern IHN auf die Stufe des verderbten Fleisches herunter zieht. Deswegen muss sicher jeder Christ von bösen Systemen trennen und lieber sich nirgends in einer offiziellen Gemeinschaft versammeln, als sich zu infiszieren. Der Herr vermag so Geübten beizustehen und Ihnen auch Geschwister zur Seite stellen, die den Weg der Absonderung von bösen Lehren und Praxis gehen, dafür aber von IHM getragen werden, auf dem schmalen  Weg.  Es gibt so viel böses in gewissen, sich christlich nennenden Gemeinschaften, zB. Erlaubnis einer Scheidung und Wiederverheiratung Geschiedner, offenbarer Okkultismus (Zungenreden), heidnische Kindertaufen, dulden satanischer Lehren (Calvinismus x  Allversöhnung, Leugnung der Gottessohnschaft des Herrn Jesus, da kann ich keine Gemeinschaft haben, wenn ich Christ bin. Lieber Chris, Dein breiter Weg führ ins VERDERBEN!!  Daum lieber Chris, wirst Du, wenn Du so weitermachst, entweder moralisch fallen, und andere infiszieren oder ????

In IHM
Hans Peter

Ps.: Lieber Valentin, in meiner Antwort an Chris hast Du sicher gesehen, was ich an Deiner Stelle machen würde. Ich würde diskussionslos solchen Laodizäa - Abfall -Gemeinden den Rücken kehren,  Hinausgehen und dort ist der Herr Jesus Christus!    1553 Austritt aus Gemeinde

Mit LDL: 1.4


13.07.04

Lieber Chris,
 
vielleicht ist Dein Problem, dass Du kein Problem hast ?  
Bitte überprüfe doch Deine Kernaussage: "Diskussion mit Irrlehrern dient der Glaubensförderung" anhand der Bibel. Hier wirst Du etwas anderes finden.
Diskutiere (bzw. besser "tausche Dich aus" ) doch besser mit den Brüdern in Deiner Gemeinde über Gottes Wort. Wenn Du der Welt das Evangelium bringst, wirst Du dann noch auf genügend Gegenwind/Irrlehren stossen. Da muss man sich dann verteidigen können - jedoch würde ich nie Irrlehrer zur Diskussion bitten.
Überschätze Dich da bitte nicht !  
Der Herr sagt in Mat 13, dass man das Unkraut wachsen lassen soll (natürlich nicht in der Gemeinde - deswegen wird auf Bibelkreis auch über Unkraut in der Gemeinde aufgeklärt !) - um die Irrlehrer/Unkraut in der Christenheit wird sich der Herr später selbst kümmern.
 
Wir haben den Auftrag das Evangelium zu verkünden bis der Herr wiederkommt.....
 
Und Er kommt - ganz sicher !
Peter

14.07.04
Ja, wir leben in "bösen Zeiten" (2Tim 3,1). Da sind Wachsamkeit und eine gesunde Skepsis durchaus angebracht. Manche Zeitgenossen jedoch wittern hinter jedem Busch einen Verschwörer oder Verräter und nehmen jeden Unterschied zur eigenen Lehrmeinung zum Anlaß, anderen Irrlehren zu unterstellen, die diese definitiv nicht vertreten, sondern sogar bekämpfen.  Zu dem, was zum Thema hier geschrieben wurde, fällt mir nur noch das Bibelwort ein: "Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, dem ist es Torheit und Schande" (Sprüche Salomos 18,13). Zur Klarstellung möchte ich auf folgendes hinweisen:
Joachim Schmitsdorf
D-31230 Enger

Lieber Joachim   4.07.04

ich danke Dir für die Hinweise. Einige Fragen an Dich:
1.  Hast Du das Buch:  "CHRISTUS ALLEIN",  von Bernhard Kaiser gelesen?  Lehrt er eine Errettung durch Busse????  Nur eine Frage!

2. Wenn ein HWD ein Buch eines Irrlehrers, Weremchuk vertreibt, der den  Herrn Jesus zum Lügner stempelt  und daherschwatzt, dass Israel keine Zukunft mehr hat, was meinst Du, an was ich da denke ???? (Augustinus x  Rom x  Luther x  A.H. ) Auch wenn HWD das etwas herunterspielen will, Geld macht er doch daraus!!

3. Wenn ein Wolfgang Bühne ein Buch vertreibt eines Allversöhners der munter daherplaudert, dass jeder, der nicht an Allversöhnung glaube, ein Antichrist sei?  was meist Du was ich da denke???

4. Wie weit ist der KFG gekommen,  der einen Irrlehrer H.W. Deppe das Vorwort seines Blattes schreiben lässt.

5. Was meinst Du was ich von solchen Mailschreibern  halte?

6. Zur doppelten Prädestination. Es gibt keine Auserwählung für den Himmel und es gilbt keine Auserwählung für die Hölle: Die Christen sollen mehr die Bibel und weniger Irrlehrer wie John F.  MacArthur  Calvin Martin Luther: usw. lesen. (Wenn sie denn wirklich lesen und nicht einfach nur nachplappern.

Liebe Grüsse

Hans Peter


Joachim,
 
gerade die schwer durchschaubare Vermischung von biblischen und bösen Lehren macht den Gemeinden zu schaffen:
Niemand trinkt eine Flasche Gift aus, wenn er gleich riecht, was ihm verabreicht werden soll. Deswegen kommt der Irrtum leider oft sehr fein dosiert.
 
Solange erst ein Kamel wie das Bekenntnis der ART zum lutherischen Sakramentalismus geschluckt werden müsste, ist es nicht sinnvoll Mücken auszusieben, d.h. bei diesem groben Irrtum, ist es nicht mehr entscheidend, was es sonst noch alles an vermeintlich Biblischem und Gutem dort zu hören geben könnte und wenn man zudem davon ausgeht, dass es sich um echte Geschwister im Herrn handelt, macht man ihnen auch keinen Dienst dadurch, sich von ihnen belehren zu lassen und sich zum gemeinsamen Tanz zu begeben.
 
Ebenso entkräften die berechtigten Pro-Christ Warnungen H.W. Deppes in keinster Weise die bei Betanien/Betawen (ich persönlich bleibe bei letzterem Namen, solange dort nicht über Lehren, wie etwa den heiligen Gott als Verursacher der Sünde zu bezeichnen, Busse getan worden ist) verbreiteten Lästerungen ! Das viele vermeintlich Biblische dort macht das Böse noch schlimmer !
 
Wie bereits oben angeführt - bringt ein integratives Verhalten weder den anderen Geschwistern/Gemeinden einen Segen - noch H.W. Deppe selbst. In den relevanten Versammlungen, die ich kenne, würde jeder 100% ausgeschlossen, der solche Lehren öffentlich und permanent verbreiten oder verkünden würde - solange bis er Busse getan hat - auch wenn er sonst noch viele richtige, biblische und gute Dinge geäußert hat.
 
Gerne bin ich bereit mich zu korrigieren, wenn ich jemandem etwas unterstellt habe, was nicht zu belegen oder unbegründet ist. Du müßtest mich jedoch konkret darauf hinweisen, was Du damit meinst.

Maranatha !
Peter
 
Lieber Hans Peter    14.07.04

Ich staune immer wieder warum Josaphat

solch eine Verbindung eingegangen ist.
Und noch mehr , dass die Brüder das nachmachen.
In IHM
Martin v. Kl.  Hs.
 
2Chr 18,1 So {1. Kön. 22} hatte Josaphat Reichtum und Ehre in Fülle. Und er verschwägerte sich mit Ahab 2Chr 18,2 Und nach Verlauf von einigen Jahren zog er zu Ahab nach Samaria hinab; und Ahab schlachtete für ihn und für das Volk, das bei ihm war, Klein- und Rindvieh in Menge; und er verleitete ihn, wider Ramoth-Gilead hinaufzuzihen 2Chr 18,3 Und Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramoth-Gilead ziehen? Und er sprach zu ihm: Ich will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und will mit dir in den Streit ziehen. 
 
2Chr 19,2 Da ging ihm Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, entgegen; und er sprach zu dem König Josaphat: Hilfst du dem Gesetzlosen, {O. Hast du dem Gesetzlosen zu helfen?} und liebst du, die Jehova hassen? Und um deswillen ist Zorn über dir von seiten Jehovas.
 
 15.07.04
 
Lieber Hans-Peter und Joachim,

A) Zum empfohlenen Aufsatz von B.Kaiser:

"Nach biblischer Sicht können die von Christus eingesetzten zwei Sakramente Taufe und Abendmahl nichts anderes als zu ihm hinführen, und zwar indem sie von Christus sprechen.
Sie sind sichtbares Wort. Christus ist in dem von ihnen vermittelten Wort ganz und gar anwesend. Dieses Wort soll von außern, mit dem Taufwasser und den Abendmahlselementen empfangen werden - als Wort der Verheißung, das man im Herzen verstehen und glauben kann und soll.
Sie bringen den Menschen auf der Schiene Wort-Glaube mit Christus in Verbindung - so wie auch die Predigt mit Christus in Verbindung bringt, nur in der persönlichen, individuellen und leiblich faßbaren Zuspitzung." (B.Kaiser, in: Bekennende Kirche, Februar 2003, Nr. 13)

 

Die "biblische Sicht" des "Sakramentes" (von lat. sacer = heilig) der Besprenung (die Kaiser als "Taufe" bezeichnet) lautet also: 

                    Ein äußerer "Wortempfang" für Säuglinge durch das Taufwasser mit dem darin ganz und gar anwesenden Christus ????

So einen Unsinn findet man in der Bibel nirgendwo - auch wenn sich das Geschriebene noch so gebildet-akademisch anhören mag.

Nota bene: Kaiser redet hier nicht von der christlichen Taufe (=baptisma), sondern von der (Säuglings-) Besprengung (=rantismos)- auch wenn er leider das selbe deutsche Wort verwendet.
Von Busse, Bekehrung und Wiedergeburt habe ich in dem Aufsatz nichts gelesen.

B) Das Bekenntis der ART zur Häresie Calvins - Verbindungsglied zu Betanien/Betawen:

1) "Andere, die nicht erwählt sind, kommen, obwohl sie durch den Dienst des Wortes berufen werden und einige allgemeine Wirkungen des Geistes [Anm.: John MacArthur's "allgemeine Liebe" Betawen-Verlag: "die Liebe Gottes" lässt hier herzlich grüßen] haben mögen, doch niemals wirklich zu Christus und können deswegen nicht gerettet werden." (Westminster-Bekenntnisschrift Glaubensgrundlage der ART)

=> Die falsche "general/effectual-Call"-Lehre: d.h. Scheinevangelisierung der Nicht-Erwählten: Obwohl diese das Evangelium hören, wurden sie ja schon vorweltlich durch den calvinistischen Gott vom Heil ausgeschlossen und können daher gar nicht glauben/gerettet werden.

2) "Es sind diejenigen, über die Gott in seinem völlig freien, gerechten, untadeligen und unveränderlichen Wohlgefallen beschlossen hat, sie in dem gemeinsamen Elend [...] zu lassen, und sie nicht mit dem seligmachenden Glauben und der Gnade der Bekehrung zu beschenken, sondern sie auf ihren eigenen Wegen [...] zu belassen, und sie schließlich [...] zu verdammen und ewig zu strafen. Und dies ist der Ratschluß der Verwerfung [...]" (Art. 15 Dortrechter-Bekenntnis Glaubensgrundlage der ART)

=> Die Verdammnis und die Weigerung Menschen die Gnade der Bekehrung zu schenken ist das "Wohlgefallen" des calvinistischen Gottes. Der Gott der Bibel hat im Gegensatz zum Gott Calvins kein Wohlgefallen am Tode und der Verdammnis des Gottlosen (Hes. 33,11 etc.), sondern will, dass alle Menschen gerettet werden und zum Glauben an Jesus Christus finden (Bibelstellen bekannt) !

Ist doch völlig klar, wieso H.W. Deppe uns Brüder ganz "herzlich" zur ART einlädt: Nachhilfe in Sachen Calvin ist angesagt !

Die ART lädt übrigens ja auch ihrerseits zu H.W. Deppes Betawen-Reklameseite ein: Seite 14/genannte Zeitschrift. Dabei ist es jedoch ganz unverständlich, dass ART hier einen (nach eigener Definition) Lästerer empfiehlt: Gott zum "Urheber der Sünde" zu machen ist sogar nach den Grundsätzen der ART (Dordrechter-Bekenntnis - Artikel 15) "gotteslästerlich" )  - und genau das wird vom Hause H.W.Deppe ( Betawen) aus lautstark herausposaunt.....(http://bibelkreis.ch/forum/frage677.htm)

Vielleicht sollte man den Brüdern, die jetzt unter Führung von H.W. Deppe zur ART rennen wollen, mitteilen, dass sie aus dortiger Sicht verdammt/verworfen (lat.: damnant) sind, wenn sie als Gläubige getauft wurden (ART-Glaubensgrundlage: Augsburger Bekenntnis, Art. 9) - Wie mit solchen Leuten zu verfahren ist, wurde ja 1529 von den Katholiken und Lutheranern (hier waren sich Mutter und Tochter wieder völlig einig - Offb 17,5) in Speyer beschlossen: Ausrotten !
(mehr zum Augsburger Bekenntnis - der Glaubensgrundlage der ART: siehe Anhang).

Ich würde dem Ruf Deppes nicht allein aufgrund der falschen Lehren bei der ART Widerstand leisten, sondern auch aus Ehrfurcht den Brüdern gegenüber, die im Kampf für die Wahrheit, als Märtyrer ihr Leben ließen.

Maranatha !

Peter

ERGÄNZUNG:
"1527 vollzogen Luther und Melanchthon (1497-1560) den verhängnisvollen Schritt zur Bildung staatskirchlicher Verbände. 1529 beschlossen Protestanten und Katholiken auf dem Reichstag zu Speyer gemeinsam, alle "Wiedertäufer" auszurotten. So wie Luther sich in seiner Auffassung über die Taufe verschieden geäußert hat, so auch über die Duldsamkeit Andersgläubigen gegenüber. Nachdem er aber Landeskirchen gegründet hatte, fiel er zurück in die Art katholischer Unduldsamkeit.
In der von Melanchthon verfaßten Confessio Augustana (also dem Augsburger Bekenntnis, Anm.), dem Glaubensbekenntnis der Lutherischen Kirche, heißt es fünfmal in den Artikeln 5, 9, 12, 16 und 17 "die Wiedertäufer sind zu verdammen".
Durch ein Gutachten Melanchthons vom Jahre 1531, in dem die "Wiedertäufer" als Gotteslästerer und Aufrührer bezeichnet werden und das Luther mit seinem "placet mihi Martino Luthero", das heißt: "Ich bin damit einverstanden, M. L." unterschrieb, kam es zu einer schweren Verfolgung der Täufer.
Mit Luthers und Melanchthons Zustimmung wurden auch bald Hinrichtungen an den Täufern vollzogen. Ein weiteres Gutachten der Wittenberger Theologen vom Jahre 1536 befürwortete die Hinrichtung der Täufer. Da ist es nicht zu verwundern, wenn die Landesfürsten und die Schüler der Reformatoren dann in demselben Geist weiterhin handelten. " (http://www.computermission.org/offb/offb03.htm)
 
Lieber Hans Peter,   15.07.04
 
zu Frage 1556 hast Du geschrieben >>>Wie weit ist der KFG gekommen, der einen Irrlehrer H.W. Deppe das Vorwort seines Blattes schreiben lässt.<<<.
 
Vorweg: Ich kenne die KFG nicht näher. Ich habe in den letzten Tagen jedoch ein Buch ihres Leiters Wilfried .... gelesen: "Gott ist nicht pragmatisch".
Der Autor zitiert u.A. mehrfach John McArthur. Außerdem entsteht der Eindruck, daß er den Arminianismus als eine der Quellen des Pragmatismus (d.h. das, was "funktioniert", ist auch gut) in der Gemeinde Jesu ausmacht. Insbesondere an einer Stelle (S. 134/135) macht er die Verschiebung von der Calvinistischen zur Arminianistischen Sichtweise verantwortlich für das Entstehen des Pragmatismus.
 
Das dürfte eine mögliche Erklärung für deine zitierte rhetorische Frage sein.
 
Martin     KFG
 
 
 
 Irrlehrer wie John F.  MacArthur 
 
Lieber Hans-Peter, lieber Peter,
 
auf Eure Entgegnungen möchte ich nochmals klarstellen:
 
1. Mir kommt es nicht darauf an, Max Weremchuk zu rechtfertigen oder zu verurteilen; sein Buch "Weil ihr aber Söhne seid" habe ich noch nicht gelesen und kann mir deshalb noch kein Urteil dazu erlauben. Zu den weiteren zitierten Aussagen Weremchuks aus seiner Schrift "Can We Recover the Brethren Legacy?" sei jedoch gesagt, daß die meisten "Zitate" dermaßen unvollständig und aus dem Zusammenhang gerissen sind und Halbsätze willkürlich in einen anderen Zusammenhang zueinander gestellt werden, als dies im Original ist, so daß ihnen dadurch oft das Gegenteil dessen untergeschoben wird, was der Autor tatsächlich gemeint hat.
 
2. Es ist nicht recht, wenn jemand Teile eines bestimmten Lehrgebäudes vertritt (nicht jedoch das Ganze), ihn deshalb zu bezichtigen, er würde alle betreffenden Lehren vertreten (auch die falschen). Insbesondere was zur ART und zu Hans-Werner Deppe hier behauptet wurde, kann ich nur als Unfug bezeichnen; ich kenne die meisten dieser Brüder persönlich und weiß, daß die gegen sie erhobenen Anschuldigungen schlicht hanebüchen sind.
 
Konkrete Beispiele dazu:
 
a) Die Dozenten der ART vertreten definitiv nicht die römische bzw. lutherische Taufwiedergeburtslehre, sondern die klassische pietistische Position (Babytaufe als "Verheißung"; daß ich diese Ansicht für falsch halte, habe ich in meiner Mail vom 14.07. bereits deutlich gesagt). Das wird aus den Artikeln sehr deutlich, auf die ich verwies (das Zitat von Bernhard Kaiser ist unvollständig und aus seinem Zusammenhang gerissen: hier grenzt sich B. Kaiser nämlich von der röm.-kath. Position ab, wenn auch nur unzureichend).
 
b) In dem von H.-W. Deppe empfohlenen Seminar geht es - wie der Titel schon sagt - um "Rechtfertigung und Heiligung". Beides haben wir in Christus durch den Glauben (1Kor 1,30), nicht durch die Taufe oder irgend etwas anderes, was Bruder Kaiser auch so klar lehrt. Eine Empfehlung seiner Position zu Rechtfertigung und Heiligung ist doch nicht automatisch eine Empfehlung seiner Tauflehre (es sei denn, man vertritt die "Verunreinigungslehre" der "exklusiven Brüder").
 
c) Auch wenn man die Lehre von der Vorherbestimmung für wahr hält, muß man noch lange nicht die reformierte Sicht der Heilsgeschichte oder den Sakramentalismus teilen (in der Sakramentfrage waren sich auch Luther und Calvin uneins) oder gar für die Verbrennung von Ketzern sein. Ich teile zwar die calvinistische Sicht der Prädestination (nota bene: daß Gott der Urheber des Bösen sei, ist ist in der Tat unbiblisch und wird auch in den reformierten Bekenntnissen scharf verworfen), gehöre jedoch nicht zu denjenigen, die Ketzer verbrennen oder dies befürworten, sondern zu denen, die vor 300-400 Jahren noch verbrannt wurden.
 
d) Gleichzeitig bin ich der festen Überzeugung, daß Gottes alleiniges Mittel zur Errettung verlorener Sünder sein verkündigtes Evangelium ist (und keine "Sakramente") - und das ergeht an alle Menschen gleich. "Ein Evangelium, das nicht allen gilt, gilt keinem" (Spurgeon). Peter Streitenbergers Kritik, daß einige Calvinisten Bibelverse zur Begründung ihrer Meinung heranziehen, die dafür nicht geeignet sind, trifft an manchen Stellen durchaus zu, aber nicht an allen. Dafür fällt Peter leider auf der anderen Seite vom Pferd. Die Schrift lehrt sowohl, daß jeder Mensch für sein Tun vor Gott voll verantwortlich ist (und sich nicht damit herausreden kann, Gott habe ihn ja zum Bösen vorherbestimmt; vgl. Röm 9,19ff), als auch, daß es allein Gottes Gnadengeschenk ist, wenn ein Mensch das Evangelium im Glauben annimmt (s. z.B. Röm 9,14ff; 2Thes 2,13). Zugegeben, das scheint dem menschlichen Verstand widersprüchlich; doch an die Dreieinigkeit glaubt Ihr hoffentlich auch, weil sie biblisch ist, obwohl diese Lehre unseren Verstand weit übersteigt?
 
e) Die heilsgeschichtliche Sicht, wie sie vielfach in reformierten Kreisen vertreten wird (nämlich die endgültige Verwerfung Israels und dessen vollständige Ersetzung durch die Kirche) halte auch ich für einen Irrtum (ich wiederhole: ob Herr Weremchuk dies so lehrt, ist mir [noch] nicht bekannt; in seiner Entgegnung auf die hier erhobenen Vorwürfe gegen ihn bestreitet er dies jedenfalls vehement [http://www.betanien.de/Material/Weremchuk-Antwort.htm]). Der "Vater" des modernen Dispensationalismus hingegen (J.N. Darby) war nicht nur Kindertäufer, sondern auch Calvinist. Ist deshalb der Dispensationalismus eine Irrlehre?
 
3. Was die Kritik an den Brüdern Wolfgang Bühne & Co. betrifft: diese ist z.T. durchaus berechtigt (Festhalten am Buch "Der Ring und sein Geheimnis", Rückzieher des Buches "ProChrist - wohin?"), doch eben nur zum Teil. Das Buch von Dalliard etwa wurde bei CLV veröffentlicht, als jener sich noch nicht als Allversöhner geoutet hatte, und enthält m.W. keine Irrlehren. Aber wollen wir nicht vom Kern der Sache ablenken. Wenn jemand Irrlehren verbreitet, ist es legitim und geboten, dem zu widersprechen (Eph 5,11). Es ist und bleibt aber falsch, jemandes Worte zu verdrehen, um ihm Irrlehren unterzuschieben, die er nicht vertritt. Ich fürchte, dies geschieht, weil Euer Urteil gegen den Betreffenden schon längst feststeht: Er hat eine andere Meinung als ich, also ab mit ihm. Der Herr Jesus hingegen konnte sogar über seine ärgsten Feinde sagen: "Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber tut nicht nach ihren Werken, denn sie sagen es und tun's nicht" (Mt 23,2f). Das mal als kleine Anregung, ein differenziertes und faires Urteil über solche zu fällen, mit denen man nicht in allem einer Meinung ist.
 
Bleibt mir zum Schluß nur der fromme Wunsch, daß Ihr das biblische Gleichgewicht wiederfinden mögt: "Weissagungen verachtet nicht; prüfet aber alles, das Gute haltet fest. Von aller Art des Bösen haltet euch fern" (1Thes 5,20ff).
 
 
Im Herrn Jesus grüßt Euch
 
Joachim Schmitsdorf
D-31230 Enger

Lieber Joachim      Bündnisse

Betreffend dem Dispensationalismus:  Natürlich war Darby Dispensationalist,  Das ganze NT + AT  ist voll davon!  und dass Darby Kindertäufer war, was ich in meiner liebevollen Ausdrucksweise mit Mumpitz bezeichnet  habe,  ist ebenso wahr:

frage1504.htm#Peter - BRD

Über den Dispensationalismus;  

http://www.bibelkreis.ch/forum/frage383.htm

http://www.bibelkreis.ch/forum/frage681.htm

 

Vorherbestimmung;
http://www.bibelkreis.ch/forum/frage1110.htm

Da noch die Entgegnung von Max S. Weremchuk

 

Nun aber zu der Frage:
 Wie kommst Du darauf, dass Darby Calvinist war?  Er wäre ja dann nie in die Brüderbewegung gekommen. In der Brüderbewegung  sind vorerst immer noch solche, die sich bekehret haben,  im Gegensatz zum Calvinismus, da die Busse ja ein Werksgerechtigkeit sei und man sich deswegen ja auch nicht bekehren könne / müsse. 

in IHM
Hans Peter

Ps:
Leider ist Wolfgang und Hans Werner  auch auf die Schiene des   Irrlehrer A.W. Pink abgefahren.  Ich bin überzeugt,  dass die evangelikale Welt von all den Mist innerhalb dieser Bewegung so die Schnauze voll hat, dass sie bald den Schierlingsbecher Rom freiwillig  trinken wird. .


 
Lieber Joachim,
 
1) B. Kaiser zur Taufe
 
ich hatte eben noch einmal die Gelegenheit das Zitat von B. Kaiser im Original nachzulesen und konnte keinen Zitierfehler feststellen (Irrtum nicht ausgeschlossen !)
 
Ich weiß nicht, wie es bei Euch in den Zusammenkünften abläuft, aber wenn jemand am Sonntag aufsteht und diese Art von Satz von sich gibt (mit oder ohne Zusammenhang), dann müsste den Fall dringend die Tante von der Kinderstunde übernehmen ! 
 
Das soll sich nicht überheblich anhören - es ist traurig genug für jemanden, der wohl Jahre lang die Bibel liest und am Ende zu solchen Sätzen zur "Taufe" gelangt ist. Hier schalten sämtliche Ampeln auf rot - wo steht denn so ein Unsinn in der Heiligen Schrift ? Von einem gewinnbringenden Seminar zum Thema XY bei den Honoratioren der ART kann doch wohl bitte nicht die Rede sein. Hier geht's doch schon beim Grund-A-B-C falsch los !
Wenn man sich dort zudem auf der Grundlage eines Bekenntnisses versammelt (bitte auch nachsehen wer die C.A. unterschrieben hat - irgendwelche Fürsten von und zu XY), dass die Verdammung derer beinhaltet, die sich im Gehorsam gegen Gottes Wort als Gläubige taufen ließen, dann ist vielmehr Busse bei ART angezeigt !
Wenn B. Kaiser und Kollegen nicht die Taufwiedergeburt lehren - sondern irgendeine andere Art von Besprengung - dann sollte dort der ganze Bekenntnis-Mist einmal herausfliegen - wie soll man sich denn da noch auskennen, wer jetzt was und wie eigentlich lehrt und meint......
Also tut mir leid - für uns einfache Brüder ist das nichts !
 
2) "Dafür fällt Peter leider auf der anderen Seite vom Pferd"
 
Lieber Joachim, in diesem Punkt hast Du wiederum den Nagel auf den Kopf getroffen:  Das passiert mir wirklich laufend !
Ich würde Dich bitten (ernst gemeint - kein Zynismus !), mir brüderlich wieder in den Sattel zu helfen, d.h. ich bitte um echte, biblisch belegte Korrektur, die ich und alle anderen bitter nötig haben !
Wenn Du eine Erkenntnis aus der Heiligen Schrift hast, wodurch Korrektur d.h. Busse nötig wird, dann danke ich Dir, wenn Du schonungslos auf Fehler hinweist !
 
Wehe einem jeden von uns, der etwas lehrt, was nicht in der Heiligen Schrift steht !
 
3) "und das ergeht an alle Menschen gleich."
 
Meinst Du hier "general call" - "effectual call"  ? Hoffentlich nicht !
 
 
 
 
Der Herr kommt bald !
P.
 

20.07.04
 

Lieber Hanspeter,
 
zuerst einmal muß ich doch für den säuerlichen Tonfall meiner Mails um Entschuldigung bitten (1Kor 9,27; Jak 1,20).
 
Vielen Dank für die Schriften Weremchuks. Diesen entnehme ich, daß er glaubt, die Kirche (bestehend aus Juden und Nichtjuden) habe Israel nicht ersetzt, sondern sie sei das wahre Israel... Nun ja, das läßt mir seine Entgegnung in einem anderen Licht erscheinen, die ich ohne diese Hintergrundinfo gründlich mißverstanden habe:
>> Offensichtlich ist jemand der behauptet, ich lehre "Gott hat Israel verworfen" überhaupt nicht vertraut mit dem was ich lehre.<<
>> Israel muss definiert werden wie die Schrift es tut - dann versteht man auch die Bedeutung des Titels "Weil ihr aber Söhne seid. . ."<<
"Israel muss definiert werden wie die Schrift es tut" - in der Tat, aber daß Weremchuks Definition mit der biblischen übereinstimmen soll, überzeugt mich nicht. "Israel" wird einfach umdefiniert, und - Voilà! - schon ist das exegetische Problem gelöst, wie das jüdische Volk von Gott verstoßen sein kann (gegen Röm 11), ohne daß Israel (d.h. nach Weremchuks Verständnis die "Kirche" - gegen 1Kor 10,32) davon betroffen ist. Der "Gottesstaat" des Augustinus läßt grüßen.
 
Es sei Weremchuk unbenommen, daß er wertvolle Informationen über Darbys zeitgeschichtlichen Hintergrund liefert und einige berechtigte Anfragen an den Dispensationalismus und die "Brüder" stellt, doch seine Eschatologie wäre nur dann haltbar, wenn man zahlreiche Bibelstellen (entgegen ihrem Wortsinn!) uminterpretiert oder ausblendet. Diesen Ansatz hat z.B. W. Ouweneel in seiner Broschüre "Die christliche Hoffnung" wie ich meine gut und gründlich anhand der Bibel widerlegt (Reihe "Was lehrt die Bibel?", Band 4, Neustadt/Weinstr.: Ernst Paulus, 1975).
 
Was Darbys Haltung zum Calvinismus betrifft (diesen Begriff benutze ich in der Regel bzgl. der Lehre von der Gnadenwahl Gottes, nicht bzgl. Calvins anderer Lehren wie Staatskirchentum, Babybesprengung usw.), so habe ich irgendwo gelesen, daß Darby sich mit Moody zerstritt, weil dieser nicht seinen calvinistischen Standpunkt teilte. Ich meinte, dies stünde in Weremchuks Darby-Biographie (CLV 1988), bin dort aber nicht fündig geworden; ich suche noch nach der Quelle.
 
Die angebotene "Mail des [von Dir so bezeichneten] Irrlehrenverteidiger[s] Egger" darfst Du mir gerne senden - falls sie nicht ein paar Megabyte groß ist... ;-)
 
Noch ein paar kurze Worte zu Kaiser & Co.
 
Das Buch von Bernhard Kaiser "Christus allein" habe ich noch nicht gelesen. Will versuchen, das nachzuholen.
 

Peter Streitenberger fragt, wo er ihn bzgl. der Tauflehre falsch zitiert habe. Das Zitat ist nicht falsch, aber unvollständig. Was Kaiser unmittelbar vor den von Peter zitierten Sätzen sagt, macht klar, wo er sich von Rom (und auch Luther) unterscheidet. Um Peters Neugierde zu befriedigen: In der Gemeinde, zu der ich gehöre, wird allein die Taufe Gläubiger praktiziert. Babytaufe wird bei uns weder gelehrt noch solche Lehre geduldet.

 
Zu den weiteren Punkten hoffe ich mich in einigen Tagen äußern zu können.
 
 
Im Herrn Jesus verbunden
 
Joachim Schmitsdorf
 
 
 
Lieber Hans Peter,
 
was Darbys Verhältnis zur calvinistischen Gnadenlehre betrifft, bin ich im Evangelical Dictionary of Theology fündig geworden:
 
Darbys "basic theological assumptions of verbal inspiration of Scripture, human depravity, and the sovereignty of God´s grace were compatible with traditional Calvinism."
(W. Andrew Hoffecker, "Darby, John Nelson", Evangelical Dictionary of Theology, ed. Walter A. Elwell, 11th printing [Carlisle, UK: Paternoster Press, 1995]: 293.)
 
Deutsche Übersetzung von mir: Darbys "theologische Grundsätze der Verbalinspiration der Schrift, der menschlichen Verdorbenheit und der souveränen Gnade Gottes deckten sich mit dem traditionellen Calvinismus."
 
Die von mir erwähnte Geschichte mit Darby und Moody habe ich noch nicht wiedergefunden. Vielleicht weiß ja einer der Leser bescheid?
 
Zum Schluß noch ein paar Fragen zum Nachdenken:
 
1. Was war bei den "Brüdern" ursprünglich die Grundlage geistlicher Gemeinschaft, die sich im gemeinsamen Mahl des Herrn ausdrückte:
a) Übereinstimmung in allen Lehrfragen bis aufs i-Tüpfelchen,
b) Lippenbekenntnis zu Jesus Christus oder
c) persönlicher Glaube an den Herrn Jesus Christus (gesunde Lehre in den heilsnotwendigen Dingen und guter Lebenswandel vorausgesetzt)?
 
2. Ist ein rechtes Verständnis der Heilsgeschichte bzw. der letzten Dinge (Eschatologie) heilsnotwendig?
 
3. Wenn sich die Lehre von der freien Gnadenwahl und die evangelistische Verkündigung widersprächen, wie kommt es dann, daß viele gesegnete Erweckungsprediger beides miteinander vereinbaren konnten, z.B. John Bunyan, George Whitefield, Jonathan Edwards, Charles H. Spurgeon, Martin Lloyd-Jones? Ich weiß, dies ist kein Beweis für die Richtigkeit dieser Lehre; das kann nur aufgrund der Bibel geschehen. Es sei aber zumindest als Hinweis gesagt, daß längst nicht alle Calvinisten dämonische Irrlehrer sind (eher im Gegenteil).
 
4. Was wäre wohl aus Apollos geworden, hätten Aquila und Priscilla ihn so behandelt, wie hier mit Max Weremchuk und anderen umgegangen wird?
 
5. Können die verbalen Entgleisungen Martin Luthers Rechtfertigung dafür sein (nach dem Motto: "Der war ja noch viel schlimmer als ich" - klingt das nicht wie 1Mo 3,12f)? Welche Maßstäbe stellt die Schrift an uns (z.B. 1Pet 2,21ff; 3,8-9)?
 
6. Wenn man bedenkt, daß jedermann im Internet auf dieses Forum zugreifen kann und auch Ungläubige diese Seiten lesen: Welchen Eindruck dürften sie dabei von bibeltreuen Christen erhalten (vgl. Joh 13,34-35)?
 

Im Herrn Jesus verbunden grüßt Dich
 
Joachim Schmitsdorf
D-31230 Enger

Lieber Joachim

Die Ungläubigen wissen um den Antisemitismus von Dr. M. Luther. Hast Du auch schon versucht, einem Juden mit der Lutherbibel in der Hand das Evangelium zu verkündigen? ==>  versuchst lieber nicht! Wer heute die Luthersprüche veröffentlicht, (ich kann Dir und jedem der über 20 Jahre alt ist,  privat gerne mal eine Auswahl senden, Wenn ich seine antisemitischen Mordsprüche auf meiner  Webseite veröffentlichen würde, käme mit Recht ins Zuchthaus. Wenn ich seine Hetze gegen die Bauern veröffentlichen würde, würden mich die Bauern mit Recht verhungern lassen. Wenn ich seine Primitivsprüche gegen die Jenischen veröffentlichen würde, müsste der UN- Sicherheitsrat gegen mich vorgehen. Usw.!  Ich
glaube keine Sekunde, dass dieser Berufstheologe ein Kind Gottes war. Die Gläubigen hat er verbrennen oder ersäufen lassen. Stimmt es oder
habe ich einfach recht?  Dann noch:  Welche Lehre von Luther war keine Irrlehre? Von der okkulten Kindertaufe bis zum Pseudoabendmahl
seiner falsche Rechtfertigungslehre bis... Seine Frechheit wie er mit dem Worte Gottes umgesprungen ist, (Judas Brief und Hebräerbrief,)  zeigt seine  blasphemische Denkstruktur die nur einem völlig "schizophrenen" (*) Hirn entspringen konnte.  Er war der kompletteste Verführer ausserhalb der Mutterkirche Roms. Aber  die Töchter der Hure kehren nun zur Mutter zurück.
in IHM
Hans Peter
Ps.:

Wer gegen schriftliche Bestätigung dass er die Lutheraussprüche nicht gegen mich verendet, kann diese bei mir bestellen

(*)  Ich meine nicht dass Dr. M. Luther Schizophren, ( Krankheit)  war,  sondern böse!


Lieber Hans Peter,  26.07.04

die Irrlehren Martin Luthers sind mir bestens bekannt, auch seine böse Hetze gegen die Juden und gegen die taufgesinnten Christen. Ich gehöre ja selbst zu Letzteren, die nach Luthers Meinung getötet werden sollten. Diese Dinge will ich keineswegs verharmlosen oder verteidigen.

Worauf es mir ankommt, ist der Umgang mit Brüdern wie Kaiser/Klautke/Nestvogel oder Weremchuk. Bei aller Wertschätzung der o.g. Brüder für die Reformatoren, die ich teils für berechtigt, teils für übertrieben halte, muß man doch fair und ausgewogen bleiben. Du darfst gerne anderer Meinung sein als sie - ich bin´s auch in manchem, wie ich bereits schrieb. Bekanntlich soll man wahre Christen aber an ihrer Liebe zueinander erkennen. Wie wir mit Meinungsunterschieden umgehen, ist hierfür eine gute Nagelprobe. Bei heilsentscheidenden Dingen kann es natürlich unmöglich Toleranz geben; einem respektvollen Tonfall hingegen sollte selbst dies keinen Abbruch tun.

Die Schrift ermahnt uns, dem Vorbild Christi nachzueifern, der seinen Gegnern böse Worte nicht mit gleicher Münze heimgezahlt hat. Nicht, daß wir "ökumenisch korrekt" alle Irrlehren stillschweigend dulden sollen, denn wir sind durchaus zu einer klaren Stellungnahme aufgefordert (Eph 5,11); aber die Art und Weise, die wir dabei an den Tag legen, sollte sich doch in positiver Weise von den Wortgefechten Ungläubiger unterscheiden:

"Laßt uns die Wahrheit in Liebe festhalten und in allem zu ihm hin wachsen, der das Haupt ist: Christus" (Eph 4,15).

In diesem Sinne grüße ich Dich als einer, der das selbst auch noch lernt.

Joachim Schmitsdorf
D-31230 Enger


Lieber Joachim  26.07.04

ich danke Dir herzlich für das Mail!
Wo ich einfach nicht mehr "nachkomme" ist,  dass diese Brüder,  die Du soeben aufgezählt hast, doch wissen um den Charakter von Dr. M. Luther und dass er ein Irrlehrer war und der ganze Protestantismus doch nur das  Spiegelbild eine Kirche ist  von einer bösen Kirche. Nur ein Beispiel: Ich war in den letzten Tagen in  der BRD  bei Geschwistern auf  Besuch, wo die Schwester in einem lutherischern Kindergarten in der BRD angestellt war. Sie ging nicht in die Lutherische Kirche, sondern ist  "Freikirchlich". Dann hat sie sich dort als Christin taufen lassen, zum öffentlichen Zeugnis,  dass sie Christin geworden ist. Umgehend wurde sie aus dem Schuldienst entlassen. Ich habe ihr gratuliert, dass sie nicht ersäuft wurde, aber sie würden es heute noch machen, wenn sie könnten. 

 Hast Du Bernhard Kaiser gelesen? Ich glaube nicht. Deswegen nur ein Beispiel:
Buchtitel: CHRISTUS ALLEIN 3-929602-49.0  // 1996
Untertitel: Ein Plädoyer für den evangelischen Glauben.

Siehst Du um was es bei im geht, der Untertitel  verrät es bereits!
Ich will ja gar niemand beleidigen Aber wenn Du nur schon mal die erste Seite öffnest und wir belehrt werden, dass das Gesetz vom Sinai die Grundordnung für die Beziehung des Menschen zu Gott sei, dann zweifle ich dass Bernhard Kaiser BK den Galaterbrief von Luther gelesen hat, ich schon.  Das Gesetz vom Sinai hat Gott dem Volke Israel gegeben. Dann bringt BK den ""Heilsbund"",  1.Mose 17 mit dem Gesetz Mose in Verbindung, ist ja eigentlich klar,  wenn er schon 1. Mose 17 einen falschen Uebertitel gibt. Das war kein Heilsbund, das gibt es nämlich in der ganzen  Bibel nicht!  Beim weiteren lesen merkt man,  dass BK aus der Lutherbibel zitiert. Da kann  natürlich keine sauber herausgearbeitet Erklärung der heiligen Schrift geben,  denn eine schlechtere deutsche Bibel wie die Lutherbibel kenne ich persönlich gar nicht. Interessant  ist dass ein Calvinist wie BK ja ist,  schon auf den ersten Seiten den geneigten Leser auf die
obergeschwollene  Allversöher Ausdrücke eintrimmt wie "Heilswirklichkeit", "raumzeitliche Offenbarung".  "Sollordnungen" usw.

 Das bestätigt meine Erfahrung, dass Calvinisten in der Regel Allversöhner sind oder werden. Am morgen haben sie den Gott des Islams und am Nachmittag bis Spätabends den Gott der alten Griechen.
Gott sei dank gibt  es auch Zeilenweise wirkliche,  christliche Lehre , die aber deswegen dem ganzen Lutherunwesen völlig widerspricht. Sws hat das Buch noch kein echter Lutheraner gelesen oder die wissen selbst nicht  mehr,  was Luther für Unsinn gelehrt hat?  Die ersten Vers auf Seite 12  sind christliche Lehre und nicht lutherischer Katechismusaberglaube.

Doch dann kommen die Irrlehren Schlag auf Schlag: Zitat BK:  "Jesus erweist sich mit dieser Erfüllung des Gesetztes als sündlos".   Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus hätte sündigen können. Er konnte aber gar nicht sündigen weil in IHM keine Sünde war. Das Prinzip  (Gesetz der Sünde) war nicht in Christo Er ist Gott und Mensch zugleich! .

..\themen\suendloe.htm

 

 

 Hast Du Weremchuk gelesen? Ich glaube nicht. Denn bei beiden findet man nichts vom Geiste Christi. (Habe ich Dir  schon die Dokumente von Weremchuk gesandt?) 

Zu: dem von Dir angeführten Edwars verweise ich auf: http://www.bibelkreis.ch/forum/frage1379.htm (Tut mir leid.....)

Zu:   Martin Lloyd-Jones  (tut mich auch leid... )  oder: 1492

Zu.  George Whitefield  verweise  ich auf das Buch von Benedikt Peters , obwohl ich das Buch selber nicht geschrieben hätte, nicht nur weil ich es nicht "gekonnt" hätte, sondern weil mir diese ganze auch unbewusste Menschenverehrung gefahrvoll  erscheint. Da siehst  Du ja auch bei Weremchuk. Zuerst befasst er sich mit einer Person Darby,  und verfällt dann, weil er vielleicht an Darby verzweifelt ist, (kann ich ja in gewissem Masse verstehen)-  zusehends im reformatorischen Unglauben. Das ist  das Gericht Gottes,  wenn man sich nicht Christus beschäftigt sondern mit Christen. Gott ist ein eifernder und eifersüchtiger Gott!

Zu Epheser 4.15. Die Liebe zu den Geschwistern kann sich auch darin äussern dass man "weh" zun muss!
Zu Spurgeon:  Spurgeon hat gesagt, Calvinismus ist das Christentum. ::??:::!!

ZU "Respektvollen Ton": Ja, da gebe ich Dir unbedingt recht! Aber ein Irrleher ist ein Irrlehrer und vor Wölfen zu warnen ist eine Aufgabe die bringt Dir keine Freunde ein, aber ich habe EINEN!

In IHM
Hans Peter