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Frage156

Hallo Hanspeter
Nachdem wir wiedergeboren sind, sind wir nicht mehr unter dem Zwang der Sünde. Trotzdem suendigt jeder Christ einmal, also mutwillig!
Wie ist das dann gemeint im Hebräer 10;26+27?
Was ist diese mutwillige Sünde?

Liebe Grüsse
                          Bruder Josua


Lieber Josua

Da zunächst der von Dir vorgeschlagene Text: n.rev.. ElberfÜ.

Hebr 10,26 Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig,

Hebr 10,27 sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verschlingen wird. {Eig. das im Begriff steht... zu verschlingen}

Der Apostel Paulus zeigt im Hebräerbrief ab Kapitel 7 den neuen Hohe-Priester, Jesus Christus. Im Kapitel 8 den neuen Bund, weil der alte Bund weggetan wurde. In Kapitel 9 wird das neue Heiligtum gezeigt und im Kapitel 10 die neuen Anbeter.  Warum das Ganze? Der Leser wird Stufenweise durch den Brief,  siehe auch die Uebersicht, mit dem Vertraut gemacht, was uns Gott in der Gabe seines Sohnes mehr gegeben hat als in den Propheten und im Alten Bund und im alten Gottesdienst.  Das mit "Willen Sündigen" meint (Im Zusammenhang betrachtet, alles andere hat eh kein Wert)  etwas für einen Wiedergeborenen völlig hypothetisches, unmögliches, nämlich bewusst wieder zum judaistischen Gottesdienst zurückzukehren. (Bsp: Adventismus / Sabbathismus u. ähnliche, nicht christliche Gruppierungen). Solchen Menschen ist das Werk Christi nicht genug. Sie wollen etwas zum Erlösungswerk hinzutun, weil sie nicht an das Erlösungswerk Christi in seiner Allgenügsamkeit Glauben. Dieser Glaube bekommt und hat nur der wiedergeborene Mensch der den Heiligen Geist hat. (Diese Aussage gilt strenggenommen nur für die Gnadenzeit.) 


Lieber Josua
 
Die Opfer im AT sind Bilder die die verschiedenen Seiten des Opfers Jesu Christi zeigen.
Man sieht ganz verschiedene Opfer, die für die vielfältigen Vergehen des Volkes dargebracht wurden. Man sieht zum Beispiel im Passahlamm Christus als Opfer, das ein Volk vor Gottes Gericht (Todesengel) rettet. Es zeigt auch, das es vor fremder Herrschaft befreit (Pharao / Satan).
Im 3. Mose 5, 20 sehen wir, dass es sogar ein Opfer für mutwillig (vorsätzlich) begangene Sünden gibt, jedoch nur, wenn diese im nachhinein bereut wurden. Da geht es um Sünden, die wissentlich begangen wurden, denn Erpressung geschieht nicht in einer schwachen Minute.
Wenn nun dieser Mann im 3. Mo 5, 20 es bereut, so geht er hin und muss unter demütig ein Opfer bringen (das ist ein Schuldeingeständnis). Damit zeigt er Reue und es wird ihm sogar vergeben. Das heisst, es gibt sogar ein Opfer für solche Sünden (das heisst für uns: Christi Tod schliesst solche Sünden ein). Für was für Sünden gibt es denn nun kein Opfer (d h welche Sünden werden nicht vergeben)?
Es gibt kein Opfer für Sünden, die mutwillig begangen und nicht bereut werden. Wenn jemand sagt, er sündige und es ist ihm egal, so soll er wissen, dass er dem Gericht Gottes nicht entfliehen kann, denn er hat bildlich gesprochen kein Opfer (d h er kann die Sündenvergebung durch Christus nicht anwenden, weil er Christus mit seinem Wandel verspottet).
 
Liebe Grüsse
 
Tobias,  31.03.2001
 

15.04.2005


Lieber Josua. liebe Geschwister im Herrn

Zu den 2 bereits veröffentlichten Antworten, die beide wertvolle Hinweise geben, möchte ich ein weiteres Mosaiksteinchen hinzufügen.

In der ersten Antwort erwähnt Hans Peter, das in Hebr. 10,26 angesprochene Sündigen meine die Rückkehr in den jüdischen Gottesdienst. Treffend ergänzt er, dass diese Sünde für einen Wiedergeborenen unmöglich sei.

Dieser Brief hiesse nicht HEBRÄERbrief, wenn er nicht für die Hebräer (Juden) geschrieben worden wäre. Der Brief ist aber für uns in die Bibel hineingenommen worden. Er betrifft die Heilsperiode der Gnade, auch wenn er zum Teil speziell jüdische Probleme anspricht. Nach meiner heutigen Erkenntnis gilt er deshalb auch für uns "Heiden", wenn auch für uns nicht alles aktuell scheint. Die Weisheit Gottes hat es denn auch in einigen Punkten, die wir vielleicht etwas vorschnell allein für die Juden bzw. Judenchristen nehmen, vermieden, den Judaismus zu nennen, und hat dafür allgemein gültige Begriffe gewählt. So meines Erachtens auch hier. Es ist kein Zufall, dass hier eben nicht steht, dass es um die Rückkehr in den Judaismus geht - so richtig das für die Juden auch war, die sich auf dem Weg zu Christus befanden. Ein anderes Beispiel haben wir mit dem "Lager" von Kap.13,13. Dort denken wir ebenfalls sofort ans Judentum, das die gläubig Gewordenen verlassen mussten. Auch dort sagt Gottes Weisheit einfach "Lager", nicht "das jüdische System" und lässt so auch für uns die direkte Anwendung offen, die wir vielleicht genauso in einem "Lager" aufgewachsen sind und uns vielleicht noch nicht z.B. von einer von Gott abgefallenen oder im Abfall begriffenen Kirche oder Freikirche oder was auch immer getrennt haben.

Weil nun der Hebräerbrief in unsere Heilszeit hinein spricht, wage ich auch die angesprochene Stelle weiter auszulegen.

Du hast mit deiner Fragestellung bereits zum Ausdruck gebracht, dass diese mutwillige Sünde etwas Besonderes sein muss. Es kann sich da offensichtlich nicht um irgend eine (mutwillig begangene) Sünde handeln.

Dieses ganze Kapitel zeigt deutlich, dass die Opfer im AT unmöglich Sünden hinwegnehmen konnten, dass der Sohn Gottes, das Lamm Gottes, dagegen mit EINEM Opfer die Geheiligten für immer vollkommen gemacht hat (V 14). Um dieses Opfer geht es hier. Das heisst mit anderen Worten, dass wir nur durch den Glauben an den Herrn Jesus gerettet werden können - ob Jude oder "Heide" spielt keine Rolle!

Es geht hier also um die Frage, ob jemand dieses eine Opfer annehmen will oder nicht. Weil es eben nur EIN wahres Opfer gibt, das unsere Sünden wegzunehmen im Stande ist, entscheidet sich alles an dieser Frage! Darum ist es auch völlig logisch, dass für diejenigen, welche DIE SÜNDE BEGEHEN, DIESES EINE OPFER ABZULEHNEN, kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig bleibt, denn das einzige, das existiert, haben sie ja abgelehnt. Und ein anderes gibt es ganz einfach nicht!

Das also ist diese ganz besondere Sünde! Wenn jemand mutwillig, d.h. ganz bewusst den Herrn Jesus, das Lamm Gottes, ablehnt, begeht er diese furchtbare Sünde und wird fortan für immer verloren sein.

Nur nebenbei sei noch erwähnt, dass diese ernste Stelle sich nicht an solche richtet, die den Herrn Jesus, der ja selber die Wahrheit ist, angenommen haben, sondern an solche, die erst die ERKENNTNIS der Wahrheit empfangen haben, also noch nicht entschieden haben, ob sie IHN annehmen wollen oder nicht.


In der Liebe unseres treuen Herrn grüsse ich alle herzlich.

Hans Rapold


Lieber Hans Peter,

zu der o.a. Frage empfehle ich das Büchlein von W. McDonald "Es gibt einen
Weg zurück."
Per Download kann man diese auf seinen PC holen vom CLV-Verlag, siehe
Anlage.
Ich habe dieses Buch schon mehrfach verschenkt und kann es sehr empfehlen.
Ich schicke dann noch ein Link von soundwords welche die Frage berührt.


Antwort

Die Sünde zum Tode

„Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so wird er bitten, und 
er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tode sündigen. Es gibt Sünde zum Tode; 
nicht für diese sage ich, daß er bitten {O. Fürbitte tun; ein anderes Wort als 
vorher} solle."

Natürlich führt jede Sünde letztendlich zum Tod, denn der „Lohn der Sünde ist der Tod“. Aber in 
der angeführten Stelle geht es nicht darum, daß der Tod die natürliche Folge der Sünde ist, 
sondern darum, daß eine Sünde unmittelbar mit dem Tod bestraft wird. Der Tod ist hier als 
Züchtigung zu verstehen. Manche mögen an ganz bestimmte Sünden (z.B. Mord, Ehebruch, 
Selbstmord usw.) denken, aber wir glauben, daß es hier nicht um eine bestimmte Sünde geht, 
sondern, daß es prinzipiell Sünden zum Tode gibt. Andere haben diese Stelle versucht damit zu 
erklären, daß es hier um einen Abgefallenen geht, der, nachdem er das Christentum 
kennengelernt hat und auch eine Zeit mitgegangen ist, wieder abfällt und Christus verwirft, was 
tatsächlich auch in der Zeit des Johannes nicht selten war, wo die Gnostiker unter anderem die 
Menschheit des Herrn leugneten. Allerdings geht es in der angeführten Stelle ja um einen „Bruder“ 
und nicht um einen Abgefallenen, der vielleicht äußerlich dabei war, aber nie wirklich eine 
Wiedergeburt erlebt hat. 

Allerdings neigen wir dazu, diese schwierige Stelle wie folgt auszulegen, wir zitieren dazu aus 
einer Betrachtung über die Johannesbriefe von William Kelly: 

„In den Versen 16 und 17 befaßt sich der Apostel mit der heiklen Frage, ob unsere Bitte vor 
Gott wohlgefällig ist oder nicht vor Ihn gebracht werden sollte. "Wenn jemand seinen Bruder 
sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so wird er bitten, und er wird ihm das Leben geben, 
denen, die nicht zum Tode sündigen. Es gibt Sünde zum Tode; nicht für diese sage ich, daß er 
bitten solle. Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; und es gibt Sünde, die nicht zum Tode ist. " Diese 
Stelle bereitet oft Schwierigkeiten, weil man mit Vorurteilen an sie herangeht und übersieht, 
daß Gott auch mit den Seinen Seine Regierungswege geht. Es handelt sich um die Frage, die 
schon im Buch Hiob erörtert wird und bei deren Behandlung die drei Freunde Hiobs so offenbar 
versagten. Das Neue Testament spricht ganz klar darüber in Johannes 15, 1-10; 1. Korinther 11, 
27-32; Hebräer 12, 5-11 und 1. Petrus 1, 17 und an anderen Stellen, wie auch hier. Es handelt 
sich keineswegs um den "zweiten Tod", sondern um einen Gläubigen, der wegen der Schwere 
oder den Umständen seiner Sünde aus dieser Welt weggenommen wird. Gott ahndet seine Sünde 
mit dem leiblichen Tod. Dabei kann es sich, wie wir aus dem Alten Testament ersehen, um 
Gläubige handeln, die mit hohen Ehren ausgestattet waren, wie Mose und Aaron, die Jehova in 
Kades sehr erzürnt hatten (4. Mose 20). Das Gericht kann auch unmittelbar ausgeführt werden, 
wie wir es bei Ananias und Saphira finden (Apg. 5). Der Grundsatz wird den Korinthern durch den 
Apostel Paulus in seinem Brief erläutert (1. Kor. 11); viele von ihnen waren nicht nur krank und 
schwach, sondern auch ein gut Teil war entschlafen. Es heißt dort: "Aber wenn wir uns selbst 
beurteilten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom 
Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht mit der Welt verurteilt werden. " Die Korinther waren also in 
verschiedenen Schweregraden gezüchtigt worden, dabei war auch die "Sünde zum Tode" bestraft 
worden. Der Herr züchtigt Seine irrenden Heiligen, jedoch ausdrücklich zu dem Zweck, daß sie 
nicht wie die Welt zum zweiten Tode verdammt werden müssen. 

Es wäre also durchaus nicht nach den Gedanken des Herrn, für die Erhaltung des irdischen 
Lebens eines Bruders zu bitten, den der Herr wegen seiner Sünde durch den leiblichen Tod 
züchtigen wollte. Die Welt tut nichts anderes als sündigen, sie verwirft den Herrn; sie wird daher 
für den schrecklichen zweiten Tod, für das ewige Gericht, aufbewahrt. Wollte man diesen 
Gedanken aber in unsere obigen Verse hineinlegen, so würde man die geistliche Belehrung dieser 
Stelle nur verwirren. Andererseits zeigen diese Verse aber auch die Gnade, in der Gott Sich 
herabläßt, unsere Freimütigkeit in Seiner Gegenwart uneingeschränkt zu erhalten und uns nur vor 
einem Irrtum zu bewahren, dem wir sonst verfallen würden. 

Eine Lüge ist, besonders bei einem Christen, eine schwere Sünde. Von Anfang an ist diese 
Sünde aber häufig begangen worden, ohne den Tod nach sich zu ziehen. Durch das 
Herniederkommen des Heiligen Geistes und die reiche Wirksamkeit der Gnade und Macht in jenen 
Tagen war eine Lüge aber in Gottes Augen eine besonders schwere Sünde. Auch machten die 
Heuchelei und vorsätzliche Vereinbarung jener Ehegatten, die beide die ernste Beschuldigung des 
Petrus ableugneten, diesen Fall so schwerwiegend, daß eine offenbare Sünde zum Tode vorlag 
(Apg. 5). Diese Lüge konnte um so weniger geduldet werden, als Gott gerade Seine 
wunderbaren Segnungen zur Verherrlichung Seines Sohnes austeilte. Wie verwerflich war es da, 
ein Maß an Ergebenheit vorzutäuschen, das gar nicht vorhanden war! Das gleiche gilt für Korinth, 
wo außerdem das Mahl des Herrn durch den schlechten Lebenswandel der Gläubigen entehrt 
wurde (1. Kor. 11).“ 

Das erinnert mich an einen bemerkenswerten Fall, den ich vor Jahren selbst erlebte. Ein Bruder, 
der sich offenbar bei bester leiblicher Gesundheit befand, wurde plötzlich aufs Krankenlager 
gelegt. Ich besuchte ihn daraufhin. Da er Mediziner war, konnte er seinen eigenen Zustand sicher 
besser beurteilen als andere. Er erklärte mir ganz ruhig, jedoch nicht ohne tiefen Ernst und 
Ergriffenheit, daß er bald sterben werde. Es waren keinerlei Anzeichen einer Krankheit vorhanden, 
auch vermochte er selbst nicht zu sagen, was ihm fehlte. Trotzdem war er völlig überzeugt, daß 
seine letzte Stunde auf Erden nahe. Er fügte hinzu: "Ich habe eine Sünde zum Tode begangen", 
und vertraute mir dann an, um was es sich handle. Er hatte kein Verlangen weiterzuleben; weder 
betete er selbst darum, noch bat er mich, für ihn zu beten. Er beugte sich unter die Züchtigung 
des Herrn; es schmerzte ihn nur, daß seine Sünde sie verursacht hatte. Doch war er ganz 
zufrieden, abzuscheiden, um beim Herrn zu sein. Er ist dann auch tatsächlich entschlafen. Er 
anerkannte die gerechte Handlungsweise des Herrn und starb ohne jeden Zweifel über seine 
Annahme bei dem Herrn.

Es handelt sich hier zweifellos um ein ernstes Mittel, das der Herr anwendet; es gibt auch 
keinen Grund zu der Annahme, daß Er nur zu gewissen Zeiten zu einem solchen Zuchtmittel greift. 
Worin besteht aber der große Unterschied hinsichtlich der Folgen einer Sünde? Nicht die 
Ungeheuerlichkeit der Sünde an sich ist ausschlaggebend; es geht um die besonderen Umstände, 
unter denen sie begangen wird, die sie so abscheulich in Gottes Augen macht.

Diesen Unterschied zu erkennen, erfordert geistliche Einsicht bei dem Betreffenden, der in 
einem solchen Fall selber keine Fürbitte wünschen und auch keinerlei Verlangen haben wird 
weiterzuleben. In dem erwähnten Fall wußte der Bruder, daß Fürbitte nicht am Platz gewesen 
wäre. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß für ihn diesbezüglich gebetet worden wäre; er starb 
tatsächlich innerhalb kurzer Zeit. Unter normalen Umständen ist die Fürbitte ja gerade das, wozu 
wir aufgefordert werden. Unser Mitgefühl wendet sich den Kranken zu, wir möchten sie gerne 
noch länger bei uns behalten. Es erfreut uns, ihre christliche Einstellung wahrzunehmen, die 
Erprobung ihres Glaubens auf die eine oder andere Weise und ihre Geduld in der Prüfung zu 
sehen. Das dient dann zu unserer eigenen Förderung. 

"Es gibt Sünde zum Tode", so heißt es richtig; nicht: "eine Sünde zum Tode" (wie manche das 
griech. Substantiv ohne Artikel übersetzen, Anm. d. Üb.). "Jede Ungerechtigkeit ist Sünde. " Jede 
Tat, die nicht mit unserer Stellung in Christus übereinstimmt, ist Sünde; denn wir sind 
hiergelassen, um den Willen Gottes zu tun. Doch nur die besonderen Umstände, die sie im 
privaten oder öffentlichen Bereich zu einer groben Beleidigung Gottes machen, können sie eine 
"Sünde zum Tode" werden lassen. Im allgemeinen ist sie dieses nicht.

Herzliche Grüße

SoundWords-Redaktion


UpDate 09.05.01

zu Frage 156
(3.5.2001)

Lieber Hans Peter,



Allerdings frage ich mich, ob sich das tatsächlich auf unsere Frage 156 und somit auf Hebr.10,26.27 beziehen soll? Meines Erachtens bestehen zwischen der angesprochenen Stelle aus dem 1. Johannesbrief und der in der Fragestellung erwähnten Hebräerstelle erhebliche Unterschiede. Ich möchte vorerst nur 2 erwähnen:

* Joh.5,16 spricht von einem Bruder, Hebr.10,26.27 aber nicht.

* In Hebr.10.26.27 lesen wir: " ... bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts ..."
Auch das ist bei Johannes ganz anders, wie Klaus das mit seinem Beispiel treffend illustriert hat. Ein in Christus entschlafener Bruder kann getrost auf das Schlachtopfer seines Herrn und Heilandes vertrauen - selbst wenn er auf Grund einer Sünde leiblich sterben muss.

Darf ich davon ausgehen, dass auch diese beiden Stellen nicht als identisch betrachtest?

Herzlich grüsse ich alle, die den Herrn Jesus lieben.

Hans Rapold