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Frage: 1606

Liebi Brüedere und Schwöschtere

min Name isch Ria und ich schriibe en SVA ( Selbstvertiefungsarbeit )für
mini LAP übers Faschte. Sleber probiere ich jedi Art vo faschte im chrischtliche
Glaube us und im Moment mache ich grad e Wuche Daniel-Faschte. Ich weiss
allerdings viel z'wenig drüber und han drum wölle frage, was denn alles "erlaubt"
isch usw.
Und ich han au no wölle Frage obs i de Bible au vieliicht e Beschriebig gitt
wiä mer fschte söll und wiä diä verschiedene Arte heisset.

Das isch eigentlich scho alles, ich danke euch fürs Interesse und wünsche
euch vo ganzem Herze Gottes Sägä

Liäbi Grüess Ria
 


(Übersetzungsversuch)



Liebe Geschwister

Ich heisse Ria und schreibe eine SVA ( Selbstvertiefungsarbeit ) für meine LAP ( Lehrabschlussprüfung ). Ich selbst probiere jede Art von Fasten im christlichen Glauben aus und momentan  mache ich eine Woche "Daniel Fasten".  Ich weiss allerdings darüber viel zu wenig  und wollte wissen was denn alles erlaubt ist usw..

Und ich wollte auch noch fragen, ob es in der Bibel auch noch eine Beschreibung zum Fasten gibt und wie die verschiedenen Arten heissen.

Das ist eigentlich schon alles und ich danke euch für Euere Interesse und wünsche von ganzen Herzen Gottes Segen!

Liebe Grüsse

Ria


Liebe Ria    01.08.04

(bei und gibt es dann Herdöpfel + Rüebli - Suppe, dann gehe ich aufs Bike und fahre auf dem Thurdamm, bis ich nicht mehr weiter mag)
Habe ich es einigermassen recht verdolmetscht?  Weisst Du allgemein zum "Daniel- Fasten"  zu wenig?

in IHM
Hans Peter


Es ist so, dass ich dachte es wären nur rohes Gemüse und Früchte erlaubt.
Aber ich mag gekochtes Gemüse genau so gerne. :-)Aber danke für deine Mühe.
Liebe Grüsse
Ria

Liebe Ria
(Ich habe den Rest der Gemüsesuppe noch ganz allein gelöffelt, war zu köstlich, um zu teilen...)
ich kopiere Dir aus einem der ersten Forumbeiträge mal was rein:

Hier einige Gedanken zum Fasten.

Fasten steht praktisch immer in Verbindung mit ernsthaftem Gebet, z.B. wegen Trauer (2Sam 1:12), Sündenbekenntnis (1Sam 7:6/Ps 35:13/Dan 9:3) oder bei wichtigen Entscheidungen und/oder grossen, aussergewöhnlichen Ereignissen (Esra 8:21.23/ Apg 13:2-3/Mt 17:21). Beim Fasten verzichtet man auf irdische (nicht weltlich-sündige) Freuden und Pflichten zugunsten eines höheren, göttlichen Zieles. Der Herr Jesus hat gefastet (Mt 4:2):
die Apostel haben gefastet (Mt 6:16-18/17:21);
Paulus hat gefastet (2Kor 6:5/11:27/Apg 14:23) und auch die ersten Christen haben gefastet (Apg 13:2-3). Der Herr Jesus belehrt in der Bergpredigt seine Jünger über das richtige, Gott wohlgefällige Fasten (Mt 6:16-18).
In den NT-Briefen findet man keine direkte Aufforderung zum Fasten (ausser 1Kor 7:5 Luther/KJV). Doch findet sich der Gedanke ganz deutlich in 1Kor 7:29-31. Diese Stelle macht deutlich, dass Fasten nicht nur ein Verzicht auf Nahrungsaufnahme ist, sondern auch ein Verzicht auf irdische Freuden wie Sexualität in der Ehe (1Kor 7:5.29), Freuden allgemeiner Art (natürlich nicht sündiger Art) und Freuden an materiellen Gütern und Besitztümern.
Darin sieht man auch eine Unterordnung gewisser Pflichten und Aufgaben (Weinende als nicht Weinende, 1Kor 7:30/Luk 9:57-62) unter das göttliche Ziel dem Herrn ungeteilt anzuhängen (1Kor 7:35), ohne sich dabei dieser Pflichten und Aufgaben völlig zu entledigen (1Kor 7:5 und 1Kor 7:33-34). Es geht somit um die richtige Prioritätensetzung (Mt 6:33). Fasten ist somit nach wie vor eine sehr aktuelle Sache. Wenn nicht einfach gefastet wird um des Fastens willen, sondern weil man ein dringenderes, höheres Ziel verfolgt, das es nicht zulässt, dass wir uns in die Beschäftigungen des Lebens verwickeln (2Tim 2:4). Dies hört sich für uns Christen des 20. Jahrhunderts beinahe etwas fremdartig an, weil wir schon so stark von dem Zeitgeist der letzten Tage infiltriert sind, der durch Eigenliebe, Geldliebe (Habsucht, Materialismus) und Vergnügungssucht (2Tim 3:1-5) gekennzeichnet ist.

 

Hilfreich ist eventuell diese Applikation    ..\DerChristundseinKoerper\Vortrag.ppt  oder als Word  ..\DerChristundseinKoerper\selbst.htm
..\themen\SucheWahrheit.doc  Bill Bright 40 Tage??Fasten...        ..\Ebertsaeuser\trchr.htm

 

Allgemein sit noch anzufügen, dass es für die Christen keine Vorschriften gibt zum und ob  Fasten und dass die Jünger des Herrn Jesu selbst nicht gefastet haben. Wer fastet, das heisst, sich bewusst von etwas erlaubtem zu Enthalten um besser beten ??? zu können darf  dies sicherlich nicht (**) tun.  Eines ist dabei einfach wichtig, es darf niemand erfahren und man soll nicht  leidend herumlaufen.

In diesem Sinne!
Hans Peter

Ps. Daniel hat natürlich nicht gefastet, ich auch nicht... er und ich haben köstlich gegessen!


03.08..04

Hallo Hans Peter,
eine Frage zu Deinem letzten Beitrag zu Frage 1606. Du schreibst: "Wer
fastet, das heisst, sich bewusst von etwas erlaubtem zu Enthalten um
besser beten ??? zu können darf dies sicherlich nicht tun." - das verstehe ich nicht so ganz im Zusammenhang mit dem folgenden Satz. M. E. ist da doch das "nicht" zuviel. Wie soll ich sonst den darauffolgenden Satz verstehen: "Eines ist dabei einfach wichtig, es darf niemand erfahren und man soll nicht leidend herumlaufen." Also darf man fasten, man soll es nur geheim halten? Oder darf man nicht fasten, dann muss man es aber auch nicht im verborgenen tun. Oder soll man das Nicht-Fasten geheim halten (nur nachts an den Kühlschrank, wenn es keiner merkt? – Tschuldigung, das war nicht so ganz ernst).
Abgesehen davon denke ich, dass es durchaus o. k. ist, wenn z. B. der
Ehepartner oder die Kinder mitbekommen, wenn man fastet. Damit hat man
es noch nicht an die große Glocke gehängt. Wichtig ist die Intention:
Fasten für Gott, nicht für die Menschen.
Und noch eine Frage zu Deinem PS: "Daniel hat natürlich nicht
gefastet..." Stimmt das? Ich habe gefunden: "Und ich [Daniel] richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, hin, um <ihn> mit Gebet und Flehen zu
suchen, in Fasten und Sack und Asche." (Dan 9,3) Demnach hätte Daniel durchaus gefastet.

Gruß
Stefan
 


Lieber Stefan
Ganz herzlichen dank, hast Du  den "Druckfehler" gesehen und gemeldet!   Das Wort "nicht",  ist natürlich falsch und fehl am Platz. Ich lasse es aber  in meinem Text, sonst versteht man deine Korrektur nicht mehr. Zum "Nichtfasten" dachte ich eben an Rias Anfrage und sie dachte natürlich an Daniel 1.,  und dies ist eben ein, wie gewisse Menschen sagen ein "Danielfasten", was aber nicht dem sonnst gemeinten  "Fasten" entspricht um besser beten usw. zu können, sondern er wollte sich nicht an dem nicht koscheren Essen verunreinigen.

Nochmals herzlichen Dank!

Hans Peter