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Frage: 1638

Das Abendmahl, welche Bedeutung hat es?

 

Wenn man die Worte in der Bibel betrachtet, die vom Abendmahl handeln, dann sollten wir uns schon einmal fragen, was ist denn genau mit Abendmahl gemeint? Ist es denn  so gedacht, daß man sich an einem Tag der Woche, meist dem 1. Tag der Woche, trifft, dort dann ein Brot bricht, den Kelch mit Wein trinkt, eine Predigt hört und dann wieder Nachhause geht? Das klingt im ersten Moment sehr trocken und sieht eher nach einem „Ritual“ aus, als das es unseren Herrn und Heiland Jesus Chrsitus ehrt. Woher kommt es, daß viele Gläubige das Abendmahl so praktizieren? Ist es so von Gott gedacht? Es gibt exakt einen Vers in der Bibel, auf dem dieses „Ritual“ basiert, nämlich:

 

Apg. 20,7

 

Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte, und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus.

 

Sollen wir denn jetzt immer am ersten Tag der Woche das Mahl halten? Aus dem Verlauf der Apostelgeschichte ergibt sich einfach nur dieser „erste Tag“. Nirgendwo in der Schrift wird uns gesagt, wann, wie oft und wo wir dieses Mahl abzuhalten haben. Weiter unten mehr dazu. Wenn wir dieses Mahl nur einmal die Woche abhalten, so würden wir recht wenig an unseren Herrn Jesus denken oder? Hierzu:

 

1. Kor. 11.24

 

...und wird, dies tut zu meinem Gedächtnis!

 

Wir würden strenggenommen dazu angehalten, nur einmal die Woche an Jesus zu denken. Haben nicht schon die Schriftgelehrten und die Pharisäer schon so gedacht und es  so praktiziert?

 

Markus 7,1

 

Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und etliche Schriftgelehrte, die von Jerusalem gekommen waren; und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen Brot essen sahen, tadelten sie es. Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht zuvor gründlich die Hände gewaschen haben, weil sie die Überlieferung der Alten halten. Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich gewaschen zu haben. Und noch vieles andere haben sie zu halten angenommen, nämlich Waschungen von Bechern und Krügen und ehernem Geschirr und Polstern. Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist fern von mir.

Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.

Denn ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein, Waschungen von Krügen und Bechern; und viele andere ähnliche Dinge tut ihr.

Und er sprach zu ihnen: Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten. Denn Mose hat gesagt: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!" und: "Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben! Ihr aber lehrt [so] : Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: "Korban", das heißt zur Weihegabe ist bestimmt, was dir von mir zugute kommen sollte!, dann gestattet ihr ihm auch fortan nicht mehr, irgend etwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun;

nd so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut ihr. Und er rief die ganze Volksmenge zu sich und sprach zu ihnen: Hört mir alle zu und versteht! Nichts, was außerhalb des Menschen ist und in ihn hineinkommt, kann ihn verunreinigen; sondern was aus ihm herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt. Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre! Und als er von der Menge weg nach Hause gegangen war, fragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es kommt nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg, der alle Speisen reinigt, ausgeschieden. Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

 

 

Matthäus 23,23

 

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde! Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

 

 

Wir sollten versuchen die Worte Jesus auf das Abendmahl  anzuwenden. Was bringt es denn, wenn wir einmal die Woche die äußere Form des Abendmahls, mit womöglich zig menschlichen Satzungen (Vorschriften) abhalten und mit dem Herzen doch weit von Gott entfernt sind? Kann es sein, daß wir ein völlig falsches Bild von diesem Abendmahl haben? Je länger ich darüber nachsinne, desto mehr erkenne ich, daß dieses Mahl heutzutage nur noch eine äußere Form hat. Man ist zufrieden, wenn man es einmal die Woche gemacht hat und meint, das würde Gott gefallen. Es wäre nichts anderes, du würdest jeden Sonntag, einmal die Woche in die Kirche gehen und danach genauso weiter leben wie vorher. Durch das Abendmahl oder dem sonntäglichen Gang in die Kirche wirst du  nicht das Reich Gottes sehen denn:

 

Johannes 3,3

 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

 

Es hilft uns nichts, wenn wir nur an einem Tag der Woche an Jesus denken, Jesus will uns mit dem Mahl viel mehr sagen. Er will, daß wir in allem an ihn denken, er will daß wir ohne Unterlaß beten, er will daß wir seine Gebote halten, er will, daß wir in ihm bleiben. Wir sollen sein Fleisch essen und sein Blut trinken. Er will keine Zeremonie, die einmal die Woche stattfindet, er will, daß wir immer in ihm sind, daß ist der Zweck des Mahles. Nun projeziere dies mal auf eine jede MAHLzeit die du zu dir nimmst. Du wirst vielleicht erkennen, was der Sinn des MAHLES wirklich ist. Iss und trink` doch mal jedes MAHL so, wie Paulus uns es im 1. Korintherbrief 11,17-11,34 sagt.

Es ist sinnlos, wenn du das MAHL nur aus Gewohnheit tust, du sollst in ihm leben.

 

Apostelgeschichte 17,27

 

…damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne; denn "in ihm leben, weben und sind wir", wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: "Denn auch wir sind von seinem Geschlecht.

 

 

Vielmehr erkennt man aus den Worten die mit dem Mahl zu tun haben, daß es sich hier ganz einfach nur um ein gemeinsames Essen handelt, sieh doch die Verse an und versuche herauszufinden, was Jesus uns mit dem „Mahl“ eigentlich sagen will, ist es nicht vielmehr so, daß wir bei jeder „MAHLzeit“ an ihn gedenken sollen? Ist  denn gar nur das gemeinsame Essen/Mahl unter Geschwistern gemeint? Sehen wir uns doch mal folgende Verse an, lies sie genau und versuche die Form des Mahles, wie sie fast überall in den Gemeinden praktiziert wird, herauszulesen. Ich kann solche Praxis  nicht erkennen. Viel eher lese ich nichts anderes, als daß die Geschwister einfach nur miteinander gegessen haben und über Gott „geredet“ haben. Das sagt uns auch der folgende Vers. Paulus führt diesen Vers sozusagen am Ende seiner „Rede“ über das Mahl an.

 

1. Kor. 11,33

 

Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!

 

Schon Jesus sagte mehrfach daß man genau lesen solle und deshalb sollte man dem 1. Kor.11,33 besondere Aufmerksamkeit schenken! Noch ein paar Warnungen von Jesus, daß wir lesen sollen.

 

Matthäus 12,23

 

Er aber sagte zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren?

 

 

Matthäus 12,5

 

Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind?

 

Matthäus 22,31

 

Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist, der spricht: „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und als die Menge dies hörte, erstaunte sie über seine Lehre.

 

 

Johannes 5,39

 

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.

 

 

Kann es denn nicht sein, daß viele Gläubige heutzutage es sich einfach und billig machen, indem sie ein Brot und eine Flasche Wein, Kostenpunkt ein paar Euro, auf den Tisch stellen und meinen sie würden Gott damit dienen? Ein richtiges „Mahl“ erfordert schon etwas mehr Zeit und Geld von dir, wir sollten prüfen, was denn der Wille Gottes ist.

 

2. Kor. 9,7

 

Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!

 

Hebräer 13,1

 

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe! Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft; denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

 

1. Petrus 4,9

 

Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren!

 

Jakobus 2,14

 

Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn der Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?

So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.

 

Es sieht recht fromm aus, wenn ein paar Verse des leidenden Christus vorgelesen werden und dann das Brot und der Wein herumgereicht werden, aber wo ist das Herz, von dem Jesus immer spricht? Bei gemeinsam vorbereiteten  richtigen MAHLzeiten wirst du schnell die faulen und die fleissigen Gläubigen kennenlernen. Wo besteht die „Arbeit“, wenn nur ein Brot und ein Kelch vorbereitet werden? In der Gemeinschaft wirst du erst die Früchte erkennen. Du wirst keine Früchte erkennen und niemals erfahren wer neben dir sitzt, wenn du ihn nur vom gemeinsamen Bibellesen kennst. Beim Bibellesen kann jeder fromm reden, Gott aber sagt uns, daß wir sie an ihren Früchten erkennen können. Seid Täter des Wortes und nicht Hörer alleine (Jak.).   

Nun die Verse die vom MAHL handeln, Kommentare sind kursiv.

 

Matthäus 26,20

 

Als es nun Abend geworden war, setzte er sich mit den Zwölfen zu Tisch.  Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!

 

Zu beachten: Während sie aßen.

 

Da wurden sie sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich?

Er antwortete aber und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot und sprach den Segen, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus! Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch aber: Ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters!

 

Lukas 22,7

 

Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem man das Passah schlachten musste.

Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen können!

Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, dass wir es bereiten?

Und er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommt, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folgt in das Haus, wo er hineingeht, und sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gastzimmer, in dem ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann?  Und jener wird euch einen großen, mit Polstern ausgelegten Obersaal zeigen; dort bereitet es zu!

 

Scheint sehr bequem gewesen zu sein, die Örtlichkeit, wie unbequem ist oft das Sitzen auf den harten Stühlen in den Gemeinden, oft soll man auch aufstehen, warum weiß ich nicht.

 

Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.

Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm.

Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.

 

Zu beachten: …mit euch zu essen.

 

Denn ich sage euch: Ich werde künftig nicht mehr davon essen, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch! Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist. Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis!  Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tisch.

 

Johannes 13,1

 

Vor dem Passahfest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und während des Mahls, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,

 

Beachte, während des Mahls.

 

da Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich; darauf goss er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war.

Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen. Petrus spricht zu ihm: Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir.

Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt! Jesus spricht. zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte seinen Verräter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und sein Obergewand angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen; denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

 

Wenn Gläubige schon teilsweise solch einen „Zirkus“ (Tisch des Herrn, als Beispiel) um das Abendmahl machen, dann frage ich mich, warum ich noch nie erlebt habe, daß mir einer die Füße gewaschen hat? Wenn schon genau, dann bitte richtig.

 

Johannes 21,4

 

Als es aber schon Morgen geworden war, stand Jesus am Ufer; doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war.

 

Beachte das Morgen, im weiteren Verlauf wird klar, daß das „Abendmahl“ ein Frühstück war, nicht mehr und nicht weniger.

 

Da spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein!

Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um sich, denn er war nur im Untergewand, und warf sich in den See. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff (denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 200 Ellen weit) und zogen das Netz mit den Fischen nach. Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot.

 

Zu beachten, hier wird plötzlich ein Fisch erwähnt, von Wein ist gar nicht die Rede.

 

Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!

Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, 153; und obwohl es so viele waren, zerriss. doch das Netz nicht.

Jesus spricht zu ihnen: Kommt zum Frühstück! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.

Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.

 

Zu beachten, Jesus nimmt das Brot und gibt es ihnen, ebenso den Fisch. Hast du je ein „Abendmahl“ mit Fisch gemacht?. Wenn die heutigen Schriftgelehrten die Schrift so genau nehmen, so sollten sie zwischendurch ein „Abendmahl“ mit Fisch, Brot und ohne Wein halten („dürfen wir Wasser dazu trinken“, würde jetzt ein Pharisäer vielleicht einbringen). Ich will damit nur den Irrsinn des Abendmahles, der in manchen Gemeinden teilweise gemacht wird, darstellen.

 

Apostelgeschichte 2,44

 

Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam;  sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens; sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

 

Zu beachten: „Und jeden Tag, Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken…“

Wenn ich diese Worte betrachte, so erkenne ich, daß die Mahlzeiten („die Abendmahle“) hier und dort in den Häusern der Gläubigen abgehalten wurde. Hier wird uns die Einfachheit des Mahles eindeutig gezeigt. Hier ist nicht die Rede von irgendwelchen Gemeindehäusern- oder Sälen, sondern schlicht und einfach in den Häusern. Dort hat doch auch ein jeder Gläubige seine Küche…

 

Apostelgeschichte 20,7

 

Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte, und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus. Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren. Und ein junger Mann namens Eutychus saß am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf; während Paulus weiterredete, fiel er, vom Schlaf überwältigt, vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben. Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfasste ihn und sprach: Macht keinen Lärm; denn seine Seele ist in ihm! Und er ging wieder hinauf und brach Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog dann fort.

 

Nun, hier ist zu erkennen, daß diese MAHLzeit wohl etwas länger gedauert hat, sogar ein Zwischenfall (Sturz aus dem Fenster) war zu verzeichnen, dennoch brach Paulus das Brot. Aber viel wichtiger scheint den Gläubigen der 1. Tag der Woche zu sein. Auf diesem einzigen Vers baut die ganze Praxis auf, daß Mahl auf einen bestimmten Tag zu legen. Will das Gott wirklich?

 

Galater 4,9

 

Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Grundsätzen zu, denen ihr von neuem dienen wollt?

Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre.

 

1. Korinther 10,14

 

Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst!  Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage! Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht Gemeinschaft mit dem Blut des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht Gemeinschaft mit dem Leib des Christus? Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot. Seht das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar? Was sage ich nun? Dass ein Götze etwas sei, oder dass ein Götzenopfer etwas sei? Nein, sondern dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid.

Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er? Es ist mir alles erlaubt - aber es ist nicht alles nützlich! Es ist mir alles erlaubt - aber es erbaut nicht alles!  Niemand suche das Seine, sondern jeder das des anderen. Das aber kann ich, da ich am Anordnen bin, nicht loben, dass eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern schlechter werden. Denn erstens höre ich, dass Spaltungen unter euch sind, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, und zum Teil glaube ich es; denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch! Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt, so geschieht das doch nicht, um das Mahl des Herrn zu essen; denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, sodass der eine hungrig, der andere betrunken ist. Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch etwa loben? Dafür lobe ich [euch] nicht!

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm, und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, dies tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, so oft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!

Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken; denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.

 

Das sollte der Mensch bei jeder Mahlzeit tun.

 

Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden;

wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!

 

Der letzte Satz ist der wichtigste überhaupt, denn hier wird uns gesagt, wenn wir zum ESSEN zusammenkommen. So sollten wir bei jedem MAHL das wir zu uns nehmen, an Christus und sein vollbrachtes Werk gedenken. Das ist für mich der tiefere Sinn des Abendmahles. Wir sollen keine „Zeremonie“ daraus machen und das „Mahl“ anbeten, denn nichts soll uns gefangennehmen. Wohl aber sollen wir in allen Wegen an unseren allgegenwärtigen, allmächtigen und allwissenden Herrn Jesus Christus denken, gelobt seist du, großer Gott!

Amen

 

Michael


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