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Die Communauté von Taizé ist kein katholisches Jugendzentrum,       Taizé sagt

  

Hausordnung    Von Rom zu Christus

 

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem französischen kath. Jugendzentrum "Taizé"
Die Anziehungskraft des Zentrums wirkt auch in freikirchlichen Kreisen.
 Communauté von Taizé ist kein katholisches Jugendzentrum,
Gunter 
Hallo Hans-Peter,
hier ein paar Infos zur Geschichte von Taizé.

Die Communauté von Taizé ist kein katholisches Jugendzentrum, sondern
eine ökumenische Gemeinschaft, die allerdings vor allem junge Menschen
anspricht und jährlich ein großes Jugendtreffen zum Jahreswechsel in
Europa veranstaltet mit mehreren zehntausend Teilnehmern. Der Gründer
der Communauté ist der Schweizer Roger Schutz, er ist übrigens
evangelisch, wie die Mehrzahl der Gemeinschaftsmitglieder
nicht-katholisch sind (so weit ich weiß). Die Communauté hat eine eigene
Homepage (https://www.taize.fr/de/), wo die Geschichte der Gemeinschaft
beschrieben wird und viele weitere Infos nachgelesen werden können. Daraus stammt folgende Beschreibung der Geschichte der Gemeinschaft:

Über Taizé

Die Anfänge
Alles begann 1940, als Frère Roger mit fünfundzwanzig Jahren sein
Geburtsland Schweiz verließ und nach Frankreich zog, in das Land seiner
Mutter. Viele Jahre hindurch hatte eine Lungentuberkulose sein Leben
beeinträchtigt. Während der langen Krankheit reifte in ihm die
Eingebung, eine Gemeinschaft ins Leben zu rufen, in der täglich
Einfachheit und Güte des Herzens gelebt werden.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hatte er die Gewißheit, daß er –
wie seine Großmutter es während des ersten Weltkriegs getan hatte –
unverzüglich Menschen zu Hilfe kommen müßte, die Schweres durchzumachen
hatten. Er ließ sich im Dorf Taizé nieder, das unweit der
Demarkationslinie lag, die Frankreich teilte: eine gute Lage, um
Menschen aufzunehmen, die vor dem Krieg flüchteten. Freunde in Lyon
gaben die Adresse von Taizé an Menschen, die Zuflucht suchten, weiter.

In Taizé hatte Frère Roger mit einer bescheidenen Anleihe ein Haus mit
Nebengebäuden gekauft, das seit Jahren leer stand. Einer seiner
Schwestern, Geneviève, schlug er vor, ihm bei der Betreuung zu helfen.
Unter den Flüchtlingen, die sie beherbergten, waren auch Juden. Es gab
kaum etwas, auch kein fließendes Wasser, weshalb sie das Trinkwasser vom
Dorfbrunnen holten. Das Essen war mager und bestand unter anderem in
Suppen aus Maismehl, das bei der benachbarten Mühle billig zu haben war.

Aus Rücksicht auf die Gäste betete Frère Roger allein; oft sang er fern
des Hauses im Wald. Um bestimmte Flüchtlinge, Juden oder Agnostiker,
nicht in Verlegenheit zu bringen, erklärte Geneviève jedem einzelnen,
daß er gegebenenfalls lieber allein in seinem Zimmer beten sollte.

Frère Rogers Eltern wußten, daß seine Schwester und er in Gefahr waren,
und baten einen Freund der Familie, einen französischen Offizier im
Ruhestand, ein Auge auf sie zu haben. Er kam dieser Bitte gewissenhaft
nach und teilte ihnen 1942 mit, daß sie entdeckt worden seien und
unverzüglich abreisen müßten. Frère Roger konnte 1944 zurückkehren. Er
war nun nicht mehr allein; zwischenzeitlich hatten sich ihm die ersten
Brüder angeschlossen und mit ihm ein gemeinsames Leben begonnen, das nun
in Taizé fortgeführt wurde.

Ein „Gleichnis der Gemeinschaft"
1945 baute in der Gegend ein junger Mann einen Verein auf, der sich um
Kinder kümmerte, die ihre Familie im Krieg verloren hatten. Er ersuchte
die Brüder, eine bestimmte Zahl von ihnen in Taizé aufzunehmen. Eine
Gemeinschaft von Männern konnte aber keine Kinder betreuen. Deshalb bat
Frère Roger seine Schwester Geneviève, erneut nach Taizé zu kommen und
den Kindern Mutter zu sein. Die Brüder luden Sonntags auch deutsche
Kriegsgefangene aus einem in der Nähe errichteten Lager ein.

Allmählich schlossen sich weitere junge Männer den ersten Brüdern an.
Ostern 1949 banden sie sich endgültig zum gemeinsamen Leben, in
Ehelosigkeit und großer Einfachheit. Heute zählt die Communauté de Taizé
an die hundert Brüder, Katholiken und aus verschiedenen evangelischen
Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern. Durch ihr
einfaches Dasein ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung
unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern.

Die Brüder bestreiten ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit dem Erlös
ihrer Arbeit. Sie nehmen keine Spenden oder Geschenke an. Ihre
persönlichen Erbschaften behalten sie nicht, sondern sie werden den
Armen gegeben.

Seit den fünfziger Jahren leben einige Brüder an benachteiligten Orten
der Erde und sind dort Zeugen des Friedens, an der Seite von Menschen,
die leiden. Derzeit wohnen Brüder in Armenvierteln von Asien, Afrika und
Südamerika. Sie leben in den Verhältnissen der Bewohner mit und
versuchen unter den Ärmsten als ein Zeichen der Liebe zu leben, mit
Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden und Menschen, die von
zerbrochenen Beziehungen und Verlassenheit gezeichnet sind.

Auch Kirchenverantwortliche kommen nach Taizé. Papst Johannes-Paul II.,
drei Erzbischöfe von Cantorbury, orthodoxe Metropoliten, viele Bischöfe,
unter anderem die 14 lutherischen aus Schweden, und andere
Verantwortliche waren bei der Communauté zu Gast.

Mit den Jahren nahm die Zahl der Besucher in Taizé zu. Seit Ende der
fünfziger Jahre kamen immer mehr junge Menschen nach Taizé. Seit 1966
wohnen im Nachbardorf Schwestern von St. André, eine vor über
siebenhundert Jahren gegründete katholische Gemeinschaft. Sie übernahmen
einen Teil der Aufgaben bei den Treffen. Seit einigen Jahren arbeiten
auch polnische Ursulinen mit.

Ab 1962 reisten Brüder und auch Jugendliche von Taizé aus unaufhörlich
in die Länder Mittel- und Osteuropas, um dort ohne Aufhebens Menschen zu
besuchen, die ihre Heimatländer nicht verlassen konnten. Nach dem
Mauerfall und den Reiseerleichterungen haben die längst vertieften
Kontakte mit den Christen der Ortskirche eine noch größere Bedeutung.

Die interkontinentalen Jugendtreffen
Von Anfang Februar bis Mitte November kommen jede Woche Jugendliche aus
verschiedenen Erdteilen auf den Hügel von Taizé. Sie suchen in
Gemeinschaft mit vielen andern nach einem Sinn für ihr Leben. Sie sind
unterwegs zu den Quellen des Vertrauens auf Gott. Sie machen sich auf
einen inneren Pilgerweg, der sie ermutigt, Vertrauen unter den Menschen
zu stiften.

In manchen Sommerwochen kommen mehr als 5000 Jugendliche aus 75 Ländern
zu diesem gemeinsamen Abenteuer zusammen. Es ist nicht zu Ende, wenn sie
wieder zu Hause sind: Sie haben eine erneuerte Einfühlsamkeit für das
innere Leben und sind eher bereit, Verantwortung zu übernehmen, wo es
darum geht, die Erde bewohnbarer zu machen.

In Taizé sind die Jugendlichen bei einer Communauté von Brüdern zu Gast,
die sich mit einem lebenslangen Ja auf die Nachfolge Christi eingelassen
haben. Auch zwei Schwesterngemeinschaften arbeiten bei den Treffen mit.
Mitte jeden Tages bilden die drei gemeinsamen Gebete mit vielen Gesängen
und einer Zeit der Stille, zu denen alle zusammenkommen, die auf dem
Hügel sind.

Jeden Tag geben Brüder der Communauté Bibeleinführungen, danach ist Zeit
zum persönlichen Nachdenken, bilden sich Gesprächsgruppen, übernehmen
die Jugendlichen verschiedene Arbeiten, die bei den Treffen anfallen. Es
ist auch möglich, eine Woche ganz in die Stille zu gehen und das eigene
Leben im Licht des Evangeliums zu betrachten.

Nachmittags finden thematische Treffen statt, bei denen die Quellen des
Glaubens und die Gegebenheiten der pluralistischen Gesellschaften in der
heutigen Welt miteinander in Verbindung gebracht werden: „Ist Verzeihen
möglich?", „Globalisierung als Herausforderung", Wie kann ich auf den
Ruf Gottes antworten?", „Welches Europa wollen wir?" und vieles mehr. Es
gibt auch Zusammenkünfte, bei denen bildende Kunst und Musik eine Rolle
spielen.

Während der Woche in Taizé gehen Erfahrungen der Gemeinschaft mit Gott
im Gebet und eigenem Nachdenken und Erfahrungen von Gemeinschaft und
Solidarität zwischen den Völkern Hand in Hand.

In Taizé hören Jugendliche aus der ganzen Welt mit viel Zeit und
Ausdauer einander zu. In den Begegnungen stellt sich heraus, daß es bei
all der Vielfalt der christlichen Überlieferungen und der Kulturen
gemeinsame, einmütige Wege gibt, eine tiefgehende Einheit. Es werden
tragfähige Grundlagen für konkrete Engagements gelegt, in der von
Spaltungen, Gewalt und Vereinsamung gezeichneten Welt Vertrauen zu
bilden und Frieden zu stiften.

In Taizé machen sich alle auf einen „Pilgerweg des Vertrauens auf der
Erde". Es wird also im Umfeld der Communauté keine fest organisierte
Bewegung aufgebaut. Jede und jeder ist eingeladen, zuhause
weiterzuleben, was während der Woche wichtig geworden ist, für das
eigene innere Leben und für gemeinsame Schritte mit vielen anderen, die
auf derselben Suche nach dem Wesentlichen sind.

Viele Grüße
Stefan
 

03.09.04    

Guten Tag Hans-Peter,
Nachdem also hier eine Werbebotschaft für Taizé im ersten Teil erfolgte,
möchte ich nicht versäumen hier den zweiten Teil, der Botschaft (vom Kreuz) von Taizé zur Verfügung zu stellen.

Zitat Anfang:
Kann das Leiden eines Unschuldigen uns retten?
Diese Frage wird in einem kürzlich gedrehten Film zugespitzt. Wir wissen, daß Jesus einen schrecklichen Tod erlitten hat.  Die Kreuzigung war eine der schlimmsten Foltern der Alten Welt und für die Juden ein Zeichen dafür,
von Gott verworfen zu sein (Deuteronomium 23,23; Galater 3,13). Das Neue Testament gibt uns zu verstehen, daß das Kreuz kein Fehlschlag und keine Verurteilung war, sondern ein Werkzeug zu unserem Heil ( z. B. Galater 6,14; Kolosser 1,20).
Es ist nicht erstaunlich, daß es von jeher nur schwer zu begreifen war, wie etwas so Schreckliches so glückliche Folgen zeitigen konnte.

Dieses Unverständnis beruht letztlich auf einer Zweideutigkeit, die zu klären sich lohnt.
Seit Jahrhunderten hat diese Zweideutigkeit Verheerungen angerichtet und unzählige Menschen vom Glauben an Christus entfernt.
Sie besteht in der Vorstellung, daß das Leiden Jesu als solches rettenden Wert besitzt.
Anders gesagt, Gott der Vater wäre darauf angewiesen, stünde also in einem gewissen Einvernehmen mit der Gewalt,
die auf seinen einzigen Sohn ausgeübt wird.

Es genügt fast, diese These auszuformulieren, um sich darüber klarzuwerden, daß sie nicht nur falsch, sondern gotteslästerlich ist.
Wenn Gott nicht einmal möchte, daß böse Menschen leiden und sterben (Ezechiel 33,11), wie sollte er dann beim Leiden seines geliebten Sohnes, des Ersten aller Unschuldigen, Genugtuung empfinden? Das Leiden als solches hat in den Augen Gottes keinerlei Wert.
Mehr noch, der Schmerz, der das Lebendige abtötet, steht in vollkommenem Widerspruch zu einem guten Gott, der will,
das alle Menschen in Fülle leben (Johannes 10,10).

Woher kommt also diese Zweideutigkeit? Unter anderem von einer zu oberflächlichen Lesart biblischer Texte, die ihrerseits Zusammenfassungen sind. Bei dieser Lesart tritt nicht zutage, worum es im Letzten geht. Im Letzten geht es nämlich um die Liebe.
Denn nur die Liebe kann Leben schenken, kann retten. Das Leiden hat zwar keinen Wert in sich, ist meistens nichts als zerstörerisch, aber es gibt Augenblicke, in denen man unbegreifliches Leid auf sich nimmt, um der Liebe treu zu bleiben. Die Texte im Neuen Testament, die das Leiden zu verherrlichen scheinen, feiern in Wirklichkeit die Liebe Gottes, der um des geliebten Menschen willen in der vollkommenen Hingabe bis zum Äußersten geht. Daran erinnert uns Johannes ausdrücklich: 2Es gibt keine größere Liebe, als sein
Leben für die Freunde zu geben" (Johannes 15,13).

Im Satz "Christus hat für uns gelitten" (1 Petrus 2,21) beispielsweise ist es das "Für uns�, worum es im letzten geht,
die Gegenwart der Liebe. In seinem Sohn hat Gott das Menschsein angenommen und dabei aus Liebe den letzten Platz erwählt.
So ist das Kreuz Ausdruck einer vollkommenen Solidarität (vgl. Philipper 2,6-8). Und wenn Paulus schreibt, daß er die Leiden Christi teilt ( z. B. 2 Korinther 1,5; Philipper 3,10; Kolosser 1,24), bringt er damit seine Sehnsucht zum Ausdruck, sich in der Nachfolge Jesu ohne Einschränkungen für die anderen zu verausgaben. Weil Christus die Leiden unseres Menschseins aus Liebe auf sich genommen hat, können diese Leiden nicht mehr als verdiente Strafe oder blindes und absurdes Schicksal erfahren werden, sondern als eine Begegnung mit der Liebe und als ein Weg zum Leben.
Aus Brief aus Taizé: 2004/3
Zitat Ende


Zitat GOTT Anfang : 1.Kor 1,18-24
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
Denn es steht geschrieben: "Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen."
Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses
Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?
Denn  weil  in  der  Weisheit  Gottes die Welt durch die Weisheit Gott
nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.
Und  weil  denn  Juden  Zeichen  fordern und Griechen Weisheit suchen,
predigen  wir Christus als gekreuzigt, jeden Juden ein Ärgernis und den
Nationen eine Torheit; den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Zitat GOTT Ende


Bemerkung  von  Peter (antipas18): Taizé als Werk GOTTes
und Br. Roger als Mann GOTTes zu bezeichnen, ist  also  genau so richtig wie die römische Kirche als Werk GOTTes zu benennen und den Papst als Mann GOTTes.
Wenn diese ökumenischen Dinge, Dinge eines GOTTes sind, dann des GOTTes dieser Welt.
Ende Bemerkung.


Liebe Grüße
antipas18   
 


07.09.04
 

Lieber Hans-Peter,
 
wir haben den 2. Teil - die Botschaft vom Kreuz von Taizé gelesen, den der Bruder
antipas18 geschrieben hat, dann darüber gesprochen bei uns in der Familie und
möchten gerne den Peter folgendes fragen:
 
1) warum diese harten Worte gegen Br. Roger und das Werk Taizé?
2) Kennst du, Peter, den Br. Roger persönlich?
3) Warst du schon einmal in Taizé?
4) Peter, kannst du bitte vielleicht besser begründen, warum der Taizé Brief 2004/3
so total daneben ist und falsch in seiner Kern-Aussage?
 
Vielen Dank im voraus
Gruß
Valentin

12.09.04

Hallo Hanspeter,

Hier eine Antwort auf Taizé
:

Das  Kreuz

P
.S.
 


 
Vielen Dank an "Jesus-siegt"-Peter für die Aufklärungsarbeit über Taize !
 
Ich bin deswegen soeben auf deren Hompage vorbeigesurft (https://www.taize.fr/) -> da muss es sich wohl (zumindest vom Eingangsbild her) um eine Weißmantelsekte handeln. Den Papst und die Mutter Theresa (beides katholisch-babylonische Götzendiener) haben sie auch mit an Bord.
Da weiß man dann schon genug Bescheid.... Ich denke der Feind arbeitet dort besonders in der religiösen Verführung von Jugendlichen.

Viele Grüße
Martin S. - BRD
 


 


Guten Tag Hanspeter,
Hallo, Valentin.
Zuvorderst,  ich  halte eine Antwortzeit von drei Tagen eigentlich für relativ kurz.

Zum  einen  deshalb  weil ich meine eigene Seite zu betreuen habe. Zum anderen, wenn ich antworte, dann soll es begründet und fundiert sein.

Ich  habe  auf  die  Bitte  eines  Bruders hin die Seiten von Hanspeter besucht.  Die Bitte war ganz konkret dahingehend, mit meinem aktuellen und  umfassenden  Wissen  um die katholische Irrlehre, wenigstens eine Kurzantwort zu geben.

Denn ich arbeite zurzeit ohnehin an einer Gegenüberstellung der Lehre Taizés und dem unfehlbaren Wort GOTTes.

Diese Gegenüberstellung bewertet jeden einzelnen Satz der «Briefe von Taizé im Vergleich zum Wort GOTTes.

Natürlich ist das keine Arbeit für zwei Tage.
Der erste «fertige» Brief ist der Jahresbrief 2004.
Die Ausarbeitung wurden 40 A5 Seiten lang. Ich werde als nächstes den Brief  3/2004  «Das Kreuz» bearbeiten. Dieser Brief lag ja auch meiner «Kurzbeurteilung» die Dir offensichtlich missfällt zugrunde.

Ich  werde  natürlich  versuchen diese Beurteilung (in Broschürenform, denn  für  eine  Onlinebehandlung  sind sie zu lang), (Kurt, sei nicht böse)  kostenfrei  abzugeben.  Allerdings  habe  ich  noch  ein kleines Problem  damit,  das  nicht ich sondern nur mein Herr und Heiland Jesus Christus regeln kann.

Der  Grund  warum ich Frère Roger und die römische Großsekte etwas genauer betrachten ist etwas vielschichtiger.
Ich   habe  etliche Jahre in Klöstern angeschlossene Heime der unterschiedlichsten Prägung verbracht. Als junger Mann fasste ich dann den Entschluss Priester zu werden.

Von  einem  Priester,  einem Herz Jesus Missionar bekam ich dann meine erste  Bibel.  Von  ihm  wurde  ich  dann  in  KIM,  den  Kreis junger Missionare,  in  Gewisserweise ein «Vorbereitungskurs» aus Schule (Ich hatte noch kein Abi) und Priesterseminar gewiesen.

Dieser  Pater  hat,  um  allen  Missverständnissen vorzubeugen sich mir gegenüber immer korrekt verhalten.

Bedingt durch  den  typisch katholischen Konflikt zwischen Anspruch und Realität  des pubertären Lebens in einem klösterlich geführten Heim, kam es dann, durch  das Jugendamt (?) veranlassten Auszug aus der Johannesburg. Die weitere  Hinführung  zum Priesterseminar übernahm dann der Pfarrer der Gemeinde in die ich dann zog.
Beiden  Priestern  gestehe  ich  im Übrigen  durchaus  eine  erfolgte Bekehrung  zu.  Allerdings  war  ein geistliches Wachstum als Katholik natürlich  nicht  möglich.  Erst recht nicht als Priester, der ja jeden Tag  neu  verpflichtet  ist  den  Herrn  Jesus neu zu opfern und kleine Scheiben  Brotes  und  etwas  Wein  in Scheiben des Fleisches Jesu und Tropfen  des  Blutes  des  Siegers von Golgatha zu verzaubern, und das durch  seinen  Eid  an  Rom  gebunden  wieder  besseren  Wissens  und Gewissens.

Bei einer Evangelisation 1968 bekehrte ich mich und übergab mein ganzes Leben  dem  der  gerecht  richtet. Nach meiner, allein durch die Gnade GOTTes herbeigeführte Wiedergeburt warnte mich    mein geistlicher, väterlicher Freund. Wenn ich darauf beharre wirklich nach der Bibel leben zu wollen, würde ich arge Probleme bekommen.

Er versprach aber auch mir nach Kräften zu helfen.

Als  ich  dann,  zuhause im Harz (Ich war damals Lektor) mich weigerte ein  Gebet mit dem Satz «Maria, heilige Gottesgebärerin bitte für uns» vorzutragen  wurde  ich  der  Kirche  St  Konrad in Oker verwiesen. Am nächsten  Morgen  besuchte  der  zu-ständige  Priester meine Eltern. Er forderte Sie auf mich sofort des Hauses zu ver-weisen, da ich auf Grund meiner  defätistischen  Äußerungen in  der  Kirche,  vor  Zeugen,  dem Kirchenbann unterläge. Er berief sich dabei auf das Dogma von 1820 von der angeblichen Unfehlbarkeit des Papstes.
Beleg: Das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Es betrifft alle offiziellen (ex Cathedra) Aussagen die er macht.
Zitat aus den Dogmen von 1870...
Zitat Anfang: "...Wer deshalb sagt, der Römische Bischof besitze lediglich das Amt der Aufsicht bzw. Leitung, nicht aber die volle und höchste Jurisdiktionsvollmacht über die gesamte Kirche, nicht nur in Angelegenheiten des Glaubens und der Sitte, sondern auch in solchen, die die Disziplin und Leitung der auf dem ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche betreffen; oder er habe nur einen größeren Anteil, nicht aber die ganze Fülle dieser höchsten Vollmacht; oder diese seine Vollmacht sei nicht ordentlich oder unmittelbar sowohl über alle und die einzelnen Kirchen als auch über alle und die einzelnen Hirten und Gläubigen: er sei mit dem Anathema belegt...."

"...Wenn der Römische Bischof 'ex Cathedra' spricht, das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen Autorität entscheidet, dass eine Glaubens- oder Sittenlehre von der ganzen Kirche festzuhalten sei, dann besitzt er mittels der ihm im seligen Petrus verheißenen göttlichen Beistands jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei der Definition der Glaubens- und Sittenlehre ausgestattet sehen wollte; und daher sind solche Definitionen des Römischen Bischofs aus sich, nicht aber aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich.

Wer sich aber - was Gott verhüte - unterstehen sollte, dieser Unserer Definition zu widersprechen: der sei mit dem Anathema belegt." Zitat Ende
Da  meine  Eltern es damals nicht mit Rom verderben wollten, wurde ich (höflich  ausgedrückt)  des  Hauses  verwiesen.  Ich  ging  wieder ins oberbergische.  Der  dortige  Priester  verwies  nur auf seine vorigen Aussagen  und  sagte  mir, das ihm nun in meinem Fall die Hände gebunden seinen.  Er empfahl mir die nach seiner Meinung bibeltreueste Gemeinde am Ort, die Versammlung.

Dorthin gehe ich nun seit 36 Jahren.

Seit  etlichen Jahren mache ich nun Internetmission (vorher auch Zelt- und  Straßenmission). Dabei lernte ich auch Katholiken kennen die sich als gläubig, aber nicht wiedergeboren bezeichneten.

Ich  hörte  zu  und  begann  sogar zu glauben, das Rom sich inzwischen geändert habe.

Bei  Recherchen über das Verhältnis von Sakrament und Bibel geriet ich über  Umwege  auf  die  offiziellen  und auch inoffiziellen Seiten des Vatikans.

Ich  musste  leider  feststellen, das Rom eben nicht einen biblischeren Weg  (genau genommen gibt es das gar nicht, sondern nur biblisch oder nicht)  sondern  nur  viel  raffinierter  den  alten  Weg  des  Bösen verfolgte.  Es  versuchte  sich nach außen eine gute, entgegenkommende Maske  aufzusetzen, aber nach innen legte es nur noch mehr Scheite auf das Höllenfeuer um alle «Protestanten» zu schmoren.
Beleg aus dem aktuellen «großen Katechismus für Erwachsene. Nicht den in  den Buchhandlungen sondern den aus der vatikanischen Bibliothek in Rom: Zitat Anfang:
katholischer Katechismus  Abschnitt 1350: Die Gabenbereitung [Offertorium]. Man trägt, manchmal in einer Prozession, Brot und Wein zum Altar, die der Priester im Namen Christi im eucharistischen Opfer darbringt, in welchem sie Leib und Blut Christi werden. Dies ist die Handlung Christi selbst, der beim Letzten Abendmahl „Brot und den Kelch nahm“. „Allein die Kirche bringt dem Schöpfer unter Danksagung dieses reine Opfer dar, das aus seiner Schöpfung kommt“ (Irenäus, hær. 4,18,4) [Vgl.  Mal 1,11]. Die Darbringung der Opfergaben am Altar greift die Geste Melchisedeks auf und legt die Gaben des Schöpfers in die Hände Christi. In seinem Opfer vollendet Jesus alle menschlichen Bemühungen, Opfer darzubringen.» Zitat Ende
 
Hier steht auch heute am 01. 09. 2004: Niemand hat eine Chance GOTT zu nahen der nicht katholisch getauft ist, gefirmt und das Sakrament der Eucharistie (incl. Allem Hokus Pokus) «genießt».
Ein Mensch, der das nicht glaubt unterliegt automatisch dem großen Kirchenbann und ist nach kath. Recht für alle Zeiten verflucht.

Rom  hat  zwar  ein  vehementes  Interesse  daran  alle  Menschen sich einzuverleiben,  aber  keines  auch  nur  ein Jota seiner unbiblischen Lehren zu überdenken und sich der Bibel, dem einzig wahren Wort GOTTes zu zuwenden.

Also,  weil  ich  die verderbliche und verdorbene Lehre Roms kenne, so gut wie ein Expfingstler die seiner bösen Vergangenheit, weil ich also auch  gelernt  habe  katholische  Lehre  zwischen  den Zeilen scheinbar belangloser  Verlautbarungen  zu  erkennen. Deswegen gehe ich auch die Briefe des Roger genau an.

Und wenn ein Mensch, der vorgibt andere zu führen, das Wort vom Kreuz, die  Botschaft das allein das für meine Sünden auf Golgatha vergossene Blut,  mir (und allen anderen Menschen) Heil und Segen, weil Vergebung aller  Sünden  bewirkend ewiges  leben  und Gemeinschaft mit dem Vater vermitteln kann, die Botschaft das nur Jesus allein der Mittler zwischen GOTT  und  Mensch  ist,  wenn  also  ein  solcher  Mensch  das Wort vom Kreuz, wie  ja in meiner ersten Antwort zitiert, als «gotteslästerlich» bezeichnet. Dann habe ich Recht und Pflicht einen solchen Menschen, im Auftrag   des   lebendigen   GOTTes,   der  seinen  heiligen  Willen, unwiderruflich  in der Bibel festgeschrieben hat, davon in Kenntnis zu setzen  was er nach dem Wort GOTTes ist. Galater eins ist da doch sehr deutlich.

GOTT sagt:
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft. 1.Kor 1,18

Und ich, als ich zu euch kam, Brüder, kam nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen.
Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.
Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern; und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.

Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden, sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit.
Keiner von den Fürsten dieses Zeitalters hat sie erkannt - denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben -, sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben."

Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die <Dinge> kennen, die uns von Gott geschenkt sind.
Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten.
Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.
Der geistliche dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt.
Denn "wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn unterweisen könnte?" Wir aber haben Christi Sinn. 1.Kor 2,1-16

Wenn  ich  eines  Menschen  offizielle  und  aktuelle Aussagen, von ihm selber  ausgesprochen  (in  diesem zitierten Brief) kenne ist es nicht mehr  notwendig  ihn  zu von Angesicht kennen. Im Gegenteil, die Bibel verbietet  mir  den  Kontakt mit unbelehrbaren Irrlehren ausdrücklich.
Ein  solcher  Mensch  unterliegt, solange. bis er Buße tut, so ihm das denn noch möglich ist, dem Zorn GOTTes und ist von mir zu meiden.

Diese  sehr  genauen  und  (zugegebenermaßen)  extrem  genauen,  fast kleinlichen  Beurteilungen haben nur den Zweck, Menschen zu warnen die Satan versucht mit solch verderblichen Lehren abzuziehen.

GOTT sagt:
Denn jene Tage werden eine Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, bis jetzt nicht gewesen ist und nicht sein wird.
Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tageverkürzt.
Und wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus! Siehe dort! so glaubt nicht!
Es werden aber falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen.
Ihr aber, seht zu! Ich habe euch alles vorhergesagt.  Markus 13,19-23

Ich  habe  zu oft geschwiegen, und weil ich niemanden verletzen wollte geschwiegen.  Solange  bis  auch einige meiner Kinder einen verkehrten Weg gingen.

Ich  werde,  so  GOTT will nie wieder schweigen. Und wenn es notwendig ist werde ich, auch noch deutlicher werden.
Es  geht  hier  um  Seelen.  Um unsterbliche Seelen, die weil Christen schweigen, schwerste Irrwege gehen, vielleicht sogar verloren gehen.
Siehe dazu Hesekiel 3,4-11
Und er sprach zu mir: Menschensohn, auf, geh hin zum Haus Israel und rede mit meinen Worten zu ihnen!
Denn nicht zu einem Volk mit dunkler Sprache und schwieriger Rede bist du gesandt, sondern zum Haus Israel.
Nicht zu vielen Völkern mit dunkler Sprache und schwieriger Rede, deren Worte du nicht verstehst. Würde ich dich zu diesen senden, sie würden auf dich hören.
Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hören wollen, denn sie wollen nicht auf mich hören. Denn das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn und ein verstocktes Herz.
Siehe, ich habe dein Angesicht hart gemacht genau wie ihr Angesicht und deine Stirn hart genau wie ihre Stirn;
wie einen Diamanten, härter als einen Kieselstein, habe ich deine Stirn gemacht. Fürchte sie nicht und erschrick nicht vor ihrem Angesicht! Denn ein widerspenstiges Haus sind sie. -
Und er sprach zu mir: Menschensohn, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Und mache dich auf, geh hin zu den Weggeführten, zu den Söhnen deines Volkes, rede zu ihnen und sage zu ihnen: "So spricht der Herr, HERR!" Sie mögen hören oder es lassen.

In der Hoffnung den einen oder anderen zum Nachdenken anzuregen
verbleibe ich
antipas18  


--
mit den besten Grüßen
 Peter                            Email


  Taize und die Bibel


19.09.04

Hallo Hans Peter,
nachdem ich antipas18s ausführliche Diskussion der beiden Texte von Frère Roger gelesen habe, möchte ich einen alternativen Interpretationsversuch vorlegen. Ich will dabei nicht wie antipas18 eine Satz-für-Satz-Diskussion vornehmen (was nicht heißt, dass nicht einzelne Aussagen genauer unter die Lupe genommen werden müssen), sondern den Versuch einer Gesamtschau des Textes unternehmen. Ich denke, dass hilft dem Verständnis des Textes mehr, was nicht heißt, dass man nicht auf dieser Grundlage dann ins Detail gehen könnte. Mein Beitrag soll auch kein „Gegenstatement“ zu antipas18s Beitrag sein, auch wenn ich zu anderen Ergebnissen komme als er. Aber ich habe Respekt vor seinen Ansichten, die nicht zuletzt aus seiner persönlichen Geschichte herrühren.

Zunächst ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit Taizé. Ich war einmal in einem Frankreich-Urlaub für einen Tag in Taizé. Dort habe ich einen Gottesdienst mitbekommen und mich einfach ein wenig umgesehen. Das ist natürlich entschieden zu wenig, um mir wirklich einen Eindruck von dem Leben dort und seiner geistlichen Lebendigkeit zu machen. In Deutschland habe ich vor vielen Jahren zwei oder drei Taizé-Gottesdienste in evangelischen Gemeinden mitgefeiert Ich kenne viele Musikstücke aus Taizé, für die diese Gemeinschaft ja geradezu berühmt ist, und ich gestehe: Manche davon gefallen mir sehr gut; inhaltlich sind es oft Vertonungen von Bibelstellen. Beispiele hierfür können auf der Homepage heruntergeladen werden (und auch die Texte). Meine intensivsten Eindrücke liegen bereits 15 bis 20 Jahre zurück, als ich die Tagebücher von Frère Roger gelesen habe (ich glaube, sie sind heute weitgehend vergriffen und bestenfalls antiquarisch erhältlich). In seinen persönlichen Gedanken (die aus den späten 60er und frühen 70er Jahren mit dem damaligen zeitgeschichtlichen Hintergrund) stammten, sind mir sehr viele Sätze kostbar geworden, wie ich gerade aus Anlass dieses Thema wieder beim Durchblättern der Taschenbücher feststellen konnte (Vieles hatte ich damals angestrichen und mit Kommentaren versehen). Heute würde ich sicher so manche Stelle nicht mehr unterstreichen, vielleicht dafür aber andere. Was mich damals faszinierte, war die Schlichheit und Aufrichtigkeit seiner Hingabe an Jesus Christus, an der ich zu zweifeln auch heute keinen Grund habe. Seine manchmal gewöhnungsbedürftige Sprache tat ein Übriges, sich mit seinen Gedanken intensiver auseinanderzusetzen. Mein Empfinden war: Er hat etwas zu sagen, macht es dem Leser aber nicht einfach.

Ich denke, nicht zuletzt aus diesem Grund muss man den Text erst einmal als Ganzes zu verstehen versuchen, denn Roger Schutz ist kein Systematiker. Er konstruiert keine logischen Gedankengebäude und Lehrsätze, sondern versucht immer wieder neu, seine Glaubensbeziehung, aus der heraus er lebt, sein Charisma, seine von Gott geschenkte Gnadengabe, in Worte zu übersetzen. Das gelingt mal besser, mal weniger gut. Der eine versteht seine Sprache leichter, der andere tut sich damit schwerer.

Jetzt aber zum Jahresbrief 2004, den ich etwas näher betrachten will. Da ist zunächst die Überschrift: „An den Quellen der Freude“. Diese verweist auf die Grundaussage: Leben mit Christus ist ein Leben in Freude. Wenn man diesen Gedanken in der Heiligen Schrift sucht, wird man auf Stellen wie Jes 12,3 stoßen: „Und mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils“ oder Ps 16,11: „Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“ Wer auf den Herrn vertraut, dem ist eine tiefe Freude verheißen, die nicht durch die Widrigkeiten des Lebens zerstört werden kann.

Im Text führt Frère Roger diesen Gedanken dann aus (natürlich ist es mein subjektives Verständnis, das ich hier wiedergebe): Er spricht von den Jugendlichen und ihrer Sehnsucht nach einer tiefen Lebensfreude und Lebenssinn angesichts der Not in der Welt. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich vor 20/25 Jahren auch wesentlich intensiver mich für Gerechtigkeit in der Welt eingesetzt habe. Die existenzielle Not der Menschen in der Dritten Welt war mir durchaus ein Anliegen und die politische Unterdrückung der Menschen forderte auch von mir Einsatz. Mit dem entsprechenden Alter bin ich auch ruhiger geworden. Aber aus diesem Grund glaube ich sehr wohl (und wäre schrecklich enttäuscht, wenn es anders wäre), dass Menschen unserer Gesellschaft heute darunter leiden, dass es auf der Welt Hunger oder Leid gibt. antipas18 kann das ja anders sehen, aber zumindest ist es die Überzeugung von Frére Roger, und die muss man so akzeptieren. Nur dann kann man im Übrigen sein Anliegen verstehen.
Aus dieser Überzeugung heraus engagieren sich in der Tat sehr viele Menschen (und nicht zuletzt Christen) für Menschen in Not und gegen die Verhältnisse und Ursachen, die zu dieser Not führen. Das hat nichts mit Utopie zu tun, sondern mit konkreter Verantwortung für die Mitmenschen und um – soweit es sich um Christen handelt – die Befolgung des Gebotes: Liebe Deinen Nächsten!
Gerade weil es sich um keine Utopie handelt, sondern um einen konkreten Handlungs- und Verantwortungsauftrag Gottes, ist jeder noch so kleiner Schritt ein wichtiger Beitrag. Es kommt nicht auf die vollständige und schlagartige Umgestaltung der Welt an (die wird sowieso Jesus mit seinem Kommen selbst vornehmen), sondern darum, im Rahmen unserer menschlichen Möglichkeiten den Willen Gottes zu tun, oder – wie Frère Roger es ausdrückt: „Er ruft uns auf, durch unser Leben greifbar zu machen, dass er sich des Menschen erbarmt.“
Es geht also um Zweierlei: Gott ruft uns zu konkreter Nächstenliebe um der Liebe selbst willen auf, und gleichzeitig ist dies ein Zeugnisdienst, durch den der Herr selbst zu den Menschen spricht.
Und das ist keine Kleinigkeit, auch wenn es in kleinen Taten sich vollzieht (und daher jedem möglich ist!), im Gegenteil.
Diese gelebte Liebe – inspiriert nicht aus dem Menschen selbst, sondern aus dem Hl. Geist – wird Menschen berühren und ein Licht sein in der Dunkelheit ihres Lebens. Sie können erkennen, dass es bei aller persönlichen Not und Verzweiflung jemanden gibt, der sich für sie interessiert und sich um sie sorgt, und der darum Menschen schickt, die sich ihrer erbarmen, nicht aus Gewinnsucht oder persönlicher Selbstbestätigung, sondern als Gesandte Gottes (auch wenn sie sich vielleicht selbst gar nicht so begreifen). In diesem Sinn ist die Liebe Gottes wirklich ein Quell der Freude, sowohl für den Armen, der Gottes Zuwendung erfährt, als auch für denjenigen, der in Gottes Dienst diese Liebe zuwendet.

Doch dann kommt Frère Roger auf die bittere Seite der Not zu sprechen: „Beunruhigung, Angst vor dem Leiden können die Freude rauben.“ Die Freude, auch die vom Hl. Geist geschenkte Freude, ist fragil und im Alltag immer gefährdet. Aber es gibt keinen Grund, an dieser alltäglichen Erfahrung (ich denke, wir alle kennen sie) zu verzweifeln. Denn nicht wir erzeugen diese Freude in uns, sondern Gottes Geist schenkt sie uns: „Nicht wir schaffen diese Freude, sie ist eine Gabe Gottes. Durch den Blick voll Vertrauen, mit dem Gott auf unser Leben schaut, wird sie unaufhörlich neu geweckt.“ Und genau dieses unaufhörliche Wecken der Freude geschieht durch Menschen, die Gottes Liebesgebot erfüllen. Dazu bedarf es keines Theologie- oder Sozialpädagogikstudiums. Das können Männer, Frauen und Kinder tun, wenn sie sich von Gottes Geist leiten lassen. Es ist immer Gott, der durch Menschen handelt und Güte und Freude schenkt, niemals der Mensch aus sich heraus. Darum sagt Frère Roger: „Ja, für unseren Weg legt Gott uns einen Funken Güte in den Seelengrund, der nur darauf wartet, zur Flamme zu werden.“
Im Titusbrief wird genau das Gleiche gesagt: Die Welt, die Gott nicht kennt, kennt auch keine Liebe: „Denn einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mancherlei Begierden und Lüsten, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhaßt, einander hassend.“ Das Wesen Gottes ist aber genau das, von dem Frère Roger hier spricht: „Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien...“ Und darum sind wir durch den Hl. Geist dazu getrieben, diese Güte und Liebe der Welt durch unser Tun zu bezeugen: „Das Wort ist gewiß; und ich will, daß du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen.“ (Tit 3,3.4.8)

Dann stellt Frère Roger die entscheidende Frage: „Aber wie kann man zu den Quellen der Güte, der Freude und auch zu den Quellen des Vertrauens gelangen? Nun, wie? Indem wir uns Gott überlassen, finden wir den Weg.“ Er führt aus, dass sich die Menschen seit Urzeiten nach Gott sehnen und danach suchen, Gemeinschaft mit ihm zu haben. Diese Sehnsucht ist sozusagen von Gott in den Menschen hineingelegt. Frère Roger gibt die biblische Antwort des Petrus auf diese Sehnsucht: „Zu wem sollten wir gehen, wenn nicht zu dir? Du hast die Worte, die unsere Seele neu beleben.“ (Die Übersetzung finde ich – wie antipas18 auch – nicht glücklich, kann aber seine Entrüstung nicht verstehen und auch nicht teilen, weil die genaue Übersetzung als Fußnote beigefügt ist.)
Gott ist die Quelle der Freude, eben auch dann, wenn unser Alltag diese Freude zu trüben scheint oder tatsächlich trübt. Und Gottes Geist gibt uns Kraft und Mut, seine Liebe zu bezeugen, auch wenn Menschen sie abweisen oder unsere Hilfe nicht die Wirkung zeigt, die wir uns wünschen. Frère Roger sagt: Geh zu Gott, geh zu Jesus, geh ins Gebet: „Bei solchem Beten hebt sich der Schleier über dem, was man vom Glauben nicht mit Worten sagen kann, und das Unsagbare führt zur Anbetung. Gott ist auch gegenwärtig, wenn der Eifer nachlässt und spürbarer Widerhall ausbleibt. Niemals wird uns sein Erbarmen entzogen. Nicht Gott hält sich von uns fern, wir sind manchmal abwesend.“ antipas18 hat völlig Recht, wenn er auf unsere Sünde hinweist, die uns von Gott entfernt. Ich denke, da gibt es keinen Gegensatz zwischen ihm und Frère Roger.
Ein ganz wichtiger Satz für Frère Roger ist: „Er erkennt selbst im verlassensten Menschen die Gegenwart Christi.“ Es ist die Erkenntnis aus Mt 25,31–45, kurz: „Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Jesus ist in der Not des Nächsten selbst gegenwärtig, und Nächstenliebe ist nicht nur eine Folge christlicher Gesinnung und Ethik, sondern im eigentlichen Dienst an und für Gott – eben Gottesdienst.

„Viele fragen sich: Was erwartet Gott von mir? Wenn wir im Evangelium lesen, wird uns klar: Gott bittet uns, in jeder Lage ein Widerschein seiner Gegenwart zu sein; er lädt uns ein, den Menschen, die er uns anvertraut, das Leben schön zu machen.“ Dies ist in der Tat unglückliche Formulierung!
Aber von der Sache her ist es schon klar: Wir sind berufen, den uns anvertrauten Menschen zu helfen und ihnen das Leben zu erleichtern, nicht zu erschweren. Die Antwort des Menschen auf diese Bitte ist ein Gebet! Derjenige, der sich von diesem Ruf Gottes angesprochen fühlt (es geht also mehr um die persönliche Berufung, nicht unbedingt um die Glaubensentscheidung oder Lebensübergabe schlechthin, die allerdings Voraussetzung ist und damit einhergehen kann), kann sich auf diesen Weg nur im Vertrauen auf Gottes Führung und Gegenwart machen, nicht aus eigener Kraft heraus! Die Antwort des Menschen ist ein schlichtes Ja. „Dieses Ja ist lauteres Vertrauen. Dieses Ja ist Liebe aller Liebe.“ (antipas18 hat ihn m. E. hier überhaupt nicht verstanden.)

Dieses persönliche Ja kann aber nicht der Beginn eines geistlichen Einzelkämpfertums sein. Wer den Ruf Gottes hört und annimmt, wird zugleich Teil einer Gemeinschaft: die Kirche = Gemeinde = Versammlung = ecclesia = Leib Christi. In dieser Gemeinschaft ist Christus selbst gegenwärtig, in dieser Gemeinschaft erhält jeder Christ alles, was er zum Leben braucht. Wenn diese Gemeinschaft wirklich mit Liebe gelebt wird, strahlt sie aus und gibt den Menschen, die Gott noch nicht kennen, aber auch den Christen selbst Hoffnung. „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh 13,35) „Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir – daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“ (Joh 17,22–23)

Jetzt kommt Frère Roger auf das zweite Thema zu sprechen, das ihn sein ganzes Leben umgetrieben hat: Die Trennung der Christen in verschiedene Konfessionen, Gemeinden, Gemeinschaften und Gruppen. Wenn sie die Gemeinschaft untereinander mit Liebe und aus tiefer Überzeugung und durchdrungen vom Hl. Geist leben, dann können konfessionelle Unterschiede nicht mehr die Einheit beeinträchtigen. Hier steht er zweifellos auf dem Standpunkt: Liebe überwindet die Trennungen der Lehre. Und dies scheint mir in der Tat nicht unproblematisch zu sein. Vor allem unterschätzt er die Bedeutung von Lehrfragen für die Einheit der Christen untereinander und mit Gott. Ich würde aber ihm zu Gute halten, dass er kein „Lehrer“ ist und nie den Anspruch erhoben hat, systematische Theologie zu betreiben.
Für Frère Roger scheint mir ein Satz wie: „Unzählige haben Sehnsucht nach einer Versöhnung, die an den Grund der Seele rührt.“ sehr typisch zu sein. Er hat ein Gespür (eine Gabe Gottes?), die Sehnsucht besonders junger Menschen nach Gerechtigkeit, Liebe und dem Sinn des Lebens zu erkennen. Er sieht darin die Sehnsucht Gottes nach Liebe, Gerechtigkeit und Gemeinschaft mit jedem Menschen. Die Sehnsucht eines Menschen nach Liebe ist sozusagen ein Zeichen für die Sehnsucht Gottes nach der Liebe dieses Menschen. Und deshalb kann er sich mit Trennung per se nicht abfinden, schon gar nicht unter Christen. Die Trennung beeinträchtigt das Zeugnis, zu dem wir berufen sind.

Zum Schluss kommt Frère Roger auf die Gemeinschaft mit Gott zu sprechen. Er betont, dass Jesus immer bei uns ist, selbst wenn wir subjektiv seine Gegenwart nicht wahrnehmen (hier verstehe ich die Kritik von antipas18 nicht, denn inhaltlich sind sie sich ja überein?). Und selbst da, wo Fragen, Zweifel oder einfach ein Gefühl von Gottverlassenheit in uns auftauchen, ist Jesus Christus dennoch gegenwärtig. Doch nicht nur in uns bleibt er gegenwärtig, immer begegnet uns Jesus im Nächsten: „Und wir entdecken, dass zwar in uns etwas dunkel bleiben kann, aber in jedem Menschen vor allem das Geheimnis seiner Gegenwart liegt.“ Hier schließt sich der Kreis: Die von Gott gewirkte Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Hilfe für die Notleidenden findet ihre Antwort in der Gegenwart Jesu im Nächsten.

Ich denke, diese Sicht der Gegenwart Jesu in den Bedürftigen ebenso wie in der Bereitschaft, sich ihrer Not anzunehmen, prägt Frère Roger seit den vierziger Jahren, als er Juden und Verfolgten der NS-Besatzung in Frankreich Unterschlupf und Hilfe bot. Später half er dann deutschen Kriegsgefangenen. Ebenso sah er die Not der Nachkriegszeit und half Kindern, die im Krieg ihre Familien verloren hatten. Ihm wurde deutlich, dass die Not der Menschen und die Hilfe, die uns Christen aufgetragen ist, eine geistliche Dimension besitzt. Sie ist nicht nur Folge einer christlichen Gesinnung, sondern im tiefsten Sinn „Gottes-Dienst“. Das ist die Botschaft seines Lebens, die Gott ihm aufgetragen hat. Damit muss man sich auseinandersetzen und darf ihn nicht mit einem Evangelisten verwechseln, der sein Publikum zur Bekehrung aufruft. Der Jahresbrief ist weder eine systematische theologische Abhandlung noch ein evangelistisches Traktat.

Ich habe versucht darzustellen, wie ich den Jahresbrief 2004 verstehe. Ob ich Frère Roger dabei immer richtig verstanden habe, kann ich nicht sagen, ist vielleicht auch gar nicht von Bedeutung, denn dies ist sicher nicht die einzig mögliche Lesart dieses Textes. Jeder sollte sich selbst mit diesen Gedanken auseinandersetzen und sich dabei vom Hl. Geist leiten lassen.

Zum Abschluss dieses langen Beitrags noch ein Satz zu dem Begriff „Weißmantelsekte“, den Martin S. hier eingeführt hat. Eine Ordenstracht hat nichts mit Sekten zu tun. Sie ist nicht nur für die meisten katholischen und orthodoxen Ordensgemeinschaften üblich, es gibt auch evangelische Gemeinschaften, die einen Habit tragen (z. B. Diakonissen). Schon in der Bibel haben Gläubige ihr Leben Gott geweiht und diese Berufung mit äußerlichen Zeichen kenntlich gemacht, wie Gott es ihnen geheißen hat. Man denke an die Nasiräer, die ihr Haar wachsen ließen (vgl. 3. Mose 6,1–21). Der Gelobende hatte das Verlangen, sich für eine begrenzte Zeit oder auch für sein ganzes Leben völlig Gott zu weihen. Das Haupthaar durfte während der ganzen Zeit nicht geschnitten werden. Das „Lexikon zur Bibel“ schreibt: „Für den Nasiräer bedeutete sein Gelübde eine Zeit der völligen Hingabe an den Herrn, dem er heilig war. Damit wurde er für seine Umgebung zum lebendigen Zeichen des Herrschaftsanspruches Gottes.“ Genau das soll der Habit, die Ordenstracht, auch von dem aussagen, der sie trägt. Auch Johannes der Täufer hat bekanntlich seine Berufung durch seine Kleidung ausgedrückt (Mt 3,4). Paulus unterstützte nicht nur einige Nasiräer („Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich <genommen> haben. Diese nimm zu dir und reinige dich mit ihnen und trage die Kosten für sie, damit sie das Haupt scheren lassen! [Apg 21,23–24]), sondern hatte selbst zeitweise das Nasiräer-Gelübde abgelegt. „Nachdem aber Paulus noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied von den Brüdern und segelte nach Syrien ab und mit ihm Priszilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt hatte scheren lassen, denn er hatte ein Gelübde.“ (Apg 18,18) Die weiße Farbe des Ordenskleids in Taizé dürfte auf Schriftstellen wie Offb. 7,9 zurückgehen: „Siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen.“ (Vgl. auch Offb. 7,13–14) Oder Offb. 3,5: „Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ Es ist also voll und ganz biblisch, dass der Herr Menschen beruft, ihr Leben ihm in besonderer Weise zu weihen, und dass dies durch äußere Zeichen deutlich gemacht wird. Mit Sektiererei hat das überhaupt nichts zu tun. Mit einem Blick auf ein Foto weiß man halt noch lange nicht Bescheid.

Viele Grüße
Stefan


 
Lieber Stefan,
 
ein Zitat aus der Taize-Page:
 
"Ein froher Glaube an die Dreieinigkeit und die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung Gott des Sohnes bildet den Kern aller Dinge in Taizé, ebenso die wiederholte Aussage, dass der auferstandene Christus in jedem Menschen gegenwärtig ist. "https://www.taize.fr/de/decombme.htm
 
Diese Aussage ist von der Bibel her gelogen:
Eph 2:2 in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams;
1Joh 3:10 Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels.

Jeder Mensch der nicht in Busse und Bekehrung zu Jesus Christus gekommen ist, ist noch unter der Obrigkeit der Finsternis und ein Kind des Teufels. Da ist doch keine Rede davon, dass in nicht- wiedergeborenen Menschen Christus gegenwärtig ist. Jedenfalls nicht der Christus des Neuen Testamentes.

Ich habe auch auf deren Homepage - auch wenn alles noch so fromm-religiös aussieht - nichts davon gelesen, dass jeder Mensch (Joh 3) von neuem geboren werden muss, d.h. sich in Busse zu Jesus Christus hinwenden muss.

Zum Thema Orden und Ordensgewänder - wo steht bitte etwas von Orden in der Bibel ? Als Brüder und Schwester versammeln wir uns in der Ortsgemeinde - das hat doch nichts mit Orden zu tun. Wenn bei uns einer in die Versammlung mit so einem weißen Kult-Gewand hereinspaziert, wären wir alle sehr beunruhigt, was mit dem Bruder los ist. Die Gemeinde Jesu ist kein Orden - also gibt's auch keine Ordens-, Priester, Nonnen- oder sonstige Klamotten dort. Das heißt natürlich nicht, dass man irgendwie schlampig zur Versammlung gehen sollte, aber diese komischen Kutten gibt's in den Versammlungen, die ich kenne (Brüderversammlungen und freie christliche Gemeinden etc.) nirgendwo.

Völlig Irrritiert wurde ich natürlich auf von diesen Madonna-Bildern in Taize - da wird sich der Papst bei seiner Visite schon wohl gefühlt haben, der ist ja auch "Totus tuus" in Bezug auf die Himmelskönigin (lies Jer. 44).

Also, Stefan sei mir nicht böse - das ganze hat mit bibeltreuer Gemeinde Jesu nichts zu tun.  Wer solche falschen Aussagen - wie o.g. - von sich gibt, kann niemals echter wiedergeborener Christ sein. Taize ist doch wohl fromme Verführung. Ich hab' das ganze jedoch nur kurz überflogen, der Jesus-ist-Sieger-Peter ist da wohl eher etwas fitter.

Aber ich vermute stark, diese Taize-Leute sind Allversöhner (=Dämonenlehre)....sonst hätten die nicht geschrieben, dass Christus in allen Menschen wohnt....

 

Der Herr kommt bald !

Martin S.- BRD


26.09.04

Hallo Martin S.,
ich bin etwas hin- und hergerissen. Ich kann Deinen Standpunkt nachvollziehen, und mir gefällt auch nicht alles, was ich auf der Homepage so lese. Einzelne Sätze klingen, wenn man sie von ihrem Hintergrund löst, schon bedenklich falsch. Andererseits glaube ich, dass man die Gemeinschaft von Taizé als Ganzes sehen muss, um sie richtig zu verstehen. Und ihre Texte sind vor allem keine Lehrbriefe.

Worum geht es bei Taizé (soweit ich es verstehe)? Zum Einen: Taizé ist keine Gemeinde, schon gar keine Brüderversammlung. Jeder Vergleich damit wird der Sache nicht gerecht. Taizé ist eine Gemeinschaft von Menschen, die von Gott berufen wurden, ihren Glauben in einer bestimmten Form als Dienst am Nächsten und als Zeichen zu leben. Sie rufen niemanden dazu auf, ihrer Gemeinschaft beizutreten oder sie zu kopieren. Gott selbst wird, wenn er es will, auch in Zukunft Christen in die Gemeinschaft rufen. Daher ist "ihr Thema" auch nicht Mission oder Bekehrung, sondern Berufung und Hingabe an Jesus Christus. Und ich denke, das ist es, was die Menschen schon seit vielen Jahrzehnten an dieser Gemeinschaf fasziniert. Du schreibst – und wahrscheinlich hast Du damit Recht –: "Ich habe auch auf deren Homepage - auch wenn alles noch so fromm-religiös aussieht - nichts davon gelesen, dass jeder Mensch (Joh 3) von neuem geboren werden muss, d.h. sich in Busse zu Jesus Christus hinwenden muss." Ich denke, das liegt daran, dass Evangelisation (zumindest im klassischen Sinn) nicht ihre Berufung ist. Wer aber in die Gemeinschaft aufgenommen wird, muss sehr wohl ausdrücklich Jesus als Herrn angenommen haben. Bei der Profess, dem Gelöbnis bei der Aufnahme eines Mitglieds in die Gemeinschaft, lautet das erste Bekenntnis: " Willst du aus Liebe zu Christus dich ihm hingeben mit allem, was du bist? – Ich will es." (https://www.taize.fr/de/decomrul.htm) Ich denke, das ist eine ganz klare Entscheidung für Jesus Christus. Wir können davon ausgehen, dass die Brüder von Taizé entschiedene Christen sind (man kann natürlich niemandem hinter die Stirn sehen), wenn auch nicht evangelikaler Prägung.

Was ist nun die Botschaft von Taizé? Sie lässt sich, soweit ich es sehe, mit wenigen Stichworten benennen:
 

  • Bedingungsloses Vertrauen in Gott und als Frucht dessen: Freude.
  • Bedingungslose Liebe zum Nächsten, besonders zu den Notleidenden. Dabei eine besondere Betonung der Gastfreundschaft.
  • Einheit
  • Einfachheit:
    • im Lebensstil
    • in der Botschaft (die Sprache von Frère Roger ist zwar ungewohnt, aber letztlich sind seine Gedanken sehr schlicht und einfach).
    • im Gebet (z. B. schlichte Gesänge)

Was hat es mit "Gott in jedem Menschen gegenwärtig" auf sich? Ich denke, hier beruht Dein Einwand auf einem Missverständnis. Diese Aussage hat nichts mit Erlösung zu tun, in dem Sinn, dass jeder Mensch per se erlöst und mit dem Heiligen Geist erfüllt sei. Auch auf der Taizé-Homepage findet sich die Aussage, dass jeder Mensch erlösungsbedürftig ist: "Alle sind Sünder, stehen mit leeren Händen vor Gott. Und allen bietet Gott die Gabe seiner Liebe an. ... Niemand kann aus eigener Kraft aus den Sackgassen finden, in die alle Menschen schicksalhaft geraten. Durch Christus aber ist die Menschheit gerettet, kann jeder das Heil empfangen." (https://www.taize.fr/de/desr503.htm)
In dem fraglichen Satz drückt sich aber eine andere, ebenfalls völlig biblisch Wahrheit aus, nämlich dass uns in jedem Menschen Gott begegnen kann. Es gibt eine Menge von Schriftstellen, in denen Gott deutlich macht, dass er in den Armen, Kranken, Notleidenden, Fremden, Kindern usw. gegenwärtig ist (z. B. Mt 10,40; Mt 18,5; Mt 25,40; Hebr 13,2; oder aus dem AT Spr 19,17 oder 1 Mo 18, um nur einige zu nennen) – denk daran, wenn Du in der Fußgängerzone einen Bettler sitzen siehst. Die Bibel betont das vor allem im Zusammenhang mit der Gastfreundschaft. Die Armen, die Kranken, die Fremden (denen man Gastfreundschaft gewähren soll), die Kinder: in ihnen begegnet uns Jesus, nicht weil sie nach einer Glaubensentscheidung nunmehr Christen sind, sondern weil Gott sich ihrer annimmt und sich mit ihnen identifiziert (das hat m. E. nichts mit Erlösung oder Allversöhnung zu tun). In der Regel von Taizé wird dies daher ausdrücklich im Abschnitt über die Gastfreundschaft erwähnt: "Es ist Christus selbst, den wir in einem Gast aufzunehmen haben. Wir wollen lernen, gastlich zu empfangen, und bereit sein, unsere freie Zeit hinzugeben; die Gastfreundschaft soll großzügig sein und geübt werden mit der Fähigkeit, zu unterscheiden." (Regel von Taizé)
Man könnte noch viel dazu schreiben (und müsste es vielleicht auch), aber für heute soll es reichen.

Nur noch einmal zur Kleidung: Hier kann ich Deine Einwände gar nicht verstehen. Ich habe versucht deutlich zu machen, dass es schon im AT und NT üblich war, eine besondere Berufung äußerlich auszudrücken (Frisur, Kleidung). Gott hat das selbst so angeordnet. Der Habit drückt ebenfalls die besondere Berufung aus, die die Mitglieder der Gemeinschaft leben wollen. In der Regel von Taizé heißt es dazu: "Das liturgische Gewand ist dazu da, um uns daran zu erinnern, daß unser ganzes Sein von Christus überkleidet worden ist. Auch ist es ein Mittel, anders als durch das Wort das Lob des Herrn zum Ausdruck zu bringen."
Von daher funktioniert auch der Vergleich mit der "Sonntagskleidung" beim Gottesdienst nicht. In Taizé tragen ja auch nicht die Besucher einen Habit, sondern nur die Mitglieder der Gemeinschaft. Dass in Brüderversammlungen und freien christliche Gemeinden keine vergleichbare Kleidung üblich ist, ist mir klar, aber das sagt doch höchstens, dass dies der evangelikalen Tradition nicht entspricht. Oder anders herum: die traditionell evangelikale Gottesdienstkleidung ist eine ordentlich-bürgerliche. Auch diese Kleidung hat ja eine Aussagekraft und wird deswegen gegenüber anderen Kleidungsstilen bevorzugt. Aber macht die Kleidung eines Menschen etwas vor Gott aus? Ich denke nein. Was also spricht gegen weiße Gewänder als Zeichen der Berufung? Lass es uns doch frei nach Röm 14,6 halten: Wer einen bestimmte Kleidung bevorzugt, tut es zur Ehre des Herrn. Wer ein weißes Gewand trägt, tut es zur Ehre des Herrn; denn er dankt Gott dabei. Wer einen Sonntagsanzug trägt, tut es zu ebenfalls zur Ehre des Herrn, und auch er dankt Gott.

"wo steht bitte etwas von Orden in der Bibel ?" Es gibt sowohl im AT als auch im NT Gemeinschaften, die miteinander ihren Glauben leben. Ich denke an die Prophetenjünger, von denen im AT die Rede ist (z. B. 2 Kön 2, 2 Kön 5 usw.). Im NT hat Johannes der Täufer einen Jüngerkreis um sich geschart, und die Jünger des Herrn bilden ebenfalls eine Gemeinschaft (z. B. Mk 2,18). In den NT-Briefen bilden zumindest die Witwen der Gemeinden eine besondere Gruppe (die z. B. in Listen eingetragen sind – 1 Tim 5,9). Historisch sind diese Witwengruppen übrigens auch eine Wurzel (von mehreren) der christlichen Klöster. Um Deine Frage zu beantworten: Ja, es gibt im Ansatz den späteren christlichen Gemeinschaften vergleichbare geistliche Gemeinschaften in der Bibel, die als Vorbilder und teilweise auch als Vorläufer späterer Ordensgemeinschaften gelten können.
Auch hier hast Du ja Recht, derartige Gemeinschaften gibt es nicht in der evangelikalen Tradition, aber selbst im Protestantismus hat es immer Kommunitäten, geistliche Gemeinschaften, Ordensgemeinschaften usw. gegeben (und gibt es wieder verstärkt). Da muss man nicht auf den Katholizismus oder die Ostkirchen verweisen.
Jetzt ist es aber endgültig genug für heute.
Viele Grüße
Stefan


 

Hallo Hans Peter
Hallo Stefan.

Ich möchte mich bei Dir bedanken. Du hast die Lehre Taizés wirklich gut zusammengefasst.
Zitat Anfang:
Was ist nun die Botschaft von Taizé? Sie lässt sich, soweit ich es sehe, mit wenigen Stichworten benennen:

Bedingungsloses Vertrauen in Gott und als Frucht dessen: Freude.
Bedingungslose Liebe zum Nächsten, besonders zu den Notleidenden. Dabei eine besondere Betonung der Gastfreundschaft.
Einheit
Einfachheit:
im Lebensstil
in der Botschaft (die Sprache von Frère Roger ist zwar ungewohnt, aber letztlich sind seine Gedanken sehr schlicht und einfach).
im Gebet (z. B. schlichte Gesänge) Zitat Ende

Das was hier angeboten wird hat wirklich auch in Deiner Zusammenfassung nichts, aber auch ganz und gar nichts mit der Bibel zu
tun. Es ist eine völlig neue Lehre. Siehe doch dazu Galater 1

Der Gott des Roger ist ja auch nicht der GOTT Abraham, Isaaks und Jakob sondern nach dem Zeugnis von Taizé selbst, der Gott dieser Welt.

Eine Gemeinschaft die auf das Kreuz Jesu als den Punkt verzichtet an dem der Sohn GOTTes, völlig freiwillig, nur aus Liebe zu mir und aus
Gehorsam dem Vater gegenüber, der allein durch dieses Opfer mit mir versöhnt werden konnte verzichtet weil es ihr zu blutig ist,
verzichtet, wie Rom ja auch, auf das einzig wirksame Mittel zur Vergebung der Sünden.

Nun denn.

Zitat zwei: Aber ich habe Respekt vor seinen Ansichten, die nicht zuletzt aus seiner persönlichen Geschichte herrühren. Zitat Ende

Hä? Wenn ich die Großsekte in Rom nicht aus eigener Anschauung kennen würde, wäre ich zu einem Urteil nicht qualifiziert, weil ich ja nicht
wüsste wovon ich redete.

Dadurch aber das ich, obwohl katholisch, die Irrlehre Roms gegen die Wahrheit der Bibel eintauschte, bin ich nicht qualifiziert den Mist zu
beurteilen den ich sehe, weil ich ihn eben schon lange kenne?
Ich habe in diesem und den anderen Beiträgen zu Taizé niemals eigene Ansichten weitergegeben. Ich habe den Behauptungen Taizés die
Aussagen des einzigen Wortes GOTTes gegenüber gestellt.

Die Folgerungen daraus ergeben sich nun einmal zwangsläufig. Sie sind damit weder Folge einer (traurigen?) Vergangenheit, noch anerzogen oder
gelernt. Selbstverständlich also auch keine Ansichten sondern mit Verlaub: biblisch einwandfreie Ergebnisse einer gründlichen
Untersuchung.

Ach ja: Jede Gemeinschaft, der das Wort vom Kreuz eine Torheit ist oder gar wie bei Taizé, ein Dorn im Auge ist, ist nicht von GOTT. Das
heißt natürlich auch im Schluss, auch ihre Anhänger wurden niemals von GOTT berufen sondern nur vom Gott dieser Welt von Luzifer.

Was man aber doch stehen lassen muss: Für Ihren Gott tun sie alles und sie tun es klug. Darin kann manch Christ von ihnen lernen.

GOTT aber sagt in Matthäus 24,23-27
Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht!
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste! so geht nicht hinaus! Siehe, in den Kammern! so glaubt es nicht!
Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.

Noch eines, Deine Aussage über «Orden» in der Bibel ist schlichtweg falsch.
Allerdings kann ich nicht sagen ob das aus Versehen falsch ist weil Du die Bibel noch nicht so gut kennst (lesen, lesen, lesen) oder, was ich nicht hoffe, sie ist einfach aus der Luft gegriffen.

Prophetenschulen waren keine Klöster, sondern wie der Name schon sagt: Schulen in denen für eine Zeit auch gemeinsam, lernt wurde.

Die zölibatäre Gemeinschaft findet sich so an keiner Stelle der Bibel. Auch das sich auf Dauer Absondern (weil man sonst ja durchschaut würde) in großen Gruppen ist so niemals biblisch.

Mögen Menschen für sich selber tun was sie möchten, aber den Anspruch, sein Leben nach den Regeln des lebendigen GOTTes zu leben bedeutet natürlich als erste und alleinige Lebensordnung die Bibel anzuerkennen.

Klöster sind und waren, man sah es ja jetzt erst in Österreich, immer ein guter Nährboden für Sünde. Dort hat man immer sehr schnell den Blick auf GOTT gegen den Blick auf den «Mitbruder» eingetauscht.

Weder Petrus, noch Paulus oder ein anderer der Apostel gründete je ein Kloster. Auch der Sieger von Golgatha, Jesus Christus, nicht.

Allerdings weiß ich zwei Dinge:
Auch in den Klöstern sitzen Menschen die einst wirklich GOTT suchten. Sie wurden halt nur geschickt getäuscht.

Die «Aufsaugetaktik» Roms wird immer wieder deutlich wenn die «Aufgesaugten» sich so ungeschickt äußern wie Roger auf seinen Seiten.

mit den besten Grüßen,
Peter

Ich betrachte es als eine Ehre, das Stefan zwar Roger Bruder nennt aber mich nicht. Weiter so.
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Lieber Bruder Peter,

es tut mir Leid, wenn ich durch unüberlegte Formulierungen Dir zu Nahe getreten bin. Die Anrede war von mir nicht weiter bedacht. Ich habe keine Schwierigkeiten, Dich als Bruder anzureden. Wenn ich von "Frère Roger" sprach, dann einfach deshalb, weil es die übliche Bezeichnung der Mitglieder der Gemeinschaft in Taizé ist. Das habe ich so übernommen, ohne damit eine Wertung ausdrücken zu wollen. Wenn es anders schien, so war das mein Fehler. Um das aber auch klar zu sagen, ich habe keinen Grund, Roger Schutz nicht auch als Bruder im Herrn zu sehen.

Zum Zweiten will ich noch einmal betonen, dass mein Beitrag zum Taizé-Jahresbrief 2004 keine gegen Dich gerichtete Darstellung war, sondern lediglich meine Sicht und Interpretation des Textes. Zwischen Deiner und meiner Sicht gibt es natürlich gravierende Unterschiede, aber das richtet sich nicht gegen Dich persönlich. Du schreibst: "Zitat zwei: Aber ich habe Respekt vor seinen Ansichten, die nicht zuletzt aus seiner persönlichen Geschichte herrühren. Zitat Ende Hä? Wenn ich die Großsekte in Rom nicht aus eigener Anschauung kennen würde, wäre ich zu einem Urteil nicht qualifiziert, weil ich ja nicht wüsste wovon ich redete. Dadurch aber das ich, obwohl katholisch, die Irrlehre Roms gegen die Wahrheit der Bibel eintauschte, bin ich nicht qualifiziert den Mist zu beurteilen den ich sehe, weil ich ihn eben schon lange kenne? Ich habe in diesem und den anderen Beiträgen zu Taizé niemals eigene Ansichten weitergegeben. Ich habe den Behauptungen Taizés die Aussagen des einzigen Wortes GOTTes gegenüber gestellt." Ich habe niemals Dir irgendeine Kompetenz abgestritten. Das stünde mir auch gar nicht zu, da ich Dich ja nicht kenne. Ich habe lediglich gesagt, dass ich einen anderen Interpretationsansatz wähle, den ich nach wie vor für besser geeignet halte, den Sinn des Textes zu verstehen, und dass ich dennoch Respekt vor Deinem Ansatz habe. Es geht mir auch gar nicht darum zu behaupten, ich habe Recht und Du Unrecht. Ich verstehe (aber vielleicht liege ich da ja auch falsch) Deine Haltung aufgrund der von Dir genannten Erfahrungen, die Du in katholischen Klosterschulen gemacht hast. Ich wollte Dir damit nichts unterstellen.

"Die Folgerungen daraus ergeben sich nun einmal zwangsläufig. Sie sind damit weder Folge einer (traurigen?) Vergangenheit, noch anerzogen oder gelernt. Selbstverständlich also auch keine Ansichten sondern mit Verlaub: biblisch einwandfreie Ergebnisse einer gründlichen Untersuchung." Auch hier möchte ich betonen, dass ich nicht der Meinung bin, Deine Folgerungen wären anerzogen oder gelernt. Du hast Dich zweifellos gründlich mit dem Text auseinandergesetzt, gar keine Frage. Dass dabei Deine persönliche Geschichte eine Rolle spielen mag, ist erstens ganz und gar menschlich, zweitens nichts Schlimmes und drittens bei der Sachdiskussion gar nicht relevant. Wir sollten einfach sachlich über Taizé reden. Das heißt dann allerdings für mich auch, wirklich über Taizé zu sprechen, welches kein katholischer Orden ist und organisatorisch nicht zur katholischen Kirche gehört. Von daher sollten wir ehrlicherweise Stichworte wie Papst oder "Großsekte" beiseite lassen, die nichts mit der Sache zu tun haben (mal abgesehen davon, dass ich persönlich von solcher Polemik nichts halte).

"Das was hier angeboten wird hat wirklich auch in Deiner Zusammenfassung nichts, aber auch ganz und gar nichts mit der Bibel zu tun. Es ist eine völlig neue Lehre. Siehe doch dazu Galater 1." Diese Behauptung kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Ich kann in den von mir angeführten Schwerpunkten von Taizé keine neue Lehre sehen, sie findet sich vielmehr en Detail bei Jesus selbst:
 

  • Bedingungsloses Vertrauen in Gott: Allein in den Evangelien habe ich achtmal (Elberfelder Übersetzung) die Aufforderung Jesu oder von Engeln gefunden: "Fürchte Dich nicht!" Und zwölfmal "Fürchtet Euch nicht!" Und sechsmal ergeht die Aufforderung, "guten Mutes" zu sein, also Vertrauen zu haben und zuversichtlich zu sein. "Habt Vertrauen" ist eine der Grundbotschaften Jesu, und nichts anderes sagt Frère Roger. Das ist keine neue Lehre, das ist O-Ton Jesus Christus.
  • und als Frucht dessen: Freude: Nun, schon zu Beginn des Lukasevangeliums wird der Zusammenhang zwischen dem Vertrauen und der Freude ausgedrückt: "Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird." (Lk 2,10) Der Engel sagt, wir sollen uns nicht fürchten. Denn die Botschaft Gottes ist eine große Freude. In Joh 16,22–24 spricht Jesus von der Freude, die trotz aller Traurigkeit in den Jüngern sein soll, und von dem Vertrauen beim Beten: "Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch. Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei!" Freude und Furcht vertragen sich nicht, aus Vertrauen wächst hingegen Freude, die niemand nehmen kann.
  • Bedingungslose Liebe zum Nächsten, besonders zu den Notleidenden: Ich bin erstaunt, dass Du hier eine andere Lehre erkennen willst. Ich könnte (etwas übertrieben) die halbe Bibel zitieren, wo Gott immer wieder seine Liebe zu den Armen ausdrückt und die Menschen auffordert, sich um die Notleidenden zu kümmern. Jesus steht da nicht etwa zurück, sondern spitzt das ja noch zu. Nicht nur, dass er die ganze Thora, das ganze alttestamentliche Gesetz reduziert und zusammenfasst im Doppelgebot der Liebe: "Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete ihm: Das erste ist: »Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!« Das zweite ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot." (Mt 12,28–31) Und in Mt 22,40: "An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.", er preist sogar die Armen selig: "Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich Gottes." (Lk 6,20) Das ist doch in Taizé keine neue Lehre?
  • Dabei eine besondere Betonung der Gastfreundschaft: Jesus selbst betont die Bedeutung der Gastfreundschaft: "Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat." (Mt 10,40) Und: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, wen ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat." (Joh 13,20) Da kann man doch nicht sagen, die Gastfreundschaft in Taizé sei eine neue Lehre?
  • Einheit: Ich sehe auch, dass in Taizé eine sehr weite Einheitsphilosophie vertreten wird. Ich denke aber, dass diese Sehnsucht nach Einheit seinen Ursprung in der Erfahrung hat, dass das christliche Zeugnis von den Trennungen beeinträchtigt wird. Taizé ist keine theologische Hochschule oder etwas derartiges. Ihr Ziel ist nicht zu lehren, sondern die Nächstenliebe zu üben, wie es ihrer Berufung entspricht. Und die Trennung der Christen ist ihnen da ein Hindernis. Eine neue Lehre ist das aber auch nicht, denn schon Jesus hat ja gesagt, dass die Einheit und Liebe unter den Christen ein Zeugnis für die Welt sein wird bzw. die fehlende Einheit eben auch (Joh 17,21). Aber ich gebe zu, dass ich hier Deine Kritik am ehesten verstehen kann.
  • Einfachheit: Einfachheit und Schlichtheit eine neue Lehre? Jesus hat es vorgelebt. Johannes der Täufer hat es vorgelebt. Paulus hat es vorgelebt. Andererseits haben von Anfang an auch Wohlhabende zur Gemeinde gehört, was ja bekanntlich in Korinth zu Spannungen führte. Es war und ist aber immer so, dass Gott einzelne Menschen zu einem sehr schlichten und einfachen Leben beruft. Gott hat in seinem Wort immer wieder zu Demut und Bescheidenheit aufgefordert. Das ist weder eine neue Lehre, und das zu leben, nichts Sektenhaftes. Dagegen wieder O-Ton Jesus: "Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen." (Mt 11,29)

Dieser letzte Satz aus dem Matthäus-Evangelium scheint mir sehr gut auf Taizé zuzutreffen. Frère Roger und seine Brüder haben von Jesus gelernt. Sie sind demütig und dienen ihrem Nächsten. Sie sind sanftmütig und kämpfen nicht um die wahre Lehre, sondern nehmen die Menschen gastfreundlich auf und lassen sie an ihrem Leben Anteil haben im Bewusstsein, dass dies nicht nur ihr Auftrag ist, sondern dass der Herr selbst in den Gästen zu ihnen kommt. Was sie den Menschen tun, die zu ihnen kommen, das tun sie dem Herrn Jesus.
Ich halte das für eine echte Christusnachfolge. Natürlich kann man das nicht 1:1 ins eigene Leben übersetzen (es sei denn, man erkennt, selbst berufen zu sein, sich der Gemeinschaft in Taizé anzuschließen). Aber mich hat diese Gemeinschaft immer beeindruckt und herausgefordert, mein eigenes Christenleben (und nicht nur meine "Lehre") am Evangelium zu prüfen. Und vor allem: Hab Vertrauen in Jesus Christus. Das ist die Botschaft, die ich von Anfang an im Zusammenhang mit Taizé vernommen habe. Dieses Vertrauen wirst Du nie bereuen, und in diesem Vertrauen kannst Du ein ganzes Leben aufbauen. - So, das war jetzt wieder meine Taizé-Interpretation, subjektiv und persönlich. Bruder Peter und jeder andere kann und soll natürlich seine eigene Sicht haben, die will ich niemandem streitig machen.

Damit mein Beitrag jetzt nicht zu lang wird, verzichte ich hier auf den Punkt des Kreuz-Verständnisses, den Du, Peter, angesprochen hast. Vielleicht komme ich ein andermal darauf zurück. Ebenso die Frage nach den geistlichen Gemeinschaften, Orden und Klöstern. Natürlich hat Jesus kein Kloster gegründet, er hat auch keine freikirchliche Gemeinde gegründet und keine Missionsgesellschaft und keinen Hauskreis und keine Internetmission usw. Aber die geistlichen Wurzeln all dessen sind von ihm und den Aposteln gelegt worden und gehen teilweise zurück ins alte Testament. Dabei bleibe ich.
Aber für jetzt sei es wirklich genug.
Viele Grüße von Bruder zu Bruder
Stefan


 

Hallo Stefan, 2.10.04
zu Deiner Entschuldigung kann ich nur sagen, völlig überflüssig. Wer für seine Einstellung, wo immer sie herkommt, kämpft kann nicht vor jedem Satz ein 24stündiges Meeting mit 12 Psychologen abhalten, nur damit er niemanden verletzt.

Ich jedenfalls habe einen guten Arzt, der alle meine Wunden trefflich heilt. Solange Du also Wunden aus Überzeugung (auch da im Eifer) zufügst, sehe ich noch keine Notwendigkeit für Entschuldigungen. Was anderes ist es, wenn Du Deinen Standpunkt änderst, so das aus Deiner neuen Sicht Dein Verhalten falsch erscheint.

Epheser 6 spricht von einer geistlichen Waffenrüstung. Bei der ist ein Schwert des Glaubens, mit dem es recht zu kämpfen gilt und keine Straußenfeder zum Kitzeln.

Wer auf dem geistlichen Schlachtfeld allerdings lieber kuschelt als zu kämpfen, sollte das zu hause bei seiner Frau tun.

Nun zu den einzeln Punkten Deiner Aussage (Reihenfolge von mir verändert):

A:
Zitat Anfang: «�den ich nach wie vor für besser geeignet halte, den Sinn des Textes zu verstehen.» Zitat Ende
Diese von mir zitierten Briefe sind nun leider kein xbeliebiger allegorischer (sinnbildlicher) Text, der es nötig hätte Ausgelegt zu werden, sondern eine  Glaubensausage des Herrn Roger.

Glaubensausagen aber werden durch jede Form der Interpretation verfälscht und aus dem Gesamtbild des betreffenden Menschen gehebelt. Sie werden dadurch einfach dem jeweiligen Umfeld angepasst als so genommen zu werden, wie Sie gesagt sind.

Der Brief wurde aber bereits in Deutsch abgefasst, damit niemand mehr die Mühe einer Übersetzung habe und die Gefahr einer dadurch bedingten Fehlinterpretation dieser Aussagen auf null geht.

Man kann, muss also diese Sätze alle so lassen und nehmen wie sie da stehen. Denn nur dann sind sie im Interesse des Schreibers absolut wahr und unverfälscht. Alles andere verdreht das Gesagte im Sinn des Betrachters (und Auslegers).

B:
Zitat Anfang: « Das heißt dann allerdings für mich auch, wirklich über Taizé zu sprechen, welches kein katholischer Orden ist und organisatorisch nicht zur katholischen Kirche gehört. Von daher sollten wir ehrlicherweise Stichworte wie Papst oder "Großsekte" beiseite lassen, die nichts mit der Sache zu tun haben (mal abgesehen davon, dass ich persönlich von solcher Polemik nichts halte).» Zitat Ende

Ich halte diese Aussagen aber nicht für einen Meinungstreit, als sind sie auch keine Polemik (Was ja dasselbe ist).

Tatsache ist das Rom mit Taizé eng verbunden ist und es sehr stark unterstützt.

Der Pontifex Maximus Roms sagte bei seinem Besuch in Taizé: Zitat Anfang: "Liebe Brüder, in der familiären Vertrautheit dieses kurzen Zusammenseins möchte ich euch meine herzliche Verbundenheit und mein Vertrauen mit den einfachen Worten sagen, mit denen Papst Johannes XXIII., der euch überaus liebte, einmal Frère Roger begrüßte: 'Oh, Taizé, dieser kleinePontifex Maximus Roms sagte bei seinem Besuch in Taizé: Zitat Anfang: "Liebe Brüder, in der familiären Vertrautheit dieses kurzen Zusammenseins möchte ich euch meine herzliche Verbundenheit und mein Vertrauen mit den einfachen Worten sagen, mit denen Papst Johannes XXIII., der euch überaus liebte, einmal Frère Roger begrüßte: 'Oh, Taizé, dieser kleine Frühling!' Zitat Ende

Der gottesfremde Woitila sagt hier es sei ein familiäres Treffen. Das heißt doch deutlich das hier auch familiäre Bande bestehen müssen. Taizé mag ein uneheliches Kind Roms sein, weil nach weltlichem Recht nicht zu Rom gehörend, aber innerlich es eine Speerspitze Roms, für die okkulte Ökumene ist.

Weiterhin ist es eine Tatsache, das Roms Religion die am weitesten verbreiteste Irrlehre der Welt ist und das der GOTT Roms, genau wie der Taizés der gott dieser Welt ist. Auch zu diesem Thema gibt es einiges Material auf dieser und anderen guten Seiten im Netz.

Frage von mir. Weiß jemand nach welchem Ritus dort die «Gottesdienste» abgehalten werden und wer sie hält?

C:
Deine Aufzählung der biblischen Eigenschaften Taizés:

Bedingungsloses Vertrauen in Gott:
und als Frucht dessen: Freude:
Bedingungslose Liebe zum Nächsten, besonders zu den Notleidenden:
Dabei eine besondere Betonung der Gastfreundschaft:
Einheit:

All diese Eigenschaften sind so wie sie da stehen und so wie sie in Taizé prktiziert werden ganz und gar überhaupt nichts wert.

Denn mehr noch, so wie ein Glaube ohne Werke tot ist das Werk und sei es noch so groß ohne den Glauben tot.

Taizé aber versucht ohne Kreuz und ohne Reue, nur durch nutzlose Werke gott zu gefallen.

Der GOTT Abrahams, Issaks, Jakobs und Peters aber hat als einzigen Weg zu Ihm seinen Sohn Jesus Christus hingegeben damit dieser am Kreuz das Sühnopfer für meine Sünde bringe.

Diese Aussage aber wird Roger S als «gotteslästerlich» bezeichnet: Zitat Anfang: «Dieses Unverständnis beruht letztlich auf einer Zweideutigkeit, die zu klären sich lohnt. Seit Jahrhunderten hat diese Zweideutigkeit Verheerungen angerichtet und unzählige Menschen vom Glauben an Christus entfernt. Sie besteht in der Vorstellung, dass das Leiden Jesu als solches rettenden Wert besitzt. Anders gesagt, Gott der Vater wäre darauf angewiesen, stünde also in einem gewissen Einvernehmen mit der Gewalt, die auf seinen einzigen Sohn ausgeübt wird.

Es genügt fast, diese These auszuformulieren, um sich darüber klar zu werden, dass sie nicht nur falsch, sondern gotteslästerlich ist. Wenn Gott nicht einmal möchte, dass böse Menschen leiden und sterben (Ezechiel 33,11), wie sollte er dann beim Leiden seines geliebten Sohnes, des Ersten aller Unschuldigen, Genugtuung empfinden? Das Leiden als solches hat in den Augen Gottes keinerlei Wert. Mehr noch, der Schmerz, der das Lebendige abtötet, steht in vollkommenem Widerspruch zu einem guten Gott, der will, dass alle Menschen in Fülle leben (Johannes 10,10).» 
Zitat Ende

Die Antwort der Bibel darauf: �der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden, der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet; der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.
Denn ihr gingt in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seele
n. 1.Petrus 2,20-25

Solange, wer auch immer, die von GOTT geforderte, eingesetzte und nicht zuletzt, selbst durch seinen Sohn bezahlte Sühnung durch das Blut seines Sohnes als GOTTeslästerung betrachtet und anprangert kann er niemals «Bruder» sein, weil er nämlich dann auch nicht wiedergeboren ist.

Und jeder nicht wiedergeborene (einmal abgesehen von unmündigen Kindern, die ja Bürger des Himmels sind, bis sie das erste Mal sündigten) Mensch aber ist eben kein Kind GOTTes sondern ein Kind des gottes dieser Welt, das ist Luzifer.

Ohne Wiedergeburt aber nutzt das beste Werk nichts.
Ohne erfolgte Wiedergeburt ist ein Albert Schweizer auf immer ein Opfer Satans und verbringt die ganze «jenseitige Existenz» in der Hölle.

Eine «Mutter» (von wem) Theresa trotz Heiligsprechung genauso, ein Henry Dunant ebenfalls und auch ein antipas18.

Bruder eines Kindes GOTTes wird man eben nur durch diese Wiedergeburt und nicht durch Verdienst, Geburt oder Religion.

D:
Zitat Anfang: « Natürlich hat Jesus kein Kloster gegründet, er hat auch keine freikirchliche Gemeinde gegründet und keine Missionsgesellschaft und keinen Hauskreis und keine Internetmission usw. Aber die geistlichen Wurzeln all dessen sind von ihm und den Aposteln gelegt worden und gehen teilweise zurück ins alte Testament. Dabei bleibe ich.» Zitat Ende

Diese Aussage ist falsch. Total falsch. Richtig ist: GOTT selber hat in Jesus Christus, dem Sieger von Golgatha,  sowohl die Gemeinde als auch Missionsgesellschaften und Hauskreise gegründet. Am ausführlichsten steht das in der Apostelgeschichte. Aber auch die Briefe geben uns davon Zeugnis.

Ach ja: Auch die Internetmission, ob die von Hanspeter, meine oder all die anderen biblisch ausgerichteten Seiten gehen direkt auf den Missionsbefehl des Herrn Jesus zurück
.
Befehl, nicht bitte.

Recht hast Du aber, wenn Du die katholische Kirche meinst den sie wurde ja nun einmal erst im vierten Jahrhundert von Kaiser Konstantin und seiner dämonischen Mutter (Beleg: Sie «erfand» die heiligen Splitter vom Kreuz) gegründet. Die Spaltung (Loslösung) aber entstand schon zu dem Zeitpunkt als Roms Bischof sich selbst zum Nachfolger eines nie existierenden «ersten Papstes» machte und die Bibel als einzige Autorität außer Kraft setzte. Das aber geschah schon, wenn ich mich recht erinnere, im zweiten Jahrhundert.

Ein weiterer Grund, das ich nicht bereit bin Herrn Roger S die Rechte eines Bruders zuzugestehen ist sicherlich seine Nähe zur Hure Rom und dem großen Förderer und Kind der Hure, der Ökumene.

Den Unfug kann ja wohl kein rechter Christ unterstützen.
Hurerei galt nicht nur im alten Bund als GOTTeslästerliche Sünde, sondern auch im Neuen Testament.

E:
Und zuletzt: Zitat Anfang: Dieser letzte Satz aus dem Matthäus-Evangelium scheint mir sehr gut auf Taizé zuzutreffen. Frère Roger und seine Brüder haben von Jesus gelernt. Sie sind demütig und dienen ihrem Nächsten. Sie sind sanftmütig und kämpfen nicht um die wahre Lehre, sondern nehmen die Menschen gastfreundlich auf und lassen sie an ihrem Leben Anteil haben im Bewusstsein, dass dies nicht nur ihr Auftrag ist, sondern dass der Herr selbst in den Gästen zu ihnen kommt. Was sie den Menschen tun, die zu ihnen kommen, das tun sie dem Herrn Jesus.
Ich halte das für eine echte Christusnachfolge. Natürlich kann man das nicht 1:1 ins eigene Leben übersetzen (es sei denn, man erkennt, selbst berufen zu sein, sich der Gemeinschaft in Taizé anzuschließen). Aber mich hat diese Gemeinschaft immer beeindruckt und herausgefordert, mein eigenes Christenleben (und nicht nur meine "Lehre") am Evangelium zu prüfen. Und vor allem: Hab Vertrauen in Jesus Christus. Das ist die Botschaft, die ich von Anfang an im Zusammenhang mit Taizé vernommen habe. Dieses Vertrauen wirst Du nie bereuen, und in diesem Vertrauen kannst Du ein ganzes Leben aufbauen. � So, das war jetzt wieder meine Taizé-Interpretation, subjektiv und persönlich. Bruder Peter und jeder andere kann und soll natürlich seine eigene Sicht haben, die will ich niemandem streitig machen.» 
Zitat Ende

Fangen wir mit dem total falschen letzten Satz an, dem von der eigenen Sicht.

Bei der ganzen Beurteilung meinerseits geht es gar nicht darum Taizé wertfrei und objektiv zu beurteilen.
Es geht darum die Grundsätze Taizés und die der Bibel gegenüberzustellen und abzuklopfen wo Taizé von Boden der Bibel abweicht und sich aus Menschenmeinung und einzelnen verdreht wiedergegebenen Verslein ein eigenes Fundament und damit eine eigene GOTTlose Lehre aufstellt.

Der einzig gültige Maßstab aber ist das ganze, unverdrehte Wort GOTTes, nicht meine Ansichten und nicht die klugen Meinungen und Ansichten anderer.

Hier heißt es nur Taizé kontra Bibel.
Nicht antipas18 gegen Roger S.

Bei letzterem würde Roger S wohl sogar recht gut abschneiden. Aber, da nichts was er schuf von GOTT ist und alles was er schuf nur seinen eigenen gott ehrt, sieht das Ergebnis für ihn natürlich verheerend aus.

Ich weiß nicht, kann und will es auch gar nicht beurteilen, ob er noch eine Möglichkeit zu Reue und Umkehr zu finden, wenn ja wünsche ich ihm das er es bald tut, sonst endet er da wo alle landen, die meinen sie könnten mit Werken die gut aussehen was erreichen.

Dass aber wünsche ich niemanden:

Es geht einzig und allein darum:
Was will GOTT und von was redet uns Luzifer ein: Das reicht.

GOTT sagt in Hebräer 10,19-31: Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang � das ist durch sein Fleisch � und einen großen Priester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar festhalten � denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat � und lasst uns aufeinander Acht haben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!
Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Hat jemand das Gesetz Moses verworfen, stirbt er ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin.
Wie viel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?
Denn wir kennen den, der gesagt hat: »Mein ist die Rache, ich will vergelten«; und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.«
Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!

Ich grüße Dich
Peter (Jesus siegt)

PS: wo ist eigentlich Deine geistliche Heimat?


9.10.04

Hallo Peter,

Du hast Recht, ich denke, wer austeilt, muss auch einstecken können. Überflüssig ist meine Entschuldigung dennoch nicht, denn die Fähigkeit einzustecken, rechtfertigt noch lange nicht das (auch ungewollte) Austeilen. Wenn Jesus uns auffordert, selbst unsere Feinde zu lieben (und das setzt den Respekt vor dem Andern voraus), wieviel mehr gilt das für die Geschwister im Herrn, selbst wenn wir unterschiedliche Auffassungen vertreten. Ich schlage also vor: Lass uns hart in der Sache bleiben, aber versöhnlich im Ton und vor allem voll des Respekts vor dem Anderen. Zumindest ist das mein Ziel. Im Übrigen sehe ich mich auf bibelkreis.ch in einem Internet-Forum und nicht auf einem Schlachtfeld. Und da ich davon ausgehe, dass wir beide dem gleichen Herrn, Jesus Christus, dienen, gibt es auch keinen Grund, gegeneinander Schlachten zu schlagen. Nun denn, ich will zur Sache kommen.
 

In diesem Sinn viele Grüße
Stefan



 

Hallo Stefan,
hat etwas länger gedauert dieses Mal. Das aber hat nur etwas mit meinem Gesundheitszustand zu tun. Der lässt mir nicht immer die Kraft und Zeit, die ich meine zu brauchen.

Nun denn:

Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.
Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben könnt!
So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens!
Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt!
Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und auch für mich! damit mir Rede verliehen werde, wenn ich den Mund öffne, mit Freimütigkeit das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen - für das ich ein Gesandter in Ketten bin -, damit ich in ihm freimütig rede, wie ich reden soll.
Epheserbrief 6,10-20

Ich bin der Meinung, nicht ich bin es der hier von falschen Voraussetzungen beim Verstehen des anderen ausgeht.

Ich bin, auch wenn ich einige Zeit auf einer Bibelschule war alles andere als ein Theologe. Wie einst Paulus erlebte ich eine Bekehrung weg vom falschen (katholischen) Weg, hin zu dem einzigen Weg, dem einzigen Zugang zu GOTT, zu Jesus Christus.

Allerdings dauerte es eine Weile bis ich alles das was bei Menschen zählte, wie einst Paulus, als das erkannte was es in Wahrheit ist. Tand, oder wie Paulus es ausdrückt: Aber was auch immer mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten; ja wirklich, ich halte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck halte, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde - indem ich nicht meine Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz ist, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens -, um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde, ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung aus den Toten. Phil 3,7-11

Dabei zählt, genau wie bei dem Apostel jedwede theologische Wortklauberei, jedes hochgeistliche Gehabe. Ich habe mal die Übersetzung des Wortes "skybalon" hier eingefügt. Sie zeigt ganz deutlich welchen Stellenwert Der Apostel (und ich) solchen "Geblubbere" beimessen.

Zitat Anfang: skybalon = Abfall, Überbleibsel, Verlust, Kehricht, Unrat, Mist, Kot; dieses nur in Phil 3,8 im NT gebrauchte bildliche Wort ist Ausdruck größter Entbehrlichkeit, das heißt, der Apostel hält das, wofür er vorher sein Leben einsetzte, für nichtig und unnötig, mehr noch, für lästigen Abfall. Oder mit mathematischen Ausdrücken gesagt: Was ihm vorher Gewinn war, achtet er nun für Verlust. Es würde nun negativ zu Buche schlagen, weil es der Gerechtigkeit aus Christus schadet. Zitat Ende

Nun was ich damit sagen will, auch wenn es darum geht manch einen theologischen Strauß zu fechten nicht mit und bitte auch nicht durch mich. Ich bin kein Theologe, kenne deren Winkelzüge nicht, will sie auch gar nicht kennen. Meine "Nahrung" ist das Wort GOTTes und meine Speise ist es den Willen GOTTes zu tun. Nein, ein Theologe bin ich sicher nicht.
Ich bin gebeten worden Worten die Taizéseiten durch das Wort GOTTes zu prüfen. Das tat ich.

Zu einem Teil ist das Ergebnis hier und an anderen Stellen veröffentlicht worden.

Du sagst wir führen keine Schlachten. Falsch Stefan. Sehr falsch. Gerade Deine Antworten /Äußerungen zeigen das wir es tun und auch das dieser Kampf wichtig und schwer ist. Verkleiden sich doch die Engel der Finsternis auch heute (viel zu) oft als Engel des Lichtes. Was nahe liegt, denn Ihr Herr, der gott dieser Welt, Luzifer, ist der ehemalige Lichtträger.
Er hat es ja auch bei den Verantwortlichen für Taizé geschafft sie wie Engel aussehen zu lassen. Inwendig aber sind sie voll Unrat, pure Sünde.

So sind denn auch alle Aussagen GOTTes zum Thema Taizé, gleichsam eine Kampansage, eine Kampfansage um kostbare Seelen, das wertvollste, was es zur Zeit auf dieser Erde gibt. Deswegen "lege ich bereits morgens, wenn ich erwache, meine geistliche Waffenrüstung an". Ohne diese sollte kein wiedergeborene Mensch das Haus verlassen oder sich sonst wie oder wo bewegen. Als Diener GOTTes, als seine Sklaven sollten wir diese Rüstung, genau genommen, gar nicht mehr ausziehen, sondern nur anziehen. Denn es heißt zwar wir sollen sie anziehen, die für uns persönlich zugeschnitten ist, aber nirgendwo: "Achtung es ist Frieden, Rüstung ausziehen.

Wenn ich bei lieben Geschwistern bin öffne ich gern das Visier, mehr aber nicht. Es gibt keinen Auftrag dazu. Nun, erst gestern sagte mir eine Mitarbeiterin des Düsseldorfer Finanzministeriums, mein Glaube sei doch sehr archaisch. Aber sie war dann doch etwas erstaunt das ich mich nicht rechtfertigte, sondern einfach ja sagte. Aber was sollte ich anderes sagen, sie hat doch recht.

Mein Glaube ist genau das. Er ist urtümlich, wie es am Anfang der Geschichte der Gemeinde Jesu, der Versammlung des lebendigen GOTTes war.

Darum fehlt mir auch der Blick für all die tausend modernen Wahrheiten und deren vielfältigen Nuancen. Ich kenne nur eine Wahrheit, das ist der Sieger von Golgatha, der dort, dem Willen des Vaters gehorchend am Kreuz, meine Sündenschuld bezahlte.

Für mich ist die Aussage eines Menschen oder einer Gruppe immer nur an dieser einen Wahrheit zu messen. Hält sie dieser Messung nicht stand dann ist diese Aussage auch nicht von GOTT. Was aber nicht von GOTT ist, ist immer vom Teufel. Um mit Gerhard Schröder zu sprechen: "basta!!!".

Nun zu den Aussagen von Taizé.
Warum soll ich an Aussagen eines Menschen, der diese Aussagen selber als für einen Christen verbindliche "Glaubensaussagen" betitelt noch herum deuteln. Dieses Verhalten wäre nun eventuell bei jemanden angebracht der sei etlichen Jahren tot ist, oder bei einem Menschen in/aus einem anderen Kulturkreis. Aber nicht bei einer europäischen Organisation Satans. Diese Einstufung ist relativ einfach Du ja Taizé selbst so definiert hast. Ich bin gern bereit diese Einstufung zu übernehmen, käme ich doch garantiert zum gleichen Schluss. Die Einrichtung Taizés ist wahrhaftig von großem ökumenischem Geist geprägt und damit natürlich seinem Gott, Luzifer devot ergeben.

Ich freue mich dass dieses ein Punkt ist, in dem wir uns absolut einig sind.

Sind wir doch? Oder?

Was ich aber gar nicht verstehe ist die Sache mit den unterschiedlichen Zugängen. Da fehlt mir der logische Zugang.
Wenn Du sagst: Zitat Anfang: Es ist wohl doch so, dass auch unter Christen sehr unterschiedliche Zugänge zum "Kreuz" vorhanden sind. Und das hat nichts damit zu tun, dass der eine ein besserer Christ ist und der andere ein schlechterer. Nehmen wir es doch einfach erst einmal zur Kenntnis." Zitat Ende kann ich dem so gar nicht folgen. Die Bibel berichtet nur von einem Zugang zum Kreuz. Das ist Dir Herr Jesus Christus selber. Er sagt: Ich bin der Weg! Er sagt: Ich bin die Tür!.
 

Nicht ein Weg, nicht eine Tür! Der und die.

Es gibt nur einen Weg zum Vaterherzen.

 

  1. Wenn jemand einsieht, das er durch eigene Entscheidung und mit freiem Willen sündigte.
  2. Wenn er weiterhin einsieht, das GOTT gezwungen war seinen geliebten Sohn für meine Sünde ans Kreuz zu schicken damit er dort der Sünde Sold bezahlte.
  3. Wenn er ebenfalls erkennt, das dieser Sohn GOTTes, der wahrer GOTT und wahrer Mensch zugleich war, schon in "guten Tagen" wusste, das er meine Sünden ans Kreuz tragen würde.
  4. Wenn er begreift das Jesus um seinetwegen geschlagen und mit Dornen gekrönt wurde.
  5. Wenn er erfasst, das es seine Schuld sein würde wenn Jesus vor Furcht Blutstränen schwitzte!
  6. Wenn er im Glauben annimmt, das dieser Jesus Christus aber trotzdem freiwillig aus Liebe zu ihm sich am Kreuz schlachten ließ, damit der Zorn eines heiligen, gerechten und guten GOTTes von ihm abgewandt wurde und seine Sünden radikal ausgelöscht wurden.
  7. Wenn er, kurz gesagt, durch Reue die Bekehrung und Wiedergeburt erlebt, dann und nur dann kann er Kind GOTTes werden.

Ohne biblisch korrekter Anerkennung der Tat Jesu auf Golgatha, dieser Tat, die er im Gehorsam zu seinem GOTT und Vater erlitt, nur durch ein Akzeptieren oder einem «passt scho» ist es unmöglich GOTT zu schauen, es sei denn in Gericht und Verdammnis.
Immerwährender Verdammnis.

GOTT selber gebraucht in Johannes 3 das Beispiel von der Wiedergeburt.
Ich gebe zu, kein Beispiel, das ein Priester je verstehen könnte, aber ein Beispiel, das jeder erwachsene Wiedergeborene sofort versteht.

So wie die Zeugung des Kindes nur auf einem Wege erfolgt, erfolgt auch die Geburt auf exakt dem gleichen Weg.

Es gibt nur einen Weg der natürlichen Zeugung und nur einen der natürlichen Geburt.

Körperlich und geistlich. Nur einen Zugang und nur einen Ausgang ins Leben.

Dieser eine Zugang ist und bleibt: Der Sohn GOTTes sagte, als er gefragt wurde, ob er all die Gewalt und all den Hass der Menschen um meinetwillen ertragen wolle: Ja Vater!!!

Und er wurde Mensch, er wohnte unter uns und er zahlte meine Blutschuld freiwillig.
Tat alles was der Vater wollte.

Eine andere Form, ein anderer Weg aber, wie ihn Taizé predigt, ist nicht von GOTT. (Galater 1)
Selbst die Medizin hat nicht soviel Unanstand zu behaupten Kaiserschnitt und künstliche Befruchtung seien GOTT gewollt.

Was aber manchmal im fleischlichen funktioniert, funktioniert im geistlichen niemals. Dann hätte GOTTes in seinem Wort gesagt. Denn zumindest der "Volksmund" benennt ihn ja nach dem Cäsar, soll er doch einer der bekanntesten Menschen gewesen sein die so zur Welt gebracht wurden. Der Kaiserschnitt war(?1?) GOTT also wohl schon bekannt.

Gäbe es also mehrere Zugänge zum Kreuz und nicht nur den, den Jesus freiwillig und auf Forderung des Vaters hin, schuf, den über Reue Buße und Bekehrung zur Wiedergeburt hätte der Herr sicher ein passenderes Beispiel gewählt, als die Geburt und ihre von GOTT gegebenen Vorgänge.

Er hätte vielleicht das Beispiel der Haut gewählt. Der Haut und des Schweißes, der lebenswichtig den Körper auf vielerlei Wege und an vielerlei Stellen verlässt.

Oder das der Ausscheidungen. Ausscheidungen wie Speichel, Urin und Kot. Drei Dinge die auf dreierlei Wegen den Körper verlassen, wenn sie auch alle einen gemeinsamen Zugang haben.

Hat er aber nicht. Hat er nicht, weil er es nicht brauchte. Ein Weg zur Zeugung, der gleiche Weg zur Geburt.
Mehr war nicht notwendig, mehr gab und gibt es nicht.
Der Wille GOTTes ist in seinem Wort niedergeschrieben. Nur da.

Dieses Wort GOTTes ist abgeschlossen.

Nichts kann und braucht mehr hinzugefügt werden.

Nichts darf mehr hinzugefügt werden.

Es ist nicht nur falsch und verboten. Es ist auch gar nicht nötig. Denn in der Schrift ist genau genommen jedes Problem der Menschen und seine Lösung enthalten.

Also, Mensch, suche.

Warum ist nun Taizé, obwohl es doch fast den gleichen Wortschatz wie echte Christen benutzt, einwandfrei vom Satan?
Zum ersten, wie ja auch schon gesagt ist das Herz Taizés ökumenisch und die Nieren katholisch. Beides aber sind Reiche des Bösen.
Zum andern bezeichnet es Taizé als "gotteslästerlich" wenn wir als Wiedergeborene davon reden, das dort auf Golgatha der Sohn GOTTes für uns starb, damit der Gerechtigkeit und der Heiligkeit aber auch der Liebe GOTTes zu uns Menschen Genüge getan werde. Das dem Zorn GOTTes Genugtuung geschah und der Vorhang des Tempels von oben nach unten zerriss weil durch Jesus der Weg zu Vater wieder frei wurde.
Taize sagt wörtlich: Zitat Anfang: Es genügt fast, diese These auszuformulieren, um sich darüber klarzuwerden, daß sie nicht nur falsch, sondern gotteslästerlich ist. Wenn Gott nicht einmal möchte, daß böse Menschen leiden und sterben (Ezechiel 33,11), wie sollte er dann beim Leiden seines geliebten Sohnes, des Ersten aller Unschuldigen, Genugtuung empfinden? Zitat Ende.

Als Jesu am Kreuz starb, war der Forderung GOTTes, (ob es nun Satan und Taizé passt Genugtuung geschehen. Das, was auf den ersten Blick wie ein Sieg Luzifers aussah, entpuppte sich im gleichen Moment als die größte Niederlage des Verführers Evas. Sehr schnell begriff er, dass er zwar verhindert hatte dass das Volk GOTTes, Israel seinen Messias erkannte, das er aber statt dessen, erst durch seinen Scheinerfolg, das Erlösungswerk "ermöglicht" hatte. Gerade in den Archiven Roms befinden sich darüber doch etliche Doktorarbeiten über dieses Thema. Luzifer hatte nicht mehr erreicht als den Biss in die Ferse. Natürlich vergiftete das Gift dieses Bisses das was später Rom wurde, nahezu tödlich. Aber die echte "Kirche" des lebendigen GOTTes, die Brautgemeinde des Lammes, die Versammlung aller Wiedergebornen, sie lebte. Sie lebte, teilweise unerkannt auch in den Kirchen Roms. Aber auch in den armenischen Gemeinden und in der ganzen damaligen (bekannten) Welt bildete GOTT seine Gemeinde.

Manchmal schien es so, als sei die Brautgemeinde nicht mehr existent, als hätten Luzifer und seine Vasallen, den Leib Jesu zerschlagen. Aber GOTT bewahrte sich seine kleine Schar.

Wie gesagt: Geschädigt wurde nur, wie verheißen, die Ferse.

Nun eines noch: Zitat Anfang: ""Für viele Gläubige ist das Kreuz ein Ärgernis, weil es die Verurteilung nicht nur der Sünde, sondern auch das Sünders bedeutet."" Zitat Ende Ein Gläubiger, der so denkt, mag zwar gläubig (an was) sein, aber er ist mit Sicherheit nicht wiedergeboren.
Er kann nicht wiedergeboren sein, denn er ist dumm. Sehr dumm. Noch genauer: Er ist unweise. (Ich wundere mich das seine Intelligenz ausreicht, das er atmet!).

Wie ich dazu komme? Einfach. Der Jakobusbrief sagt dass wenn jemand Weisheit fehlt er bitten soll, dass er sie bekommt und dann würde er sie bekommen. Da aber jemand der so dummes sagt aber keine Weisheit haben kann, trifft die Verheißung GOTTes für ihn nicht zu, sondern nur die Warnung einige Verse später:
Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Jakobus 2,19

Ein weiteres.
Die Giftwaffen des Herrn Bush sind so gefährlich, das ein Kilo davon das Wasserreservoir einer ganzen Stadt zu einer tödlichen Brühe machen kann.
Die intellektuellen Waffen Luzifers sind so gefährlich, das auch nur eine einzige fundamentale Lüge eine ganze Gemeinschaft zu einer tödlichen Gefahr für alle Christen machen kann.

Die beiden Hauptgifte Luzifers aber sind Rom und die Ökumene.
(Widerruf: Sowohl Amerika als auch Luzifer haben keine Giftwaffen! Widerruf Ende)

Bei der Beurteilung eine Gemeinschaft aber ist nicht relevant wie viel Prozent seiner Lehre sind noch nicht von den satanischen Geistesgiften durchdrungen, sondern ist dieses Gift in den Kernaussagen dieser Gruppe vorhanden.

Wie mehrfach von mir belegt stimmen aber die Kernaussagen Taizés mit den Forderungen der Bibel nach Sündenerkenntnis, Reue, Buße und Bekehrung mit darauf folgender oder damit eingehender Wiedergeburt überhaupt nicht überein.

Da ist es völlig unrelevant ob der Umgang mit Geld, die Gemeinschaft miteinander und das soziale Engagement tadellos sind. Sie sind, sofern sie ohne biblische Wiedergeburt ausgeübt werden, Früchte des Bösen.

Unbestritten hat auch Rom etliches Gute im Laufe der Jahrhunderte geleistet. Mir fällt zwar nichts ein, aber einzelne katholische "Gläubige" haben sich immer wieder vorbildlich verhalten. Das ging natürlich nur wenn sie sich über Rom hinwegsetzten, aber es ging. Und es ist ja auch sicher das Menschen sich sehr wohl auch in der katholischen Kirche bekehren können und auch die Wiedergeburt erleben können.
Genau so sicher aber ist das kein Wiedergeborener in dieser "Kirche" bleiben kann. Er wird entweder korrumpiert oder erschlagen. Wenn er wie ich großes Glück hat, fliegt er raus. Das aber war das Beste was mir geschehen konnte.

Siehst Du, doch was Gutes an Rom.

Der Jesus Film war sicher brutal. Ich habe auch nie behauptet er sei biblisch. Dadurch, das Luzifer den Tod Jesu hier aus einer sehr engen Linse wiedergibt, wird er von vielen Menschen natürlich falsch gesehen.

Aber die Realität ist doch viel härter. Kein Film kann auch nur andeutungsweise wiedergeben, das ein Heide, und sei er noch so christlich, versteht was dort auf Golgatha, ja überhaupt in den drei Jahren Lehrtätigkeit des Herrn geschah.

Dieser Jesus, Mensch und GOTT, wusste 33 Jahre lang das der Tage kam, wo er dem Willen des Vaters gemäß sterben sollte. Wo er die Last der Sünde von Milliarden Menschen tragen würde, wo er, weil er freiwillig die Last meiner Sünde trug, vom Vater und auch von seiner ihm eigenen Göttlichkeit getrennt wurde, wo er einsam, von allen verlassen starb. Es waren zwar nur drei Stunden. Aber in dieser Zeit trug er die Blutschuld aller Menschen die je geboren wurden und werden. 33 Jahr wusste er, dieser Tag kommt. Er wusste es weil er, als GOTT über die Möglichkeiten der Errettung der Sünder "nachdachte", ein Teil des Dreieinen GOTTes war/ist.

GOTT bezeugt das in seinem Wort: Der hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam; und vollendet, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott begrüßt als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Hebräer 5,7-10

Was dieser Fundamental-Katholik da verzapfte, war nur ein schlechter Abklatsch von dem was dort wirklich geschah. Ein billiger Abklatsch. Würde ihm nur andeutungsweise gelungen sein zu zeigen was wirklich geschah, zu zeigen wie die Menschen blind vor Hass auf GOTT tobten, wie die Dämonen erst frohlockten und dann als sie begriffen was geschah, als der Vorhang zerriss, vor Grauen und Hoffnungslosigkeit erstarrten, wären zwei Ding die Hauptfolge des Filmes gewesen. Denn niemand wäre dann, wenn der Geist GOTTes durch diesen Film geredet hätte, ohne eine Entscheidung zu treffen nach hause gegangen. Leider war das Machen des Filmes kein wahrhaft geistliches Werk, kein Werk des Lichtes sondern satanischer Mächte der Finsternis.

Ob nun irgend ein Heide, Diener Luzifers oder was weiß ich für ein Ungläubiger das nicht versteht oder verstehen will, ist mir bei aller von GOTT geforderten Liebe zu meinen Feinen aber völlig egal. Mag er sein Herz der Liebe des einen GOTTes, die dieser in Jesus bewiesen hat, weit öffnen, mag er durch , Reue und Buße erregt sich GOTT zuwenden, sich bekehren. Er wird die Wiedergeburt erfahren und GOTT wird alle seine (ehrlichen) Fragen gerne beantworten. In genau dem Maße, das er sie versteht wird er auch die notwendige Weisheit bekommen.

Das ist, es sei noch mal betont sowohl von der Konfession, von der Erziehung, von der Bildung oder von der Intelligenz oder Rasse unabhängig. Jeder Mensch hat diese Chance sagt GOTT durch Ijob 33 ganz deutlich.

Das weiter zu sagen ist die Aufgabe der Versammlung des Lebendigen GOTTes. Das aber tut Taizé sicher nicht.

Ich grüße Dich.
Erfahren würde ich aber doch gerne ob und wo Du eine geistliche Heimat hast.
Peter



22.10.04

 

Hallo,
es tut mir leid, dass auch ich immer viel Zeit zwischen den Antworten verstreichen lassen muss, aber zur Zeit ist meine berufliche Auslastung sehr groß, und es bleibt wenig Zeit für meine Beiträge.

Was die Theologie angeht, lieber Peter, so nehmen wir uns nichts. Auch ich bin kein Theologe (habe aber studiert und schäme mich dessen nicht), und „theologische Wortklauberei", wie Du es nennst, liegt mir fern. Über den Inhalt eines Textes kontrovers zu diskutieren, ist aber keineswegs unnütze Wortklauberei, wie Du meinst, sondern die Voraussetzung für ein echtes Verstehen. Es ist für mich ein selbstverständliches Anliegen, einen Text – egal ob aus der Feder eines Roger Schutz oder antipas18s – zu verstehen. Das ist auch eine Frage der Redlichkeit und Wahrhaftigkeit, also letztlich auch eine geistliche Frage. Darüber hinaus betone ich noch einmal, dass auch Du mit Deinem Ansatz des „Ich nehme den Text, so wie er da steht" nur eine von mehreren, mehr oder weniger möglichen Interpretationen lieferst.

Ich freue mich, dass Du sagst: „Meine 'Nahrung' ist das Wort Gottes", denn das haben wir gemeinsam. Auch ich lese täglich die Bibel, halte Stille Zeit, bete und höre auf Gottes Wort. Ich möchte es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr missen. Das hat aber alles mit dem Thema Taizé nichts zu tun.

Zum geistlichen Kampf und den vermeintlichen oder realen „Schlachten", die wir hier schlagen: Mag ja sein, dass Du Schlachten schlägst, ich jedenfalls nicht. Mir ist nicht klar, wie Du aus meinen Äußerungen das Gegenteil schließen kannst, wie Du behauptest (nebenbei bemerkt: Du nimmst meine Worte nicht so, wie sie da stehen, sondern interpretierst sie  ;-) – leider kann ich Deine Interpretation nicht nachvollziehen). Des aggressiven Sprachstils jedenfalls bedienst Du Dich, nicht ich. Ich führe eine Sachdiskussion, eine Schlacht dagegen hat das Ziel, den Gegner (oder muss man besser Feind sagen?) zu vernichten. Das ist aber nicht mein Ziel, und Du bist auch nicht mein Feind. Ich hoffe, das gilt auch umgekehrt.

Die Waffenrüstung Gottes ist mir wohl bekannt, auch ich „ziehe sie ab und zu an", wenn ich mich auf bestimmte Situationen einstellen muss (ich gebe aber zu, dass dies nicht täglich der Fall ist). Vor einem Jahr haben wir uns im Hauskreis mehrere Wochen mit der Epheser-Stelle beschäftigt. Generell kann ich Deinen Äußerungen nur zustimmen, wenngleich ich noch ergänzen würde, dass man diese Stelle immer in Beziehung setzen muss zu Jesu Äußerungen wie: „Stecke das Schwert in die Scheide!" (Joh 18,11) oder „Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." (Mt 5,5) oder „Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin." (Lk 6,29) Das steht nicht im Gegensatz zur Waffenrüstung, sondern weist auf ihre rechte Verwendung hin. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Alles in allem aber fürchte ich, dass wir ein Problem haben. Unser Austausch leidet an den unterschiedlichen Zugängen, die wir beide zur Communauté de Taizé, ihrem Gründer Frère Roger und zu deren Texten haben. Was Du schreibst, ist ja alles richtig (auch wenn man da bei einer Satz-für-Satz-Analyse, wie Du sie umgekehrt vornimmst, problemlos einen 'Verriss' schreiben könnte), dennoch reden wir aneinander vorbei. Du verstehst mich nicht, und ich verstehe, um ehrlich zu sein, Dich nicht. Aber das müssen wir ja auch nicht. Was mich an Taizé positiv anspricht, ist die Liebe und Hingabe an Jesus Christus und die Bereitschaft der Gemeinschaftsmitglieder, dem Ruf Gottes, so wie sie ihn gehört haben, zu folgen. Taizé ist für mich der Ausdruck eines sehr tiefen Vertrauens in den Herrn. Dieses "Fürchte Dich nicht, hab Vertrauen in Gott" ist die Botschaft, die alle Texte von Taizé durchzieht. Das ist kein anderes Evangelium, von dem Paulus in Gal 1 spricht, sondern das gleiche Vertrauen, das auch Paulus kannte (2 Kor 3,4). Taizé und antipas18 scheinen mir eher wie zwei (völlig unterschiedliche) Seiten einer Medaille, die Jesus Christus heißt. Aber egal, wir haben unsere unterschiedlichen Sichtweisen zum Ausdruck gebracht, und jeder Leser dieser Seite kann sich selbst ein Bild davon und von Taizé machen. Du suchst die Konfrontation mit Taizé und vielleicht auch mit mir – ich nicht. Daher möchte ich die Diskussion hier beenden.

Ich wünsche Dir, dass es Dir gesundheitlich bald wieder besser gehen wird, und dass Du bis dahin vom Herrn die Kraft bekommst, die Leiden zu tragen.

Noch kurz zu meiner geistlichen Heimat: Ich bin weder Mönch, noch Priester oder Pastor oder Theologe, sondern gehöre zu einer überkonfessionellen Gemeinschaft „"Christen im Aufbruch". Ich glaube, wir wohnen nicht weit auseinander, vielleicht hast Du ja schon von uns gehört?

Viele Grüße
Stefan