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Frage: 1705

Lieber Hans Peter,

im Augenblick beschäftigen mich zwei Bibelstellen, die, nach meiner Lesart,
miteinander in Verbindung stehen, obwohl kein direkter Bezug besteht. Es
dreht sich um das "Gleichnis der Weingärtner" (Mt 21,33-46; Mk 12,1-12; LK
20,9-19) und die "Gottlosigkeit der Nationen" (Rö 1,18-32).

Ausgangspunkt meines Interesses ist diese Frage: Was sagt uns die Bibel
darüber, wie/ob sich Gott den Menschen  z. B. auch schon während der
Steinzeit gezeigt hat?

Zu Rö 1,18-32 im Einzelnen:

(1) Welcher Zeitraum/Zeitpunkt wird hier beschrieben?
(2) Wie lässt sich das Beschriebene in die Chronologie der Bibel einordnen?
(3) Konnten beispielsweise Steinzeitmenschen, die Erlebtes nur mündlich
weitergeben konnten, auch mit Gott in Kontakt kommen?
(4) Wodurch konnten Sie gläubig werden? Oder waren sie aus Sicht der Bibel
Ungläubige?
(5) Wer ist mit "sie" gemeint?

Zu Mt 21,33-46:

Da das Gleichnis der Weingärtner in drei Evangelien erzählt wird, "muss" es
sich um ein sehr wichtiges Gleichnis handeln. Ich habe es so verstanden,
dass der "Hausherr" Gott ist und sein "Sohn" Jesus. Der "Weinberg" ist die
Schöpfung. Davon ausgehend stellen sich mir diese Fragen:

(6) Wer sind die "Knechte"? Sind es Engel?
(7) Waren bis zur Geburt Jesu die Knechte für den Kontakt zwischen Gott und
den Menschen "zuständig"?
(8) Wie lässt sich dieses Gleichnis in den chronologischen Kontext der Bibel
einordnen (siehe auch (2))?

Auf deine Antwort bin ich wie immer sehr gespannt ...

Herzliche Grüße und alles Gute

Erik

Lieber Erik
das sind aber viele gute Fragen in einem Mail! hast Du 1299 schon mal gelesen und  Römerbriefeinführung?
Bis bald mehr!
in IHM
HP

Nun zu der "Steinzeit".  Die Steinzeit eine Epoche, die sich Menschen erdacht haben, um gewisse Entwicklungsstufen, die es so aber nie gegeben hat, zu erklären. Wenn Du in 1. Mose 4,17ff die Geschlechter nach Kain genau anschaust, dann werden eigentlich alle grundsätzlichen Berufsgattungen bereits in den ersten 1500 Jahren bis zu Sintflut vorgestellt. Das zum Thema Steinzeit, auch wenn es heute noch solche gibt, die sich wie "Höhlenbewohner" aufführen, mindestens was man eben landläufig als Höhlenbewohner so ansieht. Interessanterweise findet man in der Schrift Stadtbewohner, die zu Höhlenbewohner wurden, also ist die Entwicklung z.T. eher reziprok...
 

Die ersten Menschen die es gab, hatten Kontakt mit Gott. Ich erinnere an die Begegnung Gottes im Garten Eden. Sie waren da bereits in Sünde gefallen und Gott ist Ihnen in Gnade begegnet. Die Menschen haben das Angebot der Bedeckung mit Fellen angenommen und wurden dadurch durch Glauben gerechtfertigt.  Adam und Eva waren die ersten erlösten Sünder. Dann siehst Du eine Reihe von Propheten, das heisst, sie haben ihren Söhnen Namen gegeben, in denen man sieht, dass sie durch Gottes Geist inspiriert wurden, prophetische Dinge auszusprechen. Siehe da.
 

Wie hat sich Gott in allen Zeiten den Menschen geoffenbart?
Siehe:

Ps 19,1 Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, {El} und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk.

Ps 19,2 Ein Tag berichtet es dem anderen, und eine Nacht meldet der anderen die Kunde {W. Ein Tag sprudelt dem Tage die Rede zu, und eine Nacht zeigt der Nacht Kenntnis an} davon. {d.h. von der Herrlichkeit und den Werken Gottes}

Ps 19,3 Keine Rede und keine Worte, doch gehört wird ihre Stimme. {Eig. deren Stimme unhörbar wäre}

Ps 19,4 Ihre Meßschnur {d.h. die Ausdehnung ihres Zeugnisses} geht aus über die ganze Erde, und bis an das Ende des Erdkreises ihre Sprache; {Eig. ihre Worte} er hat der Sonne in ihnen ein Zelt gesetzt.

Ps 19,5 Und sie ist wie ein Bräutigam, der hervortritt aus seinem Gemach; sie freut sich wie ein Held, zu durchlaufen die Bahn.

Ps 19,6 Vom Ende der Himmel ist ihr Ausgang, und ihr Umlauf bis zu ihren Enden; und nichts ist vor ihrer Glut verborgen.

Ps 19,7 Das Gesetz Jehovas ist vollkommen, erquickend die Seele; das Zeugnis Jehovas ist zuverlässig, macht weise den Einfältigen.

Ps 19,8 Die Vorschriften Jehovas sind richtig, erfreuend das Herz; das Gebot Jehovas ist lauter, erleuchtend die Augen.

Ps 19,9 Die Furcht Jehovas ist rein, bestehend in Ewigkeit. Die Rechte Jehovas sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;

Ps 19,10 Sie, die köstlicher sind als Gold und viel gediegenes Gold, und süßer als Honig und Honigseim.

Ps 19,11 Auch wird dein Knecht durch sie belehrt; {O. gewarnt} im Beobachten derselben ist großer Lohn.

Ps 19,12 Verirrungen, wer sieht sie ein? Von verborgenen Sünden reinige mich! {O. sprich mich los}

Ps 19,13 Auch von übermütigen halte deinen Knecht zurück; laß sie mich nicht beherrschen! Dann bin ich tadellos und bin rein von großer Übertretung. {O. von der großen Übertretung}

Ps 19,14 Laß die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, Jehova, mein Fels und mein Erlöser!

DU siehst also, dass der Schöpfer von Seinen Geschöpfen in dem Geschaffenen erkannt wird. Es gibt niemand, der Gott nicht kennt. Es gibt niemand, der nicht um die Ewigkeit bescheid weiss.
 

Pred 3,11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch hat er die Ewigkeit {S. die Anm. zu Kap.1,13} in ihr Herz gelegt, ohne daß der Mensch das Werk, welches Gott gewirkt hat, von Anfang bis zu Ende zu erfassen {Eig. zu dem} vermag.

 Der Atheismus ist nur Stammtisch Geschnorr unreifer Verlorener.  Wie konnte man und wurde man, bevor Christus kam gerettet? Indem man sich vor dem Schöpfer Gott beugte und Busse tat.

Nachdem Hiob Gott in dem Gemachten wahrgenommen hatte (Lies Hiob am Kp 40), kam er zur Busse und dem lebendigen Glauben an Gott.
Hi 42,5 Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.
Hi 42,6 Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche.

Hiob wusste auch um den Erlöser

Hi 19,25 Und ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen; {O. sich erheben, auftreten} Jeder Mensch weiss um den  Erlöser.
Die "Sach" ist einfach die, dass die AT - Gläubigen durch Busse errettet wurden, aber keine Christen waren. Christen sind nur die "Braut des Lammes" und das ist die Versammlung von Pfingsten bis zur Entrückung.

 

Zu Römer 1,18 ff siehst Du einfach, dass die Mensche wohl Gott kannten aber IHN willentlich mit etwas Selbstgeschaffenem vertauschten. Deswegen hat Gott sie auf 3 Arten dahingegeben.  Das ist das allgemeine Urteil Gottes über alle Menschen.  Darum nun die Predigt , dass wir durch das Blut Christi vor dem Urteil Gottes verschont werden können, wenn wir gleichsam unsere Seelen kasteien.

Zu Rö 1,18-32 im Einzelnen:

(1) Welcher Zeitraum/Zeitpunkt wird hier beschrieben? ==> Antwort: Das ist das allgemeine Urteil Gottes über den Menschen. Gestern,  Heute und in Zukunft.
(2) Wie lässt sich das Beschriebene in die Chronologie der Bibel einordnen?  ==Antwort:  siehe Punkt "1"
(3) Konnten beispielsweise Steinzeitmenschen, die Erlebtes nur mündlich
weitergeben konnten, auch mit Gott in Kontakt kommen?  ==> Antwort:  da Die Leute haben früher mehr besser  und auf weniger vergänglichem Material geschrieben denn heute.
(4) Wodurch konnten Sie gläubig werden? Oder waren sie aus Sicht der Bibel
Ungläubige?  ==>  Antwort  da

(5) Wer ist mit "sie" gemeint? ==> Antwort: 

Röm 1,24 Darum hat Gott sie [auch] dahingegeben in den Gelüsten ihrer Herzen in Unreinigkeit, ihre Leiber untereinander zu schänden;

Sie  das sind  die Verlorenen


Zu "
Gleichnis der Weingärtner"  Hast Du da schon gelesen: Matthäusevangelium ?

Mt 21,33-46:

Der Weinberg  war das Land Israel Die Rebe waren das Volk Israel. Das Volk hat aber keine Frucht für Gott gebracht, sie, die Rebe wucherte, weil sie sich nicht beschneiden liess.  Er sannte Propheten zu seinem Volk sie haben alle verworfen, Dann sandte  Gott Seinen Sohn. IHN haben sie getötet.