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Frage: 1805      Bis dass der Tod euch scheidet

 
Frage!  

Ich habe da Eure Seite über die Wiederverheiratung gelesen.
Zur Frage:
 Ein Ehepaar mit zwei Kindern beide in der Katholischen Kirche geheiratet. Er war Reformiert, sie Katholisch. Beide Teile haben vor der Ehe mehrfach sexuelle Kontakte zum Teil auch Homosexuelle gehabt. In der Ehe hat die Frau mehrere Seitensprünge gemacht, er ist der Pornographie verfallen, hat aber keine fleischlichen Seitensprünge mehr gemacht. Nach dreizehn Ehejahren fand der Mann durch eine schwere Krankheit den Weg zu Jesus Christus.
Er erlebte die Wiedergeburt und veränderte sich total zum Guten. Seine Frau blieb weiter im alten Leben und schloss sich einer Frauenrechtsbewegung an. Nach zwei weiteren Ehejahren hielt sie es bei ihrem Ehemann nicht mehr aus und zog mit ihrem Freund in eine Wohnung. Die Kinder lies sie bei ihrem Ehemann.
Er fing an zu Beten und Fasten für seine Ehefrau,  bis er absolut abmagerte und Krank wurde, es ging so weit, dass er beinahe gestorben ist. Er konnte aber in eine christlichen Klinik, wo er langsam wieder zu Kräften kam. Die Frau liess sich in dieser Zeit von ihm Scheiden, was er nie wollte. Die Kinder überliess sie ihm zur Erziehung.
Dieser Mann wollte sich dann kastrieren lassen, da er zum Teil immer wieder ernorme Anfechtungen hat wegen den Frauen. Was soll man so einem Menschen raten, da er ja nicht wieder Heiraten darf.

 Gruss Daniel


1.11.04

Lieber Daniel

Ich glaube nicht, dass wir in so einem einfachen Fall etwas raten müssen. Die Schrift ist viel einfacher, als uns manchmal lieb ist. Auch wissen es die Christen im allgemeinen ganz genau, was das Wort sagt. Da wie aber versteckt doch kleine Humanisten sind, stürzen wir manchmal gut gemeint Menschen in ein noch tieferes Elend. (Humanisten bitte nicht mit Philantropen verwechseln. Ich zB.:  bin ein Philantrop.) Wir meinen manchmal, Gott gäbe uns Lasten zu tragen, die wir ihm dann einfach wieder abgeben könnten. Stimmt nicht, -  Lasten sind zum tragen da, da können wir mithelfen, aber nie abnehmen.

Also nun zum Thema:
Eine Ehe gilt, solange beide Partner leben. Das was die Gerichte mit Scheidung und Trennung machen, ist in der Regel "Gugus".
Wenn der ungläubige Partner sich trennen will, kann man nichts machen, ausser ihn laufen lassen. Bevor ich da fasten würde, würde ich zum MacDonald gehen, aber der ist Gestern in Frauenfeld abgebrannt...  Übrigens darf man nie so fasten, dass dies andere sehen, das ist dann nämlich nicht Fasten sondern die Sünde der Bulimie.  (Man will andere auf sich aufmerksam machen)
Die Wiederverheiratung eines Geschiedenen ist eine Sünde.

Mit freundlichen Grüssen
Hans Peter


/Themenpdf/scheidung.pdf

Forum/frage1075.htm

Bis dass der Tod euch scheidet

Forum/frage185.htm


 
 2.11.04
Da bin ich aber anderer Ansicht ...
 
Die Frau ist eine Ungläubige und sie will die Trennung, deshalb ist der Mann frei, da er erst nach der Eheschliessung zum Glauben gekommen ist
 
1. Korinther 7,12
Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, mit ihm zusammenzuleben, soll er sie nicht wegschicken. (Da aber jede Aussage in der Bibel inspiriert ist, ist dies auch Gottes Meinung)
15 Wenn aber der Ungläubige sich trennt, soll er sich trennen. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat euch Gott berufen.
 
-> Wenn Bruder ungläubige Frau hat, Frau will bei ihm bleiben -> Scheidungsverbot
-> Umkehrschluss : Bruder ungläubige Frau, Frau will weg -> Scheidungserlaubnis !
Bibel sagt klar, nicht gebunden in diesem Falle !!!!!!!
 
Für mich ist der Bruder ganz klar frei für neue Ehe, er könnte aber vorher vielleicht intensiv beten ob nicht seine jetzige Frau eventuell nicht doch irgendwann zurückkommt zu ihm und eventuell sogar gläubig wird, aber er ist frei für neue Ehe
 
Was soll diese Lieblosigkeit, die noch dazu der Schrift widerspricht, somit fast schon eine Irrlehre ist, wenn von einem generellen Scheidungsverbot ausgegangen wird, wo doch der Fall dieses Bruders explizit sogar in der Schrift als Ausnahmeregelung erwähnt ist
 
Er ist frei für Ehe, dennoch ist Scheidung immer schlecht und deshalb soll er durchaus Gott um Vergebung für diesen Schritt bitten wenn er ihn tut, aber wieso ein generelles liebloses Scheidungsverbot postuilieren wo wir doch diese Schriftstelle haben und der Bruder erst nach Eheschliessung zum Glauben gekommen ist
 
Besser : Anstatt den Bruder leiden zu lassen sagen wir ihm lieber :
Wenn wir unsere Verfehlungen ehrlich bekennen ist Gott treu und vergibt uns
 
blessings  Chris
2.11.04

Lieber Chris

1. Kor 7,12:
<< Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden<<


Nun, was heisst jetzt das?
Dass sie wieder heiraten dürfen? Nun das sehe ich hier nicht...! Auf jeden Fall aber steht, das er frei ist.
Frei von der Ehe. Aber von Wiederverheiraten steht nichts, oder?
Oder heisst dieses "frei" sein, dass sie niemals geheiratet haben, so wie wenn sie niemals geheiratet hätten?


<<somit fast schon eine Irrlehre ist<<

Hallo, hallo, sieh mal oben, interpretierst du nicht in den Vers hinein?
Wäre vielleicht sinnvoll, mal zu schauen, was generell über Wiederverheiratung in der Bibel steht...
Oder wie siehst du das?


Gruss
Michael / CH
 


Lieber  Michael    2.11.04

Es gibt tatsächlich in der Schrift keine einzige Stelle, wo die Wiederverheiratung eines Geschiedenen auch nur angedeutet wird.

Ein Beispiel miserabler Exegese, die nichts anderes ist als Eisegese, also etwas  hineinlesen  in das Wort Gottes, was man da so gerne sehen möchte, aber das nicht im Worte Gottes steht,  habe ich in den Handreichungen 1918/1919,  S. 197 -203 gefunden. Da hat ein sonst guter Exeget,  Albert von der Kammer, einen eisigen  Kurzschluss produziert als  er

Mt 19,3 Und die Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Manne erlaubt, aus jeder Ursache sein Weib zu entlassen?

Mt 19,4 Er aber antwortete und sprach [zu ihnen]: Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, von Anfang sie Mann und Weib {Eig. männlich und weiblich} schuf {O. welcher sie von Anfang machte, sie Mann und Weib machte; vergl. 1. Mose 1,27; 5,2}

Mt 19,5 und sprach: "Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein"; {1. Mose 2,24}

Mt 19,6 so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

Mt 19,7 Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Moses geboten, einen Scheidebrief zu geben und [sie] zu entlassen?

Mt 19,8 Er spricht zu ihnen: Moses hat wegen eurer {Eig. in Hinsicht auf eure} Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Weiber zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht also gewesen.

Mt 19,9 Ich sage euch aber, daß, wer irgend sein Weib entlassen wird, nicht wegen Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

auslegte.  Da vergleicht er die Scheidung mit dem Tode des Ehepartners, was aber nicht sein kann, denn der lebt ja noch frisch fröhlich weiter.  Dass der Herr Jesus in Matthäus  gar nicht von Christen spricht,  ist dann noch eine weitere Ebene.

und dann (sic) s. 199:

4. dass das, was in diesem neunten Verse über die ehebrecherische Wiederverheiratung gesagt ist, keine Anwendung hat auf die Wiederverheiratung,  die da stattfindet auf Grund
einer wegen Hurerei geschiedenen Ehe, sondern dass das in diesem Verse Gesagte sich nur bezieht auf solche, die aus anderen Gründen (als Hurerei) geschieden waren. Gründen, die eben Gott nicht als ehescheidend anerkannt.)

 

Die Eisegese  A.V. K.s  ist, dass er die Verse nur auf solche, die wegen Hurerei geschieden waren, bezieht, aber das ist ein  eigenwilliger Zusatz zum Worte Gottes. Für wiedergeborene Christen sind die Zusammenhänge in 1. Korinther 7 einfach nachzulesen. Solche die dann noch unbedingt sich nach dem alten Testament richten wollen und da explizit nach dem Gesetz für die Juden, kann ich nur empfehlen, wirklich den ersten Stein selbst zu werfen.

Hans Peter Wepf


 
Lieber Chris,   2.11.04
 
deine Ansicht hatte ich auch mal. Doch liegt hier ein Irrtum vor. Man muss nämlich die gesamte Stelle lesen:
1Kor 7,10 Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß ein Weib nicht vom Manne geschieden werde,

1Kor 7,11 (wenn sie aber auch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet, oder versöhne sich mit dem Manne) und daß ein Mann sein Weib nicht entlasse.

1Kor 7,12 Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und sie willigt ein, {Eig. stimmt mit bei; so auch V.13} bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht.

1Kor 7,13 Und ein Weib, das einen ungläubigen Mann hat, und er willigt ein, bei ihr zu wohnen, so entlasse sie den Mann nicht.

Der Vers 11 lässt keinen Raum für eine Wiederverheiratung nach Scheidung. Egal welche schwerwiegenden Gründe und Aspekte genannt werden.
 
Gruß
 
Martin H.
 
2.11.04
Bruder H.
 
Nun ja, man könnte dies auch so sehen ...
 
Vers 11 richtet sich an Verheiratete im Sinne des Herrn (2 Christen),
Wenn aber ein Christ mit einem Nichtchristen verheiratet ist, wird dies nicht
als Verheiratet bezeichnet, sondern z.B. so
" Wenn ein Bruder ein ungläubiges Weib hat  ... so entlasse er sie nicht. "
 
-> Wenn der Bruder nicht mit dem ungläubigen Weib verheiratet wäre, wie könnte er sie dann entlassen, also ist er verheiratet, dieser Fall wird aber nicht als Verheiratet angesprochen, sondern als "Den übrigen ...", und hier wird Scheidung erlaubt, wahrscheinlich weil in den Augen des Herrn hier gar keine richtige Ehe vorliegt zwischen Christ und Nichtchrist, sondern in den Augen des Herrn hat der Bruder lediglich ein ungläubiges Weib von dem er sich trennen kann, wenn das Weib keine Lust mehr hat

Chris


 
 Lieber Chris

ich glaube nicht dass es so ist wie Du in deinem letzte Satzteil sagst. Es ist doch so, dass der ungläubige  Teil sich trennen will. Nie wird es der Gläubige Teil sein, der sich trennen will, das gibt es nämlich gar nie.  (oder es sollte so sein!)
Aber wenn der ungläubige Teil sich trennen will, soll der gläubige Teil nicht alle unnützen Hebel in Bewegung setzen. Er ist frei: er muss auch keine Schuldgefühle entwickeln, wenn ihn keine Schuld trifft.
 Eines der  grössten dümmsten & pseudochristlichen Geschwätze in dieser Hinsicht ist auch,  dass bei Ehescheidungen immer gesagt wird, dass beide Schuld haben. Meine Erfahrung aus buchstäblich über 100 Fällen, die bei mir landeten, ist,  dass meistens nur ein Teil Schuld hat. Wenn der schuldige Teil dann von seiner Schuld überführt ist und er Christ ist, wird er 100%ig Busse tut. Wenn der Partner dann auch noch Christ ist,  wird er ihm 100%ig vergeben oder einer oder beide ist nicht Wiedergeboren, so einfach ist das.

Hans Peter Wepf    Bis dass der Tod euch scheidet


 
 
Zitat H.P.Wepf : " Meine Erfahrung aus buchstäblich über 100 Fällen, die bei mir landeten, ist,  dass meistens nur ein Teil Schuld hat. "
 
 
Hmm, und der unschuldige Teil soll dann mit erneutem Eheverbot bestraft werden sein Leben lang, ich glaube genau aus diesem Grund steht im Korintherbrief zuerst ein generelles Scheidungsverbot das aber ergänzt wird durch den Teil, wo steht, dass ein Partner, dessen Ungläubiger Gegenpart gehen will, nicht länger gebunden ist und wieder frei für neue Partnerschaft ist ...
 
 
Bibel : 1Korinther 7,15 Wenn aber der Ungläubige sich trennt, soll er sich trennen. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden
 
-> Wie könnte der Bruder denn gebunden sein, wenn er noch gar keine Ehe mit der Ungläubigen eingegangen wäre
Da er sich nicht gebunden fühlen soll, denke ich, es existiert bereits eine Ehe oder Eheversprechen, aber halt mit einer Ungläubigen die nicht mehr will und somit ist der Gläubige Part frei zur Scheidung und Wiederheirat, da er in einem solchen Fall nicht gebunden ist ...
 
 Chris
 3.11.04

Lieber Chris

etwas vom naheliegensten in der Schriftauslegung ist, dass wir 2 Sachen verbinden, aber das ist immer falsch. Entweder verbindet die Schrift 2 Dinge miteinander und dann müssen wir da nur durch die Leitung des Geistes Gottes herausfinden, oder wir liegen falsch.  Passiert jedem mal...

Also nicht die Schuldfrage mit dem "nicht wieder verheiraten können" von jemandem, der schon verheiratet war und dessen Partner noch nicht durch den Tod ging, vermixeln. Die Ehe ist etwas Heiliges. Da können wir nicht mit menschlichen Gefühlen irgend etwas zusammenbasteln, was gegen das Wort Gottes ist. 

in IHM
Hans Peter


3.11.04

Lieber Hans Peter,
ich möchte speziell etwas zur Korintherstelle 7,15 beisteuern, nämlich etwas aus dem Walvoord Bibelkommentar:
1. Kor 7,15: Doch es gibt auch Ausnahmen von diesem Gebot. Wenn der Ungläubige auf der Scheidung besteht, soll sie ihm nicht verweigert werden. In diesem Fall ist der christliche Partner nicht gebunden, die Ehe aufrechtzuerhalten, sondern frei, sich wieder zu verheiraten (vgl. V. 39). Paulus sagt hier nicht wie in Vers 11, daß der Christ ledig bleiben soll. (Dennoch interpretieren manche Bibelforscher das "nicht gebunden" an dieser Stelle dahingehend, daß die Christen sich in diesem Fall zwar scheiden lassen dürfen, jedoch nicht wieder heiraten sollen.)
Etwas spricht sicherlich doch gegen Wiederheirat des besagten Christen, denn wenn der vormals ungläubige Ehepartner zur Erkenntnis kommen würde, wäre eine Aussöhnung nicht mehr möglich. Dieser Verlauf besitzt heute sicherlich Seltenheitswert, stellt aber unbedingt einen guten Ratschlag dar.
Zu dieser Situation noch etwas aus einer alten Studienbibel:
Ein geschiedener Gatte dagegen soll entweder unverheiratet bleiben oder sich mit dem andern wieder aussöhnen (1. Kor. 7, 11). Weil aber die Herzen von Natur hart sind, ist von dem Gesetz die Ehescheidung zugelassen. Darum bleibt Vers Mt 19, 7 und 19, 8 für die bürgerliche Gesetzgebung bestehen. - Besondere Fälle müssen in dem vom Herrn gegebenen Licht beurteilt werden. Es ist vorgekommen, daß ein Mann im Krieg rechtlich vom Staat für tot erklärt wurde. Die Frau heiratete wieder. Dann stellte sich nach Jahren heraus, daß der Mann lebte. Er war solange in Gefangenschaft gehalten worden. Die Frau wäre die zweite Ehe nicht eingegangen, wenn sie das gewußt hätte. Wo liegt hier die Lösung dieser Frage? Offenbar darin: „G o t t k a n n z u s a m m e n f ü g e n u n d a u c h s c h e i d e n . " Man muß da aus seiner Hand nehmen, was er geschehen ließ. Dies gilt auch dann, wenn jemand im unbekehrten Zustand sich nach den bürgerlichen Gesetzen scheiden läßt und sich wieder verheiratet. Er kann, wenn er sich nun bekehrt, seine zweite Ehe nicht auflösen. Nach Röm. 13, 4 ist die Obrigkeit Gottes Dienerin. Sie hat in solchen Fällen die erste Ehe gelöst und die zweite bestätigt. Von diesem Gesichtspunkt aus lassen sich alle Fälle beurteilen, wo jemand aus Unwissenheit, Unkenntnis oder Übereilung in ein gottwidriges Verhältnis hineingeraten ist.
ich hoffe nun sinnvoll zu diesem Thema beigetragen zu haben
in IHM
joachim


Ich möchte noch auf 1. Korinther 7,11 hinweisen, woraus eindeutig das Wort Gottes den Christen eine Wiederverheiratung verbietet. Dann noch dieses: Das Eherecht für die Christliche Haushaltung findet sich in 1. Korinther 7, nicht in den Evangelien. In den Evangelien spricht der Herr zu solchen unter Gesetz und zu solchen die in der Regel gar nicht Wiedergeboren dafür Herzenshart waren.

Scheidung wird in 1. Korinther 7 gar nie an Gläubige angewandt. Der Ungläubige trennt sich, aber doch nie der Gläubige. Christen lassen sich nicht scheiden. Sie könne es nur nicht verhindern, wenn ein Ungläubiger Teil sich abtrennt. Wenn es aber doch passiert, tritt automatisch, 1. Kor 7.11 in Kraft. Ich denke, dass der Apostel daran denkt, dass jemand geschieden wurde, als er noch nicht errettet war. Und nach seiner  Bekehrung wurde dem nun Geretteten aber Geschieden nicht erlaubt, sich wieder zu verheiraten. Denn er ist immer noch ein Fleisch mit seinem Partner, nur getrennt bis der Tod das irdische Band scheidet.

Hans Peter Wepf


5.11.04
In  Ap 15 sagt Petrus, den Christen solle kein Joch auferlegt werden, das auch die Juden nicht tragen konnten. Genau das aber machen die, die aus welchen Gründen auch immer eine "Wiederheirat" ausschließen. Tatsächlich steht aber darüber nichts direktes in der Bibel. Im AT war die Schwagerehe von Gott befohlen, also die Mehrehe in bestimmten Fällen. Warum durften die Könige mehrere Frauen heiraten, ohne daß Gott dies gerügt hätte ?(Einschränkung: nicht zuviele Frauen steht geschrieben) Gott sprach zu David, ER hätte David noch mehr Frauen gegeben, wenn dieser gewollt hätte, nur Ehebruch duldete Gott nicht. (Hätte David noch mehr Frauen geheiratet, wäre dies kein Ehebruch gewesen.) Bei den ersten Christen war die Mehrehe oft vertreten, ohne daß eine Scheidung von einem der Partner verlangt worden wäre. Alle Argumente gegen eine neue Ehe sind biblisch nicht wirklich zu begründen. Verboten ist nur sich willentlich von seinem Partner zu scheiden und eine andere Person zu heiraten. (Mk 9 )Im Falle einer Scheidung durch den Partner ist der unschuldige Partner frei .(bei Ehebruch wäre der ehebr. Partner im AT. ohnehin gesteinigt worden, also als gestorben anzusehen.) Diese Frage der neuen Ehe darf nie gesetzlich gesehen werden, sondern nur seelsorgerlich, von Fall zu Fall. Also legt den Christen kein falsches Joch auf.
Gruß D.H.

5.11.04


Nun, wenn man gute Exegese betreiben will, dann müsste man sich schon die Mühe machen und gebunden "dedetai"  in Römer 7:2,
frei "eleuthera"  in Römer 7:3,  mit (sklavisch) gebunden "dedoulotai"  in 1.Kor.7:15, gebunden "dedesai"  und gelöst "lelysai" in 1.Kor.7:27
(wegen Vers 28: Wenn du aber doch heiratest) genau gegenüberzustellen, solange das nicht geschehen ist, kann man wahrscheinlich hier debattieren, bis die "Gemüter/Köpfe" rauchen.
Wenn man aber, wie manchmal hier, sich mehr logischer Rückschlüsse bemüht, dann muss rückgefragt werden dürfen, warum Paulus sich um Unterscheidung bemüht: Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr... wie?, handelt es sich bei der
"Paarung": Ungläubiger/Gläubiger etwa nicht um Verheiratete?...wenn es sich aber auch um Verheiratete handelt, warum die Abgrenzung in
Vers 12...den übrigen (Verheirateten!?) aber sage ich... und zwar mit dem Zusatz (wichtig!?!): nicht der Herr
Wenn es sowieso alles ein "Brei" (sorry!) ist, dann wird die Unterscheidung unnötig und alles ist mit den Versen 10 und 11 erledigt... also noch einmal: Warum die Abgrenzung ab Vers 12, welchen Sinn macht sie dann? Man antworte  aber bitte nicht, um die Verse 10 und 11 noch einmal zu bestätigen, denn der Einschub... nicht der Herr... wäre ja dann wirklich unnötig ... sollte Paulus etwa Vorbehalte gehabt haben, ob es nicht besser wäre, dem Ungläubigen hinterherzurennen,  stalking/mobbing-methods... um ihn "zurückzugewinnen"??...noch sklavischer gebunden zu sein???...Wenn aber nicht, wofür ist er dann frei? und was soll dann der Unterschied zu den Versen 10 und 11 sein?   Lieber Hans Peter, ich schätze Deine Webseite und Links, Kompliment, Dank und Respekt, auch den weiteren Segen unseres Herrn Jesus Christus wünsche ich Dir von Herzen.
Weil wir aber auch bei Links waren, ich verstehe nicht, warum Du die Abhandlung von Dr. Carl Laney in diesem Fall angibst, der doch anderer Meinung wie Du zu sein scheint, denn er zitiert ständig in diesem Zusammenhang die Evangelien, was Du ja im Scheidungsthema unter Christen als Referenz ablehnst!!!???Möge der Herr uns weitere Einsichten hierzu und auch sonst schenken.

In IHM    
Jürgen


5.11.04
Lieber Jürgen

die Ausarbeitung:  Bis dass der Tod euch scheidet  verwende ich deswegen gerne, weil ja viele Ungläubige auch fragen. Denen kann ich aber nicht mit 1. Korinther 7 kommen. Der erste Korinther Brief ist nur an Heilige gerichtet, die Evangelien aber an alle Menschen.
 

Unter Gesetz hatte ja das Fleisch einen gewissen Spielraum, unter der Gnade nicht. Darum gibt es auch für Christen keine Scheidung und keine Wiederverheiratung von Geschiedenen. Unter Gesetz, das wurde in den vorherigen Beiträgen mit Recht herausgearbeitet, gab es beides.

in IHM
Hans Peter

Scheiden? - Wieder heiraten?


 

5.11.04

Lieber Hans Peter,
man muss doch wohl eine ganze Zeit darüber nachsinnen, wie die Frage, ob ein schuldlos geschiedener Christ wieder heiraten darf, beantwortet werden soll. Wenn man immer zentral davon ausgeht, dass Gottes Wort höher steht als Menschenwort, so kann man die Frage nur mit NEIN beantworten. Wie ein Menschenwort ausfällt, kann man an einer ganzen Reihe von Bibelkommentaren ablesen: man trifft auf sehr liberale Auslegungen. Aber jeder, ob gläubig oder ungläubig sollte sich darüber schon im Vornherein im Klaren sein, dass eine Ehe  ein von Gott gestiftetes Gut darstellt. u.a.auch:  Mk 10,9    Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
Diese Situation gestaltet der Mensch aber  in seiner Sündhaftigkeit anders und somit wundert es nachher niemanden, dass es zu allen häßlichen Gründen kommt, die auf eine Scheidung hinzielen. Davon bleiben sicherlich die Ehen verschont, wo beide Ehepartner  (schon vor ihrer Heirat) sich ihrer Verantwortung vor Gott bewußt sind und Gott seinen Segen gab.
Sicherlich mag es auch "gute" anhaltende Ehen unter Ungläubigen geben aber wer will so etwas immer genau beurteilen? (Quantität und/oder Qualität?) Aber um noch einmal auf den o.g. Christen zurück zu kommen- dieser könnte sich sicherlich auch nicht vollkommen rein vor Gott darstellen- eine Rechtfertigung, vielleicht erst auch nach Verheiratung sich bekehrt zu haben, um dann nach einer Scheidung eine andere zu heiraten, weil die Bibel so etwas erlauben würde, gilt nicht. Er muss die Folgen seines Fehlverhaltens tragen: er hatte Gott nicht um den Segen für einen geeigneten Partner angerufen und war ungeduldig- er ging den Weg in die Ehe ohne Gott dabei im Mittelpunkt zu haben usw. usf.
in IHM
joachim



5.11.04

 
05.11.04
 
Lieber D. H.
 
Dein Zitat:
 
"Diese Frage der neuen Ehe darf nie gesetzlich gesehen werden, sondern nur seelsorgerlich,
von Fall zu Fall. Also legt den Christen kein falsches Joch auf."
 
Seelsorger welche an das Wort gebunden sind, können nicht von Fall zu Fall anders entscheiden !
Zum anderen lassen sich immer Seelsorger finden, welche nach dem Mund reden.
 
1Kor 7,15 Wenn aber der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich. Der Bruder oder die Schwester
 ist in solchen Fällen nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott berufen.
 
Es geht ja nicht einfach um Scheidung, sondern um die Scheidungsursache, und der dürfte im vorliegenden Fall der
Streit sein aufgrund des Glaubens, also nicht wegen anderer Eheprobleme.
- in Frieden aber hat uns Gott berufen -
Der Friede Gottes steht hier höher für einen Gläubigen, wie das Zusammenleben mit einem Ungläubigen im Unfrieden.
Von daher ist der Gläubige nicht sklavisch gebunden an die Ehe und ist frei. Frei vom Unfrieden.
So liegt es nahe, daß der Streitverursacher, der zum Glauben gekommene Ehepartner ist und dieser sich ein
Gewissen macht über diese Sache. Nicht daß er Streit sucht, sondern die geänderten Ansichten und Lebensgewohnheiten
können dies zur Folge haben. Der Gläubige ist nicht gebunden um jeden Preis die Ehe aufrecht zu erhalten, 
sondern ist ungebunden, frei. Hat also gar nichts mit Wiederverheiratung zu tun.
 
Kurt R.

Lieber Kurt

ganz genau so ist es . Gottes Wort widerspricht sich doch nie!

in IHM
Hans Peter