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Frage: 1810

Wir haben Gestern, 6.11.04 in der Versammlung uns in der fortlaufenden Betrachtung über Josua 20 Gedanken gemacht.

In diesem Kapitel musste sich das Volk Zufluchtstädte für die Totschläger bestimmen. Dahin konnte ein allfälliger Totschläger fliehen und sich bei den Ältesten der Stadt offenbaren und dann wurde er in die Stadt aufgenommen. Dort durfte er an einem Ort wohnen, bis die Gemeinde über ihn geurteilt hatte und der Hohepriester gestorben war. Anschliessend durfte er dann in seine Stadt zurückkehren.

Es ist dann die Frage in den Raum gestellt worden, inwieweit diese Situation im Zusammenhang mit 1. Könige 1.50 steht wo Adonija die Hörner des Altars ergriffen hat.

in IHM
Hans Peter


Lieber Hans Peter,
zunächst wäre eine genauere Bezeichnung des Totschlägers zu nennen: der unabsichtliche oder auch unvorsätzliche Totschläger. Jedenfalls könnte man die Zufluchtstätten oder auch Freistädte mit dem Ort vor dem Altar vergleichen aber gerade dort wurde nach dem Gnadenfall Adonija, (der später wg. Verletzung der Loyalitätspflicht  getötet wurde) doch jemand getötet:
1Kö 2,28    Und das Gerücht davon kam vor Joab; denn Joab hing an Adonia, während er sich nicht zu Absalom gehalten hatte. Da floh Joab in das Zelt des HERRN und faßte die Hörner des Altars.
1Kö 2,29    Und es ward dem König Salomo gesagt: Joab ist zum Zelte des HERRN geflohen und siehe, er steht am Altar! Da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Geh, erschlage ihn!
aus gutem Grund, wie man etwas weiter lesen kann:
1Kö 2,32    und daß der HERR sein Blut auf seinen eigenen Kopf kommen lasse, weil er zwei Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwert umgebracht hat, da mein Vater David nichts darum wußte: nämlich Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann Israels, und Amasa, den Sohn Jeters, den Feldhauptmann Judas.

Was aber für uns daraus besonders hervorgeht ist unsere Zufluchtsstadt- bzw. Stätte: Golgatha. Wenn wir dort angekommen sind- schuldig angekommen sind, empfangen wir dort die nötige Vergebung und Gnade. Nur dadurch können wir in die ewige Heimat ererben.
in IHM
joachim

   Lieber Joachim   6.11.04

Ja, das Vorbild ist wirklich ergreifend. Wir hatten auch den Zusammenhang von 5. Mose 18.15  und  5 Mose 19.4 angeschaut und dann auch wie Israel im 1000JR dann das Erbeteil einnimt, ( 5. Mose 20). Aber es musste dann auch die Schuldfrage nach 5. Mose 21,1-9  göttlich gelöst werden.
 

2Mo 21,13 hat er ihm aber nicht nachgestellt, und Gott hat es seiner Hand begegnen lassen, so werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll.
2Mo 21,14 Und so jemand wider seinen Nächsten vermessen handelt, daß er ihn umbringt mit Hinterlist - von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen, daß er sterbe.

Kann es einfach so  sein, dass der Geist uns zeigen will, dass, solange das Opfer auf Golgatha noch nicht vollbracht  war, die Barmherzigkeit Gottes entsprechend  Römer 3,25 durch die Zufluchstädte symbolisiert wird.  Dass Gott aber entsprechend 2. Mose 21.13 immer das Sühnungswerk des Sohnes Gottes 2. Mose 21.13 vor Augen hatte?

in IHM
Hans Peter