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Frage: 1820

Die Farce in Arafats Krankenzimmer

von Daniel Pipes
FrontPageMagazine.com
10. November 2004
https://de.danielpipes.org/article/2207

Englischer Originaltext: Arafat's Bedroom Farce

Es ist schwer adäquate Worte zu finden, die die hasserfüllte, 40 Jahre dauernde Karriere des am längsten herrschenden Terroristen der Welt (die im Januar 1965 begann) zu beschreiben – eines Mannes, der sein Nest in Jordanien, im Libanon und dann in der Westbank und Gaza beschmutzte, einem moralischen Monster, der die Welt dazu verleitete zu denken er habe sich verändert (erinnern Sie sich an den Friedensnobelpreis?). Und doch liefert sein groteskes Todes-Szenario vielleicht den angemessenen Schlussakt für ein unwürdiges Leben.

Das Drehbuch ist so widersinnig wie alles, was vorher kam, nur viel lustiger. Erstens ist da die Ehefrau, Suha, eine zum Islam konvertierte Griechisch-Orthodoxe, die trotz des Übertritts weiterhin die christlichen Feiertage beachtete und nun „Allahu akbar" brüllt, während sie vermutlich 100.000 Dollar monatlich ausgibt und ein schönes Leben in Paris führt. Dann gibt es die lange leidenden Speichellecker, die auf ihren Platz an der Sonne hoffen, endlich befreit von ihrem reizbaren, unberechenbaren, dominierenden Führer. Schließlich sind da die glücklosen französischen Politiker, die von ihrer eigenen Dummheit gestochen ein Militärflugzeug nach Jordanien schickten, um Arafat nach Paris zu holen, ihn dann wie Royalty zu behandeln (einschließlich eines Höflichkeitsbesuchs durch Präsident Jacques Chirac), nur um sich selbst als Teil der Kapriolen an seinem Totenbett wiederzufinden.

Hier sind einige Details; wie heißt es so schön: Das kann man sich nicht ausdenken.

Am 7. November sagte der französische Außenminister Michel Barnier dem Fernsehsender LCI, dass Arafat lebte, aber „Ich würde sagen er befindet sich in einem Zustand, der sehr kompliziert ist, zu diesem Zeitpunkt sehr ernst und stabil." Gefragt, ob Arafat schon tot war, gab Barnier die unvergessliche Antwort: „Ich würde das nicht so sagen." Der Außenminister eines bedeutenden Staates, von dem man annimmt, dass er ein ernsthafter Mensch ist, wurde zur vollen Zufriedenheit dazu gebracht als Idiot dazustehen.

Woran Arafat sterben könnte, blieb auffallend unerwähnt, was zu viel Spekulation führte. Natürlich haben einige Palästinenser eine Verschwörungstheorie ausgebrütet, dass Israel Arafat vergiftet habe. Der PLO-Nachrichten-Service WAFA verlangt allen Ernstes eine Untersuchung des genauen Ablaufs, wie der vergiftet wurde. „Wir haben das Recht, die Art, die Quellen der Vergiftung wie auch des Gegengifts und wie man es bekommen kann, zu erfahren", schreibt WAFAs politischer Redakteur. Interessanter ist allerdings die plausible These, dass der „Präsident" an AIDS stirbt, insbesondere angesichts seiner vorehelichen Aktivitäten. David Frum führt diese Hypothese ausführlich in der „National Review online" aus:

Wir wissen, dass er eine Blutkrankheit hat, die sein Immunsystem schwächt.Wir wissen, dass er plötzlich viel Gewicht verloren hat – möglicherweise bis zu einem Drittel seines Gesamt-Körpergewichts. Wir wissen, dass er unter periodischen Fehlfunktionen des Nervensystems leidet. Wonach klingt das?

Der ehemalige rumänische Geheimdienst-Chef Ion Pacepa erzählt in seinen interessanten Memoiren , dass das Ceaucescu-Regime Arafats Orgien mit seinen Leibwächtern auf Tonband aufzeichnete. Wenn das stimmt, dann hätte Arafat eine Menge vor seinem Volk und seinen mörderischen, anti-homosexuellen Helfern in der islamischen Welt zu verbergen.

Bevor man Arafat nach Paris flog, versprach Außenminister Bernier, „zu ihm zu stehen". War das der Grund, weshalb Arafat sich entschied, lieber in Frankreich behandelt zu werden als in den brüderlichen arabischen Ländern, die angeblich seine Bewegung unterstützen – weil er den Franzosen vertrauen konnte, dass sie seine intimen Geheimnisse schützen?

In der Zwischenzeit sagen die Israelis, wenn sie sich nicht bedeckt halten, dass Arafat „klinisch tot" ist.

Dann gibt es da noch diesen einzigartigen Absatz von Steven Erlanger in der „New York Times":

Herrn Arafats Zustand wurde von einem Sprecher des französischen Militärkrankenhauses in Paris als unverändert beschrieben; dort liegt Arafat, von dem verschiedenes gesagt wird: dass er in einem irreversiblen Koma liegt, in einem reversiblen Koma oder in überhaupt keinem Koma. Das Gerücht von Samstag (6. November) war, dass Herr Arafat sich aufgesetzt und seinen Ärzten gewinkt habe; das neueste Gerücht vom Sonntag ist, dass er unter Leberversagen leidet – was Nabil Shaath leugnet – und von Maschinen am Leben erhalten wird, während seine Assistenten und seine Frau um den Ort seiner Beerdigung und seine Bankkonten streiten.

Die Andeutung eines „Kampfs um den Ort seiner Beerdigung und seiner Bankkonten"? Es gibt den weit verbreiteten Verdacht, dass Suha und ihre Verbündeten behaupten Arafat sei immer noch am Leben, damit sie genug Zeit haben mit den israelischen Behörden darüber zu streiten, ob er in Jerusalem beerdigt wird und auch seine Konten zu plündern, auf denen Milliarden von Dollars liegen sollen. Ein „führender palästinensischer Banker" wird damit zitiert , dass Arafat alleine die Nummern seiner geheimen Konten kennt und diese ihn durchaus ins Grab begleiten könnten. „Wenn die Nummern mit ihm sterben, dann werden sich schweizerische Bankiers und andere Banker weltweit mit Freude die Hände reiben."

Vielleicht hat Suha ihre zarte Hand bereits in den Honigtopf gesteckt. Ein Bericht in der „Washington Times" stellt fest, dass kurz bevor Arafat nach Frankreich geflogen wurde, Suha „60 Millionen Dollar auf ihr Pariser Konto überwiesen bekam". Und das zusätzlich zu behaupteten 11,4 Millionen Dollar, die zwischen Juli 2002 und September 2003 auf ihren Konten eingezahlt wurden (was die französischen Behörden derzeit untersuchen). Derselbe Artikel in der „Washington Times" sagt, dass „mindestens 60 Prozent des Budgets der Palästinensischen Autonomiebehörde aus internationalen Hilfsgeldern stammt, wobei die Europäische Union der größte Spender ist". Übersetzung: die meisten von uns Westlern teilen das Privileg, die Rechnung für Suhas legendären Einkaufs-Expeditionen zu begleichen.

Es ist kein Wunder, dass sie darauf aus sind, den Leichnam in Jerusalem zu entsorgen, wenn man den Zustand von Arafats Familiengrab in Khan Junis im Gazastreifen kennt. Agence France Presse beschreibt diesen heruntergekommenen Ort anschaulich (das französische Original ist noch anschaulicher):

Ungepflegt, knöcheltief mit Müll übersäht und die Luft schwirrt vor Fliegen aus dem stinkenden Markt nebenan – das Grundstück von Arafats Familie könnte kein unglücklicherer Begräbnisort für die Ikone der palästinensischen Nationalidentität sein. ...

Bei weniger als 100 Quadratmeter mit zwei Dutzend Gräbern, die bereits stolz dort prangen, würde sich nur ein Minimum von Trauergästen dort drängen können, die dazu noch über den grob bewachsenen Boden stolpern müssten, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Versteckt hinter einer Zementmauer und zugänglich nur durch eine einzelne, weiße Metalltür, die mit Matsch überkrustet ist, könnte nichts weniger beeindruckend oder erniedrigender für einen Mann sein, der nun seinen Traum eines palästinensischen Staates mit der Hauptstadt in Jerusalem nun wohl nicht mehr erleben wird.

Müllsäcke, eine Kinder-T-Shirt und eine traditionelle rote Keffiyeh (die von Arafat favorisierte Kopfbedeckung) sind in den Staub getreten. Leere Chipstüten, Milchtüten, Plastikflaschen und Glasscherben sind über das verbrannte Gras verstreut. Darüber wachsende rote und weiße Bougainvillea können den betäubenden Gestank von verrottendem Obst und Fleisch nicht übertünchen, der mit dem Dung der halb toten Esel gewürzt wird, die auf dem Markt nebenan angebunden sind.

Wäsche hängt an den herunter gekommenen, hoch ragenden Wohnungsklappen über dem Grab von Arafats Schwester Yussra al-Qidwa, die im August letzten Jahres neben ihrem Vater zur Ruhe gebettet wurde.

Zu der Aussicht, dass Arafat die Heilige Stadt für immer beehren könnte, sagte Israels Justizminister Tommy Lapid am 5. November in dem vielleicht besten Einzeiler der ganzen peinlichen Affäre, dass Arafat „nicht in Jerusalem beerdigt wird, weil Jerusalem die Stadt ist, in der jüdischen Könige beerdigt werden, nicht arabische Terroristen".

Als vier von Arafats Lakaien, darunter Ahmed Qurei, der vor gibt „Premierminister" zu sein, Suhas kapriziöses Verhalten nicht länger ertragen konnten, verkündeten sie eine Reise nach Paris, um sich direkt von den Ärzten vom Gesundheitszustand des großen Mannes informieren zu lassen. Suha a ntwortete vehement, rief das Al-Jazira-Fernsehen früh morgens am 8. November an und beschuldigte das Quartett, es würde eine „Verschwörung" gegen Arafat unternehmen. „Lasst das ehrliche Volk Palästinas wissen, dass eine Bande Möchte-gern-Erben nach Paris kommen" schrie sie wiederholt in einem Beitrag, den Al-Jazira wiederholt ausstrahlte. Unter Benutzung von Arafats Kriegsnamen warnte sie: „Sie müssen das Ausmaß der Verschwörung verstehen. Ich sage Ihnen, dass sie versuchen Abu Ammar lebendig zu begraben." Sie fügte noch an : „Es geht ihm gut und er wird nach Hause kommen."

Darauf antworteten die Lakaien, indem sie Suha „böse" und eine „verrückte Frau" nannten und fuhren trotzdem . Suha klotzte zurück : „Jede schöne Blume endet damit, dass sie von Unkraut umgeben ist."

Um die Sache noch interessanter zu machen, schwirrten Gerüchte durch Arafats Militärhospital, dass er sich zweimal geweigert habe mit Mahmud Abbas, der Nummer Zwei der PLO, am Telefon zu sprechen und statt dessen Faruk Kaddumi zu seinem Nachfolger ernannt habe. Sie mögen fragen, wer Faruk Kaddumi ist? Erlanger erklärt, dass er ein Gründungsmitglied der PLO ist, der

die Oslo-Vereinbarungen zurückwies und es ablehnte mit Herrn Arafat in die Westbank und den Gazastreifen zurückzukehren. Er lebt immer noch in Tunis, wo er den Titel des PLO-Außenministers beibehält, obwohl ein Herr Shaath den Titel des Ministers für Äußere Angelegenheiten der Autonomiebehörde trägt.

Verstanden? Die Farce ist vollendet und Arafat stirbt so jämmerlich wie er gelebt hat.

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Herzliche Grüße

Markus Vallen GMW 

 

 


 

 
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PLO

Die PLO war finanziell äusserst üppig ausgestattet
Oltner Tagblatt - Switzerland
Das Elend der palästinensischen Flüchtlinge erstreckte sich nicht auf ihre Führungsschicht. Die PLO war finanziell eine absolute (Gross-)Macht. ...

Kampf um das «geheime Geld» des PLO-Führers
Tagesanzeiger - Switzerland
... Die palästinensische Führung würde dagegen im Falle des Todes von PLO-Chef Arafat nicht an die Gelder gelangen, so der Experte. (sda).

Farce am Totenbett prolongiert
Die Presse.com - Austria
... Die Internet-Ausgabe der israelische Zeitung "Haaretz" preschte vor: Dort hieß es, PLO-Vize Mahmud Abbas werde Arafat in der Früh für tot erklären lassen. ...

Arafats Machtgeflecht
Wirtschaftswoche - Germany
... überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt hat, die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA) und die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). ...

War Arafat einer der vermögendsten Männer Arabiens?
OÖNachrichten - Austria
... Bei den Spekulationen taucht immer wieder der Name Suha Arafat auf, die den PLO-Chef vor 13 Jahren geheiratet hat, die aber in Paris lebt. ...

 

 

Nahen Osten

 

 

Bush sieht nach Ära Arafat neue Friedenschance im Nahen Osten
Tagesspiegel - Germany
Washington (dpa) - US-Präsident George W. Bush sieht im Nahen Osten nach der Ära Arafat eine neue Friedenschance. Wenn sich eine ...

"US-Militärpräsenz im Nahen Osten ist ein Schritt zur ...
Stern - national,Germany
... deshalb geführt, weil es für Amerika nur eine einzige Chance gegeben habe, aus seinen wirtschaftlichen Problemen herauszukommen "den Nahen Osten und seine ...

 

 

Israel

 

 

Israel hofft auf Neubeginn
Tagesanzeiger - Switzerland
... Der israelische Staatspräsident Mosche Katzav sprach am Morgen von einer «neuen Hoffnung für die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern». ...

Israel bewilligt Beerdigung Arafats in Ramallah
Netzeitung - national,Germany
... Die hatte Ramallah als Kompromissvorschlag eingebracht, nachdem Israel den Wunsch Arafats nach einem Grab in Jerusalem wiederholt strikt abgelehnt hatte.

Israel stimmt Beerdigung Arafats in seinem Hauptquartier zu
Tagesspiegel - Germany
Jerusalem (dpa) - Israel wird einer Beerdigung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat in seinem Hauptquartier in Ramallah zustimmen. ...

Israel Kaunatjike erinnert in Spenge an den Völkermord in " ...
Neue Westfälische - Bielefeld,Germany
Bielefeld. Israel Kaunatjike ist ein Wanderer zwischen zwei Welten. Seit mehr als 30 Jahren lebt der Namibier in Berlin, mit seiner ...

 

 

Arafat ist tot

Die Leiche des palästinensischen Präsidenten wird nach einer Trauerfeier in Kairo in Ramallah beerdigt. Die Al-Aksa-Brigaden drohen mit Rache. Israels Armee riegelt das Westjordanland ab

https://www.welt.de/data/2004/11/11/358845.html

 

Herzliche Grüße

Markus Vallen

 

GMW


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Hamas erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel

Die radikale Palästinenser-Gruppe Hamas hat nach dem Tod von Präsident Jassir Arafat eine Fortsetzung ihres gewaltsamen Kampfes gegen Israel angekündigt. Ein ranghohes Mitglied der islamistischen Bewegung warf Israel vor, Arafat vergiftet zu haben.

Gaza - Nach Auskunft der Pariser Ärzte ist Palästinenserpräsident Jassir Arafat an multiplem Organversagen gestorben. Die radikale Palästinenserorganisation Hamas sieht in Israel den Urheber von Arafats Tod. "Ich mache Israel für das Verbrechen des Mordes an Abu Ammar verantwortlich", sagte Chaled Maschaal gegenüber dem arabischen Fernsehsender al-Dschasira. "Abu Ammar" ist Arafats Name aus der Zeit des Guerillakampfes. Die Umstände, die zum Tod des PLO-Vorsitzenden in Clamart bei Paris geführt hätten, wiesen darauf hin, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.

Maschaal hob hervor, dass israelische Agenten in Jordanien 1997 versucht hätten, auch ihn zu vergiften. Er habe nur überlebt, weil Israel auf Druck des damaligen jordanischen Königs Hussein schließlich das Gegenmittel zur Verfügung gestellt habe. Im Falle Arafats sei Israel sicherlich so geschickt vorgegangen, dass die Mediziner die wahre Todesursache vielleicht niemals feststellen könnten, sagte Maschaal. Gerüchte über eine mögliche Vergiftung Arafats haben unter den Palästinensern seit Beginn seiner schweren Erkrankung vor einigen Wochen die Runde gemacht.

Hamas kündigte zudem die Fortsetzung ihres gewaltsamen Kampfes gegen Israel an. "Der Verlust des großen Anführers wird unsere Entschlossenheit und Standfestigkeit erhöhen, den Dschihad (Heiligen Krieg) und den Widerstand gegen den zionistischen Feind bis zum Sieg und zur Befreiung fortzusetzen", erklärte ein Sprecher. Ziel der Hamas ist die Vernichtung Israels. Ihre Anhänger haben mehrfach Anschläge in Israel verübt, bei denen zahlreiche Zivilisten starben.


 

https://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,327356,00.html

 

 

Khomeinis Nachlass

Am kommenden Samstag wollen Islamisten zum so genannten al-Quds-Tag in Berlin demonstrieren. Ein Kongress klärte über die Bedeutung dieses Tages auf. von jessica zeller

Welche Rolle spielt der Antisemitismus im Islamismus ? Wie kann man die politische Ideologie und die Bewegung des Islamismus bekämpfen, ohne in rassistische Stigmatisierungen zu verfallen? Es waren nicht zu wenige Fragen, mit denen sich der Kongress unter dem Titel »Feindbild Westen. Ideologie und Strategie des Islamismus am Beispiel des al-Quds-Tages« am vergangenen Sonntag im Berliner Hebbel-Theater auseinanderzusetzen suchte.

»Wir wollen den inhaltlichen Hintergrund liefern für eine Mobilisierung am kommenden Samstag gegen den al-Quds-Tag. Es soll darum gehen zu klären, für was dieses Datum steht, damit an der geplanten Demonstration möglichst viele Menschen teilnehmen«, erklärte der Pressesprecher David Kipp der Jungle World die Beweggründe der beiden Veranstaltergruppen, des Anstoß e.V und des Bündnisses gegen Antisemitismus.

Der so genannte al-Quds-Tag, übersetzt der Jerusalem-Tag, schien fast 25 Jahre lang kaum jemanden außerhalb der arabischen Welt zu interessieren. 1979 forderte der iranische Ayatollah Khomeini, dass am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan weltweit mit den Palästinensern Solidarität geübt und für die »Befreiung Jerusalems« demonstriert werden solle. Fortan wurde dieser Anlass zur offiziellen antisemitischen Hetze und zur Stärkung des diktatorischen Regimes im Iran selbst genutzt.

Nicht nur in Teheran, sondern überall gingen seither Menschen auf die Straße, um ihren Hass auf Israel und die Juden kundzutun. In Berlin regte sich erstmals im vergangenen Jahr Protest gegen das Spektakel, obwohl die Demonstrationen bereits seit 1995 in Deutschland stattfanden.

Fast 200 Menschen kamen am vergangenen Wochenende ins Hebbel-Theater. Der Hauptredner der Veranstaltung war der israelische Professor David Menashri, der über die Geschichte, die Hintergründe und die aktuelle Bedeutung des al-Quds-Tags informierte. Sein Fazit lautete: Während die islamische Republik sich in vielen anderen, vor allem wirtschaftlichen Bereichen »pragmatisch« den weltlichen Sachzwängen angepasst habe, bilde der Antisemitismus nach wie vor eine Konstante der offiziellen iranischen Politik.

Die nachfolgenden Redner setzten sich mit der Frage auseinander, inwieweit diese Haltung nicht nur für den Iran, sondern für den Islamismus an sich charakteristisch sei. Kontrovers diskutierte vor allem das Publikum, ob der islamistische Antisemitismus ein religiöses oder ein politisch-ideologisches Phänomen sei. Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Auseinandersetzung mit einem Vertreter der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung, die zu den Finanziers des Kongresses zählte. Im Februar dieses Jahres hatte eine andere Abteilung der Stiftung zu einer Diskussionsveranstaltung in Beirut Vertreter der Hizbollah und anderer islamistischer Bewegungen eingeladen (Jungle World, 10/04). Hierfür wurde der Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung, Johannes Kandel, vom Podium und vom Publikum heftig kritisiert.

Schließlich wurde die Möglichkeit politischer Interventionen gegen den Islamismus diskutiert, wie etwa die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, die in Schulen und Jugendeinrichtungen des Stadtteils Jugendliche über antisemitische Stereotype aufklären will. Ob solche Gruppen mit migrantischem Hintergrund Teil der »breiten Vernetzung« werden, die sich die Veranstalter des Kongresses wünschen, ist noch offen. Fest steht, dass ihre Herangehensweise als Gegenkonzept zur Politik der Bundesregierung gelten kann, die sich bisher in Ignoranz gegenüber dem Thema übt oder in Deutschland lebende Islamisten wie den Kölner »Kalifen« Metin Kaplan einfach in ihre »Heimat« abschiebt.

 

Infos zum al-Quds-Tag und der geplanten Demonstration unter www.aktion-november.de

https://www.jungle-world.com/seiten/2004/46/4308.php

 

Herzliche Grüße

Markus Vallen GMW


WND Exclusive Commentary The death of Palestinianism
Posted: November 6, 2004
1:00 a.m. Eastern

Editor's note: Jack Wheeler's unique intelligence site To the Point features concise, accurate analysis of geopolitical happening around the globe. This column and others like it are available on his site to members only.

By Dr. Jack Wheeler
© 2004 WorldNetDaily.com

The Jewish Talmud makes the following observation:

There is no beauty like Jerusalem, no wealth like Rome, no depravity like Arabia.

This was written in the 3rd century A.D. – three hundred years before the Arabs embraced Muhammad's Islam. But neither the adoption of Islam nor all the intervening centuries since has decreased the addiction Arab men have to pederasty.

Arab pederasty was personified in Yasser Arafat, one of the vilest human beings to ever infest the earth. During the Cold War, Arafat was a frequent guest of Romania's Communist dictator Nicolae Ceaucescu, who would put him up in his palace in Bucharest. Always included in Arafat's retinue was a selection of young boys. What Arafat didn't know was that Ceaucescu's secret police, the Securitatae, would covertly film his bedroom escapades. The Israeli intel agency Mossad has copies. Ask any Mossad guy about them and he rolls over in a fit of laughter.

 

Far worse than his pedophilic predilections, however, was Arafat's Arab Nazism. Yasser Arafat was the Hitler of Palestinian Arabs. Just as Hitler led the German people in a euphoric frenzy to their doom, so Arafat has done the same to his people. On his deathbed next to him lies the myth of Palestinianism.

Never in history has there ever been a Palestinian people separate and distinct from other Arabs. The creator of the myth that the Arabs living between the Jordan and the Mediterranean were somehow different from the Arabs in say, Syria, was the Grand Mufti of Jerusalem, Amin al-Husseini. He created the myth as a rationale for murdering Jews.

Al-Husseini became Grand Mufti in 1921. How he did so, through the machinations of a homosexual British functionary, is a fascinating story told in "The English Godfather of Palestinian Terrorism" (To The Point, Dec. 16, 2003). He organized Arab rampages killing Jewish settlers throughout the 1920s, formed an alliance with the Nazi Party of Germany in the 1930s, met with Adolf Hitler in Berlin in November 1941 to encourage him to slaughter Jews in Europe so they couldn't escape to settle in Palestine, ordered Arab families to flee Israel upon independence so Arab armies could invade in 1948, founded the Palestine Liberation Organization, mentored his nephew Rahman Abdul Rauf al-Qudwa al-Husseini, and turned the leadership of the PLO over to him. His nephew assumed the alias of Yasser Arafat.

Arafat's life purpose, imbued with Nazi hatred of Jews like his uncle, was not to establish a Palestinian state – that was only one means among others to gain his ultimate goal: slaughter every Jew in Israel and "drive them into the sea."

Now the Palestinian Arabs, who have lived in wretched poverty in refugee camps or squashed together in Gaza for two generations unwelcomed by their oil-rich Arab neighbors, are about to suffer the full horror of Arafat's hate-filled legacy.

Once Arafat finally dies, the Palestinian civil war I predicted last February in To The Point ("The Coming Palestinian Civil War," Feb. 6, 2004) is going to break out in all its bloody glory. The Palestinian Arabs without Arafat are leaderless. There will be open warfare between various Palestinian mafias. Hopefully, Sharon will be able to get his few thousand Jews out of Gaza before they get engulfed.

Peace for Israel can only come after these various Palestinian mafias finish killing each other off. Only through a Götterdammerung that purges Palestinian Arabs of their terrorist mentality and their fantasy of obliterating Israel do they have any chance of creating a culture with a future.

The Machiavellian genius of Ariel Sharon foresaw all of this, which is why he is desperate to withdraw the Gaza Jews into a Fortress Israel. A post-Arafat 2005 will be a year of savagery out there in Apache country, and he is going make sure Israel will be preserved. Arafat will soon be dead, the sooner the better. The Palestinian Arabs who worshipped him will then reap what he has sown.


Die fatalen Konsequenzen der europäischen Toleranz

Im Zentrum des islamischen Rechts steht die Gewalt als Pflicht

von Hans-Peter Raddatz

Islamische Gewalt löst ein westliches Ritual aus. Europäische Politiker unterwerfen sich einem Dogma: Es darf keinen "Generalverdacht" geben, weil der Islam selbst kein Problem und daher vom Islamismus zu trennen ist. Als ehernes Fazit ergibt sich, daß "Kurzschlüsse" zu vermeiden und der "Dialog" unverändert zu "vertiefen" ist.

Diese Form der reflexhaften Ideologie war es, welche die Attentate der jüngeren Vergangenheit entschuldigte und sich der moralischen Mitverantwortung für die nun zu beklagende Ermordung des holländischen Aktionskünstlers van Gogh kaum entziehen kann. Seit langem fordern die Meinungsführer in Politik, Bildung, Justiz, Kirchen und so weiter den Europäern ein Generalvertrauen ab, das keinerlei Islamskepsis trüben darf. Sie machten ausgewiesene Islamisten mit Terrorkontakten zu ihren bevorzugten Gesprächspartnern und überzogen die europäischen Großstädte mit islamischen Parallelgesellschaften.

Mithin konnte sich in diesen Kulturkolonien ein nahezu ungestörtes Reservoir potentieller Gewalt bilden. Mit zuweilen erstaunlicher Nonchalance behandelte der "Dialog" die islamische Zuwanderung, innerhalb derer sich terrorbereite, teilweise von der Politik geschützte Netzwerke entwickelten. Es bildeten sich Sprachregelungen heraus, die die Sachlage zusätzlich verschleiern. Danach gibt es weder "den Islam", noch "die Scharia", also das islamische Recht, als eigenständige Phänomene, obwohl sich in Europa inzwischen über 20 Millionen Muslime niedergelassen haben.

Da es allerdings "den Islam" in den muslimischen Kolonien in Amsterdam, Berlin, London, Marseille, Madrid, Mailand und so weiter durchaus gibt, sind deren Vertreter denn auch gänzlich anderer Ansicht. Dort folgen die islamistischen Günstlinge des "Dialogs" den Vorschriften der Scharia und verbreiten die Botschaft ihres Propheten. Sie lautet, daß der Zweck die Mittel heiligt, wenn es um die Verwirklichung "des Islam" geht. Den gibt es um so mehr, je konkreter man nach den eigenen Vorschriften leben und den demokratischen Rechtsstaat aushebeln kann.

Im Zentrum des islamischen Rechts steht die Gewalt als Pflicht. Was man in Europa bislang nicht verstehen wollte oder konnte, ist die im Grunde einfache Dynamik einer vormodernen Ideologie, die sich religiös legitimiert. Sie besagt, daß Macht im Islam derjenige übernimmt, der den Geltungsanspruch des islamischen Rechts durchsetzt. Aus Sicht der europäischen Toleranzidee ergibt sich eine fatale Konsequenz: Die Muslime sind zur Anwendung von Gewalt nicht nur berechtigt, sondern um so mehr verpflichtet, je weiter sich die Geltung der Scharia ausbreitet. Innenminister Schilys "abstrakte Gefährdung" kann somit immer konkreter werden.

Genau dies unterstützt der "Dialog". Indem er die Islamisten stärkt, schwächt er die "gemäßigten Muslime" und fördert das islamische Gewaltreservoir, dem Holland, Deutschland und England besonders günstige Bedingungen geschaffen haben. Solange das islamische Parallelrecht "Religionsfreiheit" genießt, ist es nicht nur gezwungen, selbst diese Freiheit zu verweigern, sondern die eigene Entwicklung mit allen Folgen der Intoleranz voranzutreiben. So schwer die Erkenntnis auch fällt - im Falle des Islam bedeutet Toleranz die Demontage des Rechtsstaats und die Legitimation von Gewalt.

Dies alles ist zwar längst bekannt, aber europaweit verdrängt worden. Wer Bedenken anmeldete, galt als "Rassist" oder Schlimmeres. Im Zuge einer minderheiten-, das heißt islamorientierten Politik beugte man sich vielmehr den Forderungen der Muslime nach Moscheebau, Islamunterricht, Kopftuch und so fort, ohne das Mehrheitsinteresse angemessen zuzulassen. Je erfolgreicher sich die islamische Expansion ausbreitete, desto stringenter wurde die Anspruchshaltung ihrer islamistischen Vertreter. Daraus bildete sich dann deren Mischung aus Täuschung, Drohung und Gewalt, wie sie derzeit grassiert und an europäischen Kabinettstischen mitzuregieren beginnt .opopSPANP

So wird auch das elitäre Diktat des türkischen EU-Beitritts eher verständlich. Es folgt der gleichen Dynamik, mit der es saudisch-wahhabitische Organisationen, die auch Terrorfinanzierung betreiben, verstanden haben, zum Beispiel die deutsche und britische Politik in ihre Interessen einzuspannen. Wenngleich zweifellos vorhanden, muß es allerdings nicht immer gleich Korruption oder Erpressung sein, die solche Trends fördern. Im Zeitalter der Globalisierung genügen allein schon vage Wettbewerbschancen, um den gesamten Gesellschaftskonsens aufs Spiel zu setzen.

Die nationalen und EU-Eliten stehen in der Gefahr, sich zu weit vom europäischen "Staatsvolk" zu entfernen, dem sie ihre Macht verdanken. Derzeit unterstellen sie ihre Loyalität eher feudalen Islamregimen und deren islamistischen Ablegern, die von der US-Geopolitik profitieren. Angesichts der im schariatischen Anspruch eingebauten Gewalt gehören beide, Toleranz und Wirtschaftsinteressen, auf einen wirksamen Prüfstand. Denn gerade sie brauchen die Demokratie, wenn Globalisierung und Migration nicht zu einem darwinistischen Verdrängungskampf ausarten sollen.

Die sogenannten "Geistlichen" des Islam wie auch ihre Helfer vom "Dialog" sind für eine demokratische Korrektur unbrauchbar. Beide verdanken ihre Existenz dem Einsatz für die Scharia. Um den Rechtsstaat und die Integration der "gemäßigten Muslime" zu sichern, muß zunächst deren Recht auf Religionsfreiheit garantiert sein. Muslime müssen ihre Religion verlassen können, ohne von der Scharia bedroht zu sein, und Musliminnen müssen ihre Grundrechte in Anspruch nehmen können, ohne von Männern bedroht zu sein, die sich auf die Scharia berufen.

Euro- und Islam-Eliten bilden ein neofeudales Leitkartell, das die Mehrheitsbasis zum "Stammtisch" erklärt und das Recht des Islam zum Zensor der Demokratie macht. In der Feindbildliste dieses Zensors nehmen Israel und Amerika die obersten Ränge ein, denen Europa mit verstärktem Antisemitismus beziehungsweise Antiamerikanismus "islamisch korrekten" Tribut zollt. Das verbrauchte Parteienspektrum in Deutschland folgt diesem Trend und steht dem neuen Rechtsextremismus konzeptlos gegenüber.

Der Islam könnte zum Prüfstein werden, der die Europäer zur Renaissance der eigenen Kultur zwingt. Die überdimensionierte Zuwanderung des vergangenen Jahrzehnts hat einen enormen Integrationsstau erzeugt, der nicht durch vormoderne "Problemlösungen" in Gestalt von Terror und politischem Mord zu bewältigen ist. Das Recht auf Toleranz kann nur nutzen, wer gleiche Toleranz übt. Wer diesen Basiskonsens in Frage stellt, gibt zu erkennen, daß er in der Gewalt kein Problem sieht. Europa wird eine historische Gewaltphase riskieren, wenn die Muslime nicht die Bedingung der Religionsfreiheit erfüllen: die Trennung des Rechts vom Ritus.

Artikel erschienen am Do, 11. November 2004

https://www.welt.de/data/2004/11/11/358658.html