Home       Bibelkreis.ch

Frage 1871

 

Die Erfolge  des R. Bonnke ,dem „Mähdrescher  Gottes“

(Selbstbeschreibung)

 

Für viele gläubige Christen ergeben sich Fragen über die „Missionserfolge“ des Reinhard Bonnke.

Heilungen am „laufenden Meter“, wie von seinen Webseiten zu entnehmen ist.

Es fällt schwer, augenscheinlich einzuschätzen, woher kommen denn nun  seine großen Erfolge!

Gibt es da wirklich die unmittelbare Nähe zum Herrn Jesus?

Was steckt in Wahrheit dahinter?

Es sind berechtigte Fragen, die so schwer gar nicht zu beantworten sind.

Zunächst einmal müssen wir zwei Begriffe definieren:

Einmal, was „Geistesfeuer“  ist und zum anderen, was ist „Medialität“?

 

Geistesfeuer

Auszug aus der Forumfrage 102 im Zusammenhang

Was macht der Teufel am Ende der Zeit?

Der Heilige Geist bewirkt die Anbetung und Verherrlichung Jesu Christi. – Apg. 1, 8.

Der Heilige Geist bewirkt die Anbetung Jesu Christi.

Der Heilige Geist wird uns immer in die Anbetung Jesu Christi führen.

Und – der falsche Prophet bewirkt die Anbetung und Verherrlichung des Antichristen. – Offb. 19,20.

Der falsche Prophet sorgt für die Anbetung des Anstatt-Christus.

Nichts Neues.

Nur eine Imitation.

Jesus Christus hat die Wiedergeborenen als seine Braut und schließlich als sein Weib auf ewig erwählt,

.-Offb. 196-10.

Und – der Antichrist hat die Hure Babylon als seine Braut erwählt, die er aber sehr schnell abwirft.

Offb. 17 und 18.

Die Hure Babylon entsteht aber aus der Ökumene.

Wir sind in dieser  Entwicklung.

Dann, in Offenbarung 13,13 lesen wir, daß der falsche Prophet mit großer Macht und Feuer vom Himmel fallen lassen wird.

Sogenanntes „Geistesfeuer“.

Der falsche Prophet

Auch eine Imitation der Ausgießung des Heiligen Geistes.

Auch nichts Neues!

Und hier haben wir es: Geistesfeuer.

Nicht der Heilige Geist.

 

Medialität

Ich zitiere Dr. Kurt Koch, den bekannten,  schon verstorbenen Theologen und Seelsorger, der sich auf dem Gebiet der biblischen Okultforschung einen Namen gemacht hat:

Zitat:

Medialität hat ihren Sitz im Unbewußten und steht immer im Gegensatz zu einer bewußten Christusentscheidung. Medial veranlagte Menschen haben es außerordentlich schwer, Jesus Christus als ihren Herrn anzunehmen.
Die mediale Kontaktfähigkeit ist ein großes Problem auf den Missionsfeldern und in der Seelsorge. Eine über 50jährige Beobachtung dieses Problems zeigte mir, dass in den allermeisten Fällen die mediale Veranlagung unbewusst ist. Ausserdem bedeutet die mediale Veranlagung sowohl Kontaktfähigkeit als auch Haftvermögen. Der mediale Mensch haftet unbewusst  an den Greuelsünden der Vorfahren oder der eigenen Zaubereisünden oder steht unbewusst  in einem medialen Kreis von medial veranlagten Menschen. Das heißt, medial veranlagte Menschen werden von medial aktiven Kreisen angezogen, also von mystischen Kulten, von spiritistischen Zirkeln, von extremen Schwarmgeistern, von unbiblischen Sekten und Strömungen. In vielen Fällen ist die Medialität religiös überlagert wie z.B. in den sogenannten Charismatischen Strömungen und in extremen Pfingstgemeinden. - Natürlich gibt es in diesen Kreisen auch echte, treue Kinder Gottes. Sie gehören aber nicht in diese extremen Kreise hinein.  Zitatende.

 

Und dritt-letztendlich,, ein Auszug  aus Forumfrage 1869,  ein persönlicher Erlebnisbericht:    Als gläubiger Charismatiker, der ich einmal war, nahm ich an einem charismatischen Gottesdienst teil.      Ein deutscher Evangelist, der im Fernen Osten Dienst  tat, war der Redner.     Er begeisterte uns mit heroischen Taten und Dingen, die auf  seinem Missionfeld geschahen. Heilungen  geschahen wie am Fließband.   Nach Abschluss  bat ich den Bruder, der ja die Gabe der Heilung besaß, mit mir zu beten.   Ich habe seit meiner Geburt einen Sehfehler.    Ich glaubte an seine Gabe der Heilung .    Kein Problem.    Er betete mit mir in der Zungensprache, legte seine Fingerkuppen auf meine Augen und sagte danach: „Sei sehend“.    Den Augenfehler habe ich noch heute.  Zitatende.

Und jetzt stellt sich die berechtigte Frage: warum „klappte“ es nicht bei mir? Warum fahren so viele Unglückliche, auch lange Strecken, von einem „Heilungsgottesdienst“ zu anderen – und nichts passiert?  Sie sind doch „gläubig“. Und daran verzweifeln die Unglücklichen. Die Frage lässt sich einfach beantworten: Sie haben keine mediale Veranlagung.

Kommen wir nun zu den „überreifen, weißen Feldern, die nur noch auf den Schnitter warten“  -  dem Missionsfeld.

Die Menschenmassen, die zusammen kommen, was erwarten sie?  Sie kommen mit Erwartungen, die vorher in ihnen geweckt wurden. Sie brauchten von sich aus im Prinzip keinen neuen Gott, denn den haben sie. Es sind heidnische Kulte und Gebräuche, die Naturvölkern eigen sind. Oft mit okulten Inhalten vermischt. Damit waren sie reichlich eingedeckt Das war aber  nicht ihr vordergründiges Problem.

Nein. Aber der „Weiße“ oder wie wir genannt werden  - ,der hat einen Gott,  „der kann Wunder tut, Kranke werden gesund macht  und andere Zeichen geschehen lässt“.

Und genau das war und ist  das Zugmittel. Das war zu zeiten des Herrn Jesus genau. Das eigentliche Kernstück seiner Botschaft, die Kunde vom Vater, die stand für die Massen nicht  im Vordergrund.. Aber „Zeichen und Wunder“,  die waren begehrt.

Und danach streckt sich der Mensch heute immer noch genau so aus. Zeichen und Wunder. Wenn wir an unserer eigene Bekehrung zurückdenken, wie oft und schwer hatten wir es, ehe wir den Herrn Jesus im Glauben annahmen. Und dabei war   der christliche Glaube uns  wenigstens in Ansätzen nicht unbekannt. Und trotzdem fiel es uns schwer und hat lange gedauert, ehe eine verbindliche Entscheidung getroffen  wurde.

Glauben wir allen Ernstes, dass eine Missionswoche ausreicht, das Evangelium von der rettenden Botschaft auch nur annährend verständlich zu verkündigen? In einer Glaubenskultur, in dem der Okultismus die Grundlage bildete durch Ahnenglauben, Totenglauben usw?  Glauben wir wirklich, dass es zu  echten standfesten Bekehrungen kommt? Oder sind nicht doch die angekündigten und sehnlichst erwartenden „Wunder und Heilungen“ das Vordergründige.

Und hier kommt die Medialität, wie  oben beschrieben, zur Auswirkung. Menschen mit okulten Glaubenshintergrund sind bei entsprechender Begeisterung  ohne Zweifel für alles empfänglich. Auch für einen Gott, „der solche Wunder tun kann“.

Denn  bevor die Verkündigung geschieht, sind die Menschen wie in einem Hexenkessel emotional aufgeheizt. Hier laufen doch geschult psychologische Tricks ab.   Dann sind unter diesen  Umständen alle möglichen psychologischen Phänomene, menschlich  denkbar.

Wo bleibt hier Raum für Umkehr, Reue, Buße? Das Kreuz von Golgatha, das Sühnopfer? In dieser aufgeheizten Menschenmenge?  Unter solchen Bedingungen kommt  es schnell zu „Bekehrungen, die in Wirklichkeit keine sind. Auf dieser Ebene „funktionieren“ Heilungen, wie am  „laufenden Meter“ . Das glaube ich absolut. Nur sind solche Phänomene kein Wirken des Heiligen Geistes. Eine solche Chance lässt sich der „Fürst dieser Welt“ nicht nehmen. – Und sendet sein „Geistfeuer“, wie es die Offenbarung beschreibt. Oder meinen wir, der Heilige Geist lässt sich bei diesen Massenveranstaltungen vor den  Karren spannen und „lässt sich gebrauchen“? . Das bedeutet doch, wir haben Verfügungsgewalt über ihn. Wir können Ihn nach Belieben benutzen. Denken wir wirklich so billig?  Ich habe noch nie etwas von einer medizinischen Nachdokumentation gehört.

Suggestivheilung, das ist der richtige Begriff. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es der Medizinmann in einem Naturvolk auch. Nur beschwört dieser einen anderen Geist und es funktioniert. Aber besteht die Heilung, nachdem die Euphorie verflogen ist, immer noch?

Ich bezeichne Reinhard Bonnke nicht als bewussten Lügner. Das ist er nicht. Aber er ist selbst  ein Verführter – und weiß es nicht.

Im vermeintlichen Glauben, über den Heiligen Geist Verfügungsgewalt zu besitzen,  werden Menschen betrogen. Wenn der Reinhard kommt, - das ist ein Event! Da müssen wir hin. Erwartung und immer wieder diese ungeistliche Erahrungs“sucht. Und keiner merkts.

Geistfeuer, ein endzeitliches Produkt. Wenn wir die Bibel von dieser Sicht her, betrachten, werden uns die scheinbar unerklärlichen Phänomene keine großen Rätsel mehr bedeuten.

          Einges. Bernd S.