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Frage 1924

Guten Tag
Können Sie mir erklären, wie man folgenden Bibelvers in die Praxis umsetzt:
"Und Maria sprach.....denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter." Lukasevangelium 1, 48

Wie geht das Glücklichpreisen; wann und wie oft wird das gemacht?

Danke
patristiker
15.01.05

Hallo patristiker,

wieso denkst Du, dass Du jetzt was in die Praxis umsetzen sollst? Dort steht doch nur, dass alle Geschlechter Maria glückselig preisen. Zu diesem Ausdruck glückselig preisen, der auch in Jakobus 5,11 vorkommt sagt die rev.

Elberfelder mit Sprachschlüssel:

glücklich preisen, als von Gott erfüllt und gesegnet und damit völlig zufrieden und glücklich preisen.

Also die anderen Geschlechter preisen (loben) Maria als von Gott erfüllt und gesegnet. Und das tun sie deshalb, weil Maria unsern Herrn gebären durfte, dafür wurde sie von Gott ausersehen. Wir loben Maria dafür, dass sie hierfür von Gott erwählt wurde.

Es ist etwas, was seit jeher die Geschlechter tun, das hat Maria vorausgesehen, es ist keine Aufforderung dies nun in bestimmten Abständen zu tun. Es ist auch keine Aufforderung einen Kult wie Katholiken daraus zu machen. Es ist lediglich eine Vorausschau von Maria, dass alle sie dafür bewundern, loben eben glücklich preisen.

Gruss Stephan

15.01.05

Danke für die Antwort. Ich meinte mit meiner Frage aber etwas anderes: In heutigen Gottesdiensten, ob evangelisch oder freikirchlich, habe ich noch nie gehört, wie Maria gepriesen oder gelobt wurde. Deshalb nochmal die Frage etwas anders formuliert: Findet dieses Loben oder Preisen im Privatbereich statt oder könnte ich auch im Gottesdienst einfach Maria dafür loben, dass sie Gnade in den Augen Gottes gefunden und Jesus geboren hat. Ebendrum: Wie sieht das Preisen praktisch aus?

Der Bibelvers assoziiert ja m.E. eine performative Handlung.

Grüsse

patristiker

Hallo patristiker  15.01.05

<<Findet dieses Loben oder Preisen im Privatbereich statt oder könnte ich auch im Gottesdienst einfach Maria dafür loben, dass sie Gnade in den Augen Gottes gefunden und Jesus geboren hat<<

Das wäre ein Loben von Menschen. Und das ist sicherlich nicht im Sinne von Jesus. ER SOLL GELOBT WERDEN! Er soll angebetet werden! Und niemand anderes!
Derweil es bei diesem Bibelvers ja nicht um einen Befehl geht oder um ein "gut wenn ihr es macht", sondern eine Prophezeiung und eine Feststellung.

Wenn man Maria loben müsste, dann auch die Jünger und Apostel, und das ist ebenso grundfalsch!
Sie durfte leibliche Mutter sein des HERRN und den HERRN und Retter gebären, daher war sie glückselig.... Klar! War dieser Zustand doch was schönes :-) !

Gruss
Michael / CH
 
Hallo patristiker, 16.1.05
Als Frau bewundere ich Maria sehr, weil sie JESUS gebären durfte und seine leibliche Mutter sein durfte. Das ist eine enorme Ehre für Maria. Aber die Anbetung gehört unserem HERRN JESUS, denn ER ist unser Erlöser, auch von Maria. Der Heilige Geist verherrlicht JESUS und nicht Maria.
Grüsse Heidi

 

16.1.05
Hallo Stephan,

 
Du schreibst "Also die anderen Geschlechter preisen (loben) Maria als von Gott erfüllt und gesegnet. Und das tun sie deshalb, weil Maria unsern Herrn gebären durfte, dafür wurde sie von Gott ausersehen."

 
Wenn mir der Postbote ein Packet von meinem Schwiegervater mit einem Geschenk für mich bringt,
"lobe oder preise" ich dann den Postboten für das Bringen des Packets?
oder
rufe ich meinen Schwiegervater an und bedanke mich für das Geschenk?
In der Übertragung Deines Gedanken müsste ich aber den Postboten "preisen/loben" weil die Deutsche Post AG diesen Mann für so zuverlässig und vertrauenswürdig beurteilt hat, dass ihm das Packet meines Schwiegervaters an mich anvertraut wurde.
Merkwürdiger Gedanke, oder?

 
Viele Grüße

 
Udo

Hallo Udo,  16.01.05

sei mir nicht böse, aber zum einen kann man dieses einmalige Ereignis, dass eine ganz bestimmte Frau für die Geburt unseres Heilandes ausgesucht wurde nun wahrlich nicht mit dem Überbringen eines Pakets vergleichen. Das müsste dann schon ein Paket gleicher Tragweite sein, also ein Geschenk, welches die Welt für immer verändert und einem alles schenkt. Der Postbote, der ein solches aussergewöhnliches und einmaliges Geschenkt überbringen dürfte, der also dafür ausersehen wurde, der müsste dann von anderen Postboten dafür gepriesen werden, dass er derjenige sein durfte. Aber das ist mir zu weit abgehoben.

Zum zweiten habe ich genau das nicht gesagt. Wir sollen nicht hingehen und Maria dafür danken. Dieses preisen ist ein nicht neidisches anerkennen und mitfreuen, dass Maria dafür ausgesucht wurde.

Ich lehne es also ab, mich bei Maria für die Geburt des Heilandes zu bedanken. Ganz sicher nicht.

Gruss Stephan/fe.nt

 

Hallo zusammen  18.1.05

Die Fragenbeantwortung war sehr dürftig und beinhaltete keine Weggeleitung, wie man letztlich verfahren soll.

Ich bin keineswegs mit der Antwort auf Frage 1926 einverstanden. Was Jesus den Jüngern gesagt hat, gilt für uns anscheinend nicht. Was Paulus den Galatern, Ephesern, Philippern, Kolossern usw. geschrieben hat, dürfte dann auch nicht gelten. Ich habe mal eine Predigt in einer Brüdergemeinde gehört wo der Prediger folgendes sagte: Das Evangelisieren überlassen wir den anderen Gemeinschaften und Kirchen! Ist das bei Euch hier auch so? Gelten die Aufforderungen zum Missionieren allen anderen, nur nicht Euch? Ist das so? Wenn ja, wäre das furchtbar!!!

Ich hätte noch eine andere Herausforderung:

Jak 5,14: "Ist einer krank unter euch, so rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie sollen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn."

Wie geht Ihr damit um oder wird das bei Euch überhaupt praktiziert und wenn ja wie? Welches Öl benutzt ihr? Mit wieviel Personen geht Ihr zu dem Kranken?

Bin sehr gespannt auf die Antworten, die hoffentlich ergiebiger sind als die letzten.

Ciao

patristiker

 

Hallo patristiker  18.1.05

<<Die Fragenbeantwortung war sehr dürftig und beinhaltete keine Weggeleitung, wie man letztlich verfahren soll<<

DOCH! Eben, nicht anbeten, nicht loben! Oder war das nicht der Tenor?

<<Was Jesus den Jüngern gesagt hat, gilt für uns anscheinend nicht.<<

Frage: Gilt alles was Jesus den Jüngern sagte auch zu 100% für uns?

<<Was Paulus den Galatern, Ephesern, Philippern, Kolossern usw. geschrieben hat, dürfte dann auch nicht gelten.<<

Die Frage ist immer, wer ist der 1. Adressat?
Sonst müsste es ja keine Briefe an Gemeinden geben? Ich bin der Überzeugung, dass jeder Brief an eine Gemeinde auch gemeindespezifisch, d.h. passend für diese Gemeinde geschrieben wurde!
Die Frage ist jetzt, was gilt auch für uns? Alles...?


<<Ich habe mal eine Predigt in einer Brüdergemeinde<<

Bitte nicht solche offenen Statements hergeben. Jeder kann sagen, er habe dies und das gehört... Überprüfen lässt sich so was nicht...

<<Das Evangelisieren überlassen wir den anderen Gemeinschaften und Kirchen! <<

Wenn das so wäre, dann wäre das eine bedenkliche Aussage...

<<Ist das bei Euch hier auch so?<<

Ich denke es ist auf der Homepage genügend Material zu finden, das deine Frage klärt...

Zu Jak:
Schau mal in Jak. 1,1 nach...

Gruss
Michael / CH


 
Hallo patristiker,   18.1.05

"Die Fragenbeantwortung war sehr dürftig und beinhaltete keine Weggeleitung, wie man letztlich verfahren soll"

Gehst Du wirklich vorurteilsfrei an die Beantwortung der Frage heran? Es gibt hier keine Aufforderung, dass wir in irgendeiner besonderen Weise verfahren. Wenn Du aus diesem Vers lesen willst, dass Christen Maria regelmässig ganz praktisch preisen sollen, dann brichst Du die Schrift. Denn es widerspricht anderen Aussagen der Schrift.

"Ich bin keineswegs mit der Antwort auf Frage 1926 einverstanden. Was Jesus den Jüngern gesagt hat, gilt für uns anscheinend nicht. Was Paulus den Galatern, Ephesern, Philippern, Kolossern usw. geschrieben hat, dürfte dann auch nicht gelten. Ich habe mal eine Predigt in einer Brüdergemeinde gehört wo der Prediger folgendes sagte: Das Evangelisieren überlassen wir den anderen Gemeinschaften und Kirchen! Ist das bei Euch hier auch so? Gelten die Aufforderungen zum Missionieren allen anderen, nur nicht Euch? Ist das so? Wenn ja, wäre das furchtbar!!!"

Jetzt geht es allerdings etwas durcheinander. Erstens war es keine Aufforderung von Jesus, auch den Jüngern gegenüber nicht. Somit fehlt auch dem Einwand über Paulus die Basis. Was dann mal ein Prediger in einer Brüdergemeinde gesagt haben soll, dass ist schlimm, hat aber hiermit nichts zu tun. Das letzte sind einfach Unterstellungen, die Du so nicht in den Raum werfen solltest. Meine Gemeinde (Brüdergemeinde) evangelisiert regelmässig, gerade übermorgen ist ein Gebetstreffen um Gott zu fragen, was wir als nächstes machen.

Gruss Stephan