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Frage 1959

Hallo Hans Peter,

Jesus predigt  uns als eines der  wichtigsten Gebote „ Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst „.
Er predigt uns auch, wir sollen Ihn mehr lieben als unsere Kinder
Wie kann man diese Gebote vom tiefsten Herzen her umsetzen?
Ich kann zwar Menschen die mir gänzlich unsympathisch sind meiden, ich kann mich unter
Kontrolle halten, indem ich nicht schlecht Zeugnis über Sie rede und nicht neidig bin auf Sie.

Ich kann Ihnen sogar helfen und verzeihen wenn es erforderlich sein sollte, aber lieben, ich meine wirklich lieben
so wie ich meine Kinder oder Familie liebe? 

Vielleicht bin ich noch nicht reif genug um diese Gebote zu erfüllen. 
Oder habe ich ein falsches Verständnis für diese Gebote?
Lieben Gruß Jörg 

 
Hallo Jörg, 27.01.05
 
wenn es darum geht den Nächsten wie sich selbst zu lieben, dann geht es darum, dass Christus wirklich in den Menschen, die er durch seinen Tod gerettet hat, gesehen werden will. Nur darum lässt Christus Gerettete auf der Erde, damit er bekannt wird. Er hat tatsächlich die seinen, die in der Welt waren bis zum Ende geliebt. Joh 13,1.
 
Die zweite Stelle, auf die du bezug nimmst, ist Matt. 10,37 "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich ist meiner nicht würdig; und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig."
 
Hier geht es um die Gewichtung von Beziehungen. Wer die natürlichen Beziehungen für wichtiger hält als die Beziehung zu Jesus Christus, der ist seiner nicht würdig. Es geht hier, wie der letzte Teil zeigt um Nachfolge. Durch diese Stelle werden keine anderen Bibelstellen, wie z.B. ehre Vater und Mutter, außer Kraft gesetzt.
 
Es geht auch überhaupt nicht um einen bestimmten "Reifegrad". Es geht einfach darum, dass im Leben eines Kindes Gottes sichtbar werden soll, dass es durch den Tod des HERRN in eine völlig neue Beziehu8ng gekommen ist, ja das in ihm eine Neuschöpfung vorhanden ist.
 
"Wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung, das alte ist vergangen, siehe alles ist völlig neu geworden."
 
Ulrich 
 
Lieber Ulrich,

vielen Dank für Deine Antwort.
Leider kann ich Deinem Feedback nicht ganz Folge leisten.

Die von Dir angeführten Bibelstellen kenne ich natürlich, deswegen kommen ja auch die Fragen.
Eine Anregung ist deine Antwort jedoch nicht. Mir geht’s um den Nächsten und das Verhalten Ihm
gegenüber im Alltag.

Ulrich, das soll in keinsterweise Kritik sein.

Ich lese die Bibel erst seit kurzem, vielleicht könntest du Dich für diejenigen die gerade erst
angefangen haben die Bibel zu lesen eine etwas einfachere Hilfestellung geben, ohne zuviel
Wissen vorauszusetzen.

Viele Grüß Jörg
 
Lieber Jörg,   27.1.05
 
vielleicht kannst du konkreter sagen, warum meine Antwort keine Hilfe ist. Wenn es dir nur um das Verhalten dem Nächsten gegenüber geht, dann muss ich die Frage stellen, ob auf dich die von Hans Peter formulierte Hausordnung zu trifft? Wenn du erst seit Kurzem die Bibel liest, dann muss das nicht unbedingt bedeuten, dass du ein neugeborener Mensch bist. Wie sieht es bei dir aus?
 
In einem Forum versuche ich mich immer kurz und knapp auszudrücken, damit eventuelle Leser auch noch folgen können. Ich halte einfach nichts von seitenlangen Beiträgen in einem Forum.
 
Es stimmt schon, meine Beiträge setzen in vollem Umfang die Hausordnung voraus. Das bedeutet nicht, dass ich niemand anders antworte, vielleicht ist das Forum dann nur nicht der richtige Platz für die Auseinandersetzung mit deinen Fragen.
 
Ich hoffe, wir werden das kurzfristig herausfinden und eine Lösung finden. Der HERR gebe HPW die nötige Weisheit.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich

 

Lieber Ulrich,            28.1.05
zu Deiner Mail wie folgt:

>>vielleicht kannst du konkreter sagen, warum meine Antwort keine Hilfe ist. Wenn es dir nur um das Verhalten dem Nächsten gegenüber geht, dann muss ich die Frage stellen, ob auf dich die von Hans Peter formulierte Hausordnung zu trifft? Wenn du erst seit Kurzem die Bibel liest, dann muss das nicht unbedingt bedeuten, dass du ein neugeborener Mensch bist. Wie sieht es bei dir aus?>>

Vielleicht solltest Du versuchen, Dich etwas mehr in die Lage des schreibenden zu versetzen, und Fragen nicht mit Gegenfragen zu beantworten.

Ich denke so kommt man nicht weiter. Es geht nach wie vor um das Verhalten meines Nächsten gegenüber. Ob ich ein neugeborener Mensch bin, denke kann ich positiv beantworten, ich habe vor Jesus meine Sünden bekannt und Ihn mein Leben in seine Hände gegeben. Ich hoffe für Dich die richtige Wortwahl getroffen zu haben.

 >>In einem Forum versuche ich mich immer kurz und knapp auszudrücken, damit eventuelle Leser auch noch folgen können. Ich halte einfach nichts von seitenlangen Beiträgen in einem Forum>>

 Ich wollte Dich nicht in die Situation bringen, Dich  für deine Antwort rechtfertigen zu müssen. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich deiner Antwort nicht folgen kann.

 >>Es stimmt schon, meine Beiträge setzen in vollem Umfang die Hausordnung voraus. Das bedeutet nicht, dass ich niemand anders antworte, vielleicht ist das Forum dann nur nicht der richtige Platz für die Auseinandersetzung mit deinen Fragen.>> 

Dazu lieber Ulrich folgendes, kann ein Christenforum so wie dieses der falsche Ort sein um Fragen betreffend Jesus Christus und dem Glauben zu stellen?

 Ich bin sehr dankbar diese Seite gefunden zu haben, um möglichst viel zu lernen und zu verstehen.  Diese Seite hilft mir wirklich sehr, auch die sehr anregenden Telefonate mit Hans-Peter.  Diese Seite lebt von Brüdern wie Hans Peter oder Dir. Mit Eurem Wissen und jahrelangen Bibelstudien helft Ihr den Suchenden.

 Ich habe sehr lange über Deine Antworten nachgedacht und Gott gebeten mir die richtigen Worte und Gedanken zu geben,  um die eventuellen Missverständnisse auszuräumen. (Nochmals, ich übe keine Kritik)   Vielleicht hilft uns ja das Ergebnis meiner Bitte an den lieben Gott.

 „ Jesus hat sehr viel in Gleichnissen gesprochen, um das Wort transparenter zu machen. Warum hat er das getan?

 Schau auf die geschriebenen Evangelien, hat nicht jeder Jünger eine andere Art gehabt sich auszudrücken, obwohl es um dasselbe Thema ging?

 (hier vielleicht ist die Bergpredigt ein gelungenes Beispiel)

 Hat nicht Jesus auch zu seinen Jünger immer wieder gesprochen <versteht Ihr immer noch nicht>?

 Warum hat Jesus sich nicht Schriftgelehrte zu Jüngern gemacht?

 Ulrich,  wenn ich den Sinn vom <liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, oder Du sollst mich mehr lieben wie Deine Mutter und Dein Vater, oder auch Kinder>

 nicht verstehe, hat das nichts mit gläubig oder ungläubig zu tun. Was ich meine ist, dass das wirklich schwer ist. Ich weiß nicht ob Du Kinder hast, aber stell dir vor ein Mensch tut Deiner Frau oder Deinem Kind was Fürchterliches zu, kannst Du ihn dann lieben?  

Verzeihen ja, aber lieben? Vielleicht liegt der Schlüssel in dem Wort „ Nächsten“ ? Wer ist denn als mein Nächster gemeint?  

Liebe Grüße Jörg

 

 

 Jörg, ich grüße Dich  

Du schreibst:
Jesus predigt  uns als eines der  wichtigsten Gebote „ Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst „.
Er predigt uns auch, wir sollen Ihn mehr lieben als unsere Kinder
Wie kann man diese Gebote vom tiefsten Herzen her umsetzen?
Ich kann zwar Menschen die mir gänzlich unsympathisch sind meiden, ich kann mich unter Kontrolle halten, indem ich nicht schlecht Zeugnis über Sie rede und nicht neidig bin auf Sie.

Auf der einen Seite lesen wir Jesu Worte und stellen auf der anderen Seite fest: so einfach „funktioniert“ das nicht.                                                                                                                   
Ich will Jesu Worte buchstäblich nehmen, aber dann kommen die Probleme.                    
Dazu ist festzustellen: es stimmt tatsächlich, ich schaffe es nicht, trotz meiner Wiedergeburt. 
Daraus resultiert zwangsläufig der Gedanke, vielleicht ist dieses Gebot Jesu nicht wörtlich zu nehmen.                                                        Denn hier wird etwas erwartet, dass menschenunmöglich ist.                                                
Von Natur aus liebe ich mich selbst Wie gesagt, das ist meine Natur.    Und das Wunderbare ist aber, ich brauche es ja nicht aus eigener Kraft.          Ich will es Dir erklären.  Voraussetzung ist erst mal das Vorhandensein von 

 
Bekehrung und Wiedergeburt, gemäß Johannes 3.

Ist dies der Fall, dann hast Du ja schon das „Werkzeug“ in Dir. Das ist der Heilige Geist. Jörg, jetzt werde ich mal konkret für Dich:                                        D a n k e   den Herrn Jesus, dass Du Deine Feinde lieben kannst.               
Verstehst Du, was ich meine?  Wenn Du Ihn bittest, dass Du Deine Feinde lieben kannst, betest Du für etwas, was Du schon kannst.  Durch das   D a n k e n     „aktivierst“ Du den HG. in Dir. In der Praxis sieht das dann so aus, dass Du keinen Hass mehr empfindest.                       Die Menschen tun Dir dann nur noch leid. Das klingt so einfach, Jörg, es ist aber auch  so einfach.  Probiere es doch mal aus.
Versuche es. Und Du wirst staunen.  Ich bin ja schon viele Jahre im Glauben.

==> 
Das Zeugnis von Bernd S. 

Und etwas ganz Schlimmes gab es, dass ich in mein Glaubensleben mit  „hinüber“ nahm, das war
mein Jähzorn.  Und ich stand vor dem selben Problem, wie Du. – Wie kriege ich das „in Griff.  Das „Zusammen-reißen“ ist nicht die
Lösung. Im Gegenteil: das erhöht nur noch den Krampf. Aber die Freiheit ist das nicht.                                                                                                           Wir begehen einen Fehler: wir warten auf entsprechende Gefühle, um danach zu danken.

Weiter schreibst Du:  Vielleicht bin ich noch nicht reif genug um diese Gebote zu erfüllen. 
Oder habe ich ein falsches Verständnis für diese Gebote?

Dazu sage ich Dir: wenn der HG. in Dir wohnt, hast Du  alle Voraussetzungen, um in den Geboten Gottes leben zu können. Dir hat lediglich noch niemand diese Seite aufgezeigt. Probiere es mal, Jörg, ich würde mich auf eine Rückantwort freuen.

Danke, Her Jesus, daß Du mir Deinen Geist geschenkt hast. Danke, dass Du mein Leben erneuert hast. Danke, dass Du mir meine Schuld vergeben hast. Danke, Herr, dass ich meine Feinde lieben kann.  Danke für Zeit und Ewigkeit. Danke, danke, danke...............

Liebe Grüße Berndt St.

Evangelium

 

Lieber Jörg,  28.05.01
 
jetzt wird die Mail doch etwas länger. Mit meinen Fragen wollte ich die Voraussetzung dafür schaffen, dass ich mich mehr in deine Lage hineinversetzen kann. Es ist etwas vollkommen anderes, ob jemand fragt weil er suchend aber noch nicht bekehrt ist, oder ob jemand fragt, weil er merkt das nach seiner Bekehrung nicht alles so läuft, wie er es sich vorstellt.

 Den Unbekehrten muss man auf die Notwendigkeit der Bekehrung hinweisen, den Gläubigen auf die Möglichkeit in Heiligkeit zu wandeln.
Fatal wäre es einen Ungläubigen zu einem heiligen Wandel aufzufordern.

Darum muss man an machen Stellen erst Fragen, bevor man eine Antwort auf eine lange gestellte Frage gibt.
 
Mein Verhalten meinem Nächsten gegenüber kann nur in dem Maße mit den Ansprüchen der Bibel übereinstimmen, wie mein Leben selbst mit dem Leben Jesu übereinstimmt. Für einen bekehrten Menschen lautet das eigentlich Ziel nicht den Nächsten zu lieben wie sie selbst. Das Ziel seines Lebens ist, wie Paulus es ausdrückt "nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir". Als Ergebnis werden wir dann von außen betrachtet unseren Nächsten wie uns selbst lieben. In der Folge zu dem von dir angeführten Bibelwort zeigt uns der HERR JESUS dann am Bild des "barmherzigen Samariters" wie ER uns liebt.
 
Römer 8,4 drückt es so aus: "auf dass das Recht (die gerechte Forderung) des Gesetzes erfüllt werde IN uns, die wir nicht nach Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln".
 
Ganz wichtig ist in diesem Vers das Wörtchen IN. Hier wird nicht gesagt, dass die gerechte Forderung durch uns erfüllt wird, obwohl das von außen betrachtet natürlich so aussieht. Wichtig ist allerdings, dass bei dem Menschen, auf den Römer 8,4 zutrifft, Römer 6 ebenfalls zutrifft. Die Gnade herrscht durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren HERRN. Wir können Römer 5,21 durchaus als Überschrift über Römer 6 setzen und sehen dann, was eigentlich der Plan Gottes für unser Leben ist. Ich will nicht die Gebote der Bibel erfüllen. Das kann ich genauso wenig wie alle anderen Menschen vor mir. Nur einer konnte das. Nämlich Jesus Christus. Christus will die Herrschaft im Leben eines Gläubigen. Der Gläubige überlässt IHM die Herrschaft, damit die GNADE herrschen kann. Als Ergebnis werden in dem Gläubigen (von außen betrachtet durch ihn) die Forderungen des Gesetzes erfüllt.
 
Den gleichen Punkt haben wir mit dem Liebesgebot. Durch eigene Anstrengungen in fleischlicher Kraft können wie KEIN göttliches Gebot erfüllen, auch das Liebesgebot nicht. Nur wenn die Gnade durch den HERRN JESUS in meinem Leben herrscht (das bedeutet in Heiligkeit oder Reinheit zu wandeln) kann in mir die Erfüllung göttlicher Gebote stattfinden. Auch zur Erfüllung des Liebesgebotes gibt es nur diesen einen Weg.
 
Heiligung bedeutet , bewußt ein Leben zur Ehre des HERRN führen zu wollen. Wenn äußerlich ich die Rechtsforderung erfülle, so weise ich die Menschen darauf hin, das nicht mir die Ehre gebührt, sondern dem, der IN mir gewirkt hat. Ich nehme keine Ehre für mich sondern gebe dem HERRN die Ehre.
 
Wie schon vorher gesagt, kann es in einem Forum kaum falsche Fragen, aber sehr viel falsche Antworten geben. Wenn du, lieber Jörg, mir nicht gesagt hättest dass du ein Kind Gottes bist, dann hätte ich dir diese Antwort gar nicht schreiben können. Wenn ich diese Zeilen an jemanden richte, der den Geist Gottes nicht in sich wohnend hat, wie soll er das überhaupt erfassen?
 
Wenn wir uns über ein solches Forum austauschen, dann soll jeder gestärkt werden durch den Glauben der in dem anderen ist. Römer 1,12. Paulus wollte durch den Glauben der in den Römern war getröstet werden. Diesen Aspekt darfst du nicht vergessen.
 
Du, ganz hat der HERR auf die Rekrutierung von Schriftgelehrten nicht verzichtet. Im Gegenteil, mit Paulus hat er sich den Schriftgelehrten geholt, der allen anderen weit überlegen war. Lies einmal alle Aussagen über Paulus im Zusammenhang. Es gab im Judentum keinen, der Paulus das Wasser reichen konnte. Natürlich ist Paulus eine Ausnahme. Wir dürfen es aber nie einseitig sehen. Wenn ich nur die Evangelien lese, dann komme ich wie du zu dem Schluss: Keine Schriftgelehrten!
 
Lese ich nur die Briefe, dann habe ich das Ergebnis: Nur Schriftgelehrte!
 
Lesen wir alles finden wir eine wunderbare Ausgewogenheit. Wir finden auch, das die leiblichen Brüder des HERRN (Jakobus und Judas) aber auch Petrus und Johannes zu ganz belesenen Schriftgelehrten wurden, obwohl sie in den Evangelien noch nichts verstanden.
 
Jörg, am Schluss deines Beitrages bist du wieder beim Ausgangsthema. Darum will auch ich zum Ausgangthema dieses Beitrages zurückkehren. Nein, auch ICH kann alles das nicht wo du ein Zukurzkommen und Versagen bei dir zu sehen scheinst. Ich bin auch davon überzeugt, dass das kein MENSCH kann. Es gibt nur eine Ausnahme: DEN MENSCHEN JESUS CHRISTUS, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat Gal. 2,20. Ich kann das Gesetz nicht halten. Sonst könnte Gerechtigkeit aus dem Gesetz kommen. Wenn Gerechtigkeit aus dem Gesetz kommt, dann ist Christus umsonst gestorben Gal. 2,21.
 
Christus ist in mir die Hoffnung der Herrlichkeit. Er erfüllt IN mir die Rechte des Gesetzes.
 
Amen komm HERR JESUS Off. 22,20
 
Ulrich 

 

Lieber Jörg.
Ich melde mich noch mal. Ich wußte doch, in meinem Archiv befindet sich eine Abschrift einer Sendung vom ERF. Aufgenommen schon vor vielen Jahren. Ich möchte Dir das noch mal "nachschicken":
Eine Sendung v. ERF

 Positive Veränderung ohne moralische Kraftakte

 

Eigentlich müßte ich mein Leben erst bessern!

Dieser Gedanke ist bei vielen Menschen da, - anständiger leben, disziplinierter leben, liebevoller leben!

 

Das wünschen sich zahlreiche Menschen.

Und irgendwie spüren sie doch, daß es nicht so einfach möglich ist, dies in die Praxis umzusetzen.

 

Warum ist das so?

Gibt es eine Möglichkeit der Veränderung?

Doch!

Es gibt sie!

 

Es gibt diese Möglichkeit – ohne moralische Kraftakte.

 

Die gute Nachricht, daß Jesus Christus das Leben verändert, stößt nicht nur auf Widerstand.

 

Immer wieder zeigen sich Menschen, dem Evangelium aufgeschlossen, weil sie ahnen, das ist die einzige Chance für ein verpfuschtes Leben!

 

Gerade solche unter ihnen, die sich einigermaßen realistisch einschätzen.

 Sagen dann: ich muß mich erst bessern.

 

Ein Satz, bei dem man nicht gleich überlegen abwinken sollte.

Die Erfahrung lehrt, daß sich mit Selbstdisziplin eine Menge erreichen läßt.

 

Bei dem Bemühen, gute Menschen sein zu wollen, gibt es nur spärliche Ergebnisse.

 

Eines Tages stellt man fest, daß sich im Kern des Charakters kaum etwas ändert!

Man bekommt die eine oder andere schlechte Eigenschaft einigermaßen in den Griff.

 

Dafür zeigen sich aber an anderen Stellen  umso deutlicher andere unangenehme Fehlhaltungen, über die man sich ärgert.

 

Genau genommen, wird das Problem nicht beseitigt, sondern nur verlagert.

Es ist wie beim Unkraut.

 

Man jätet es an einer Stelle aus und muß einige Tage später feststellen, daß es am anderen Ende des Garten weiter wuchert.

 

Wer immer sich die Mühe macht, den Dingen auf die Spur zu kommen – gleichsam, die Wurzel bloß zu legen, - muß sich eingestehen, - ich bin nach wie vor ein ausgemachter Egoist!

 

Damit ist man aber genau an dem Punkt angelangt, wo alle Besserungsversuche scheitern!

Kurz und knapp: wir können uns nicht bessern und im wesentlichem verändern schon ganz und gar nicht!

 

Freilich wird das angeschlagene Selbstwertgefühl nicht gerade gestärkt, wenn man nach langen moralischen Strapazen schließlich zu dem Ergebnis kommt: der Erfolg  ist gleich Null!

 

Wie gesagt:

Eine bittere Erkenntnis, die aber heilsam sein kann, wenn sie nicht halb verzweifelt, halb optimistisch, mit dem Satz zu gedeckt wird: ich muß mich erst bessern!

 

In der Bibel, im Neuen Testament, wird von Leuten berichtet, die durchaus keine Musterknaben waren.

 

Ich denke dabei an Zachäus, einen höheren Zollbeamten, der mit seinen Angestellten als Wucherer und Betrüger bekannt war.

Ausgerechnet  zu diesem Mann sagte Jesus:

            Ich möchte heute dein Gast sein.

 

Oder, da ist die große Sünderin, die von anständigen Leuten kaum beachtet wurde.

Ausgerechnet von ihr ließ sich Jesus die Füße mit Tränen benetzen.

Und zu nennen wäre schließlich auch Petrus, der seinen Herrn dreimal verleugnet hat.

Ausgerechnet diesem Mann sagt Jesus:

           

Du bist Petrus.

            Und auf diesen Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen !

 

Waren diese Leute gut genug, um in die nächste Nähe Jesus zu kommen?

Ein Betrüger?

Eine Dirne?

Ein Verräter?

 

Diese Leute wurden von Ihm nicht abgeschrieben.

Er gab ihnen Trost und Vergebung.

Er ließ sie nicht allein in ihrer inneren Not, deren sie sich sehr wohl bewußt waren.

Sie wußten, daß sie nicht verdient hatten, was Jesus ihnen schenkte.

 

Aber:

Weil sie trotzdem glaubten, das heißt, weil sie trotz ihrer Unzulänglichkeiten zu Jesus kamen,  - im Vertrauen, daß Er ihnen vergeben und verändern kann, - half Er ihnen und befreite sie von den drückenden und quälenden Bewußtsein der Schuld.

 

Mit anderen Worten:

Er vergab ihnen ihre Sünde!

 

Jene Haltung, also, mit der man sein Leben ohne Gott auf eigene Faust führt.

 

Mit dieser Vergebung aber bekamen sie zugleich eine neue Lebensqualität.

Wer sich die Sünde vergeben läßt, - wird ein neuer Mensch und damit an der Wurzel heil!

 

Er braucht sich nicht einen Augenblick länger von der Selbstsucht tyrannisieren zu lassen, weil er die überwältigende Macht einer neuen Liebe kennen gelernt hat, die allerdings, nur Jesus Christus schenkt!

 

Er macht aus den alten Menschen einen Neuen!

 

Die Bibel nennt das   W i e d e r g e b u r t !

Wer das erlebt, ist nicht gebessert, sondern von Grund auf erneuert.

In seinem Brief an Titus hat der Apostel Paulus das so formuliert:

           

Nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir diese Liebe verdient hätten, - Nein!

 

Seine Barmherzigkeit war es, die uns durch eine neue Geburt zu neuen Menschen gemacht hat.

 

Das war ein Werk des Heiligen Geistes, den Gott uns durch unseren Erlöser Jesus Christus in reichem Maß geschenkt hat.

 

So sind wir durch Seine unverdiente Güte von aller Schuld befreit und warten voller Hoffnung auf Sein himmlisches Reich, das wir als Seine Kinder ererben werden.

Darauf können wir vertrauen!

 

Soweit das Zitat aus dem Neuen Testament.

Millionen können das, was hier gesagt wird, aus eigener Erfahrung bestätigen.

 

Sie wissen, daß sie in einen „Erneuerungsprozeß“ hinein genommen sind.

Gewiß ist damit der Charakter nicht mit einem Schlag beendet, aber – wer zu Jesus Christus gehört, kann mit einer neuen Kraft den Egoismus überwinden.

 

Und ist darum imstande, schlechte Charaktereigenschaften ab zu stoßen.

Überhaupt!

Es ist doch nicht so, als müßten Christen in  einen gewaltigen moralischen Anlauf, gleichsam,  auf einer langen Leiter sittlicher Regeln nach oben klettern.

Nein!

So eben nicht!

 

Die neue geschenkte Liebe zu Jesus Christus und den Mitmenschen ist ein so starker Motor, daß vieles, gewissermaßen, wie von selbst und allem Krampf zu einer guten Tat wird.

 

Paulus hat den Philipern  geschrieben:

            Gott ist es, der nach Seinem Wohlgefallen in euch das Wollen und Vollbringen wirkt.

 

Also: keine sittlichen Superleistungen mit dem Wunsch, sich zu bessern, sondern, neue Taten erneuerter Menschen.

Wenn Sie mich jetzt fragen, wie es dazu kommt, möchte ich Ihnen 3 Punkte nennen.

  1. Durch die Erkenntnis, daß man sich ohne Jesus Christus nicht grundlegend verändern kann.

Aus eigener Kraft kann man sich zwar ein wenig bessern – niemals aber erlösen.

Die Bibel sagt:

Kann ein Schwarzer etwa seine Hautfarbe wechseln?

Oder ein Leopard sein geflecktes Fell?

Genau so wenig kannst du Gutes tun, der du an das Böse gewöhnt bist.

Es ist nun einmal so: daß ein Mensch ohne den Kontakt zu Jesus Christus bleibt, wie er ist.

Nämlich: verdorben, geistlich tot, ohne Kontakt zu Gott, versklavt an seine unersättliche Selbstsucht.

  1. Zur entscheidenden Lebenswende kommt es durch ein radikales „Nein“ zu allen

eigenen Selbstbesserungsversuchen

Weil es keinen Sinn hat, Versuche fort zu setzen, die von vorn herein zum Scheitern verurteilt sind, sollte man mit allen Experimenten Schluß machen, die darauf abzielen, mit eigenen Kraftakten ein neuer Mensch zu werden.

Damit muß aber zugleich eine radikale Absage verbunden sein, an die eigene Regie des Lebens.

Die Bibel nennt das – „Umdenken“!

Und zugleich Abkehr vom Ego-Trip!

  1. Wichtig ist ein konsequentes Ja zu Jesus Christus, der sich freiwillig kreuzigen ließ, auferstanden ist, um uns zu erlösen.

Weil Jesus Christus die Sünder annimmt, ja, gekommen ist, um das zu suchen, was verloren ist, - darf man sich Jesus Christus anvertrauen und zu ihm „Ja“ sagen, in der Bereitschaft, das Leben in allen Bereichen von Ihm bestimmen zu lassen.

Die Bibel nennt das „Glaubensgehorsam“.

 

Immer wieder entscheiden sich so Menschen für Jesus Christus und werden verändert.

 

Ein junger Mann hat berichtet:

            Ich war Rocker.

Ich war 18 Monate im Gefängnis wegen Raubüberfall, Autodiebstahl und Körper-

Verletzung.

Ich kann mich nur darüber wundern, daß ich ein anderer Mensch geworden bin.

Ich bin überglücklich, daß ich Jesus kennen gelernt habe

 

Ein anderer Bericht:

            Nach meiner Scheidung ging es mit mir bergab.

            Zweimal versuchte ich, mir das Leben zu nehmen.

            Durch Drogen  versuchte ich mich zu beruhigen.

            Nach einem Jahr lernte ich einen verheirateten Mann kennen.

In dieser Zeit habe ich an einer christlichen Freizeit teilgenommen und kam zum Glauben an Jesus Christus.

Nun kam die große Wende meines Lebens!

Gott hatte eingegriffen.

Und zwar im richtigen Moment.

Sofort brach ich das Verhältnis zu dem verheirateten Mann ab.

Diesen Schritt habe ich noch nie bereut.

Mein Leben gehört Jesus.

Er hat mir Sein Leben geschenkt!

Alles wurde neu!

Ich wurde frei von Bindungen.

 

Soweit diese Berichte.

Diese Menschen haben sich nicht „ein bißchen“ gebessert – sie wurden befreit!

Das will Jesus Christus auch Ihnen schenken.

Nehmen Sie Ihn in Ihr Leben auf!

Sagen Sie es Ihm betend, indem Sie Ihm Ihre Schuld bekennen.

 

Sie dürfen damit rechnen, daß Er Ihnen alles und gern vergibt.

Seien Sie vor allen Dingen bereit, Ihn von nun an gehorsam zu sein!

 

Und vergessen Sie nicht:

 

Dafür zu danken, daß Er sich längst für Sie entschieden hat!

Es bleibt dabei:

Jesus nimmt den Hilfesuchenden an.

Liebe Grüße - Berndt S.

Liebe Brüder,  31.01.05 

ich danke Euch allen für die großartigen Antworten.
Ich werde Euch wissen lassen, was passiert ist in naher Zukunft.
(Und es ändert sich täglich, meine Gedanken und Gefühle)

Liebe Grüße Jörg

Lieber Jörg  4.2.05
 
 
Zu Deiner Frage, "liebe Deine Nächsten wie dich selbst." 
Wir können es nicht und Gott weiss das! 
Jedes Gebot das in der Bibel steht, hat Jesus erfüllt ER ist die vollkommene Liebe. 
ER lebt in jedem Wiedergeborenen, Es ist Sein Leben das ER jetzt durch Dich leben will.
 
Darum bleibt uns nur einzusehen, dass wir unfähig sind, unsere Kinder oder unsere Ehepartner weniger zu lieben als Christus,
 ja wir sind sogar unfähig Gott zu lieben.
 
Sein Leben in uns ist das neue Leben, das uns befähigt,  Gott und unsere Feinde und alle Menschen zu lieben.
 
Jesus in Dir ist das neue Leben und Er will nun durch dich leben, alles eigene Wollen wird ein Knortz und dann wenn in Deinem Glaubensleben ein Knortz oder Knörtze sind kannst du sicher sein, dass du lieber selber handelst anstatt, Jesus all das zu übergeben, er wirkt es in dir durch dich zu seiner Ehre.

HH