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    Der Messias im Alten und neuen Testament  
 
Bleibt der Gläubige zeitlebens ein armer Sünder?
  Der Mann, der nicht sündigen konnte von J.Ph. Finvandraat

Lieber Martin      (Telefonnotiz)

an der letzten Brüderzusammenkunft im Juni 01 in St. Gallen,  wurde die Meinung geäussert, dass der Herr Jesus Christus nie gesündigt hat, dass Er aber hätte sündigen können. Ich habe auf die Stellen  in der Schrift hingewiesen, dass Er keine Sünde in sich hatte,  keine Sünde tat und keine Sünde kannte. Es wurde dann auch auf einen Bruder (Während der Kaffeepause....)  in  (Z) hingewiesen, der diese Irrlehre, die nach meiner vollsten Überzeugung heimtückisch  und teuflisch ist, unter jungen Geschwistern verbreitet. Interessanterweise verbreitet dieser Bruder unter der Hand auch die Irrlehre des Wiederverloren gehen von Wiedergeborenen Christen und hat sich von dem Okkultismus der innerhalb der Charismatisch / Pfingstbewegung vorkommt,  nicht distanziert. Welch Literatur könntest Du zu diesem Thema empfehlen? Dies ist absolut heiliger Boden. Nie dürfen wir nur einen Gedanken daran verlieren, dass der Ewige, der vollkommener Mensch wurde die Möglichkeit des sündigens in sich hätte. (FURCHTBARER; ZERSTÖRERISCHER GEDANKE AUS DER TEUFLISCHEN, MENSCHLICHEN.,  HINDUISTISCHEN LOGIK)

13.06.01

Hans Peter

Lieber Hans Peter,

sei herzlich gegrüsst aus dem fernen Wallis!
Es war schön, nach längerer Zeit mal wieder mit Dir reden zu können (auch
wenn so manches notvoll war).

Zum Thema "Konnte der Herr Jesus sündigen?" habe ich 3 Schriften gefunden:
W. Best, Gedanken über die Person und das Werk Jesu Christi, SJD 1987 (151
S.)
J. Fijnvandraat, Der Mann der nicht sündigen konnte, EPV 1987 (44 S.)
D. Long, Could God incarnate sin?, Everyday Publ. 1979 (31 S.)
Des weiteren noch Kapitel in Büchern über systematische Theologie (in
engl.).
Bei Bedarf bin ich gerne bereit, Dir die entsprechende Info zukommen zu
lassen.


Martin


16.06.01

Lieber Martin

Nachtrag: Ein junger Bruder hat dann noch gesagt, wenn der Herr Jesus nicht hätte sündigen können, dann wäre Sein WERK ein fauler Zauber!  Ich habe Ihm dann gesagt, dass ich mit Ihm auf dieser Basis keine Gemeinschaft haben könnte. Es ist mir beim Nachdenken aber klar geworden, dass dieses Gift, das da wieder von einer gewissen Ecke aus (Z) verbreitet wird, bei unbefestigten Kindern Gottes halt so seine Wirkung zeigt. Es wurde dann ein Vergleich von Adam zu Christus gewagt!!!! Adam  sei ja auch unschuldig erschaffen worden und hätte gesündigt, Christus sei auch unschuldig  erschaffen worden und hätte eben nicht gesündigt!  Ich habe mir nur gedacht, wo sind denn diese Geschwister in der Sonntagschule gewesen? (Bin übrigens kein Unterstützer von Sonntagsschulen, das nur so nebenbei) - bei meinem Vater gewiss nicht, der hätte Ihnen nämlich etwas Ehrfurcht vor Christus eingeflösst und  ihnen den Unterschied zwischen Adam und Christus aus dem Worte Gottes vorgelesen.  Ich denke, dass der verderbliche  Einfluss Tayler` s,  Raven`s,   Lee`s  nicht aus dem Zeugnis in (Z) verbannt wurde. Faule Bäume erkennt man irgendwann an der  Frucht!

Hans Peter   


16.06.01

Lieber Hans Peter,

 
ich dachte mich tritt ein Pferd!
 
Die Frage, ob der HErr JEsus hätte sündigen können ist dermaßen absurd und kann nur aus der schmutzigsten Ecke einer satanischen Zweifelschmiede entsprungen sein.
Das Lamm Gottes - ohne Fehl, seit Abraham und Isaak  und vorher im Paradies als Schlangenkopfzertreter sündigen?
Also, wer in meiner Gegenwart solche Frage stellen würde (als Christ natürlich) dem würde ich gerne meine Bibel um die Ohren schlagen ;-) dürfen, wenn es gestattet wäre ;-)
 
Welch Geistes Kind muß man sein um so einen Unsinn überhaupt zu fragen? Was soll diese der dümmsten Fragen überhaupt bezwecken? Nur Zwietracht und schlimmstes Ärgernis.
Hätte der HErr Jesus ertrinken können als er auf dem Wasser des Sees ging? Na, schön blöde gefragt.
 
Niemals hätte der HErr JEsus uns erlösen können wenn er auch nur eine Sünde hätte tun können. Mir wird es irgendwie übel, mich mit dieser Frage überhaupt zu befassen. Doch werde ich einige Bibelstellen als Hammer gegen diesen satanischen Felsen  gröbster Dummheit schleudern wollen.
 
Erst sende ich Dir "Gold" aus der Schatzkammer des Wortes Gottes, nämlich die "vormails" erwähnte Arbeit von Dr. Dönges über Stellung und Zustand des Gläubigen.
Diese o.a. Frage verdient wie Unrat auf den Müll der Mißachtung geschüttet zu werden.
 
Jenem Fragesteller würde ich ein- oder zweimal ermahnen sein "Maul" (würde Luther sagen) zu halten um die Glaubenden nicht zu verwirren, möge er sich jenen "Geistern" zuwenden, welche der "Rotte Korah" alle Ehre machten: sie verschwanden vom Erdboden!
 
G o t t   war in Christus und der HErr JEsus selber ist aus dem Vater gezeugt und  - welch Geheimnis- auch Gott selber!
Hätte Gott denn sündigen können?
Nur teuflische List welche im Paradies flüsterte (sollte Gott gesagt haben) ist fähig, solche Gedanken zu produzieren.
Eine Antwort paßt, wie die zur Stillung des Sturmes durch unseren HErrn auf hoher See: verstumme.
 
 

Hoi Hanspeter

Ich habe noch eine "uralte" Zusammenfassung des Büchleins von Fijnvandraat
zum Thema "Konnte Christus sündigen?" gefunden.

Die Sündlosigkeit Christi

 

I. Alttestamentliche Bilder

 

--   Ex 12:5 Das Passahlamm war ohne Fehl vgl. auch die Opfer in Lev. 1 - 7 u.a. = 1Pet 2:22: „...welcher keine Sünde tat“, d.h. das äussere sichtbare Leben des Herrn Jesus war ohne Makel.

  --   Lev 2:4.11 Das Speisopfer ohne Sauerteig = 1Joh 3:5: „...in ihm war keine Sünde“, d.h. in seinem Inneren (Gedanken, Gefühle, Wille) resp. in seinem Herzen war nichts Sündiges.

 --  Ex 25:10.11 Die Bundeslade aus Akazienholz (LXX = unverderbliches, unvergängliches Holz = 2Kor 5:21: „...kannte keine Sünde“, d.h. sein Wesen und seine Natur waren dem Verderben durch die Sünde völlig unzugänglich., die Sünde hatte keinen Anknüpfungspunkt in ihm.

 

 

II. Adams Zustand vor dem Sündenfall im Vergleich zur Menschheit Christi

-- Adam war in einem Zustand der Unschuld und Unkenntnis bezüg­lich der Sünde.

-- Von Adam konnte deshalb noch nicht gesagt werden, dass er ge­recht und heilig war, weil diese beiden Dinge bereits eine Konfrontation mit der Sünde voraussetzen.

-- Gerecht und heilig ist jemand, wenn er in Konfrontation mit der Sünde nicht durch diese beeinflusst wird. Adam hat bei seiner 1. Begegnung mit der Sünde das genaue Gegenteil be­wiesen.

-- Christus dagegen wird der Heilige und Gerechte genannt. Dies nicht erst am Ende seines sündlosen Lebens, sondern bereits bei seiner Zeugung durch den Heiligen Geist vgl. Luk 1:35; 4:34; Ap 3:14; 7:52

-- Die Heiligkeit beim Herrn Jesus ist nicht nur eine stellungsmässige, sondern er ist in seinem ganzen Wesen heilig vgl.

- zeremonielle Heiligkeit Nu 5:17

- äusserliche, stellungsmässige Heiligkeit 1Kor 7:14

- moralische, wesensmässige Heiligkeit Jes 6:3; Luk 1:35

-- In der Bibel ist Sünde zudem nicht die Abwesenheit von etwas, was vorhanden sein sollte (z.B. bestimmte Taten), sondern An­wesenheit von etwas, was nicht vorhanden sein sollte (ein Prinzip, eine Gesetzmässigkeit, die Gott zuwider ist).

 

 

III. Zeugnis des NT über das Wesen Christi

 

-- Hiob 14:4:             „Wie könnte ein Reiner aus einem Unreinen kommen?“
-> Gen 3:15 Same des Weibes; Jes 7:14 Jungfrauenge
burt; Lk 1:35 vom HG gezeugt; vgl. auch Joh 1:14; 1Tim 3:16; Gal.4:4

-- Röm 8:3:               ..in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde“ -> Gleichgestalt (homoima) = gleiche äussere Kennzeichenwie

                                das Vergleichsobjekt, d.h. Christus ist derart Mensch geworden, dass er die Möglichkeit hatte, krank zu werden und zu sterben.

                                „...für die Sünde sendend“ -> Nicht in seinem Leben, sondern erst auf dem Kreuz hat Christus das Problem der

                                Sünde gelöst. Vgl. Heb 9:26; 2Kor 5:21

-- Lk 1:35:                   „Der Heilige Geist wird über dich kommen, ...darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn

                                Gottes genannt werden.“ -> Vom Heiligen Geist gezeugt, weist darauf hin, dass Gott selber sein „Vater“ ist.

                                Christus ist somit in seiner Menschheit die Offenbarung des Wesens Gottes. Vgl. Joh 1:18; 1Tim 3:16

-- 1Joh 3:9:                 "...kann nicht sündigen.“ -> Das, was aus Gott geboren ist, trägt somit die We­senszüge Gottes selber und kann

                                somit nicht sün­digen, weil Gott nicht sündigen kann. Wenn Christus hätte sündigen können, dann könnte auch

                                das neue  Leben im Gläubigen sündigen. Ein 2. Sündenfall wäre dann vorprogrammiert!!!

-- 1Kor 15:45.47:      Deutlicher Unterschied von Christus und Adam was ihre Herkunft betrifft (schon vor dem Sündenfall Adams).

-- Joh 14:30:                  „...hat nichts in mir.“ -> In Christus war kein Anknüpfungspunkt für die Sünde.

-- Heb 4:15:                   „...ausgenommen die Sünde“

-- Heb 13:8:                   „...Jesus Christus ist derselbe.“ -> Wenn Christus als Mensch auf dieser Erde die Mög­lichkeit der Sünde in sich

                                gehabt hätte, dann würde er sie auch heute im Himmel noch haben.

-- Diverse:                                2Kor 5:21; 1Joh 3:5; 1Pet 1:19.22; 3:18

 

Der Zweck der Versuchung Christi in der Wüste lieferte den Be­weis, dass er tatsächlich ein Lamm ohne Fehl und Flecken war. Er musste nicht erst dazu gemacht werden durch die Versuchung, son­dern die Versuchung bewies, das Er es war!

 

Die Sündlosigkeit Christi liess ihn die Sünde viel mehr empfin­den, als wenn Er, wie wir die Sünde in sich gehabt hätte! Er hat angesichts der Sünde wirklich gelitten; wir freuen uns manchmal sogar an der Sünde!

 

Gedanken aus: „Der Mann, der nicht sündigen konnte“ von J.Ph. Fijnvandraat

 

September 1988/B.O.


Lieber Hans Peter  16.06.01

Das Thema ist interessant, die Fakten aber erschreckend. Wer behauptet, der Herr Jesus hätte sündigen können, bezeugt, dass er weder verstanden hat, was Sünde ist, noch erkannt hat, wer der Herr Jesus ist. In seinem Wesen konnte der Herr - im absoluten Gegensatz zu uns Sündern - überhaupt keinerlei Gefallen an Sünde haben; Sünde war für ihn alles andere als eine Verlockung, sondern er verabscheute jede Auflehnung gegen Gott zutiefst. Daher sagt man auch, dass er "nicht sündigen wollen konnte". Der Teufel versuchte ihn nicht mit Dingen, an die wir beim Wort "Sünde" denken, sondern mit ganz rechtmäßigen, "sauberen" Dingen. Auf diese Art von Versuchung fielen auch Adam und Eva herein. Sündige Taten und sündige Dinge kamen für den Herrn überhaupt nicht in Frage. Wenn man fragt, ob der Herr hätte sündigen können, denkt der Fragende in der Regel an Sünde im Sinne von Verstößen solcher klar formulierbaren Gebote "du sollst nicht ..."

Aber die Tatsache, dass der Herr keine Sünde kannte, geht ja noch weiter. Er hat auch alle rechtmäßigen Dinge ausschließlich aus der Hand Gottes angenommen, war in jedem Augenblick seines Lebens völlig abhängig vom Vater und hatte STETS NICHTS anderes im Herzen, als nur den Willen des Vaters zu tun. Wenn wir überlegen, das alles andere tatsächlich Sünde wäre, wird uns ein wenig deutlich, wie durch und durch sündig wir dagegen sind. Die alte Mensch hat ein Herz, das nicht nur an sündigen Taten und Dingen Gefallen und sogar Genuss findet, sondern dass in jedem Augenblick von Gott unabhängig sein und nichts anderes tun will, als seine eigene Begehr.  Der Herr Jesus war aber auf jedenfall in seinem Herzen, seinem göttlichen Wesen, so beständig, unveränderlich und fest, dass er tatsächlich und absolut nicht sündigen konnte. An einen anderen Gott, auf dem man sich nicht so verlassen kann und der nicht solche Sicherheit bietet, glaube ich nicht.
 
Für den Herrn gilt: "Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; und dein Gesetz ist im Innern meines Herzens. Ich habe die Gerechtigkeit verkündet in der großen Versammlung; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht - Jehova, du weißt es! Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen im Innern meines Herzens; deine Treue und deine Rettung habe ich ausgesprochen, deine Güte und deine Wahrheit nicht verhehlt vor der großen Versammlung." Ps 40,8-10
 
Was den "jungen Bruder" betrifft, dem du gesagt hast, dass du keine Gemeinschaft mit ihm mehr haben könntest: Sei bitte behutsam, ob er nicht einfach verführt und falsch belehrt ist, gerade weil es ja ein JUNGER Bruder ist. Aber die Quellen solchen Übels gehören natürlich bekämpft.
 
Liebe Grüße
Werner D.

16.06.01

Lieber Hanspeter

Ich habe die Erörterung gelesen, ob Jesus Christus hätte sündigen können oder nicht.

Besonders der junge Bruder übersieht den wichtigsten Grund, warum unser HErr nicht sündigen konnte, wenn er meint, es wäre ein fauler Zauber, wenn es so wäre, nämlich er übersieht, dass Jesus Christus gleichzeitig Mensch und Gott ist. Und in Gott ist gar keine Sünde. Er konnte schlichtweg nicht sündigen, weil in Gott gar keine Sünde ist, genau so, wie Gott nicht lügen kann.  Sünde widerspricht dem ureigensten Wesen von Gott, darum konnte er einfach nicht sündigen. Dass der HErr von Satan versucht wurde, diente dazu, dies offenbar zu machen. Im Grunde war ja das Ansinnen des Teufels lächerlich, wenn er dem Schöpfer alle Reiche der Erde anbot, falls Jesus ihn anbeten würde.  Sicher konnte Jesus die Lockungen dieser Versuchung als Mensch verspüren, genau so, wie er auch Müdigkeit, Erschöpfung, Hunger und Krankheit erlebte, denn sonst wäre er ja nicht vollkommen Mensch gewesen. Aber er war gleichzeitig eben immer auch Gott. Jesus, gezeugt von Gott, der zweite Adam, der genau sowenig sündigen kann wie unsere persönliche von neuem aus Gott geborene menschliche Natur.

Herzlich grüsst

Kurt B


16.06.01

Hallo Hanspeter
Da ist wohl irgend was mit dem versenden schief gelaufen.
Ich habe es kurz gelesen und mir kam der Gedanke, dass das Opfer Jesu auch
gereicht hätte, wenn er nur an den Tagen der Kreuzigung bis und mit
Auferstehung hier gewesen wäre, da  er seinen sündlosen Wandel eigentlich
gar nicht hätte beweisen müssen und er Gott und somit eine Sündlose Natur
ist.
Stimmt dieser Gedankengang deiner Ansicht nach?

Liebe Grüsse
                       Bruder Josua


Ja lieber Josua, das kann man so stehen lassen, aber ER musste den Ganzen, vorgezeichneten Weg gehen, auf dass die Schrift erfüllt würde: Siehe auch: Der Messias im Alten und neuen Testament  

 und   Einteilung nach Zeitformen: hina: auf das erfüllt würde;   hopoos: damit erfüllt würde; tote: Da ward erfüllt. aus Frage 219

Hans Peter


Lieber Hans Peter,
 
was dieser Bruder da unter den jungen Brüdern verbreitet, ist schlichtweg teuflisch. Er sucht sich jüngere Brüder aus um bei denen schon Zweifel, Verwirrung und Zwietracht auszusäen. Immer nach der Devise: „..sollte Gott gesagt haben?“
Wie viel Unruhe und Zwietracht ist schon in die Versammlung gekommen nur weil jüngere Brüder verführt wurden!
 
Ich habe mich gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre diesen Bruder offenbar zu machen um ihn sein Handwerk zu legen.
Vorher sollten aber einige Brüder, die fest im Glauben und in der Lehre stehen, mit diesen Bruder reden. Eventuell ist er in (Z) nur falsch unterrichtet, evtl. selbst verführt worden.
Wir wissen der Satan ist hinterlistig und verschlagen. Er vermischt die Wahrheit mit einen kleinen Bisschen Lüge, falscher Lehre, um Zweifel an der Autorität und Wahrheit Gottes zu legen.
 
Der Herr Jesus ist selbst Gott und kann so gegen sich selbst überhaupt nicht sündigen und hat auch keine Sünde in sich.
Wenn sein irdischer Körper auch die Gestalt eines Menschen angenommen hat, (... tat Gott, indem er, seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde... [eigentlich: .. in Gestalt von Sündenfleisch] Röm. 8,3) so ist er doch vom Heiligen Geiste gezeugt (Lukas 1,35). Sein Geist ist dagegen immer noch Gott. Gott jedoch kann keine Sünde in sich haben und kann auch gegen sich selbst nicht sündigen.
 
Oberflächlich gesehen stellt sich die Frage bei der Versuchung des Herrn (Matthäus 4,1-11; Lukas 4,1-13) durch den Teufel:
„Warum versucht der Teufel den Herrn, wenn dieser nicht sündigen kann?“
 
Ich bin überzeugt, dass es hier nicht um die Versuchung des Herrn geht, sondern um uns.
Der Herr will uns hier ganz deutlich zeigen, dass der Teufel vor nichts halt macht. Selbst vor IHM dem Schöpfer, der Wahrheit um seine Person und seiner Göttlichkeit, nicht. Weiterhin zeigt uns hier der Herr wie wir den Anfechtungen und Verführungen des Teufels widerstehen können, nämlich mit dem Worte Gottes!
 
Eph. 6,16 Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. 17 Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort.

Leider kann ich nicht weiter mit dem Worte Gottes antworten und belegen, bzw. widerlegen. Ich bin überzeugt, dass du viele Beiträge von Brüdern bekommst. Ich bin gespannt auf die Antworten und freue mich, wieder etwas über den HErrn und SEIN Wort zu lernen.
 
Liebe Grüße und des Herrn Segen
Rainer

Lieber Hans Peter

Jedenfalls fällt mir noch ein, daß Adam zwar unschuldig war bei der Erschaffung. Es von ihm aber nicht heißt, daß er heilig (abgesondert vom Bösem) war oder das Heilige war. Von dem Herrn heißt es aber in Lk. 1,35:

Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren {O. gezeugt} werden wird, Sohn Gottes genannt werden.

Es ist wohl ein Unterschied zwischen heilig und unschuldig geboren zu werden. Und das macht eben auch den großen Unterschied zwischen Adam und Christus aus. 
 
Liebe Grüße
Stephan I.

Lieber Hans Peter,
noch ein Gedanke, der aber auch sicher klar ist. Wenn Christus sündigen hätte können, dann hätte er selber ein Opfer nötig gehabt. Wovon wären auch die Opfer (ohne Fehl und Flecken) ein Bild, wenn Christus hätte sündigen können.
 
Ich meine, daß auch B.W. Newton diese Lehre hatte 1848. Was mich einmal überrascht hat war das auch der geschätzte Bibelausleger J.MacArthur in diese Richtung neigt. Er schrieb:
 
" Weaknesses {in Heb. 4:15} does not refer directly to sin, but to feebleness or infirmity. It refers to all the natural limitations of humanity, which however, includes liability to sin. Jesus knew firsthand the drive of human nature to sin" (Hebrews, Winona Lake: BMH Books, p. 113, 1985).

"the drive of human nature to sin " wird in Röm. 7,23 "das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist"
 
Herzliche Grüße
Stephan I

Hallo Hans Peter

Mir ist aufgegangen, dass ER  gar nie die Möglichkeit gehabt hatte, zu
sündigen! Denn Sünde ist ja quasi Ungehorsam gegenüber Gott. So dass das
dann heissen müsste dass Jesus als dreieiniger Gott sich selber ungehorsam
war, was ja absolut absurd wäre. Doch trotzdem wäre ich froh wenn du mir
die erwähnten Quellen zukommen lassen wurdest.
Auch verstehe ich den letzten Vers im Hebräer Kap. 2 nicht so ganz,
vielleicht hast du da einen grösseren Einblick.

Gottes Segen und Bewahrung
wünscht dir Simeon W



Lieber Simeon
ich bin eigentlich schon halb Unterwegs... (Leipzig) aber trotzdem ein
Gedanke. Manchmal wird gesagt, dass die Versuchung (Mt 4) kein Wert gehabt
hätte wenn der HErr gar nicht sündigen konnte. Aber das wäre ungefähr, so
wie wenn ein an sich unbesiegbares Herr auch nicht angegriffen werden
könnte. Das ist natürlich Unsinn, ein unbesiegbares Heer kann angegriffen
werden, aber es wird eben bewiesen dass es Unbesiegbar ist.
Letzter Vers Hebr. Die Leiden des Herrn  sind unbeschreibbar und von uns auch
nicht nachvollziehbar. Er  ist  eben HEILIG, wir sündig, Deswegen war Sein
Leiden in der Gegenwart der Sünde überaus gross. Bei uns nicht, den wir
können sogar gerne sündigen. Als wir vor einiger Zeit die Trinität des Herrn
Im HBKR 
Bibelkreis Abende betrachteten, ist mir die absolute Grösse des Herrn immer mehr vor
Augen gestanden. Das führte mich zur spontanen Anbetung des Ewigen.  Wenn
wir IHN so sehen, dann sind alle Leiden und Sorgen von den ich persönlich
mehr als genug habe (wir ich meine)  wie Nichts.
   ER musste auch nicht Gehorchen lernen, sondern den GEHORSAM , als
Prinzip. weil Er eben, bevor er Mensch wurde dieses Prinzip an sich noch nie
ausleben musste. Aber als ER als Mensch da war,  da war es seine Speise, den
Willen dessen  zu tun, der Ihn gesandt hatte.  Nie werden wir IHN an sich
verstehen, aber ewig Anbeten und bewundern.  Er tat nie den Willen der
Menschen, denn dann hätte er sich dem Willen sündiger Wesen unterworfen. Er
tat den Willen des Vaters.  Bsp.:  Wein Joh 2;  Laubhüttenfest  Joh 7.
 

https:///themen/jechjeho.htm


In IHM
Hans Peter