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Forum 240   17.06.01

......auf das sie alle EINS seien

 

Im hohenpriesterlichen Gebet oder in dem Gebet des Herrn Jesus für seine Jünger in Johannes 17 bittet Jesus für seine Jünger und für die, welche durch ihr Wort, also das Wort der Jünger an  ihn glauben werden. In Vers 21 heißt es:... auf das sie alle EINS seien gleichwie Du, Vater, in mir und ich in Dir, auf dass auch sie in uns EINS seien, damit die Welt glaube, dass Du mich gesandt hast. Es geht unserem Herrn Jesus Christus also darum, dass die seinen, welche er durch seinen Kreuzestod errettet hat und die durch die Wiedergeburt eine Neuschöpfung in Christus sind, EINS sind. Es gibt zwischen dem Vater und dem Sohn keinen Unterschied, keine Trennung, keinen Abstand. Dieses Einssein von Vater und Sohn ist sowohl das Vorbild und auch der Grund für das Einssein aller wahrhaft Gläubigen. Dieses Einssein der Gemeinde mit dem Herrn bedeutet aber auch Absonderung von der Welt, denn in Vers 14 lesen wir, ...und die Welt hasst Sie, denn sie sind nicht von der Welt gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Das Prinzip der Absonderung ist in der Bibel immer wieder zu finden. Das Volk Israel als Gottes auserwähltes Volk wurde immer wieder abgesondert und hier im hohenpriesterlichen Gebet unterscheidet Jesus Christus nachdrücklich zwischen „ ihnen und der Welt“. Wenn Jesus hier um die Einheit bittet, wie passt es dann zusammen, wenn er in Math. 10, 34 sagt, er sei nicht gekommen Frieden auf Erden zu bringen, sondern er sei gekommen die Menschen zu entzweien. Entzweiung bedeutet doch Trennung. Es kommt also um der Wahrheit seiner Person willen zu Trennungen, zwischen denen, die ihn annehmen und denen welche ihn ablehnen. In Matth 7 , 22 vollzieht der Herr Jesus nochmals eine Trennung, und jetzt sogar unter denen welche seinen Namen nennen, denn er sagt, dass er einige die sogar in seinem Namen Zeichen und Wunder getan haben, nicht kennt. In 1. Kor. 1,10 und 12,25 ermahnt der Apostel Paulus die Gemeinde davor, Spaltungen aufkommen zu lassen. Spaltungen in der Gemeinde vermeiden wir, wenn wir in der Liebe und der Lehre bleiben. In 2. Joh.1 9-14 heißt es: Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott NICHT. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.. Die Einheit oder das Einssein liegt in der Wahrheit des Wortes Gottes begründet, also kann es eine Einheit ohne Wahrheit nicht geben. Der Herr Jesus kann also in seinem Gebet nicht die Menschen gemeint haben welche zusammen mit Muslime, Schamanen Hinduisten und Buddhisten unter dem Dach einer großen Kirche gemeinsam zu „Gott“ beten, denn „ wer nicht in der Lehre Christi bleibt (oder ist) oder darüber hinausgeht, der hat Gott nicht. (2. Joh.1 9-14)

Es kann keine Einheit geben, zwischen denen welche in der Lehre bleiben (2. Joh.1 9-14) und denen

·         die dem Worte Gottes etwas hinzufügen oder hinwegnehmen (1) (Off.22,18-19) (siehe Anmerkungen)

·         die im Gegensatz zu Gottes Wort göttliche Autorität beanspruchen (Mark 17)

·         welche die Lehraussagen eines Menschen für unfehlbar erklären,

·         die per Dogma die Himmelfahrt Marias erklären

·         die behaupten, durch die Taufe sei der Mensch wiedergeboren ( Can.11;96;111)

·         die behaupten, das Heil der Seelen stehe unter dem Schutz Marias (CIC, S XX VII)

und so weiter und so weiter.

 

Uns, als seine Gemeinde dürfen aber die durch falsche Lehre irregeführten Menschen nicht gleichgültig sein.

Was sollen wir also tun?

Halten wir uns doch an 2. Joh.1 9-14 und in bleiben in der Lehre, vertreten und bezeugen diese Lehre, denn wenn wir nicht in dieser Lehre bleiben, so haben auch wir nicht mehr den Vater und den Sohn, wie das Wort es sagt.

In Joh 17 Vers 14 lesen wir, ...und die Welt hasst Sie, denn sie sind nicht von der Welt. Prüfen wir uns doch, werden wir gehasst oder geliebt und anerkannt weil wir uns anpassen ?

 

Wir sind von unserem Herrn beauftragt, Licht und Salz in der Welt zu sein. Indem wir Licht und Salz sind, in der Lehre bleiben und innerhalb der Gemeinde die von Jesus beim Vater erbetene Einheit leben, können wir Vorbild sein und die Welt auf uns aufmerksam machen. Hier spielt ganz besonders mein persönliche Zeugnis eine Rolle, sei es durch mein Verhalten oder in Gesprächen, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder wo immer sich die Gelegenheit bietet. Hier sollte Römer 1, 16 unser Leitsatz sein: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst, als auch dem Griechen. (Elberfelder)

 

Anmerkung:

(1)  Das 2 Gebot, das die Bilderanbetung verbietet, wurde im kath. Katechismus fortgelassen und das 10. Gebot wurde in 2 Teile geteilt.

 

CIC ist die Abkürzung für „Codes Iuris Canononici , zu deutsch Kodex des Kanonischen Rechts und bezeichnet die schriftliche Fassung des katholischen Kirchenrechtes (Neufassung 1983)

 

 

Ulrich Fritschle