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Frage 292  18.08.01

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Nun zu meiner Frage fürs Forum:
Schöpfungsbericht
1.Mose 1.14-19:
wir sehen hier, dass Gott am 4. Tag Sonne, Mond u. Sterne schuf, um auf die
Erde zu leuchten.
1.Mose 1,3:
hier schuf Gott am ersten Tag das Licht.

Ich verstehe nun nicht, was für ein Licht das war, das vor der Sonne die
Erde erleuchtete. Da ja Gott selbst Licht ist, müsste er ja das Licht nicht
erst erschaffen?

Vielen Dank im voraus für die Beantwortung.

Viele Grüsse in Ihm

Hans


Lieber Hans

Für einen rational denkenden Mensch ist diese Frage ein grosses Problem, denn der Mensch will alles ergründen und hat auch schon für den Tag und die Nacht eine Lösung gefunden: Die Sonne! Die Erdhalbkugel, die angestrahlt wird, hat Tag, die andere Nacht, logisch nicht?

Bei Gott wird oftmals ausser acht gelassen, dass der HERR weder an die Energie- noch an die Naturgesetze gebunden ist. Die Naturgesetze kann er aufheben, wie er will, auch kann er Energie und Materie aus dem Nichts hervorrufen, ganz im Gegensatz zum Menschen.

Im Buch Josua sehen wir ein eindrückliches Beispiel von dem Nichtgebundensein Gottes:

Jos 10:12 Da redete Josua mit dem HERRN des Tages, da der HERR die Amoriter dahingab vor den Kindern Israel, und sprach vor dem gegenwärtigen Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!13 da stand die Sonne und der Mond still, bis daß sich das Volk an ihren Feinden rächte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen beinahe einen ganzen Tag.14 Und war kein Tag diesem gleich, weder zuvor noch darnach, da der HERR der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der HERR stritt für Israel.

In diesem Abschnitt sehen wir, wie Gott aus Bestehendem für uns unmögliches möglich machen kann. Weiter lesen wir über Abraham im Römerbrief:

4: 17 (wie geschrieben steht: "Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker") vor Gott, dem er geglaubt hat, der da lebendig macht die Toten und ruft dem, was nicht ist, daß es sei.

Gott ruft dem, was nicht ist, dass es da sei. Damit ist seine Allmacht für den Gläubigen sehr schön beleuchtet.

Was hilft uns nun diese Betrachtung? Für Gott war es eine Kleinigkeit Tag und Nacht ohne die Sonne zu erschaffen. Wenn der HERR spricht: "Es werde Licht", dann wird Licht, auch wenn es noch nie etwas solches gab. So hat Gott am ersten Tag ohne die Lichtquelle, die wir kennen, es hell werden lassen. Das kann Gott ohne Zweifel. Erst am vierten Tag hat Gott besondere Lichter eingesetzt, die den Tag und die Nacht beherrschen sollen.

Meistens gehen die Wege des HERRN über den menschlichen Horizont hinaus und das ist gut so. Die Ungläubigen können das nicht fassen, doch für einen Diener des HERRN entstehen dadurch keine Probleme, denn es steht geschrieben:

Spr 28: 5 Böse Menschen verstehen das Recht nicht; die aber den HERRN suchen, verstehen alles.

Lobe den HERRN!

T. Frei