Home       Bibelkreis.ch

Frage 323

in welcher Hinsicht tritt Gott als Richter auf und als Liebender, in
Bezug auf das Buch Amos ???? Bitte Bitte hilf mir,  mach `nen Vortrag und
weiss nicht so recht weiter!!!
Danke Anne

eilt!!!!!



Liebe  Anne

wie hast Du denn Angefangen?

Liebe Grüsse

Hans Peter


Amos richtet seien  Botschaft die Königreiche Israel und Juda.

Er ist ein vorexilischer  Prophet Bellet schreibt dazu:

AMOS
 

Amos war der Prophet, der vor der Zeit des Erdbebens in den Tagen Ussijas, des Königs von Juda, auftrat (Kap.1,1). Wir können sagen: Er war der Prophet dieses Ereignisses (Kap.8, 8; 9, 5). 

Das Erdbeben wird von Sacharja symbolisch, als in die Zukunft weisend, gesehen, und zwar als Hinweis auf den Streit Jehovas mit der Welt, wenn es wiederum Erdbeben und Seuchen geben wird, Diener des Gerichts und Gefäße des Zornes Gottes (Sach 14,5). 

In diesem Sinne ist Gericht der große Leitgedanke der Prophezeiung des Amos. Deshalb konnte sie auch dem Zweck dienen, den Stephanus in seiner eindringlichen Rede in Apostelgeschichte 7 verfolgte, denn auch jener Augenblick war eine Krise in der Geschichte des Judentums. Stephanus zitiert dort Amos (siehe Apg.7,42.43; Amos 5,25-27). 

Doch Amos befaßt sich auch mit den benachbarten heidnischen Völkern. Gott handelt mit ihnen ebenso wie mit den Juden. Er richtet sie alle gleicherweise. Er führte die Philister aus Kaphtor und die Syrer aus Kir herauf, wie Er Israel aus Ägypten herausführte. Und in den künftigen Tagen des Tausendjährigen Reiches wird Er dafür sorgen, daß all Nationen nach Seinem Namen genannt wer den, so sicher wie Er die verfallene Hütte Davids aufbaue wird (siehe Kap.1;2;9,7-12). 

In diesem Charakter gebrauchte Jakobus in Apostelgeschichte 15,17  diese Stelle aus Amos 9,11+12, indem er für die Unabhängigkeit der Gläubigen aus den Nationen eintrat und dar auf bestand, daß sie nicht beschnitten zu werden und auch keine anderen Bräuche Israels anzunehmen brauchten 

Amos deutet das an, und Jakobus zitiert ihn, um zu zeigen, daß die Nationen von Gott angenommen werden würden (oder nach Seinem Namen genannt werden würden), völlig unabhängig von den Juden. Der Herr kannte sie, bevor Israel sie kannte.

Wir sehen daraus, wie der Geist Gottes in zwei entscheidenden Situationen der Geschichte der Kirche (Versammlung) im Neuen Testament sich des Propheten Amos bediente, nämlich in der Rede des Stephanus in Apostelgeschichte 7 wie auch in der Ansprache des Jakobus in Apostelgeschichte 15. So erwies sich ein Abschnitt des göttlichen Wortes als sehr bedeutsam, den man vielleicht als sehr weit zurückliegend und unbedeutend hätte betrachten können. Es ist schön, auch hier zu sehen, wie wir durch „jedes Wort Gottes“ leben sollen. Wir wissen nicht, in weichem verborgenen Winkel dieses Buches die Schriftstelle liegt, die geeignet und von dem Heiligen Geist dazu bestimmt ist, der Seele in der Stunde der Versuchung beizustehen. Amos ist ein Zeugnis dafür, indem er Stephanus und Jakobus diente.

Ich füge noch Verse aus einem Gedicht von George Herbert an, die dazu beitragen können, uns ein vertieftes Verständnis für die beispielhafte Bedeutung der beiden Amos - Zitate in der Apostelgeschichte zu vermitteln. Sie sind enthalten in seiner kleinen Schrift „The Holy Scriptures“.

„0 vermöchte ich zu sehen, wie alle die Lichtstrahlen deiner göttlichen Zeugnisse zu einem Gemälde von Glanz und Herrlichkeit zusammenfließen! Nicht nur funkeln wie Sterne die einzelnen Verse, sie gruppieren sich auch, Sternbildern gleich, im Fortgang der Berichte. Ein Bibelvers weist oft auf einen anderen hin, beide zusammen führen zu einem dritten Vers, zehn Blätter weiter; aus den drei Schriftstellen eröffnet sich eine Einsicht, die dem Leben irgendeines Christen die entscheidende Richtung gibt, ähnlich wie Heilkräuter, verstreut wachsend, schließlich in einem einzigen Trunk ihre lebenspendenden Kräfte vereinigen.“


Gabelein schreibt:

Nur wenige Jahre, bevor der Prophet Hosea sein Wirken als Zeuge
gegen den Abfall des Hauses Israel, der zehn Stämme, begonnen und
das kommende Gericht angekündigt hatte, erschien in Bethel, dem
Zentrum des Götzendienstes, ein Landmann namens Amos. Er war kein
Bürger des Zehnstämmereiches, sondern stammte aus Tekoa, einer

kleinen Stadt im Südland von Juda. Wir entnehmen dem Buch, daß er
ein Viehhirte und Maulbeerfeigenzüchter war. Einige haben ihn für
einen vermögenden Mann gehalten, der große Schaf- und Viehherden
besessen habe, doch dafür gibt es keine Bestätigung. Er war
lediglich ein einfacher Landmann, und obwohl er kein Prophet oder
Prophetensohn, sondern in seinem Beruf beschäftigt war, rief ihn
der Herr plötzlich aus seiner Arbeit heraus und sagte zu ihm: »Geh
hin, weissage meinem Volk Israel!« ( Kapitel 7,14-15 ). Amos

bedeutet »Lastträger«. Er war diesem Befehl gehorsam und erschien
in Bethel, um seinen prophetischen Dienst auszuführen und dem
Volk die Botschaft des Herrn zu verkünden. Es mutete seltsam an,
daß ein Prophet aus Juda kam, um in Israel zu weissagen. Dies zog
wahrscheinlich allgemeine Aufmerksamkeit auf sich, denn etwas
Derartiges war weder zuvor noch danach geschehen. Dies versetzte
Amazja, den Priester von Bethel, in große Erregung. Er meldete

Jerobeam, dem König von Israel, den Fall. Die Botschaft, die der
Priester dem König sandte, lautete folgendermaßen: »Amos
betreibt eine Verschwörung gegen dich mitten im Haus Israel. Das
Land kann all seine Worte nicht ertragen. Denn so spricht Amos:
Durchs Schwert wird Jerobeam sterben, und Israel wird ganz
bestimmt aus seinem Land gefangen wegziehen« ( 7,10 ).
Offensichtlich wartete der Priester die Antwort des Königs nicht
ab, denn er versuchte, den Propheten einzuschüchtern und zu

vertreiben. Doch Amos war ein mutiger Mann: Unerschrocken
widerstand er dem Priester und kündigte ihm an, wie es ihm und
seiner Familie ergehen würde

Das Buch Amos besteht aus drei Teilen. Der erste Teil umfaßt die
Anfangskapitel, welche die Einleitung des Buches bilden. Darin
finden wir die Ankündigung des bevorstehenden Gerichts an den
Nachbarvölkern Israels, aber auch Juda und Israel werden mit
einbezogen.

Der zweite Teil beginnt in Kapitel 3 und endet am Schluß von Kapitel
. Hier sind vier Prophetien aufgezeichnet, die der Herr durch
Amos gegeben hat. Drei davon beginnen mit »hört dieses Wort« ,
während die letzte in Kapitel 6 mit »wehe« eingeleitet wird. Der
dritte Teil ( Kapitel 7-9 ) gibt die fünf Gesichte wieder, die Amos
hatte. Die ersten beiden Gerichtsvisionen werden aufgrund der
Fürsprache des Propheten nicht ausgeführt. Bei der dritten Vision
geht es um ein Senkblei, bei der vierten um einen Korb mit reifem

Obst. In der letzten Vision sah er, wie der Herr am Altar stand und
losschlagen wollte. Das Ende von Kapitel 9 umfaßt eine Prophetie
bezüglich der Wiederherstellung Israels, des Wiederaufbaus der
Hütte Davids und der Segnungen des Reiches. Diese Gliederung
dient uns als Orientierung.
I. ANKÜNDIGUNG DES GERICHTS AN DEN NATIONEN, AN JUDA UND ISRAEL (
Kapitel 1-2 )

II. WAS DER PROPHET ÜBER DEN ZUSTAND DES VOLKES ZU SAGEN HAT (
Kapitel 3-6 )
III. DIE FÜNF VISIONEN DES PROPHETEN ( Kapitel 7-9 )

 

Einteilung Kp 1

. Die Einführung ( 1,1-2 )
2. Damaskus ( 1,3-5 )
3. Philistäa ( 1,6-8 )

4. Tyrus ( 1,9-10 )
5. Edom ( 1,11-12 )
6. Ammon ( 1,13-15 )

Kp 2

1. Moab ( 2,1-3 )
2. Juda ( 2,4-5 )

3. Israel ( 2,6-16 )

Kp 3

1. Worauf das Gericht zurückzuführen ist ( 3,1-8 )
2. Die kommende Heimsuchung im Gericht ( 3,9-15 )

Kp 4
1. Göttliche Drohung und Ironie ( 4,1-5 )
2. Und doch seid ihr nicht zu mir umgekehrt! ( 4,6-11 )
3. Mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen! ( 4,12-1 )

Kp 5
. Die Klage ( 5,1-3 )
2. Sucht den Herrn, so werdet ihr leben! ( 5,4-1 )
3. Die Wehklage ( 5,16-20 )
4. Ankündigung der Gefangenschaft ( 5,21-27 )

Kp 6
. Die Klage ( 5,1-3 )
2. Sucht den Herrn, so werdet ihr leben! ( 5,4-1 )
3. Die Wehklage ( 5,16-20 )
4. Ankündigung der Gefangenschaft ( 5,21-27 )

Kp 7

Die Vision von den Heuschrecken 7,1-3 )
2. Die Vision vom Feuer ( 7,4-6 )
3. Die Vision vom Senkblei ( 7,7-9 )

4. Widerstand gegen Amos ( 7,10-17 )

Kp 8
. Die Vision ( 8,1-3 )
2. Israel - reif für das Gericht ( 8,4-10 )
3. Die kommenden Tage der Hungersnot ( 8,11-14 )

Kp 9
1. Die fünfte Vision: Der Untergang des Nordreiches ( 9,1-1 )
2. Das kommende Reich ( 9,11-15 )


 

Ein Andere Ausleger sieht folgende Einteilung:

I. Prolog ( 1,1-2 )

A. Autor und Entstehungszeit( 1,1 )
B. Thema ( 1,2 )


II. Das Brüllen des Gerichtes ( 1,3-2,16 )

A. Das Gericht über die Völker ( 1,3-2,5 )
1. Das Gericht gegen Damaskus ( 1,3-5 )
2. Das Gericht gegen Gasa ( 1,6-8 )
3. Das Gericht gegen Tyrus ( 1,9-10 )
4. Das Gericht gegen Edom ( 1,11-12 )

5. Das Gericht gegen Ammon ( 1,13-15 )
6. Das Gericht gegen Juda ( 2,1-3 )
7. Das Gericht gegen Israel ( 2,4-5 )

B. Das Gericht gegen Israel ( 2,6-16 )
1. Der zerbrochene Bund ( 2,6-8 )
2. Die zurückgewiesene Gnade ( 2,9-12 )

3. Das Gericht ( 2,13-16 )

III. Die Gründe für das Gericht ( Kap.3-6 )

A. Die erste Botschaft ( Kap. 3 )
1. Das besondere Verhältnis ( 3,1-2 )
2. Das unvermeidliche Gericht ( 3,3-8 )
3. Die unvergleichliche Unterdrückung ( 3,9-10 )

4. Die kommende Katastrophe ( 3,11-15 )

B. Die zweite Botschaft ( Kap.4 )
1. Die wirtschaftliche Ausbeutung ( 4,1-3 )
2. Die religiöse Heuchelei ( 4,4-5 )
3. Die verweigerte Buße ( 4,6-13 )


C. Die driette Botschaft ( 5,1-17 )
1. Die Beschreibung des scheren Gerichtes ( 5,1-3 )
2. Der Ruf zur persönlichen Umkehr ( 5,4-6 )
3. Die Anklage gegen juristische Ungerechtigkeit ( 5,7 )
4. Der souveräne Gott ( 5,8-9 )
5. Die Anklage gegen juristische Ungerechtigkeit (
5,10-1 )
6. Der Ruf zur persönlichen Umkehr ( 5,14-15 )

7. Die Beschreibung des scheren Gerichtes ( 5,16-17 )

D. Die vierte Botschaft ( 5,18-27 )
1. Die Beschreibung des scheren Gerichtes ( 5,18-20 )
2. Die Anklage der religiöse Heuchelei ( 5,21-22 )
3. Der Ruf zur der religiöse Umkehr ( 5,23-2 )
4. Die Anklage der religiöse Heuchelei ( 5,25-26 )

5. Die Beschreibung des scheren Gerichtes ( 5,27 )

E. Die Fünfte Botschaft ( Kap. 6 )
1. Ihre prahlerische selbstgefälligkeit ( 6,1-3 )
2. Ihr Schwelgen im Luxus ( 6,4-7 )
3. Die vollständige Verwüstung ( 6,8-14 )

IV. Die Folgen des Gerichtes ( 7,1-9,10 )


A. Der Heuschreckenschwarm ( 7,1-3 )
B. Das vernichtende Feuer ( 7,4-6 )
C. Das Bleilot ( 7,7-17 )
1. Die Vision ( 7,7-9 )
2. Der Vorfall ( 7,10-17 )


D. Der Korb mit Obst ( Kap. 8 )
1. Die Vision ( 8,1-3 )
2. Die Folgen ( 8,4-14 )

E. Der rächende Gott ( 9,1-10 )
1. Das unentrinnbare Schwert ( 9,1-4 )
2. Der Allerhöchste ( 9,5-6 )
3. Die unparteiische Auslese ( 9,7-10 )


V. Die Erneuerung nach dem Gericht ( 9,11-15 )

A. Politische Erneuerung ( 9,11 )
B. Nationalen Zweck ( 9,12 )
C. Wohlstand, Frieden und Dauerhaftigkeit ( 9,13-15 )


Das Thema von Amos ist, daß Israel und die anderen Nationen vor

einem gewaltigen Gericht über ihre Sünden stehen. Er sieht dabei
den HERRN als einen Löwen, der brüllt und seinen Angriff beginnt
(vgl. Am 3,4.8; Jer 25,30; Hos 5,14; 11,10; 13,7 ). Das
furchterregende Gebrüll eines Löwen läßt seine Opfer vor Angst
erstarren und so hilflos vor seinem Angriff werden. Der Tod ist
unvermeidlich.
Gottes Brüllen wird einen ähnlichen Effekt haben. Wenn es von Zion
, d. h. Jerusalem (vgl. Am 6,1 ; siehe auch die Anmerkungen zu Sach

8, ), aus gegen die Völker erschallt, wird die Erde vertrocknen
und verdorren. Im Süden werden die Weiden bei Bethlehem
austrockne , wenn das furchterregende Gebrüll durch Juda fahren
und bis nach Gaza ( Am 1,6-8 ), Edom (V. 11 - 12 ) und Moab ( Am 2,1-3 )
hin zu hören sein wird. Im Norden werden die fruchtbaren Süd- und
Westhänge des Berges Karmel - die zu den besten Ackerflächen
Israels gehören ( Jes 35,1-2 ; siehe auch Jes 33,9; Nah 1,4 ) -

verdorren und sterben, wenn die Hitzewelle des Zornes Gottes bis
hin nach Damaskus ( Am 1,3-5 ), Tyrus (V. 9 - 10 ) und Ammon (V. 13 - 15 )
reicht. Überall, wo Gottes Brüllen zu hören ist, wird alle
Feuchtigkeit entweichen, das Land braun werden und die Erde vor
Trockenheit aufplatzen. Wenn die Weiden vertrocknet sind, werden
die Schafe sterben und die Schafhirten und -züchter große
wirtschaftliche Verluste haben. Durch die verdorrte Ernte werden
die Bauern schweren Zeiten entgegengehen.

Das Bild der Dürre weist hin auf den Grund für Gottes zorniges
Brüllen - die Völker haben ihre Bünde mit Gott verletzt. Der Bund
zwischen einem Bundesherren und einem Vasallen-Volk war im Nahen
Osten jener Zeit weit verbreitet. Im Austausch für den Schutz und
die Fürsorge durch den Bundesherren verpflichtete sich der Vasall
zu Loyalität und Gehorsam. Die Bedingungen des Bundes, eindeutig
festgehalten und gegenseitig bestätigt, waren für beide Seiten

bindend. Wenn der Vasall diese Bedingungen nicht einhielt,
brachte dies die Flüche oder Strafen, die in dem Abkommen
festgehalten worden waren, über ihn. Der Fluch der Dürre
erscheint häufig als Strafe für den Ungehorsam einem Bund
gegenüber (vgl. 5Mo 28,20-24 im mosaischen Bund; im Blick auf
weitere Bünde jener Zeit siehe James B. Pritchard, Hrsg., Ancient
Near Eastern Texts Relating to the Old Testament . 3. Aufl.,
Princeton: Princeton University Press, 1969, S. 539.660).

Alle, die die Worte von Amos hören, sollen verstehen, daß der
souveräne Herr des Universums sie für ihre Bundesverletzungen


 

Von R. Lee folgender Abriss:
Der Prophet
Amos

Schlüsselwort: Strafe.

Leitgedanke: Der Volks-Sünde folgt das Volks-Gericht. Der Prophet:

1. Amos war aus Tekoa, einem Orte, der sechzehn Kilometer von Jerusalem und acht Kilometer von Bethlehem entfernt ist. Er gehörte somit zum Stamme Juda.

2. Amos war kein Höfling wie Jesaja, auch kein Priester wie Jeremia, sondern ein gewöhnlicher Arbeiter, ein Viehhirte, der daneben auch Maulbeerfeigen sammelte (Kap. 7,14). Diese müssen, um geniessbar zu sein, zuerst geritzt werden, wonach der herbe Saft ausfliesst; auch dies wird Amos besorgt haben. Diese Früchte sind noch heute die Kost nur der Aermsten.

3. Amos war ein Zeitgenosse Hoseas und Jonas. Obgleich er aus Juda gebürtig war, weissagte er in und gegen I s r a e 1.

Die Zeit:

1. "Zwei Jahre vor dem Erdbeben» (Kap. 1,1) begann Amos seinen prophetischen Dienst zu Bethel. Er sagte dieses Erdbeben voraus (Kap.5,9; 6,11;9,5).

2. Das Erdbeben muss besonders schwer gewesen sein, denn Sacharja spricht annähernd 300 Jahre später davon als von einem wohlbe- kannten Ereignis.

Ein vorbildlicher Arbeiter:

Nebenbei sei bemerkt, dass das Buch eine Abhandlung über das Predigen enthält; es schildert Amos als einen vorbildlichen Arbeiter. Beachte:

1. Seine Demut: Er versucht nicht, die einfachen Umstände seines bisherigen Lebenslauf  zu verbergen; auch schämt er sich nicht, seine niedrige Herkunft und Tätigkeit kundzugeben. Jede "Einbildung" war ihm vollkommen fremd. Die Erhöhung zum Propheten verdarb ihn nicht.

2. Sein Fleiss. Die Bilder, die er in seinem Buche anwendet, sind seinem tagtäglichen Leben entnommen und beweisen seine scharfe Beobachtungsgabe und originelle Auffassung.

3. Seine Weisheit: Er predigte nicht über die Köpfe des Volkes hinweg, sondern gebrauchte Ausdrücke, die allen vertraut waren. Er fesselte die Aufmerksamkeit des Volkes dadurch, dass er zunächst von dessen Feinden sprach.

4. Seine Treue: Er redete nicht in Ohrendienerei zum Volke, sondern handelte treu, indem er sich direkt an ihre Gewissen wandte.

5. Seine Festigkeit: Er liess sich nicht von dem Werk abbringen, das Gott ihm gegeben hatte (Kap. 7,10-17), sondern hielt sein Auge auf seinen göttlichen Meister gerichtet.

6. Seine Botschaft: Er hatte seine Botschaft unmittelbar von Gott: "So spricht Jehova". Es war eine der Zeit entsprechende Botschaft, passend für jenen gottlosen Zustand Israels.

7. Sein Erfolg: Amos hatte wunderbaren Erfolg (Kap. 7,10), denn der Einfluss seiner Predigt erstreckte sich über das ganze Land.

Botschaft:

Des Amos Last-Spruch war: "Strafe". Er hatte eine sehr ernste Botschaft für jene üppige und mit sich selbst nachsichtige Zeit. Er war der Prophet des Gerichts. Das Buch zeigt, dass die Volkssünde das Volksgericht nach sich zieht; während die Sünden der Einzelnen vor dem grossen weissen Thron gerichtet werden, werden die Völker in dieser Welt und Zeit gerichtet. Dies beweist auch die Weltgeschichte.

Gliederung:

                   A. Gerichtsankündigungen über Israels Feinde

 I. Bestrafung der heidnischen Völker (Kap. 1, 2 his 2, 3)

1. Hier finden wir Weissagungen gegen die Nachbarvölker Israels.

2. Obwohl ausdrücklich für Israel gesandt, beginnt der Prophet seinen Dienst, indem er das kommende Gericht über diese sechs heidnischen Völker anzeigt,

a) um Israel auf den gerechten, die Sünde rächenden Gott aufmerksam zu machen,

b) um Israel zu zeigen, dass Gott nicht die Person ansieht, wenn es sich um das Gericht handelt.

Beachtenswerte Verse: «wegen drei Freveltaten... und wegen vier» in Kap. 1, 3 und wiederholt. Dieser seltsame Ausdruck will wohl sagen, drei oder vier Freveltaten würden genügen, das Gericht auszusprechen. Es waren aber nicht drei oder vier, sondern ihre Zahl

war Legion.







            B. Gerichtsankündigung über Gottes Volk selbst


           
 
 II. Bestrafung Judas und Israels (Kap. 2, 4 his 16)

1. Das Gewitter des Zornes Gottes rollt über alle Nachbarkönigreiche, berührt Juda (wie in Vers 4-5 gezeigt wird) und entladet sich endlich mit zermalmender Wirkung über Israel.

Beachtenswerter Vers: "Siehe, Ich werde euch niederdrücken, wie der Wagen drückt, der voll Garben ist- (Kap. 2,13).

        III . Drei Predigten wider Israel (Kap. 3, 1 bis 6, 3)

1. Jede dieser drei Predigten beginnt mit: "Höret!"

2. Die Predigtworte sind an Israel und "das ganze Geschlecht", d. h ebensowohl auch an Juda gerichtet.

3. In Kap. 4,2 zerstreut Gott auch die Einbildung, die Israel in seinem Nationalstolz hatte, dass nämlich dem bevorzugten Volk Jehovas nichts Böses zustossen könne.

4. In Kap. 5 haben wir eine Predigt über das Thema: "Suchet Jehova". Beachtenswerte Verse: Kap. 3,3; 4,12; 6,1.

                          C. Offenbarung

                IV. Gesichte betreffend Israel (Kap. 7,1 bis 9,10) 1. von den Heuschrecken (Kap. 7,1)

2. vom Feuer (Kap. 7, 4)

3. vom Senkblei (Kap. 7, 7)

4. vom reifen Obst (Kap. 8, 1) 5. von dem Herrn (Kap. 9,1)

            D. Wiederherstellung

V. Wiederherstellung ganz Israels (Kap. 9, 11-15)

Hier wird die Wiederkunft des Herrn und die Aufrichtung des

Königreiches Davids vorausgesagt. 1. Die Wiederherstellung (Kap. 9,11) 2. Besitz (Kap. 9, 12)

3. Gedeihen (Kap. 9,13-14)

4. Dauernder Bestand (Kap. 9, 15)

Beachtenswerter Vers: Kap. 9,15.

 

Ich hoffe dass Du damit was anfangen kannst?

Ich wünsche Dir Gottes Segen bei der Ausarbeitung. Ich habe erst am Do Abend ganz kurz Zeit nochmal was zu machen,  falls es Dir nötig erscheint.

In IHM

Hans Peter