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Frage  523
 

Hoi HP

Wie ist das mit dem Namen der Gemeinden? In der Bibel gab es ja auch  keine Namen für Gemeinden wie Chrischona, FMG, FEG, FMG, etc. oder  allgemein Namen. Auch die Brüdergemeinden heissen ja Brüdergemeinden!  Also auch ein Name. In der Bibel gibt es aber lediglich ein "Die  Gemeinde zu/in Korinth", etc. Also wäre es nicht besser einer Gemeinde gar keinen Namen zu geben, und einfach zu sagen, wir gehen in die  Gemeinde in Frauenfeld?

Was denkst du darüber?

Gruss Michael


Lieber Michael                         Siehe auch:  Versammlungszeiten (Frauenfeld)    Glaubensgrundsätze

 

Normalerweise schreiben  die Bruderversammlungen, übrigens welche von welcher Trennung und Untertrennung...?, wenn Sie Einladungen versenden:

zB,                           die Versammlung an der Thurstrasse 34 in Frauenfeld

 

oder ähnlich. Das ist manchmal lästig, weil man dann immer nicht genau weiss, mit wem man es eventuell zu tun hat. Die Bezeichnungen FEG usw., sind für mich schon lange kein Problem mehr. Habe auch aufgehört,  mich zu wundern,  dass es so viele Arten von Zusammenkünfte gibt. Vielmehr dürfen wir staunen,  dass der Herr uns noch erträgt! Lieber Michael, darüber könnte ich Dir stundenlang schreiben und es würde niemandem nützen ausser meinem Provider und seinen Gebühren..

Liebe Grüsse

Hans Peter


Sali HP

Noch eine Verständnisfrage von mir. Gehe sonst mit dir einig! Was meinst du mit "übrigens welche von welcher Trennung und Untertrennung...?, " ??? Komme da echt nicht draus?

Gruss Michael

Ja Lieber Michael

das geht nicht nur mir und Dir so, aber die Brüderbewegung ist zu zerteilt, dass niemand mehr ein Überblick hat warum wer sich  von wem   getrennt hat,  geschweige denn, den Grund der Trennungen kennt. Von da her kann man nur bestätigen, dass das Gericht am Hause Gottes schon lange begonnen hat.

Die Hauptsünde innerhalb der Brüderbewegung ist wohl die Laodizäas: nämlich dass sie sich auf
Ihre Erkenntnis, 
Ihre Treue,
Ihren Dienst usw. etwas einbildete. Ich will dies auch nicht anonymisieren. Ich war auch mal extrem in diesem Denkschema drin, obwohl ich ja nur profitiert habe von dem, was der Herr anderen Brüdern geschenkt hat.  Ich bin froh, darf ich heute  in einer Brüdergemeinde sein, die keinen  Besucher ausquetscht ob er zur AV oder Freien oder Offenen etc. pp. Brüderversammlung gehört,  sondern ob er errettet ist. Früher als ich in der AV war, hat es eigentlich keine Rolle gespielt,  ob ein Besucher errettet war. Er musste aus der AV kommen Mit Brief und Signet (Mt 18.20)  und zur AV hingehen. Ich habe welche  gekannt, die nie Wiedergeboren waren, aber grosse Tätschmeister innerhalb des Systems spielten.

So das wär's dann zum Thema

Gruss

Hans Peter


Und da noch ein Auszug aus einem File das  ich letzte Woche erhalten  habe:

Wie kann man Gott gefallen? [1]

von A.W. Tozer

Die heutige religiöse Situation schreit geradezu nach dem fähigen geistlichen Arzt, der unsere Krankheiten diagnostizieren und die richtige Arznei verordnen kann. Es reicht nicht aus, nur lehr­mäßig richtige Klischees zu wiederholen.... Wir müssen nicht nur wissen, was Gott gesagt hat, sondern wir müssen hören, was Er uns jetzt sagt!

....Ich vernehme ihre Irrtümer auf unseren Kanzeln und lese sie in unseren frommen Zeitschriften, und alle klingen gleich: erweckte Gemeinden engagieren sich in der Außenmission, also lasst uns missionarische Aktionen starten, dann wird die geistliche Erneuerung sicher folgen. Die gesunde Gemeinde gewinnt Seelen; lasst uns Seelen gewinnen, dann werden wir sicher neu belebt. Die frühe Kirche erfreute sich vieler Zeichen und Wunder; so lasst uns anfangen, große Dinge zu erwarten, und bald werden wir so sein wie die frühe Kirche. Wir haben die »soziale Komponente« des Evangeliums übersehen; lasst uns politisch aktiv werden und uns karitativ engagieren, und alles wird wieder gut.

Was für elende Ratgeber sind das doch und Ärzte, die nichts taugen! Ihre Ratschläge sind nicht nur erbärmlich, sondern wirken sich geistlicherweise verheerend aus.

Welcher Arzt, der recht bei Verstand ist, würde einem an Tuberkulose sterbenden Patienten sagen: »Gesunde Leute spielen Fußball, gehen Sie nach draußen und spielen Sie Ball, das wird ihre Gesundheit wieder herstellen!«? Ein solcher Rat, unter solchen Umständen gegeben, würde nur zeigen, dass Ursache und Wirkung verwechselt wurden, und genau das geschieht heutzutage in christlichen Kreisen. Die Ergebnisse der Erweckung werden als deren Ursache missverstanden. Und dadurch werden die wirklich darüber Betrübten verwirrt und alle geistliche Erneuerung wirkungsvoll unterbunden, für die doch so viele beten.

Was die Kirche in der gegenwärtigen Epoche ihrer Geschichte vor allem anderen braucht, sind nicht das häufig bemühte Seelen­gewinnen, die Außenmission oder Wunder. Diese sind Ergebnis­se, nicht Ursachen. Das weitaus Wichtigste ist im Augenblick für uns alle, die wir uns Christen nennen, dass wir einander und vor Gott ehrlich bekennen, weit vom rechten Wege abgekom­men zu sein. Wir müssten unsere Weltförmigkeit, unseren niedrigen moralischen Standard und unsere geistliche Kälte zugeben. Wir müssen unsere zahlreichen unbiblischen Aktivitäten beenden und aufhören, dahin zu laufen, wann und wohin wir nicht geschickt wurden und Schluss machen damit, fleischliche Projekte zu »heiligen«, indem wir vorgeben, sie »im Namen des Herrn« und »zur Ehre Gottes« zu betreiben. Wir müssen unbedingt zu der Botschaft, den Methoden und den Zielen des Neuen Testaments zurückkehren. Wir müssen mutig und voller Scham den Tempel von allen reinigen, die an heiliger Stelle Vieh verkaufen, und die Tische der Geldwechsler haben wir umzustoßen. Und das hat zunächst in unserem eigenen Leben zu ge­schehen und dann in der Gemeinde, zu der wir gehören.

Christus sagte Seinen Jüngern, sie sollten in Jerusalem verwei­len, bis sie mit Kraft aus der Höhe erfüllt würden. Dies kann nur heißen: Er vertraut Sein Werk niemals unzubereiteten und un­qualifizierten Leuten an. Es ist unendlich wichtiger, für den Dienst vorbereitet zu werden, als andere zu unseren Bedingungen zu gewinnen, die weit unter der geistlichen Norm liegen. Seelengewinner, die selbst nicht die Gehorsamsprüfung gegenüber dem Wort Christi bestanden haben, können selbstverständlich nur andere bekennende Christen von gleicher Machart hervorbringen. Missionen, die von geistlich nicht dazu befähigten Menschen betrieben werden, können nur ein defektes Christentum an ferne Küsten tragen; denn ganz sicher wird keine unter den Heiden gestiftete Kirche besser sein als der geistliche Zustand ihrer Gründer.

Wirkliche Buße wird zu gereinigten Herzen und geheiligtem Verhalten führen. Eine klare und entschiedene Umkehr zu dem Muster, das uns auf dem Berg gezeigt wurde, wird das freundli­che Lächeln Gottes über unsere Bemühungen bringen. Dann werden nicht weniger, sondern mehr Seelen gewonnen. Dann wird mehr für die Mission getan und nicht weniger. Dann wird alles, was wir tun, gelingen (Psalm 1,3), und Gott wird überall verherrlicht, bei uns hier und überall.


 

[1] Auszug aus dem Buch „Wie kann man Gott gefallen? - Erweckung und geistliches Wachstum“ von A.W. Tozer, CLV