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Frage: 542                 Siehe auch 736

Lieber Hans-Peter,

zwei Bibelstellen bereiten mir Probleme:

Matthäus 26, 24: Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es  wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. Markus 4, 10ff: Und als er allein war, fragten ihn, die um ihn waren, samt  den Zwölfen, nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das  Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; denen aber draußen widerfährt es alles in  Gleichnissen, damit sie es mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen,  und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie sich nicht  etwa bekehren und ihnen vergeben werde. 
Warum erschafft der Herr solche Menschen? Wie kann ich Menschen begegnen,  die aufgrund dieser Stelle Zweifel an der Liebe Gottes bekommen?

Liebe Grüße

Carsten


Lieber Carsten

Weshalb der Herr solche Menschen schafft, beantworte ich am Besten mit 5 M 29.29. Es läuft alles nach Gottes Plan. Judas War von Gott ersehen, den Herrn zu verraten.  Judas war Verantwortlich für seine Handeln. VEsruch die beiden Dinge nicht auszugleichen. Ich bete Gott an dass er mich errettet hat. Warum er dies getan hat, weis ER allein Rö 11.33.

Wir schauen in unserem Hauskreis momentan ein ähnliches Thema an:

I.:Die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott

Der Mensch hat einen (bis zu einem gewissen Maß) freien Willen und ist damit vor Gott verantwortlich, was er mit der Erkenntnis Gottes und seiner Forderungen macht.  (1Mo 2,17: (Offb 22,17: (Hebr 1,1) (5Mo 32,3; Offb 14,6-7). (Hebr 12,25). 

II:  Gottes Souveränität
= Der ewige, unverrückbare, vollkommene Ratschluss für seine Schöpfung, den er genau so ausführen wird:
Gottes ewiger Ratschluss : (Ps 33,11);    
Gott führt aus, was ihm gefällt (Ps 135,6; Spr 19,21; Jes 46,10).
Er wirkt direkt ins Herz von Menschen hinein, um ihre Gedanken zu lenken, mitunter auch um sie zu verstocken (2Mo 4,21; Esr 6,22; Ps 105,25; Spr 21,1; Röm 9,17-18; 11,25-26).
Gottes Erbarmen und Gnade wirken nicht in Abhängigkeit von Menschen, sondern nach seiner freien Auswahl (Röm 9,11.18).
Es gibt nichts im Universum, auch kein Unglück, das nicht der Herr durch sein Agieren oder durch sein Zulassen bewirkt (Hi 2,10; Kla 3,37-38; Am 3,6; Mt 10,29).
Die ganze Leidensgeschichte Jesu war von Gott geplant (Apg 2,23; 4,27-28). (Lk 22,22).  (Offb 17,17). 

III.:. Gottes freie Gnadenwahl

Die freien Gnadenwahl Gottes.

AT: 5Mo 4,37; 7,6-8; 10,14-15; 14,2
NT:
Apg 13,48; Röm 8,28-30; Röm 9,6-24; Gal 1,15-16; 1Kor 1,27-28; Eph 1,4; 2Thes 2,13

 Röm 9,6-18
Das Prinzip der Erwählung wird an der Geschichte des Volkes Israel sichtbar. Siehe Römer 9-11