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Frage: 565

Eingesandt RM:

Krönung am Richterstuhl

 

„Wenn aber auch jemand kämpft, so wird er nicht gekrönt, er habe denn gesetzmäßig gekämpft“ (2. Timotheus 2,5)

 

Man hat zu Recht gesagt: „Wir haben die ganze Ewigkeit hindurch Zeit, Siege zu feiern, aber wir haben nur die wenigen Stunden vor Sonnenuntergang, um sie zu erringen!“ Während die Errettung ganz aus Gnaden ist, umsonst, müssen Kronen errungen werden. Nur hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, Kronen zu gewinnen. Im Kampf stehen ist eine gegenwärtige Erfahrung. Angesichts der Belohnungen des künftigen Tages und in dem Bewusstsein, dass die Biographie jeder Seele im Himmel geschrieben wird, um dann offenbar zu werden, sollte es unser Verlangen sein, den Gedanken Gottes heute so genau wie möglich zu folgen, die Gesinnung Christi zu offenbaren und uns an das geschriebene Wort zu halten. Das „Wohl, du guter und treuer Knecht!“ für den Überwinder und alle geringeren Preise werden verteilt werden, nachdem der Herr für Seine Braut gekommen ist und sie in das Haus des Vaters, die Heimat der Liebe, eingeführt hat, wenn wir alle vor dem Richterstuhl Christi im Himmel offenbar werden. Nur Gläubige werden dort erscheinen, solche, die bereits „begnadigt sind in dem Geliebten“, für die es keine Verdammnis gibt, deren Namen im Buch des Lebens des Lammes stehen, die schon verherrlicht sind zur Gleichförmigkeit mit Christus.

 

Am Richterstuhl bringt der Herr die verborgenen Gedanken Seiner Knechte, ihre Motive und ihre Treue ans Licht und erkennt von ihrem Dienst nur an, was mit Gold, Silber oder kostbaren Steinen vergleichbar ist. Diese Materialien bestehen die Probe im Feuer; wertlose Materialien wie Holz, Heu und Stroh werden vom Feuer verzehrt. Qualität, nicht Quantität, wird Belohnung finden. Wie manches in unseren Augen Große mag dort unbedeutend erscheinen und umgekehrt mancher geringe, verborgene Dienst von dem Herrn gewürdigt werden.

(Aus: Hilfe und Nahrung, Heft 8, 1998, Ernst-Paulus-Verlag, Neustadt)