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Frage: 622   Sieh auch Homosexualität und Humanismus doc htm Nur für Homosexuelle! DOC  ZIP

Historischer Schwulen-Anwalt glaubt nun an die Möglichkeit einer Veränderung  (9.Mai 2001) Der Psychiater, der jenes Team anführte, das 1973  Homosexualität aus dem Diagnostischen Handbuch strich, sagt nun dass Homosexualität veränderbar sein könnte.  Seine provokative neue Studie zog weltweit die Aufmerksamkeit der Medien auf  die jährliche Konferenz der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung am 9. Mai 2001.

Dr. Robert Spitzers Studie wurde durch seine eigene Forschungsabteilung an  der Columbia University veranlasst, wo er Professor für Psychiatrie und Chef der Biometrie ist.

„Wie die meisten Psychiater,” sagt Dr. Spitzer „dachte ich, gegen homosexuelles Verhalten könnte angekämpft werden, jedoch niemand könne seine sexuelle Orientierung wirklich verändern. Mittlerweile glaube ich, dass das nicht stimmt - manche Menschen können es und tun's auch.”

Die meisten Vereinigungen für seelische Gesundheit haben kürzlich Warnungen vor Therapien zur Veränderung sexueller Orientierung veröffentlicht. Homosexuelle Fantasien und Gefühle könne verleugnet oder zurückgewiesen werden - darüber sind sich die meisten Kliniker einig - nicht aber umgewandelt.

Doch in einer Podiumsdiskussion beim jährlichen A.P.A (American Psychiatric Association) - Treffen veröffentlichte Spitzer den Beweis für seine Schlussfolgerung. Er berichtete, 200 Testpersonen (143 Männer und 57 Frauen) befragt zu haben, die bereit waren ihre sexuelle und gefühlsmäßige Geschichte auf dem Weg von einer homosexuellen zu einer „gesunden” heterosexuellen Orientierung zu beschreiben. Dr. Spitzer ist in der Geschichte der Psychiatrie bestens bekannt für seine wissenschaftliche Rolle 1973 - er führte das Team, das darin ermittelte, ob Homosexualität nicht aus dem Diagnostischen Handbuch für Psychiatrie  gestrichen werden sollte. Er erntete während dieses historischen Moments bittere Kritiken von Psychoanalytikern, die danach trachteten, Homosexualität in der Liste der Erkrankungen zu belassen. Seit damals war Dr. Spitzer davon überzeugt, dass sexuelle Orientierung unveränderbar ist.

Doch am Eröffnungstag der Jährlichen Konferenz der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung 1999, wurde er auf eine Demonstration ehemaliger Schwuler vor dem Eingang zum Konferenzgebäude aufmerksam. Die Streikposten erhoben Einsprüche gegen die jüngste Erklärung der A.P.A., die sichentmutigend gegen eine Therapie zur Veränderung von Homosexualität aussprach. Auf Plakaten stand Homosexuelle können sich ändern - fragt uns, wir haben's geschafft!

Andere Banner sagten Bestätigt mich nicht in einem Lebensstil, der mich körperlich und geistlich tötete, und Die APA hat Amerika mit politisch korrekter Wissenschaft betrogen. Einige der Psychiater zerrissen die Literatur, die von den Demonstranten an sie verteilt wurde, doch andere blieben stehen um den Betroffenen ein paar leise Worte der Ermutigung zukommen zu lassen.

Dr. Spitzer war skeptisch, doch er entschied, für sich selbst herauszufinden ob sexuelle Orientierung veränderbar ist. Er entwickelte eine 45-minütige Telefonbefragung, die er persönlich an den Testpersonen durchführte. Die meisten von ihnen wurden sowohl von NARTH an ihn verwiesen, als auch von EXODUS, einem Seelsorgedienst für unter Homosexualität Leidende. Um zu der Studie zugelassen zu werden, mussten die Teilnehmer eine merkliche Veränderung von homosexuellen zu heterosexuellen Gefühlen hinter sich haben, die schon länger als fünf Jahre andauerte. Die meisten Befragten gaben an, dass ihr religiöser Glaube eine große Rolle in ihrem Leben spiele, und etwa drei Viertel der Männer und die Hälfte der Frauen waren zum Zeitpunkt der Befragung bereits heterosexuell verheiratet.  Die meisten hatten die Veränderung gesucht, weil der homosexuelle Lebensstil emotional unbefriedigend war. Viele waren von der Wahllosigkeit und dem  stürmischen Charakter ihrer Beziehungen verwirrt, zerrüttet von den Konflikten mit ihren religiösen Werten, und vom Wunsch, heterosexuell verheiratet zu sein oder zu bleiben.  Bezeichnenderweise brachten alle Bemühungen zur Veränderung keine signifikanten Ergebnisse während der ersten zwei Jahre. Die Testpersonen  sagten, dass sie sowohl im Untersuchen ihrer Familienstrukturen und  Kindheitserlebnisse unterstützt wurden, als auch im Verstehen, wie diese  Faktoren zu ihrer geschlechtlichen Identität und ihrer sexuellen  Orientierung beigetragen haben könnten. Gleichgeschlechtliche  Mentor-Beziehungen, Verhaltenstherapie und Gruppentherapie wurden ebenfalls als sehr hilfreich erwähnt.

Zum Erstaunen der Forscher wurde ’good heterosexual functioning' von 67% der Männer berichtet, die sich vor diesem Veränderungprozess kaum oder niemals  vom anderen Geschlecht angezogen fühlten. Beinahe alle der Testpersonen gaben an, sich nun maskuliner (im Fall der Männer) oder femininer (im Fall der Frauen) zu fühlen.

„Entgegen aller herkömmlichen Meinung”, so fasst Spitzer zusammen, „können einzelne, gut Motivierte unter Zuhilfenahme einer Vielzahl von Veränderungshilfen einen wesentliche Wandel in vielen Bereichen ihrer sexuellen Orientierung machen und ’good heterosexual functioning' erreichen."

Er fügte hinzu, dass ein Wandel von homosexuell zu heterosexuell üblicherweise keine Frage des „entweder/oder” sei, sondern sich in einem Kontinuum vollzöge, einem Abnehmen der homosexuellen Ausrichtung und einer  Ausweitung des heterosexuellen Potentials, das sich in einem sehr weiten und variablen Feld darstelle.

Seine Resultate gäben jedoch zu bedenken, so Dr. Spitzer, dass eine vollständige Veränderung - ein Aufhören aller homosexuellen Fantasien und Wünsche (was in Therapien generell als unrealistisches Ziel angesehen wird) möglicherweise selten ist. Trotzdem berichteten Personen, die nicht  unbedingt eine wirkliche Veränderung ihrer sexuellen Orientierung erlebt  hatten - der Wandel wirkte sich mehr in ihrem Verhalten und im Erleben ihrer Identität aus - von einer erheblichen Verbesserung ihres allgemeinen  seelischen und körperlichen Wohlbefindens. Diese Studie wird als die detaillierteste Untersuchung über die Veränderung sexueller Orientierung angesehen, in der eine Vielzahl homosexueller Indikatoren berücksichtigt wird. Bisherige Studien hatten üblicherweise eine oder zwei Dimensionen sexueller Orientierung, wie Verhalten und Anziehung bewertet.

Die hier entscheidenden Bewertungskriterien wurden gemeinsam mit dem New Yorker Psychiater Dr. Richard C. Friedmann ausgearbeitet. Dr. Spitzer verwendete eine strukturierte Befragung, in der sowohl die Fragestellung als auch die den Testpersonen angebotenen Antwortmöglichkeiten exakt festgesetzt und so für andere nachvollziehbar sind. Das komplette Datenblatt ist nun für andere Forscher verfügbar und enthält Bandaufzeichnungen von etwa einem Drittel der Interviews, die - mit Erlaubnis der Befragten und ohne irgendeinen Hinweis auf ihre Namen - für weitere Nachforschungen angehört werden können.

Dr. Spitzer drückte seinen Dankbarkeit gegenüber der Nationalen Gesellschaft für Nachforschung und Therapie von Homosexualität (NARTH) und dem Ex-Gay Hilfswerk Exodus aus, „ohne denen diese Studie nicht möglich gewesen wäre.”

Daniel Borenstein, Präsident der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung, wurde von der Washington Post um ein Kommentar zur jüngsten Studie Spitzers gebeten. „Da ist eine Gruppe von Menschen die denken, alles homosexuelle Verhalten müsste verändert werden ... und sie versuchen ihre Werte (homosexuellen Männern und Frauen) aufzuzwingen, was unzulässig ist.”  Dr. Spitzer stimmte zu, dass diese Studie nicht zur Rechtfertigung von Nötigung verwendet werden dürfe. Sie sollte auch nicht als Argument zur Ablehnung ziviler Rechte dienen. „Doch Leidende sollten das Recht haben ihr  heterosexuelles Potential zu erforschen”, so Dr. Spitzer

 

K.P.