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Frage: 676

Guten Tag!
Ich bin gerade etwas entrüstet über ihren Interneteintrag bezüglich innere Heilung und geistige Kriegsführung...!
       Die Bibel spricht sehr wohl davon, dass wir (Gläubigen) in einem Krieg sind, der nicht mit menschlichen (fleischlichen) Mitteln bestritten werden kann!! 2.Korinther 10:3-6  und auch Epheser 6 sprechen eindeutig davon, dass es so etwas wie geistigen Krieg gibt. Ihre Kritik lag glaube ich auch mehr auf dem Aspekt der "territorial" begrenzten Dämonen und der  Hierarchie in der diese (angeblich) agieren. Aus ihren Argumenten entnehme ich, dass sie noch nie mit jemandem um Befreiung gebetet haben, geschweige denn den Teufel gerügt haben für seinen Einfluss. Satan ist schließlich noch der Herrscher dieser Welt, aber "der der in uns ist, ist größer als der der in der Welt ist" (1 Johannes 4:4).
       Frage: Haben sie noch nie einen Christen gesehen der ein Problem mit Pornographie hat? Er hat alles versucht um davon loszukommen - geht in die Kirche, betet aufrichtig, und setzt sich auch sonst nicht den Einflüssen sexueller Unmoral aus. Wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein schützt uns nicht vor der Versuchung und bedeutet auch nicht dass wir gleich in jedem Aspekt unseres Lebens heilig sind. Der Prozess der Heiligung (sanctification) ist ein langer, der Disziplin in unserer Fleischlichkeit bedarf und das rügen der Einflüsse, die von "außen" kommen. 1.Thessalonicher 5:23 spricht davon, dass der Mensch aus einer Körper, Seele, Geist Einheit besteht. Wenn wir Christ werden erfüllt uns der Heilige Geist... was erfüllt der denn???? Unser Herz? Unseren Geist erfüllt er...! Deshalb fordert uns Paulus kontinuierlich auf mit dem Geist erfüllt zu sein (und er spricht zu Gläubigen). Das heißt wir müssen auch unser Denken (Seele) und Handeln - unsere Fleischlichkeit (Körper) dem Herrn übergeben. Hier liegt dann auch das Problem der Pornographie... Mann kann Christ sein aber trotzdem Probleme mit sündigen Gedanken haben wenn man nicht gelernt hat seinen Körper und dessen Verlangen zu disziplinieren. Richtig ist allerdings, dass nicht hinter jedem Problem ein Dämon  steckt. Deshalb bedürfen wir auch der Gabe der Unterscheidung die nur Gott uns geben kann. 
       Die Tatsache, dass Dämonen in militaristischer Hierarchie angeordnet funktionieren ist schlicht und einfach die Schlussfolgerung aus praktischer Erfahrung und Beobachtungen.
       Zu ihrer Diffamierung des "geistigen Führers", Jesus, bei der inneren Heilung ist nur folgendes zu sagen. Bei Missbrauchsopfern zum Beispiel gibt es zu einem sehr hohen Prozentsatz dissoziative Störungen. Ja, es gibt gespaltene Persönlichkeiten UND Dämonen. Auch hier muss man mit der Diagnose vorsichtig sein und fortwährend beten um Weisheit. multiple Persönlichkeiten entstehen damit das Opfer überleben kann und die unerträglichen Erinnerungen verdrängen kann. Im Gegensatz zu erwachsenen Menschen, die weglaufen können, ist der einzige Ausweg für Kinder die Flucht in ihre Seele. Es werden Persönlichkeiten geschaffen, die dann teile der Erinnerung und der Schmerzen übernehmen um dem Opfer überleben zu helfen. Dämonen sind da um zu zerstören !
       Ziel in der Arbeit mit Menschen mit MPS (multiple Persönlichkeitsstörung) ist es  die verschiedenen Identitäten zu integrieren. Doch davor müssen sehr wahrscheinlich erst verschiedene Teile dieses MPD- systems für Jesus gewonnen werden. Hier kommt dann Jesus ins Spiel! Manchmal in sehr kindlicher Darstellung das ist richtig. Doch wie wollen sie denn eine dreijährige Persönlichkeit davon überzeugen, dass Jesus für sie gestorben ist?

Fazit: Auch Christen leiden unter den Einflüssen des Teufels. Dämonen gibt es und Jesus hat sie ausgetrieben. Er hat sogar einem Gläubigen Dämonen ausgetrieben (das erste Wunder in der Synagoge). Wir sind berufen sogar größere Dinge zu tun als Jesus, denn er geht zum Vater (Johannes 14:12)
Wenn sie geistige Kriegsführung und innere Heilung weglassen würde ich gern ihre Erklärungen hören. Wahrscheinlich sind alle zu schwach in ihrer Persönlichkeit - und sie plädieren für egoistisches Persönlichkeitstraining! - oder alle gehören eingewiesen.
       Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie noch nie ihr Erbe, das wir in Jesus als Kinder Gottes haben, in Anspruch genommen haben um dem Teufel aktiv zu widerstehen. "Widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen!" (Jakobus 4:7)
Denn wir sitzen schon jetzt mit Jesus zur rechten Gottes (Epheser 2:6)!!!!
Vielleicht werden sogar sie geblendet von einem Engel des Lichts! (2.Korinther 
                                                                                                                            11:14)

Ich bete für sie. Ihr Bruder im Glauben an Jesus
                                                                         Stefan




          09.08.02

Lieber Stefan

Du schriebst:

<<Die Bibel spricht sehr wohl davon, dass wir (Gläubigen) in einem Krieg sind, der nicht mit menschlichen (fleischlichen) Mitteln bestritten werden kann!! <<

Richtig, das hat auch niemand bezweifelt! Nur, WIE wir darauf zu reagieren haben, das gilt es zu bedenken. Haben wir Satan entgegenzutreten oder hat sich jeder Gläubige unter den Schutz des Herrn zu stellen? Die Antwort findest du in der Bibel!

Du schreibst:

<<2.Korinther 10:3-6 und auch Epheser 6 sprechen eindeutig davon, dass es so etwas wie geistigen Krieg gibt.<<

Richtig, lies einmal Frage 565, meiner Ausführungen zum geistlichen Kampf nach Epheser 6. DASS es einen gibt, daran zweifelt niemand!!!

<<Aus ihren Argumenten entnehme ich, dass sie noch nie mit jemandem um Befreiung gebetet haben,<<

Nun, das darf man doch, beten dass man von Sünden loskommt. Und so wie ich Hans-Peter kenne, hat er das auch sicher schon gemacht. Nur, da sollte man im Hinterkopf haben, dass wir gar nie von allen Sünden loskommen werden, denn dann sind wir ja Gott!

<<geschweige denn den Teufel gerügt haben für seinen Einfluss<<

Nun, darf man das laut der Bibel? Im Gegensatz zu dem beten um Befreiung und Vergebung der Sünden ist das wohl unbiblisch!

<<Satan ist schließlich noch der Herrscher dieser Welt, aber "der der in uns ist, ist größer als der der in der Welt ist" (1 Johannes 4:4). <<

Ja eben!!! Der in uns ist, JESUS ist grösser. Nicht WIR Gläubigen sind grösser, sondern der in uns ist. DER in uns ist, Jesus und das ist auch klar. Was aber nicht heisst, dass wir nun persönlich dem Satan und seinen Dämonen entgegenzutreten haben, dürfen oder sollen!

<<Wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein schützt uns nicht vor der Versuchung und bedeutet auch nicht dass wir gleich in jedem Aspekt unseres Lebens heilig sind. <<

Hat HP auch noch nie behauptet, wäre auch unbiblisch... Dieses unbiblische hat übrigens ein J. Wesley gesagt, ein geistlicher Vater von Moody, Finney, B. Graham und B. Hybels.

<<Der Prozess der Heiligung (sanctification) ist ein langer, der Disziplin in unserer Fleischlichkeit bedarf und das rügen der Einflüsse, die von "außen" kommen. <<

Nun, da bin ich nicht einverstanden! Die Heiligung basiert alleine auf der Gnade Jesu die er schenkt und nicht aufgrund unsere Werke, unserer Disziplin oder dem Rügen der Einflüsse.

<<Mann kann Christ sein aber trotzdem Probleme mit sündigen Gedanken haben wenn man nicht gelernt hat seinen Körper und dessen Verlangen zu disziplinieren. <<

Ja wenn das so einfach gehen wäre... Nur noch eines: Wie "gelernt" haben? Wieder durch Training und Werke?

<< Die Tatsache, dass Dämonen in militaristischer Hierarchie angeordnet funktionieren ist schlicht und einfach die Schlussfolgerung aus praktischer Erfahrung und Beobachtungen. >>

Ja und? Kann durchaus sein. Aber biblisch belegbar ist es nicht und damit ist es nicht zu 100% gesichert.

<<multiple Persönlichkeiten entstehen damit das Opfer überleben kann und die unerträglichen Erinnerungen verdrängen kann. Im Gegensatz zu erwachsenen Menschen, die weglaufen können, ist der einzige Ausweg für Kinder die Flucht in ihre Seele.<<

Stimmt. Aber auch diese können geheilt werden, nicht durch irgend welche "Kampfführung", sondern wenn sich der Mensch bekehrt! Auch wenn es denn Kindern hilft, so ist es dennoch nicht normal und auch nicht von Gott als normal bezeichnet worden. Es ist vielmehr ein Hilfeschrei der Kinder! Jesus kann es heilen, versprochen, dass er es hier unten auf der Erde macht, das hat er nicht...

<<Ziel in der Arbeit mit Menschen mit MPS (multiplePersönlichkeitsstörung) ist es die verschiedenen Identitäten zu integrieren. <<

Frage: Wer ist der Arzt? Jesus oder? All die Psychologie, auch christliche und seien sie noch so gut gemeint ist nicht gerade biblisch. Der einzige der heilen kann ist Jesus. Sicher kann auch ein ungläubiger Therapeut helfen, aber dann ist das Leben noch nicht in Gottes Händen (der Menschen wiedergeboren) und nicht zu 100% heil. Ganz gesund machen kann nur Jesus und nicht irgendwelche Menschen.

<<Fazit: Auch Christen leiden unter den Einflüssen des Teufels. Dämonen gibt es und Jesus hat sie ausgetrieben. Er hat sogar einem Gläubigen Dämonen ausgetrieben (das erste Wunder in der Synagoge).<<

Ja stimmt, das hat Jesus getan. Aber dürfen, müssen wir alles machen was Jesus auch getan hat? Wo steht das? Sollen wir dann auch das AT halten? Sollen wir auch WIE Jesus den Sabbath feiern?

<<Wir sind berufen sogar größere Dinge zu tun als Jesus, denn er geht zum Vater (Johannes 14:12)<<

Ja aber sind das Dämonen austreiben und dergleichen! Lassen wir doch das Jesus entscheiden, was er für "grössere Dinge" empfindet und denken nicht, wenn wir nicht grössere Wunder tun, dann tun wir kleinere Wunder. Das ist rein fleischlich und körperlich gedacht. Wenn ich ein grösseres Wunder sehe dann ist es grösser! Aber Gott weiss was im Herzen geschieht!

W o h e r  w i s s e n  w i r, o b  n i c h t e i n e  B e k e h r u n g e i n e s  e i n f ä l t i g e n  K i n d e s  b e i  G o t t  e i n  g r ö s s e r e s  W u n d e r  i s t  a l s  d i e  S t i l l u n g  d e s  S e e s t u r m e s  d u r c h  J e s u s ?

Sehen wir etwa mit Gottes Augen?

<<Wahrscheinlich sind alle zu schwach in ihrer Persönlichkeit - und sie plädieren für egoistisches Persönlichkeitstraining! - oder alle gehören eingewiesen.<<

Frage: Es geht bei deiner Aussage um angebliche Christen die diese Schwierigkeiten haben. Stimmts? Nun, wo steht, dass alle Menschen die den Herrn annehmen, gesund werden können (hier auf der Erde versteht sich)? Und wieso soll ein kranker, leidender Gläubiger (nehmen wir einmal an, er ist ein ECHTER Gläubiger und kein Scheingläubiger) nicht ein gerade so gutes oder sogar noch besseres Zeugnis für den Herrn sein?

<<Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie noch nie ihr Erbe, das wir in Jesus als Kinder Gottes haben, in Anspruch genommen haben um dem Teufel aktiv zu widerstehen.<<

Nun, man kann dem Teufel auch "aktiv widerstehen" wenn man es biblisch macht und den Schutz und Rettung NUR  bei Jesus sucht und nicht bei irgendwelchen Geistes austreibern und Therapeuten...

<<"Widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen!" (Jakobus 4:7)<<

Frage: Heisst das widerstehen hier, man solle denn Teufel bekämpfen und niederringen? Oder eben widerstehen, so dass der Teufel einem angreift, aber weil wir im Schutze Jesu sind nichts (oder nur das was Jesus will, und das dient ihm dann zu seiner Verherrlichung) anhaben kann? Vergleicht meine Aussage mit dem Buch Hiob!

Gruss Michael


15.08.02

Hallo Michael

Was?!?! Kann es sein? Sehen wir sogar einmal etwas (fast) genau gleich?

*lach* ;-)

Ja, ich muss ganz aufrichtig bekennen, dass ich sehr, sehr Mühe mit der Dämonologie der Pfi/Char-Bewegung habe. Ein wenig Stellung dazu habe ich im Forum 505 genommen, als ich auf Simons Beitrag antwortete.

Da du ja schon ziemlich alles gesagt hast, muss ich gar nichts mehr schreiben. Ist doch auch mal schön, oder? Höchstens bezüglich Schreibstil würde ich wahrscheinlich anders vorgehen als du ;-).

Herzliche Grüsse

P.K.

P.S. Da wir z.Z. voll am "Zügeln" (für die Deutschen: Umzug) sind, kann ich im Moment nicht mehr so an den Foren teilnehmen. Wahrscheinlich melde ich mich erst wieder nach unseren Ferien Ende Oktober, denn im September heisst es noch einräumen, etc. und die ersten drei Wochen Oktober sind wir dann in den wohlverdienten Ferien auf Sardinien. Aber es geht ja sicher auch ohne mich weiter *gg* ;-).


 

  
Lieber Stephan!      5. 12. 04
 

Heiligung bedeutet laut Rö. 6, dass wir hinfort der Sünde nicht dienen.

Vor der Bekehrung war das Sündigen für uns alle völlig normal, manchmal sogar

Mit gutem Gewissen.

Unsere Gedanken, Gefühle, Augen, Ohren, die Zunge und andere Glieder wurden von der Sünde, also vom Bösen, missbraucht und entweiht.

Als wir Christus als Retter und Herrn akzeptierten, gab es einen Kommandowechsel.

Wir entsagten dem Teufel mit all seinen Werken und übergaben, bzw. weihten unsere Glieder dem Herrn.

Dieses generelle Nein zur Sünde und Ja zum Gehorsam Gott gegenüber ist das, was die Bibel Heiligung nennt.

Normalerweise wird dieser Herrschaftswechsel durch unsere Lebensübergabe an Christus  eindeutig und ehrlich vollzogen.

Bald danach wird uns jedoch klar, dass wir die getroffene Grundsatzentscheidung im Alltag verwirklichen , ja gleichsam einüben müssen.

Alte Neigungen und Wünsche möchten sich nämlich weiter einfinden und ungute Gewohnheiten sind nicht plötzlich verschwunden.

Und der alte Chef, Sünde genannt, möchte uns weiter beherrschen.

Wir haben es plötzlich mit 2 rivalisierenden Herren zu tun.

Was nun?

Wem sollen wir Hausrecht gewähren?

Für Christen bleibt klar, dass Jesus ihr Hausherr ist.

Aber was tun, wenn der alte Besitzer das Feld, bzw. Haus nicht freiwillig  räumen will?

Normalerweise beginnt jetzt ein Kampf.

Wir weisen ihm die Tür, lassen uns auf Wortgefechte ein, ziehen dabei aber oft den Kürzeren.

Wir merken, dass der alte Hausherr mit seinen Besatzern  raffiniert und brutal ist. – Daß wir ihm nicht beikommen.

Daß wir ihn nicht einfach hinaus bewältigen können.

Ja, es gab und gibt eine Lösung.

Ich habe es schon oft erlebt.

Und sie heißt: kämpfe nicht in eigener Kraft. – Empfange den Sieg durch den Glauben!

Was das heißt und wie man den Sieg im Glauben erleben kann, möchte ich jetzt aus persönlicher Erfahrung berichten.

Es gab einen Abschnitt in meinem Leben als Christ, in dem mich ein heftiger Zwiespalt beherrschte.

Meine Wiedergeburt hatte ich erlebt und war gewiss  geworden, ein Kind Gottes geworden zu sein.

 

Wir gehören zu den fünf klugen Jungfrauen aus dem Gleichnis.

Warum sage ich das?

Nun, weil wir  durch unsere  Lebensübergabe an Jesus Christus Kinder Gottes geworden sind .

Wir stehen  im „Buch des Lebens“, um es mit der Offenbarung zu sagen.

Wir sind  durch unsere  erfolgte Wiedergeburt aus dem Status eines Namenschristen heraus genommen.

Unsere  Zukunft ist gesichert, bis in die Ewigkeit hinein.

Wir brauchen  keine Angst mehr zu haben.

Wir müssen  nur noch dafür zu danken.

Weiter im Text: -

Aber im Alltagsleben hielt mich die Realität der Sünde und Welt noch gefangen.

Manchen Versuchungen konnte ich nicht widerstehen und bin darüber verzagt

und traurig geworden.

Immer wieder ließ ich mich zum Ärger reizen.

Hielt meine Zunge nicht im Zaum und ließ mich von unreiner Fantasie stark beherrschen.

Verzweifelt kämpfte ich gegen die Macht des Bösen in mir und unterlag immer wieder.

Ich war Christ, aber die Sünde war stärker als ich.

Sie triumphierte.

Oft klagte ich vor Gott: wann werde ich endlich die Sünde unter meine Füße bekommen?

Ich hatte damals gerade soviel vom Christ sein, um mich unter dauernden Selbstanklagen sehr miserabel zu fühlen.

Und das Schlimmste war, dass ich mich im Widerspruch zum Wort Gottes befand.

Einerseits las ich: Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt!

Andererseits war mir klar, damit stimmt dein Alltag nicht überein!

Du überwindest nicht die Welt, sondern wirst andauernd von ihr überwunden.

Deine Erfahrung sieht einfach anders aus.

Dieser Zwiespalt machte mich ratlos.

Wie sollte ich die Verhei0ung der Bibel und meine handfesten Niederlagen zusammen bringen?

Irgend etwas stimmte mit meinem Christsein noch nicht!

Dann aber begann Gott aber sehr ernst mit mir zu reden.

Ich möchte es hier als Zwiegespräch formulieren:

Gott fragte mich gleichsam: ob es wahr sei, dass ich Sein Kind sei.

Was ich natürlich bejahte.

Gott fragte weiter: Glaubst du denn, dass alles wahr ist was Ich dir durch Mein Wort sage?

Ich antwortete: Ja.

Weshalb hast du bisher nicht geglaubt, dass du die Welt überwindest, - hielt Er mir darauf vor.

Steht es nicht eindeutig geschrieben: Wer von Gott geboren ist, überwindet die Welt?!

Folglich bist auch du ein Überwinder!

Oder etwa nicht?

Wenn du Meinem Wort vertraust. Dann danke dafür, da0 du die Welt überwindest!

Doch meine Antwort lautete: Ach, Herr, Du weißt wie viele Niederlagen ich inzwischen erlebt habe.

Das genaue Gegenteil  von Sieg ist bei mir der Fall.

Wie könnte ich jetzt dafür danken die Welt schon überwunden zu haben.

Aber der Herr redete weiter sehr ernst mit mir.

Ich will, dass du deine Erfahrungen und Gefühle verleugnest und Meinem Wort vertraust.

Wenn Ich dir sage, daß  du, als Mein Kind die Welt überwindest, dann ist das wahr!

Aber dafür hast du Mir bisher weder gedankt, noch in Anspruch genommen.

Denke daran, wie du die Vergebung deiner Sünden erlangt hast.

Obwohl du dich noch schuldig und elend fühltest, hast du Meiner Zusage, dass Mein Blut dich rein wäscht von allen Sünden, schließlich geglaubt.

Warum vertraust du Meiner Zusage nicht, dass du die Welt überwindest, ja überwunden hast!!

Ich habe am Kreuz für dich gekämpft und die Welt für dich schon überwunden.

Mein Sieg ist dein Sieg!!

Glaube es jetzt!!!

Du musst ihn nicht erst selber erringen!!!

Und dann begann ich, zunächst zögernd, etwas zu tun, das meiner Vernunft völlig widersprach.

Ich faltete die Hände und betete etwa folgendermaßen:

Herr, Dein Wort sagt, dass ich durch meine Wiedergeburt von Dir zu einem Überwinder gemacht worden bin.

Ich habe bisher zwar wenig davon erlebt, aber ich danke Dir, dass es wahr ist.

Ich glaube jetzt, dass ich Sieger bin über den Teufel, Sünde und Welt, weil Dein Wort es mir sagt.

Amen!

Dieses Gebet hat mein Glaubensleben verändert.

In der Praxis sah es bei mir  so aus: Von Natur aus war – war! – ich ein jähzorniger Mensch.

Ich weiß, ich hatte es ererbt.

Wenn mein Vater sagte, der Himmel ist grün, dann durfte ihn niemand widersprechen. Das ist jetzt bewusst übertrieben. Ich weiß. 

Mein Glaubensleben erhielt aber jetzt eine neue Qualität. .

Wie gesagt, ich war überaus kritikempfindlich.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt konnte meine Frau sagen: das hätte ich vor 2 Jahren nicht sagen dürfen, denn dann wärest du explodiert.

Heute kann ich darüber lachen.

Diese Veränderung selbst spüre ich ich nicht.

Ich hatte auch kein "Training" oder was auch immer unternommen, um davon frei zu werden.

Auch brauchte ich keine Dämonenaustreibung, geschweige denn, irgendwelche Kriegsführung.

Die Veränderung geschieht durch den innewohnenden Heiligen Geist, in dem ich den von Jesu errungenen Sieg in Dankbarkeit in meinem Leben wirken lasse.

Bis dahin kannte  ich nur die Dimension der Vergebung meiner Sünden. – Allein durch den Glauben.

Jetzt erschloß sich auch die Dimension des Sieges über die Sünde als freies Geschenk, allein durch den Glauben.

Durch den Glauben trat ich aus dem grauen Nebeltal meiner Niederlagen  heraus in die frohe und freimachende Höhe des Wortes Gottes-

Beschämt erkannte ich, dass ich mich  bisher zwar gläubig genannt hatte, aber meinen Glauben auf einen Teil der Erlösung beschränkt hatte.

Nämlich auf die Sündenvergebung und das ewige Leben.

Daß ich ein Weltüberwinder war, wollte ich erst glauben, wenn ich es durch die Erfahrung bestätigt fand.

Weil das aber nicht der Fall war, darum hatte ich den Wort Gottes misstraut und

daher in meinen Herzen entwertet.

Ich hatte mich erdreistet, der Zusage Gottes, dass ich ein Überwinder war, eine eigene verdrehte Lesart zu geben.

Und die lautete etwa so: Alles, was von Gott geboren ist, bemüht sich oder versucht es immer wieder die Welt zu überwinden.

Ob ich das je schaffen würde?

Das war mir mehr als fraglich!

Wenn wir ehrlich zu uns sind, wissen wir, daß es ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Diese Interpretation, eigentlich mehr Manipulation eines Bibelwortes scheint von der Erfahrung gesehen, realistisch und vernünftig zu sein.

Sie hat nur einen entscheidenden Fehler:

So steht es nicht in der Bibel!

Sondern dort steht: Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt.

Das gilt schon jetzt und in jeder Versuchung.

Auch für mich und, falls   Du wiedergeboren bist,  auch ganz bestimmt  für Dich!

Wie sehr wir Christen leider an erlebten Niederlagen und nicht an dem, was Gott sagt, orientieren, ließe sich durch einen Test problemlos bestätigen.

 

Wenn ich in einem Gottesdienst fragen würde, wie viele Anwesende wiedergeboren sind, dann könnte es sein, dass etwa 2/3 der Anwesenden sich melden.

Würde ich danach aber fragen, wie viele von Ihnen haben Sieg über Teufel, Sünde und Welt.

Wer von Ihnen ist ein Weltüberwinder?

Ich bin sicher, wenn überhaupt, dann würden sich nur wenige melden.

Dabei bestätigt es Gott durch Sein Wort eindeutig allen Wiedergeborenen, dass sie tatsächlich Weltüberwinder sind.

Allerdings hilft diese Tatsache Ihnen nur dann, wenn Du es glaubst.

Indem Du ganz einfach dafür „Danke“ sagst.

Um es nochmals zu betonen:

Der kühne Glaube an den Sieg über Sünde und Welt gründet sich nicht auf Erfahrungen sondern auf Gottes untrüglichem Wort.

Glaubst du – so hast du!

Glaubst du aber nicht, - so hast du auch nicht!

Wäre die Logik dazu!

Falls Du nicht oder noch nicht glaubst, dann begehst Du  einen gravierenden Fehler.

Setze  Unglauben nicht zur Norm.

Das würde Dir  die Tür zum sieghaften Glauben nur noch mehr verschließen.

Übrigens:

Kleinglaube, Verzagtheit und verzweifeltes Ringen um den eigenen Sieg, wären ein triftiger Grund, darüber Buße zu tun.

Statt dankbar zu glauben,  dass Christi Sieg Dir gehört,  willst Du  es lieber selber versuchen!

Höre auf, Dich  selbst erlösen zu wollen.

Manche werden vorsichtig fragen fragen:  Ja, aber wie soll und wird es weiter gehen?

Wird mich das gleich total verändern?

Wenn ich glaube, ein Weltüberwinder zu sein!

Werde ich keine Enttäuschung mehr erleben und keine Fehler mehr machen?

Nur keine Angst zu schnell vollkommen zu werden!!

Das ist übrigens ein häufiger Grund, auf den kühnen Satz vom Glaubenssieg, der die Welt bereits überwunden hat, lieber doch zu verzichten!

Man scheut sich, damit in die Ecke der Perfektionisten zu geraten.

Nochmals:

Nur keine Sorge!

Du wirst es lernen, zwischen der Glaubensstellung, die Deinen  Siegesstatus voll bejaht und der Glaubensverwirklichung im Alltag zu unterscheiden.

In die Glaubensstellung gelangst Du  durch einen Glaubensakt oder –schritt. Eben, - durch Deine Bekehrung.

Für die Glaubensbewährung braucht Dein  Erzieher, der Heilige Geist, sehr viel Zeit.

Er wird Dir  jedoch nur dann weiter helfen, wenn Du  grundsätzlich glaubst ,

die Welt mit Jesus bereits schon überwunden zu haben.

Und durch Jesus Sieger zu sein!!

Ja, Du wirst  sicher noch Fehler machen.

Weil wachsender Glaube gleichsam eingeübt werden muß.

Aber Du wirst  dabei immer wachsamer werden und aus Fehlern, die Du  machst,  wirst Du  profitieren.

Ich bin dankbar, dass die Bibel für das Wachstum im Glauben manche Beispiele hat.

So heißt es im Psalm 84, Vers 8:

   Sie erhalten einen Sieg nach dem andern

Beim Überwinden der Welt gibt es folglich einen Fortschritt.

Denn es heißt nicht: sie erhalten alle Siege zugleich.

Heute wird dieses Übel erkannt und besiegt und morgen ein nächstes!

Und wahrscheinlich wird der Heilige Geist  bis zu Deinem  Tode mit der Heiligung fortfahren müssen.

Ein Überwinderleben lässt uns demütiger werden.

Mit freundlichem Gruß - Berndt Steinhagen