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Frage: 769

Hallo Herr ,
 
Kennen Sie Ulf Diebel und seine Lehren?  siehe auch www.torah.de
Was halten sie davon ?
 
Viele Grüße von S.Jaster
 
 Liebe(r) S.J

 

ja ich lade mir manchmal seine Webseite runter und habe auch schon ein TB über die Bergpredigt / Gesetz / Sabbath  gehört.  Ich denke Ulf ist Christ, verwechselt aber wie so viele das Evangelium mit Kommerz und macht ein Heilszeitendurcheinander, aber sicher nicht bösartig.

Auch hat er sich mal im Forum beteiligt, ich oute, Ihn weil er ja eine öffentliche Person ist.  frage322.htm

 

In IHM
Hans Peter

 


04.11.02

Liebe(r) S. Jaster,

dem, was Hans Peter hier über Ulf Diebel schreibt, kann ich mich anschließen. Seit einiger Zeit lese ich seine Rundmails und finde manches Brauchbare darin. Seine Entrückungsansicht sehe aber auch ich als falsch an. Trotzdem stimme ich dem nicht zu, was Hans Peter dem Ulf in Forum 322 geantwortet hat. Da hat sich Hans Peter (meiner Meinung nach) etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn nicht nur die Briefe, sondern auch die Evangelien behandeln - wenn auch in Bildreden - das Thema Gemeinde.

In Mt. 24 müssen wir nämlich klar sehen, dass der Herr von zwei unterschiedlichen Arten seiner Ankunft sprach:

1. so wird die Ankunft sein: wie der Blitz etc. von allen sichtbar (Mt.

24,27)

2. so wird auch die Ankunft sein: unerkannt, von niemandem bemerkt

(Mt.24,38-39)

Diesen Unterschied können wir nur verstehen, wenn wir erkennen, dass ER von zwei verschiedenen Ereignissen sprach, die sich allerdings beide an einem "Tag" ereignen werden: dem Tag des HERRN. Tieferes Verständnis dieser Problematik erhalten wir, wenn wir verstanden haben, dass die Bildrede des HERRN in Lk. 17,22-35 ebenfalls nur diesen einen Tag, den Tag des HERRN, meint. Seine Rede hat folgenden Inhalt:

Lk. 17,22-24: Das Thema ist: TAG

Lk. 17,25-27a: Das Thema ist: NACHT (vor dem Tag des Herrn)

Lk. 17,27b-33: Das Thema ist: TAG

Lk. 17,34-35: Das Thema ist: NACHT (vor dem Tag des Herrn)

Die Schlüssel zum Verständnis dieser Bildrede sind folgende:

1.: Tag (Singular) = Tag des Herrn

2.: Nacht (Singular) = Tage Noahs vor der Flut = Tage des Sohnes des Menschen = Zeit der Gemeinde Jesu auf Erden

Wenn wir erkennen, dass Jesus in seiner Bildrede mit "Nacht" die Nacht vor dem Tag des Herrn meint, dann wissen wir, wovon er gesprochen hat. Alle unsere Fragen bezüglich des Zeitpunktes der Entrückung (prä- oder posttribulatorisch etc.) können dann zweifelsfrei geklärt werden, denn der HERR hat sie persönlich längst beantwortet. Die Entrückung findet am frühen Morgen des Tages des Herrn statt, nämlich im Dunkel des Tages, noch bevor die "Morgenröte" sichtbar ist (1.Mo.19,15). Denkt an Lot und an Lots Frau! (= gläubiges und ungläubiges Israel). Noah (= die Gemeinde Jesu) wird zu dieser Zeit schon längst in der himmlischen "Arche" sein (Joh. 14,2-3 / 2. Petr.2,5-9). Der HERR selbst vertritt somit die prätribulatorische Position. Wir sollten auch darin auf seiner Seite stehen.

Der Unterschied zwischen den Tagen Noahs und den Tagen Lots ist folgender: Die Tage Noahs: sie heirateten, sie wurden verheiratet (= die Söhne dieses Zeitalters, siehe hierzu Lk. 20,34-36) Die Tage Lots: sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten (= Israel, siehe hierzu Jer.31,28 / 32,44)

Das von Jesus persönlich vorausgesagte Pflanzen und Bauen der Söhne Israels wird Ulf - wenn er will - sich täglich anschauen können. Er wird aber auch sehen müssen, dass die Hirten Lots (=Israel) dies in einem Land tun, in dem auch noch die "Kanaaniter" und die "Perisiter" wohnen. Ja, sogar die Hirten Abrahams (von denen Ulf einer ist), sind auch noch in diesem Land. Aber bald wird der Tag der Trennung Abrahams (Gemeinde) von Lot (Israel) kommen. Abraham wird dann im Land Kanaan wohnen (das meint den Himmel), während Lot seine Zelte in der Ebene (das meint Israel auf Erden) aufschlagen wird (1.Mo.13,11-13). Jesus selbst macht uns in Lk. 17 auf diese alte Geschichte aufmerksam. Sie wird sich bald "wiederholen", denn nahe ist der Tag des HERRN.

"Wehe! Denn groß ist jener Tag, keiner ist wie er, und es ist eine Zeit der Bedrängnis für Israel; doch wird es aus ihr gerettet werden. Denn an jenem Tag wird es geschehen, spricht der HERR der Heerscharen, da zerbreche ich sein Joch von deinem Hals und zerreiße ich deine Stricke, und Fremde sollen ihn nicht mehr dienstbar machen; sondern sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecke." (Jer. 30,7-9)

"Von jenem Tag aber und jener Stunde (= die "Nacht"-Stunde, in der unser Herr kommt, um uns zu holen) weiß niemand ... " (Mt.24,36)

In Mt.24 ist der Schwerpunkt die Art seines Kommens (für Israel: öffentlich, für die Gemeinde: heimlich), in Lk. 17 ist der Schwerpunkt der Tag seines Kommens, der Tag des HERRN, mit den dazugehörigen "Tageszeiten".

in IHM

Bernd


4.11.02

Hallo Hans-Peter ,
 
ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie konkreter auf das "Heilzeitendurcheinander" von Ulf Diebel eingehen könnten. Können sie mir einige Beispiel nennen, außer die Datierung der Gemeindeentrückung. Was meinen Sie mit TB ? Vielen Dank und viele Grüße,
S. Jaster

4.11.02

Liebe (r)

S.Jaster

TB =Tonband

Weitere Beispiele: Das Beispiel mir eigentlich gereicht, zumal es fürr Ulf sehr wichtig war dass er volles Rohr geben musste...

In IHM
HP

 

5.11.02

Liebe(r) S. Jaster,

in ein Heilszeitendurcheinander kommen wir immer, wenn wir nicht erkennen, dass wir gegenwärtig in der "Nacht" leben (Joh. 9,4 / Rö. 13,12 etc.) und dass der eine große Tag der Bibel, der Tag des HERRN, der 1000 Jahre dauern wird (2.Petr.3,8), kommen wird. Auf diesen Tag warten (lt. Bibel) sowohl die gläubigen Christen als auch die gläubigen Juden. Wer das anders sieht, kriegt Probleme, egal, von welcher Seite er sich diesem Thema nähert.

Wer darüber hinaus noch in der Finsternis ist, wird außerdem von diesem Tag

- wie von einem Dieb - ergriffen werden (1.Thess.5,4). Wiedergeborene Christen dagegen gehören diesem Tag, dem Tag des HERRN, an (1.Thess.5,8).

Wir leben noch in der "Nacht". Deshalb die Ermahnung zur Nüchternheit und zur Wachsamkeit (1.Thess.5,6-7)

Gruß

Bernd G.