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Frage 851      Zeugnis

Lieber Hans-Peter,

bisher als stiller Mitleser verschiedener Beiträge auf deiner Homepage, möchte ich mich einfach mal bedanken, für die Mühe, die Du Dir und andere Christen mit dem Untersuchen der Schriften, "...ob dies sich also verhielte.“ (Apostelgeschichte 17,11) gibst. Ich bin froh, daß es diese Seite gibt.

Vor etwas mehr als zwei Jahren, habe ich mich zum Herrn Jesus Christus bekehrt und Ihn als Erlöser meiner Sünden angenommen. Vor dieser Zeit ging ich in die Irre und versuchte u.a. durch Esoterik, Okkultismus (Tarot -karten, Wahrsagerei), meinem Leben einen Sinn zu geben. Das war jedoch ein Trugschluss, denn durch die Besuche bei Wahrsagern und meinen eigenen Bemühungen, z.B. meine Zukunft vorauszusagen, wurde mein Leben nach scheinbaren Hoffnungsimpulsen, zunehmend leerer und sinnloser, so daß ich Depressionen bekam, bis hin zu Selbstmordgedanken. Blicke ich heute auf diese Zeit zurück, so erkenne ich den vorbereitenden Weg des Herrn bis hin zum Zeitpunkt meiner Bekehrung. Als ich 21 Jahre alt war, kam ich zum ersten Mal etwas intensiver mit dem Wort Gottes, der Bibel, in Berührung, unabhängig von meinen durchschnittlichen Besuchen, als damaliges Mitglied der evangelischen Staatskirche.

Nach meiner Bundeswehrzeit entschied ich mich, einen Antrag auf nachträgliche Wehrdienstverweigerung zu stellen. Formale Unterstützung bekam ich von einem Bekannten, der mir Kopien bereits abgegebener Anträge anderer Verweigerer zur Verfügung stellte. Beim durchschauen verschiedener Anträge, fiel mir einer besonders auf. Der Schreiber zitierte darin an einer Stelle, die Bibel, um seine Gewissensentscheidung zu bekräftigen. Das war ein Impuls, mich in der Folgezeit mit der Bibel zu befassen, aber eher planlos darin zu lesen. Besonders interessant fand ich die Äußerungen im Neuen Testament, die das Verhalten und die Eigenschaften der Menschen in der Endzeit beschreiben (2.Timotheus 3,1-5). Das was dort beschrieben ist, passt auf unsere Zeit. Das Bibellesen hielt jedoch nicht lange an, so daß ich wieder davon abkam. Es folgte weltliche Literatur als "Anleitung zum Glücklich werden“, durch die ich jedoch keinen Trost fand, sah ich doch darin, daß es letztendlich von mir abhängen würde, ein besserer und glücklicherer Mensch zu werden. Mein kontinuierliches Versagen in diesen Punkten, widersprach jedoch völlig dieser Ansicht.

Es fehlte etwas fundamentales in meinem Leben, etwas das mich trägt und nicht von meiner eigenen Leistung abhängen würde. Zwischenzeitlich therapeutisch geführte Gespräche, brachten nichts. Ich brauchte Hoffnung und die suchte ich zunächst an der falschen Stelle (Okkultismus etc., siehe oben). Das ging noch ein paar Jahre so weiter, bis ich mit Ende 20, innerlich total zusammenbrach: Jobverlust, Depression, Beziehung kaputt. Mein damaliger Hausarzt, den ich aufsuchte, riet mir zu einer Psychoanalyse, die er bereit wäre durchzuführen, weil er über eine entsprechende Ausbildung verfüge. Wir vereinbarten einen Gesprächstermin, zu dem es jedoch nicht kommen sollte. Als ich zum vereinbarten Zeitpunkt an seiner Haustüre klingelte, tat sich nichts. Es kam niemand an die Sprechanlage, oder öffnete die Tür. Da kam mir der Gedanke: Es soll nicht sein! Zu dieser Zeit bekam die Bibel, die jeden Wohnungswechsel überstanden hatte, wieder mehr Bedeutung für mich. Zwar hatte ich in der Bibel von Jesus gelesen, aber mit den Voraussetzungen zur Sündenvergebung, wie Buße oder Bekehrung zu Jesus Christus, konnte ich nicht viel anfangen. Wenn es mir schlecht ging, suchte ich in der Bibel nach Trost, blätterte z.B. im Buch Hiob und sah, daß es diesem Mann noch wesentlich schlechter gegangen ist als mir. Mich beeindruckte, wie er vor Gott klagte. Er sprach sich alles von der Seele in seiner Not.

Den Jahreswechsel 1999 auf 2000 verbrachte ich alleine und haderte an diesem Tag sehr mit Gott, machte Ihm Vorwürfe, daß es mir so schlecht ginge, aber es half nichts, im Gegenteil, es wurde immer schlimmer mit meiner seelischen Not, aber nach einiger Zeit ging dieses Anklagen in einen Hilferuf über. Unter Tränen flehte ich Gott an, mir zu helfen, und er erhörte mich. Seitdem ist eine Hoffnung in mir, die ich vorher nicht hatte, nämlich das mir der HERR JESUS CHRISTUS helfen würde und wird. Psychopharmaka brauche ich nicht mehr. In der folgenden Zeit, war ich noch sehr verunsichert, wie das mit dem richtigen bekehren zum Herrn Jesus Christus, denn gehen sollte und hatte Angst etwas falsch zu machen, aber hier schenkte der Herr auch Gnade, eine Gemeinde zu finden, in der Sein Wort, die Bibel, mich letztendlich überführte. Dort bekehrte ich mich nach einer Versammlung, Ende Oktober 2000 zum Herrn Jesus Christus und lies mich vier Wochen später taufen.

Heute darf ich wissen und glauben, daß weder meine Bemühungen, noch die irgendeines anderen Menschen ausreichen würden, um errettet zu werden, sondern das die Errettung von Gottes Gnade abhängig ist (Apostelgeschichte 16,14 ; Römer 3,23-25 ; Epheser 2,8-9), diese Gnade ein Geschenk Gottes ist und Jesus Christus diese Gnade ist (Johannes 1,17 ; 2.Timotheus 1,9), daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist (Matthäus 3,17 ; 17,5 ; Markus 14,61-62 ; Johannes 1,18), und damit ein vollkommenes Opfer, nicht nur für meine Sünden, sondern die der ganzen Welt ist (1.Johannes 2,2), aber das jeder persönlich Buße tun und sich persönlich zu Jesus Christus bekehren muss um Sündenvergebung zu erlangen (Apostelgeschichte 3,19), und das Jesus Christus der einzige Weg zurück zu Gott ist (Johannes 14,6). Gott hat keinen Gefallen am Tod des Sünders (Hesekiel 33,11), deshalb ist Jesus Christus in die Welt gekommen um Sünder zu erretten (1.Timotheus 1,15), aber es gibt ein zu spät sich von Jesus Christus erretten zu lassen (Hebräer 9,27). Jeder der Jesus Christus nicht glaubt, geht verloren (Johannes 3,36 ; 1.Korinther 1,18; ), kommt in das Gericht Gottes und danach in die Hölle (Hebräer 9,27 ; Offenbarung 20,11-15).

Auch als Christ ist man nicht automatisch von Sorgen, Problemen und Nöten befreit und es gibt auch in meinem Leben noch Höhen und Tiefen, aber ich darf dem Herrn Jesus glauben, daß Er auch meine Sünden am Kreuz auf Golgatha getragen hat und somit die von Gott gerechtfertigte Hoffnung geschaffen hat, die über dieses Leben hier auf Erden hinaus geht (Johannes 3,16). Seine Verheißungen in der Bibel tragen, denn der Herr Jesus Christus verheißt den Seinen z.B., daß sie nichts mehr von der Liebe Gottes, die in Ihm ist, scheiden kann (Römer 8,38-39). Ich bin froh, daß der Herr Jesus Christus Mitleid hat mit meinen Schwachheiten (Hebräer 4,15) und barmherzig ist, und das Er sich beim Vater verwendet, weil Er meine unvollkommenen Wortfetzen z.B., wenn ich zu ihm bete, erst noch übersetzen muss (Römer 8,34). Der Herr Jesus Christus verändert sich nicht (Jakobus 1,17). Er ist ewig, diese Welt aber vergeht
(1. Johannes 2,17).

Fazit:  Die Hoffnung und das Fundament, die mir vor meiner Bekehrung fehlten, ist der HERR JESUS CHRISTUS.


Gruß
 
Marc