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Frage 926              Siehe auch: Allversöhnung?   Ewige Pein

Hallo Hanspeter
Antwort auf die Argumentation von bpö/l https://bibelkreis.ch/themen/allvvojo.htm über die "Allversöhner". Ein Freund von mir hat mir ein Teilausschnitt davon gesendet.
 
Hier meine (Teil-) Antwort. Bin gespannt, ob das auf Deiner Webseite Platz hat....
(Siehe Worddatei)
 
Gruss
René

Antwort an einen Freund, der mir ein Textteil vom Allversöhnungsgegner bpö/l:

In der Tat wird von Allversöhnern ...“  bis  „.... sollte an sich schon die Allversöhnungslehre zum Schweigen bringen.“ gesendet hat. https://bibelkreis.ch/themen/allvvojo.htm

 

Hallo Freund

Nun zu Deinem Mail vom 8.4.03. Was die Behauptung bpö/l (Gegner d. A.) betrifft, so muss ich ihm hier bereits schon beim ersten Satz widersprechen, weil er wie bereits telefonisch erwähnt Behauptungen aufstellt und Unterschiebungen macht, die nicht stimmen. Da schreibt er also:

In der Tat wird von Allversöhnern behauptet, das Wort Ewigkeit ("Äon") bedeute vom Grundtext her nur "Zeitalter".

Wer von den Befürworter d. A. behauptet das? Nicht mal ich habe behauptet, das „Äon“ nur „Zeitalter“ bedeutet. (Ich bin jedoch kein Allversöhner, Gott ist der Allversöhner!)

 

F. H. Baader (Befürworter d. A.) schreibt z. Bsp. zum Begriff „Äon“ folgendes:

„Da bei Zitaten aus dem Alten Bund (AT) das Wort Lö˜OLa´M für äonisch :Ps110.4; Jes40.8: mit „IiS TON AeOo´NA“ „hinein in den Äon“ :Heb5.6; 1Pet1.25: wiedergegeben ist, wurde mangels eines passenden deutschen Ausdruckes für ˜OLa´M die Wiedergabe Äon gewählt. Im Gegensatz zu dem hellenischen (griechischen) Wort Äon ist der Bedeutungsinhalt des hebr. Wortes ˜OLa´M leicht bestimmbar, da es sich von ÃLa´M „verheimlichen“ und ÃLU´M „Verheimlichtes“ sowie anderen Wörtern dieser Wortfamilie ableiten lässt. In dem Wort ˜OLa´M [und damit in dem als Übersetzung gebrauchten Wort Äon] liegt somit begrifflich ein zeitlicher Bereich der Verheimlichung. Eine treffende deutsche Übersetzung wäre Verheimlichungszeit....

...Das Wort AeOo´N wird stets für eine längere Zeitdauer gebraucht. Die in der EÜ(Elberfelderübersetzung) vertretene wörtliche Bedeutung "Zeitalter" ist zu kurz. Begriffsinhaltlich dürfte die zutreffendste Übersetzung das Wort "Weltzeit" sein, die insbesondere durch Eph2.2 bestätigt wird. Für das meist mit "ewig,-lich" wiedergegebene Wort AeOo´NIOS ergäbe sich daraus die Übersetzungsmöglichkeit mit "weltzeit,-lich". Äonisches Leben wäre dann "Weltzeit-Leben....“

Der Ausdruck "ewiges Leben" ist entsprechend der vom AT bestimmten Grundbedeutung von AeOo´N "Lebenszeit" zunächst als Gott zugehörendes Leben zu verstehen. Seit Daniel ist "ewiges Leben" Ausdruck für das ersehnte eschatologische Heilsgut, das Leben im kommenden Äon (vgl. Dan12.2). Bei Paulus (z.B. Röm2.7; 6.22; Gal6.8), den Synoptikern (z.B. Mk10.17 ...) sowie z.B. 1Tim1.16; Tit1.2; 3.7; Jud21 ist vom ewigen Leben in zeitlichem Verständnis die Rede, d.h. von einem Leben, das mit der Auferweckung der Toten in der Zukunft erwartet wird...."

...Aufschlußreich an diesen Erklärungen ist die Aussage, daß biblisch der Begriffsinhalt von "unaufhörlich" schon vom hebräischen Zeitdenken her nicht in dem Wort ˜OLa´M und dem in den hellenischen Texten dafür gesetzten AeOo´N und AeOo´NIOS stecken kann, sondern die Übernahme einer aus philosophischen Quellen stammenden Begriffsdeutung darstellt. Es gibt nach meiner Kenntnis biblisch nur eine Stelle, die eine solche Deutung nahelegen könnte. In 2Kor4.18 wird dem befristeten Erblicktseienden das äonische Nicht-Erblicktseiende gegenübergestellt. Hieraus könnte man den Schluß ziehen, daß der Gegensatz von "befristet" nicht anders als "unaufhörlich" lauten kann und damit hier für AeOo´NIOS äonisch biblisch der Begriffsinhalt von unaufhörlich nachweisbar ist. Das Gegenteil von befristet ist aber unbefristet, was keineswegs "unaufhörlich" bedeuten muß....“

Soweit zur ersten Unterstellung. Wobei  bpö/l im zweiten Satz bereits ein sehr starkes Zugeständnis machen muss, welches seinen König hier schon in ein Schach manövriert:

Grundsätzlich hat das Wort tatsächlich diese Bedeutung (Zeitalter), aber eben nicht ausschließlich.“

Mit meiner Darlegung, dass es nun mal nicht wahr ist, dass die Befürworter d. A. nur „Zeitalter“ als Übersetzung akzeptieren, wird somit auch die zweite Unterstellung Deines „von bpö/l widerlegt, indem er von „eben nicht ausschliesslich“ spricht. Womit in seinem Satz nur noch: Grundsätzlich hat das Wort tatsächlich diese Bedeutung (Zeitalter)“ übrig bleibt!

Ja hat jetzt der Begriff „Äon“ grundsätzlich die Bedeutung „Zeitalter“ oder eben grundsätzlich die Bedeutung „Ewigkeit“ (Unendlichkeit)? Es scheint, dass bpö/l in zwei Sätzen mehr biblische Zugeständnisse machen muss, als im eigentlich lieb wären. Würde ich mit gleichem Mass wie bpö/l messen, dann müsste ich behaupten, dass die Gegner d. A. das Wort „Äon“ nur mit „Ewigkeit“ und „Ewig“ übersetzen, welches eigentlich die logische Konsequenz davon wäre. Wie bereits von mir telefonisch angedeutet, habe ich bis jetzt noch keinen Gegner d. A. gefunden, der seinerseits die Sache wirklich bis zu Ende denkt (wahr-scheinlich, weil sie an kein Ende glauben...J).

Du wirst im Laufe unserer Disputation feststellen, dass dies auch gar nicht so einfach und „logisch“ ist, wie dies von bpö/l behauptet wird. Ich jedenfalls würde dieses Thema nicht als „logisch“ bezeichnen.

 

Die weiteren Ausführungen von bpö/l  bringen ihn noch in grössere Schwierigkeiten:

„in unserer Übersetzung die Wendung "von Ewigkeit zu Ewigkeit" gebraucht wird, so steht im Grundtext dafür "eis aionas aionon" bzw. "eis tous aionas ton aionon" ", was alte Ausgaben der unreviderten Elberfelder Bibel richtig mit "in die Zeitalter der Zeitalter" wiedergeben

Hier spricht aber bpö/l zum zweiten mal von der Richtigkeit des Begriffes „Zeitalter“ welches eben nach seinen eigenen Ausführungen inkl. Bibelstellenangaben doch nicht „Ewigkeit“ (Unendlichkeit) bedeuten kann!! Er bezeichnet in die Zeitalter der Zeitalter“ als „richtig wiedergebenobwohl er im nächsten Satz zu gib, dass genau dieser Ausdruck auch im Bezug auf Gott verwendet wird:

der gleiche Ausdruck wird im Grundtext für die Ehre und Herrlichkeit Gottes (Gal 1,5; 1Tim 1,17; 2Tim 4,18; Hebr 13,21), den Thron Gottes (Hebr 1,8), die Macht und Herrlichkeit Gottes (1Petr 4,11; 5,11; Offb 1,6; 10,6; 15,7), die Lebensdauer des Herrn Jesus (Offb 1,18), die Lebensdauer Gottes (Offb 4,9.10) und die Segnung, die Herrlichkeit, die Danksagung, die Ehre, Macht und Stärke, die unserem Gott und dem Lamm sei (Offb 7,12), die Herrschaftszeit Christi (Offb 11,15) und die Herrschaftszeit der Gläubigen (Offb 22,5) gebraucht.

Es scheint aber, dass nicht die Befürworter d. A., sondern bpö/l ein Problem bekommen könnte, welches er auch mit seinem anschliessenden Satz zu überspielen versucht in dem er behauptet:

„Es widerspräche jeder gesunden Schriftauslegung und Logik, wenn man behaupten wollte, daß die Qual des Teufels und der Verlorenen nur einige Zeitalter lang dauern würden, alle anderen erwähnten Stellen, wo im Grundtext der gleiche Ausdruck steht, jedoch Ewigkeit im Sinne von Endlosigkeit meinten. Nein, jeder aufrichtige Bibelleser muß schon allein aufgrund der Gegenüberstellung mit den obigen Schriftstellen zu dem Schluß kommen, daß sowohl die Qual des Teufels, des Antichristen, des falschen Propheten als auch die der Verlorenen endlos ist.“

Was ist denn nun „gesunde Schriftauslegung“? Und welche „Logik“ kann er meinen, wenn bereits seine Darlegungen des Begriffes „Äon“ in sich unlogisch sind? Und was heisst hier „jeder aufrichtige Bibelleser“? Klingt fast so, als ob Befürworter d. A. und ich nicht aufrichtige Bibelleser sind(?) Ja und der Satz „jedoch Ewigkeit im Sinne von Endlosigkeit meint.“ Wer meint den, dass mit dem Begriff „Ewigkeit“ auch „Endlosigkeit“ gemeint ist? Etwa Gott, oder nur eine theologische Richtung die bpö/l vertritt?

Aber auch seine Schlussfolgerungen:

„schon allein aufgrund der Gegenüberstellung mit den obigen Schriftstellen zu dem Schluß kommen, daß sowohl die Qual des Teufels, des Antichristen, des falschen Propheten als auch die der Verlorenen endlos ist.“

Ich glaube nicht, dass wir hier „zum Schluss kommen“, sondern erst beim Anfang sind. O.K. Machen wir eine „Gegenüberstellung der Schriftstellen“ wie er darlegt, aber nehmen wir noch ein paar Bibelstellen mit dem gleichen Begriff „Äon“ dazu und schauen, ob es nach dieser neuen „Gegenüberstellung der Schriftstellen“ dann immer noch eine „logische Schlussfolgerung“ mit „endlos verloren“ gibt.

 

Vielleicht noch eine kleine Zwischenbemerkung generell:

So wie der Glaube an Jesus Christus eben „geglaubt“ werden muss, so gibt es viele Bibelstellen im AT und NT über diverse Themen (Bsp. Schöpfung, Auferstehung, Jungfrauengeburt, Wunder von Jesus, Philippus, Elia, Moses, Simson und andere) die unserer „Logik“ eben nicht entsprechen und die den Nichtgläubigen als Dummheit und lachhaft erscheinen, so gibt es auch im Bezug auf unser Thema für beide „Parteien“ (Befürworter wie Gegner d. A.) Bibelstellen, theologische Ansichten und Auslegungen die „geglaubt“ werden müssen und im ersten Moment oft „unlogisch“ erscheinen. Es gilt nun einfach nicht nur zu Behaupten (denn der Buchstabe tötet) sondern, dass der Heilige Geist geöffnete Augen schenkt, egal in welche Richtung wir zwei schlussendlich landen J oder stranden L! Paulus stellt die Gesinnung die ich zu erklären versuche in 1.Kor. folgendermassen dar:

1. Kor 2,4 und meine Rede und meine Predigt [bestand] nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 2,5 damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe. 2,6 Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieser Ewigkeit (Äon) noch der Fürsten dieser Ewigkeit (Äon), die zunichte werden, 2,7 sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Ewigkeiten (Äonen), zu unserer Herrlichkeit. 2,8 Keiner von den Fürsten dieser Ewigkeit (Äon) hat sie erkannt - denn wenn sie [sie] erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben -, 2,9 sondern wie geschrieben steht: `Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. 2,10 Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. 2,11 Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. 2,12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt (Kosmos) empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. 2,13 Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in [Worten], gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten. 2,14 Ein natürlicher Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird. 2,15 Der geistliche dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt. 2,16 Denn `wer hat den Sinn des Herrn erkannt, daß er ihn unterweisen könnte? Wir aber haben Christi Sinn!

Sorry, habe erst als ich den Bibeltext eingesetzt habe, gemerkt, wie oft hier bereits schon das Wort „Äon“ vorkommt. Wollte mit diesen Versen eigentlich das Geistliche betonen. Bemerkenswert ist hier aber doch noch der Vers 7:

„sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Ewigkeiten (Äonen) zu unserer Herrlichkeit.“

(Lassen wir das Thema „Vorherbestimmung“ gleich weg und kommen wir zu den „Ewigkeiten“.) Schein dass diese Ewigkeiten hier doch einen Anfang haben und es mehrere davon gibt... ? Was war den vor den Ewigkeiten? Was schreibt z. Bsp. der Hebräerbriefschreiber in Hebr 1,2 :

„... hat er (Gott) am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Ewigkeiten (Äonen) gemacht hat!“

Also wäre hier Gottes Sohn nicht „von Ewigkeit zu Ewigkeit“, sondern vor den Ewigkeiten?!! Denn ER hat sie ja gemacht! Und diese Ewigkeiten schon wieder Mehrzahl? Wenn eine Ewigkeit unendlich ist, wie lange dauern dann zwei oder drei oder vier Ewigkeiten? Welche „Logik“ würde bpö/l hier wohl anwenden? Ich denke spätestens hier muss die „Logik“ aufhören und der Glaube anfangen, egal welche Schlüsse auch daraus gezogen werden, auf jeden Fall können wir nicht mehr nur von „gesunder Logik“ sprechen.

Die Bibel nimmt aber an diversen Stellen diese „Ewigkeiten“ (Mehrzahl) auseinander und stellt sie hintereinander auf, wenn aber hintereinander so nicht nebeneinander, das heisst, eine „Ewigkeit“ hört auf, bevor die andere Anfängt oder angehängt wird auf jeden Fall gibt es im folgenden  Vers eine „jetzige“ und eine „zukünftige“ Ewigkeit. Mt. 12,32

„Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Ewigkeit (Äon) noch in der zukünftigen.“

Interessant ist hier noch die Parallelstelle Mk. 3,29:

„wer aber gegen den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit (Äon) Man kann auch mit „hinein in den Äon“ „DA“ übersetzen), sondern ist ewiger (äonischer) Sünde schuldig.“

Bei Matthäus wird also von gegenwärtiger und zukünftiger Ewigkeit gesprochen, während Markus nur von einem „hinein in den Äon“ spricht. Auch nicht logisch...

 

Eine weitere Stelle die für mich keine Logik ergibt findest Du in 1.Tim 6,17

„Den Reichen in der gegenwärtigen Ewigkeit* (Äon) gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewißheit des Reichtums Hoffnung zu setzen - sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuß.

*Erst beim Textvergleich ist mir aufgefallen, dass der „Codex Alexandrinus“ und der „Textus Rezeptus“ das Wort „Äon“ einsetzen, jedoch der „Codex Sinaiticus“ und der „Codex Vatikanus“ das Wort „Kaeros“ = „Frist“ einsetzen! Haben etwa die Abschreiber das Wort „Kaeros“ = „Frist“ problemlos auch mit dem Wort „Äon“ = “Ewigkeit“ wiedergeben resp. übertragen können? Auf jeden Fall gilt der „Codex Sinaiticus“ als einer der besten und ist der älteste vollständige Codex!

Das Wort „Kaeros“ stellt einen längeren (Röm 3.26) wie auch einen kürzeren (2.Tim 3.1) Zeitraum dar. Aber wiederum im Gegensatz zu „Chronos“ (unbefristete Zeit), wird das Wort „Kaeros“ für eine befristete Zeit verwendet. Auch diese Beobachtung stellt keinen Beweis für irgend etwas dar, ist aber meiner Ansicht nach beachtenswert. Wiederum stellt gerade das Wort „Kaeros“ als „befristete“ Zeit in 2. Kor 4,18 das Gegenteil von „Äon“ als „unbefristet“ dar. Wobei eben „unbefristet“ wiederum nicht „unendlich“ bedeutet (siehe F. H. Baader), weil wir sonst mit diversen Stellen ein Problem bekommen, als Beispiel nenne ich hier nur Philemon 15:

„Denn vielleicht ist er (Onesimus) deswegen für eine Zeit (hora=Stunde) ‹von dir› getrennt gewesen, damit du ihn für ewig (äonisch = unbefristet?) besitzen sollst.“ (Bei einer Hochzeit würde man von „bis das der Tod euch scheidet“ sprechen.) Aber auf jeden Fall kann Philemon den Onesimus nicht „ewig“ = „unendlich“ besitzen! Logisch??

 

So, diese „Auchgegenüberstellung“ sollte mal vorab genügen. Leider fehlt mir nur gerade eine kleine Ewigkeit um noch tiefer auf das Thema einzugehen. Wir sind ja hier erst beim Anfang, die Themen Hölle, Hades, Totenreich, Paradies, Himmel, Gericht, Vergebung, Verdammnis u.a. wurden ja noch nicht mal angetönt. Aber ich freue mich auch auf Deine Antwort....

 

Gruss mit Spr 3,5

„Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!“

 

René

 

PS:

Enttäuscht, um nicht zu sagen erschrocken war ich, als ich im Web https://bibelkreis.ch/themen/allvvojo.htm

 

die Schlussbemerkung und den Aufruf von Volkert Jordan las:

"Die Allversöhnungslehre, die, indem sie lehrt, daß sowohl alle Menschen als auch der Teufel und die abgefallenen Engel errettet würden, im Grunde nichts anderes als das Evangelium des Teufels ist, kann man nur als eine der gravierendsten und verderblichsten Irrlehren, die überhaupt je auf christlichem Boden entstanden ist, bezeichnen... ... Wir müssen m. E. mit einem Allversöhner nach 2. Johannes 9-11 umgehen, d. h. wir dürfen ihm keine Gastfreundschaft gewähren und ihn nicht grüßen.“ 

Hoffe, dass auf bpö/l nicht Röm. 14,10 zutrifft, denn er könnte geradezu wie die Juden (Joh 19,7) sagen: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muss er sterben!“ Es scheint so, dass bpö/l noch nicht ganz die Gnade Jesu erfahren durfte und erkennen durfte, wo der Unterschied zwischen Gesetz (Jak. 2,1-13 / Jak. 4, 11+12) für die Juden und Gnade (Röm. 7,6 / Röm. 10,4) für die Nationen liegt. Den ein anderes Ziel hat das Evangelium für die Juden, und ein anderes Ziel hat das Evangelium für die Nationen! Wer es lesen kann, der lese es, wer es fassen kann, der fasse es...

 

René


13.04.03

Lieber Rene
Ich bete dafür, dass noch mancher Allversöhner die wirkliche Wahrheit erkennen darf und von der Herumdeutelung an Gottes Wort durch Busse und Bekehrung abstand nimmt und dadurch errette wird von Seiner  Sünde und dann auch ein Kind Gottes wird. Dann wird er  nicht an Gott und Seiner Heiligkeit zweifeln.

Liebe Grüsse

Hans Peter

43.   Ewige Hölle / Allversöhner:         Siehe auch: Allversöhnung?   Ewige Pein