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Frage 2009

Hallo Hanspeter
   
Nun hat mich das ganze über Psychologie durchgeschüttelt. 
Bis anhin glaubte ich immer, dass die Seele zum alten Menschen gehört. Also nicht im Himmel sein wird dereinst, wenn wir beim Herrn sein werden.
 Nur die neue Geburt also der Geist Gottes in uns würde einst beim Herrn sein, so glaubte ich bis heute.
 Nun bitte ich Dich, mir anhand des Wort Gottes zu erklären, was und wie und wer denn nach der Wiedergeburt beim Herrn ist.
 Ich meine zum Beispiel, Körper, Geist, Seele ,Verstand usw.
  
Gott segne Dich und Deine Arbeit  
en liebe Gruss Heidi S.
 
Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und euer ganzer Geist und Seele und Leib werde tadellos bewahrt bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.

(1Th 5:23)
Einges.:

Eckhard

 
 
Liebe Heidi  22.02.05

 

Wenn dem Menschen die Seele ausgeht, so muss er sterben.  1. Mose 35,18

 Ein Leib ohne Geist ist tot. Jak 2,26

 

Die Seele ist nicht der Leib und der Leib ist nicht die Seele; denn die Seele kann aus dem Leib gehen und außer dem Leib sein und fortexistieren. Offb. 6,9

 

Das Wesen der Seele ist ein Geheimnis für den Menschen, denn wir erkennen aus uns selber nur Erscheinungen des Wesens.

Die sichtbaren Wirkungen, die wir bei einem lebendigen Menschen wahrnehmen, hören auf zu erscheinen, sobald der Mensch tot und die Seele aus dem Leib geschieden ist.

Die Seele ist die Ursache der Lebenswirkungen und  Lebenserscheinungen des lebendigen Menschen.

Das sichtbare Wesen des Menschen oder den äußeren Menschen nennen wir Leib.

Das unsichtbare, aber durch den Leib sich offenbarende und wirkende Wesen oder den inneren Menschen nennen wir Seele.

Denn die ist es, die nicht nur aus dem Leib heraus sieht und hört (Sinnesorgane), sondern es durch den Leib tut.

Die älteste Offenbarung über die ursprüngliche Entstehung des Menschen:

„Und Gott, der Herr, machte den Menschen aus einen Erdenkloß und Er blies ihm ein den lebendigen Atem (den Hauch, den Geist des Lebens) in seine Nase.

Und also ward der Mensch eine lebendige Seele“. 1. Mose 2,7

Hier ist deutlich: in dem erschaffenen Wesen des Menschen eine „Dreiheit“ zu unterscheiden:

1.Etwas von Gott aus Staub der Erde Gemachtes: der Leib.

2.Etwas „nicht Gemachtes“, sondern aus Gott Ausgehendes, in den Erdenleib des Menschen

   Eingehauchtes: der Geist.

3.Etwas durch diese Verbindung zwischen Körper und Geist Gewordenes: die lebendige Seele.

 

Unser Geist, der geheiligt werden muss, ist vom Geist Gottes, der da heiligt, deutliche unterschieden.

Unser Geist, obwohl von Gott uns eingehaucht, ist durch das Selbstbewusstsein von  dem heiligen, göttlichen Geist verschieden und nicht der Geist Gottes selber.

So sagt der Apostel:

Derselbige Geist (Gottes) gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Rö. 8,16

Hier ist der Zeugnis-Gebende von dem Zeugnis-Empfangenen klar unterschieden.

Aber unser Geist, vom Leib unabhängigeres Innerste unseres unsichtbaren Wesens wird nicht nur vom Geist Gottes unterschieden, sondern auch von unserer Seele.

Der Apostel Paulus nennt einen Menschen, in welchem das seelische, an den Leib gebundene und von seinen Lüsten abhängige Leben vorherrscht, einen „natürlichen“ Menschen. 1.Kor. 2114

Das „Seelische“ wird vom Apostel geringer  gesetzt, als das „Geistliche“.

Das Seelische ist unser unsichtbares Wesen in seiner Gebundenheit an das Leibliche und in seiner Richtung nach der Außenwelt.

Das Geistliche aber ist unser unsichtbares Wesen in seiner Freiheit von dem Leiblichen und in seiner Richtung nach der Innenwelt und nach dem Ewigen.

 

Jeder von Adam und Eva natürlich abstammende Mensch, stammt nicht nur dem Leibe nach, sondern auch nach Seele und Geist von ihnen ab und zwar von ihnen   n a c h   ihrem Fall, nachdem sie bereits von Sünde und Tod durchdrungen und von Gott abgefallen waren.

Die Menschenseele wohnt nicht nur in dem Leib, sondern durchwohnt ihn auch.

Darum ist jeder von Adam und Eva abstammende natürliche Mensch eine gefallene Menschennatur und nach Leib, Seele und Geist ein sündliches Wesen.

Der Menschengeist, der in dem Leibe wohnt, ist nicht der Geist Gott selber, wohl aber von denselben und   a u s   denselben.

Der menschliche Leib kann auch ein Tempel des heiligen Geistes sein.

Der Erste, vor Adams Fall, war es auch.

Jetzt ist ein Menschenleib aber nur dann ein Tempel Gottes, wenn der Mensch den heiligen Geist Gottes in sich wohnend hat.

Darum sagt der Apostel:

„Wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchem ihr habt von Gott und seid nicht euer selbst?“  1.Kor. 6,19

Die Innewohnung des heiligen Geistes geschieht durch die „Wiedergeburt“, welche bei einer Lebensübergabe an den Herrn Jesus geschieht und in das Bewusstsein tritt.

Solche Menschen heißen „Geheiligte in Christo Jesu“ 1.Kor. 1,2.

Denn durch die Innewohnung wird nicht nur der Geist des Menschen und seine Seele, sondern auch sein Leib geheiligt.

Indem der heilige Geist dem Geist des Menschen Zeugnis gibt.

Ein Menschenleib, in dessen Geist der Geist Gottes nicht wohnt und nicht Zeugnis geben kann, dessen Seele nicht vom Geist Gottes erleuchtet und ernährt wird, dessen Glieder nicht zu Waffen der Gerechtigkeit Gott geweiht sind, ist kein Tempel des heiligen Geistes.

Wir „Abkömmlinge“ der ersten Menschen erben durch die Zeugung, folglich durch die Abstammung von ihnen, die zerrissene Natur und auch Sünde und Tod.

Wir sind von Natur der Sünde und dem Tod unterworfen und weil wir von Natur eine sündige Seele haben, so haben wir auch von Natur einem dem Tode unterworfenen, d. h., sterblichen Leib.

Wir kommen also mit einem „zerstörten Leben“ auf die Welt aus welchem auch alle Lebensstörungen des Leibes hervorgehen: Krankheit, Schwachheit, usw..

Wir wissen: der „natürliche“ Mensch, ist „geistlich tot“.

Noch einmal: unser seelisches Leben spielt sich im Bereich unserer Sinnesorgane ab.

Äußere Reize, also Reize und Einflüsse unserer Umwelt spiegeln sich im seelischen Bereich wieder.

Öffnet sich der Mensch durch die Wiedergeburt dem Geist Gottes, geschieht durch die jetzt stattfindende „Beeinflussung“ durch den heiligen Geist eine „göttliche“ Einflussnahme auf den seelischen Bereich.

Das wirkt sich aus in der Veränderung seiner Persönlichkeit.

Der Betreffende „fühlt, denkt, spricht und handelt“ jetzt anders als vor der Wiedergeburt.

Er selbst spürt die Veränderung nicht selbst, aber die Umwelt nimmt sie wahr.

„Er ist eine neue Kreatur geworden“.

In diesem Zustand ist der, vorher „tote Geist“ des  Menschen nun „aktiviert“.

Er ist die jetzt eigentliche Verbindung zum Vater und Sohn im Himmel.

Vergleichbar, in etwa, mit einer Telefonverbindung.

Wenn diese nicht „aktiviert“, also angeschlossen ist, kann kein Gespräch stattfinden.

In diesem Fall kann eine göttliche Einflussnahme auf meine Person nicht stattfinden..

Umkehrschluss: Gott ist für mich nicht existent.
Viele Grüße Berndt St.

Zu Forumfrage 2009 Teil 2

 

Die Sagen und Gedanken der Völker über den Zustand nach dem Tod ist meist nicht aus göttlicher Offenbarung sondern aus Überlieferungen, natürlichen Einbildungen, teils aus Vermutungen und Schlüssen, teils aus vermeintlichen Erfahrungen entstanden.

Solche Erfahrungen gründen sich, z. B., auf mehr oder minder glaubwürdige Geistererscheinungen und auf Aussagen von Personen, die im Zustand des Hellsehens Verstorbene gesehen oder gesprochen haben wollen.

Mit Sicherheit und Glaubwürdigkeit können wir aber unsere Gedanken über den Zustand der Seelen nach dem Sterben des Leibes nur auf das gründen, was das göttliche Wort darüber offenbart.

Mitteilungen aus dem göttlichem Wort bestehen teils in Andeutungen oder Erzählungen aus dem Jenseits.

Sobald wir beim Sterben aus dem Leibesleben heraustreten, (Seele) hört der Teil von Raum und Zeit auf.

Wir befinden uns „außer“ der Zeit.

Wir sind in der „Ewigkeit“.

Da haben die irdisch-leiblichen Zustände und Ordnungen ein Ende und es beginnen für uns nur seelische und geistige, die sich richten nach den Zuständen unserer Seele und unseres Geistes.

Diese Zustände entsprechen die Orte und die Orte den Zuständen

Die Ordnung nach den seelischen und geistigen Verhältnissen unseres Zustandes, in welchem wir in die Ewigkeit eintreten, ist ein Teil des Gerichts, das uns nach dem Tod erwartet und wo es heißt: „Es ist dem Menschen gesetzt einmal zu sterben, danach aber das Gericht“. Hebr. 9,27

Im allgemeinen werden die Zustände der Ewigkeit im AT, ehe durch die Auferstehung des  Herrn Leben und Unsichtbarkeit ans Licht gebracht war, meistens traurig beschrieben, (z. B. als Stille), "da weder Werk, noch Kunst, noch Vernunft, noch Weisheit ist“. Pred. 9,10

Aber dennoch können die Seelen der Verstorbenen sich sehen, sich sprechen, können empfinden, haben ein Gedächtnis der Vergangenheit, ein Bewusstsein und eine Kenntnis von Dingen und Personen, die nach ihrem Leibesleben auf Erden geschehen sind oder gelebt haben.

Unselige Seelen können sogar sehen, hören und sprechen, auch solche, „welche in der Ruhe sind und getröstet werden; aber sie können einander nicht helfen und es ist eine Kluft zwischen Seligen und Unseligen befestigt“. Luk. 16,19,31, Jes. 14,9ff..

 

Aber seitdem Christus durch Seinen Tod und Seine Auferstehung “die Macht genommen hat, dem, der des Todes Gewalt hatte, seitdem Er durch das Blut des Neuen Bundes eingegangen ist in das Allerheiligste durch den Vorhang”, haben die Seelen der Begnadigten, sowohl hier in der Zeit, als in der Ewigkeit “einen Zugang zu der Gnade”, eine innige Gemeinschaft mit dem Herrn und eine selige Hoffnung des ewigen Lebens.

Darum ist der Zustand begnadigter Verstorbener des Neuen Bundes seliger, als wie es im Alten Bund noch war.

„Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.

Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen und ihre Werke folgen

 

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23.02.05

Lieber Hans-Peter.

Im Zusammenhang mit der Forumsfrage 2009 habe ich heute von einer lieben Glaubensschwester eine „Zusatzfrage“ gestellt bekommen.

Das wäre dann der „dritte Teil“.

An alle Forumsteilnehmer: ich weiß, dieses Gebiet ist ein umstrittenes und von daher ein „gewagtes Gebiet“, insofern man sich darüber äußert.

Eventuelle Korrekturen sind erwünscht und erbeten.

Ich will versuchen, mich streng an das uns geoffenbarte Wort Gottes zu halten.

Ein interessantes Gebiet ist es aber allemal.

 

Vom Zustand der Seelen nach der Auferstehung (3)

 

Drei Zustände sind es, durch welche der Mensch seit dem Sündenfall seiner ewigen Bestimmung zugehen, oder, wenn er die göttliche Hand ergreift, (Wiedergeburt)  derselben zugeführt wird.

Diese drei Zustände sind:

der Zustand im sterblichem Leib,

der Zustand außerhalb dem sterblichen Leib,

der Zustand im unsterblichen Leib.

 

Der erste von diesen drei Zuständen ist uns der Bekannteste, denn in ihm befinden wir uns im Moment.

Denn wir sind noch in ihm  darin befindlich.

Wir vernehmen durch Erfahrung und Selbstbewusstsein sehr vieles, aber  nicht alles.

Zugleich ist er auch der Kürzeste. (Lebenszeit des Menschen)

 

Zum zweiten, erwähnten „Zustand“:

Man tritt, wie man beim ersten eintritt durch die Geburt in diesen zweiten Zustand durch das Sterben.

Selig oder unselig, wie man beim Sterben ist und man bleibt darin, bis man durch die Auferstehung in den dritten Zustand übergeht.

 

Der dritte Zustand ist der Zustand der Auferstandenen.

Diese teilen sich in zwei Klassen.

Auferstandene zum Leben und Auferstandene zum Gericht.  (Joh. 2,29)

 

Die „Auferstehung des Gerichtes“ ist diejenige, über welche uns am wenigstens geoffenbart ist und über die wir die wenigste Klarheit haben.

Ob und was für einen Leib die Seelen bei dieser gerichtlichen Auferstehung bekommen, ist unbekannt.

Wir wissen nur, dass sie in den anderen, zweiten Tod, ohne Zweifel in denjenigen Zustand übergehen, den der Herr „die ewige Pein“ nennt und an den Ort kommen, welcher „der Feuersee“ genannt wird. (Matth. 2546,  Offb. 20,14/15)

Dass sie dort weiter existieren, ohne zu leben, aber doch ein Selbstbewusstsein haben, ersieht man aus Offb. 20,10.

 

Viel mehr Aufschlüsse haben wir über die „Auferstehung des Lebens“.

Sie ist die selige Auferstehung mit den meistbezeugtesten Schriftstellen.

Sie ist die Verklärung unseres Leibes, wodurch er dem verklärten Leibe Jesu ähnlich wird und die eine Wirkung Seiner Allmacht ist. (Phil 3, 21)

Sie ist keine neue Schöpfung, die mit unserem gegenwärtigen Leib in keiner Verbindung stünde, sondern, dieser verhält sich vielmehr zu dem künftigen, verklärten wie sich ein Samenkorn, aus dessen Verwesung und Keime die daraus gebildete Pflanze aufersteht, zu dem neuem Pflanzenleib verhält. (1.Kor. 15,35-44)

Auch sind sie keine irdisch-seelischen, sondern, himmlisch -geistliche Leiber; denn auch die neue Erde wird himmlisch verklärt  sein. (1. Kor. 15,41-49,  Offb. 21,22.

 Die Verklärung des zum Leben auferstandenen Leibes und die Verklärung der neuen Erde trifft der Zeit nach nicht zusammen.

Denn die Auferstehung des Leibes hat eine gewisse  Ordnung der Aufeinanderfolge und  in dieser Ordnung lassen sich drei Auferstehungen unterscheiden:

Zuerst die Auferstehung Christi.

Danach die Auferstehung derjenigen, die Christus angehören bei Seiner Ankunft,

danach die Vollendung, wenn Er das Reich dem Vater überantworten und aufheben wird  „alle Herrschaft, Obrigkeit und Gewalt“.  (1.Kor.15,23ff.)

 

Liebe Grüße

Berndt St.